Google+ Hardboiled SCB: Niemand verliert so nett wie McSorbet

Montag, 9. März 2015

Niemand verliert so nett wie McSorbet

Ja, wer mag ihn nicht den Christian McSorbet, Klubbesitzer, Manager, Sportchef, Eisputzer, Masseur und Coach vom Genf Servette HC. Am Speckcup in Davos gibt er coole Interviews, zeigt sich charmant und galant, flirtet mit dem Kameramann und gibt sich schockiert wenn der Guido Metzger gegen den Schiri tobt.

Danach kommt wieder der Alltag, Genf läuft es soso lala, aber kurz vor den Playoffs kommt ein Statement von McSorbet, das aufhorchen liess: Er sei mit den Schiris extrem zufrieden, man merke die gute Führung von Brent Immeramreiben. Hä?? McSorbet lobt die Schiris ...? War er nüchtern und bei Sinnen? Er, der Busse um Busse gekriegt hat, weil er die Schuld bei Niederlagen, vor allem in den Playoffs, immer und immer wieder bei den Schiris gesucht hat, niemals beim eigenen alles vergeigenden Team? Wir erinnern uns an seine Weinkrämpfe, als wir die Senfer vor 2 Jahren nach einem 1:3-Rückstand noch relativ cool und mit Affenschwein doch noch aus den Playoffs gemüllert haben ... Seine Heul- und Hasskrämpfe waren legendär.

Das er nicht verlieren kann, ist ein offenes Geheimnis. So ist es bekannt, dass seine Familienmitglieder beim allsonntäglichen "Eile mit Weile"-Spiel getürkte Würfel brauchen. Dort ist auf jeder Fläche nur eine 1 abgebildet. So gewinnt der McSorbet natürlich locker Partie um Partie. Beim Schach stellen sie nur die Bauern hin, auch so wird die Niederlage provoziert. Beim Jassen wird nicht gewiesen und sie machen immer das Trumpf, was sie nicht in den Klauen haben. So verhindern sie die etwas unkontrollierten Ausbrüche bei einer Niederlage von Christian. Wer hat schon Lust auf Spielfiguren im Hintern oder einen Kartenstapel im Mund? Eben.

Nach den 2 Startsiegen gegen Lugagel sah man den Strahlemann dann auch sehr sehr gesprächig in die Mikrofone glucksen. Hatte er sich tatsächlich geändert? Ja genau, inzwischen hat Lugagel die Serie ausgeglichen. Das ist scheinbar bereits zuviel für McSorbet. Er sieht wieder eine Verschwörung gegen Senf, er tobt an der Bande, es wird diskutiert ob ein Verfahren gegen ihn eröffnet wird weil er den Schiri, dem Schiri seine Frau, dem Schiri seinen Hund und dem Schiri sein Auto beleidigt hat, und, last but not least, er hat bei der 2:7-Sauschlappe gegen Lugael die Bande 2:47 vor Schluss des Spiels verlassen. Demonstrativ. Trotzig. Kindisch. McSorbisch.

Das einzige Problem, das die Eishockey-Schweiz jetzt hat: normalerweise würden alle Sympathien zum Gegner wechseln, aber eben, dort steht Lugagel auf der Tafel, das macht es einem nicht einfach. Mein Vorschlag: Suspendiert Genf, schliesst sie aus, Lugano kommt aber nicht in den Halbfinal weil es ja 4 Siege braucht und sie erst 2 haben. Fair, sportlich und korrekt! Dafür darf der HC Ajoje nachrücken, weil sie auch ein bisschen Welsch sind. Auch der Tessin wäre zufrieden, da sie ja noch Ambri in der Platzierungsrunde haben. Fair geht vor! Uha!

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