Google+ Hardboiled SCB: 17.09.2016 SC Bern - ZSC Lions 2:4

Samstag, 17. September 2016

17.09.2016 SC Bern - ZSC Lions 2:4

Die Bilanz von Muräne Wick an diesem Abend, Goldhelm von Zürich, möchte ich gleich zu Beginn auflisten. Er hat 0 Zweikämpfe gewonnen, dafür aber 24 Mal beim Schiri geweint. Würde man den Goldhelm nicht nur nach Scorerpunkten verteilen, die Muräne müsste eigentlich einen mit Scheisse bemalten Helm tragen. Aber egal. Nach einem sauhundschlechten Startdrittel von uns konnten wir uns dann steigern, schossen aber wie Bremsbacken in einem SBB-Wagon aus dem Jahr 1894. Wir waren zwar nahe dran, aber nie so richtig dabei. Unsere Ausgleichstreffer beantwortete der Z postwendend mit der erneuten Führung. Weil wir wie blinde Nacktschnecken ins Verderben liefen. Ab dem zweiten Drittel war es immerhin relativ unterhaltsam, auch wenn die Fehlerquote immer noch ähnlich hoch war, wie wenn ich einen Aufsatz in Asarbeidschanisch mit verbundenen Augen schreiben müsste. 

Das erste Drittel trieb mir fast die Tränen in die Augen. Warum um alles in der Welt überliess man den überbezahlten Zürchern die neutrale Zone? Ich wurde nicht schlau aus unserem Prinzip. Wenn man gegen den Z bestehen will, darf man sie niemals mit Tempo kommen lassen. Das ist sowas von missraten im ersten Drittel, dass ich immer noch sauer bin wie ein Zitroneneinlauf. Gegen vorne ging bei 5 gegen 5 bei uns rein nichts, das war alles Gewurste was man sah. Folgerichtig gingen die Züzis durch den pomadigen Affen von Pipi Langstrumpf in Führung. Erst als wir gegen Schluss des Drittels im Kraftspiel agieren konnten, kam endlich etwas Stimmung auf. Aber unser Powerplay heute war zwar schnell installiert, dann aber wurde es zum nervenflatterigen und unproduktiven Geschiebe.

Die zweiten 20 Minuten packten wir dann agiler an. Nun konnten wir tatsächlich auch mal so richtig Druck machen, versiebten aber die besten Chancen vor dem unsäglichen Brett Schlegel, Katzenesser und in der Freizeit Alf-Imitator. Der hielt gut, aber unsere Schüsse waren halt auch zu oft telegrafiert. Mit freier Sicht und aufziehen bis man den Strom abnehmen kann, bezwingt man einen NLA-Goalie nur noch schwer. Ausser die in Langnau. Uha. Was solls, das Drittel war besser als das Erste, aber es brauchte auch Geo Lenoni, der italiensche Kneipensänger, damit wir im Spiel blieben.

Das letzte Drittel war dann endlich Hockey mit Spektakel. Beiderseits. Auch wenn wir immer noch viel zu viele Fehler machten. Aber da kam mal der Ausgleich von Noro, ein Hammer in den Angel im Powerplay. Gerade Noro, der vorher ab und zu ziemlich ulkig den Puck verstolperte. Egal. Danach war Friede, Freude und Eierkuchen. Wir liefen dem Z in den Hammer und schon waren wir mit 1:2 in Rückstand. Das nervte. Doch das Team kämpfte nun um jeden Meter. Erneut konnten wir durch einen Kunstschuss vom Alkoholbeller ausgleichen, was für ein Tor. Was folgte dann? Erneut liefen wir wie Weggen in einen Konter des Z. Das war der Genickstoss für uns. Der Emtpynetter der Büsis kommentiere ich nicht mehr, der war so Scheisse wie Wicks neue Helmbemalung. 

Also, keine Panik. Morgen folgt erneut ein Hammerspiel in Davos. Mir sind im Moment die Punkte noch mehr oder weniger egal. Nicht mehr lange, aber im Moment ist es so. Aber es sollte jetzt schon mal ein Spiel geben, wo man die Fehlerquote massiv reduzieren kann. So lädt man den Gegner ein zum Punktemachen, das nervt mich. 

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