Google+ Hardboiled SCB: 10.09.2016 EHC Kloten - SC Bern 4:0

Samstag, 10. September 2016

10.09.2016 EHC Kloten - SC Bern 4:0

Nein, ich starte kein Bashing. Nein, ich wettere auch nicht gegen den Trainer. Wir müssen heute leider akzeptieren, dass wir eine wahre Grotte von Schluchtenscheisse abgeliefert haben. Wir hatten nie den Hauch einer Siegeschance und kassierten völlig verdient eine Schlappe. Kloten spielte, wie befürchtet nach dem Auswärtssieg in Zürich, auf einem Euphorie-Level. Sie liefen unseren Buben um die Ohren als hätten sie keinen Konkursbeamten auf der Tribüne. Aber man muss die Klotener auch verstehen. Noch vor 5 Monaten musste die Spieler Angst haben, dass ihre Mütter den Hintern verkaufen müssen um Geld zu generieren. Dann kommt das Sparschweinchen an die Macht, es geht weiter, man verbilligt die Verträge, appeliert an die Solidarität und steigt mit grossen Ängsten in die neue Saison. Dann verräumt man mal locker den Z und kantert danach den Schweizer Meister in den Boden. Nicht schlechter Auftakt, das muss man neidlos sagen. Aber: Es sind gerade 2 Runden gespielt, alles was jetzt ist, kann sehr schnell anders werden. Das gilt auch für uns. Die letzte Saison sollte uns das gelernt haben.

Das erste Drittel war bereits unser Untergang. Alles was gestern gut war, war heute die ausgeheulte Scheisse eines darmerkrankten Mammuts, das 10'000 Jahre tiefgefroren war und nur noch Eisklumpen kacken kann. Nicht ein Pass kam bei uns an, nicht eine Torchance konnten wir uns generieren. Wir seppelten auf dem Eis umher wie die eingefettete Sennentunschi-Sau. Wir schrien quasi bei jedem Pass "Hey, EHC Kloten, kommt, macht uns ein Tor, kommt, versucht es". Nach einem Katastrophenwechselfehler schlug es sehr früh hinter uns ein. Reaktion? Sendepause. Es ging nichts. Im Gegenteil, nach einem erneuten Bock im Stellungsspiel knallten die Kerosin-Lecker uns herrlich mit 0:2 in Rückstand.

Das zweite Drittel brachte dann etwas mehr von uns. Allerdings war dieses "mehr" ungefähr so gross wie ein verkleinerter Ameisengagel. Wir schossen zwar mehr, aber eigentlich waren das gar keine Schüsse. Der Bolzenkopf konnte ohne Schweissperle die schwarze Scheibe abwehren. Auf der Gegenseite mussten wir immer aufpassen, damit uns die Buben aus dem Zürcher Dorf nicht um die Ohren liefen. Nach dem x-ten Wurstabschluss von uns ging dann ein Konter ab, der das Spiel entschied. Kloten nutze eine Schwäche von Leon Genon schonunglos aus.

Das letzte Drittel hätte man getrost abbrechen können. Erst mussten wir den Rest einer 5-Minuten-Strafe gegen Moser überstehen um dann den Angriff zu blasen wie alben die Dorfnutte in Zollbrück. Aber das war kein "Angriff blasen", das war "wirr die Nüsse kämmen". Aber egal, ich betrank mich trotzdem. Wenigstens ich war konstant. Kloten wurstete noch einen rein, einen ganz jämmerlichen, aber es störte mich nicht mal mehr, zu sehr trank ich jetzt ins Elend. Das Spiel ist aus, wir haben kein Tor geschossen und verdient verloren. Das wird ein toller Sonntagmorgen. Gopfertamminomau. Wir waren heute schlecht, jeder, alle, alles.

Also, Panik wäre falsch, es war heute einfach die schonungslose Landung nach dem Höhenflug gegen ein NLB-Langnau. Wir müssen nun, das ist Anfangs Saison normal, auf die Suche nach der Wahrheit gehen. So gut wie es gestern schien sind wir noch nicht, aber auch nicht so schlecht wie heute. Wir ziehen einfach die Lehren aus diesem Spiel, dann war diese Niederlage vielleicht sogar nützlich. Und wenn wir so am Dienstag gegen Ambri spielen wollen, können wir die 3 Punkte bereits jetzt in den Tessin schicken ...!

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