Google+ Hardboiled SCB: Fertig mit den Zoten gegen Gottéron

Dienstag, 20. September 2016

Fertig mit den Zoten gegen Gottéron

Ja, es ist so. Nach jahrelangen Witzen über die Leiden der Anhängerschaft von Gottéron, habe ich nach meiner Therapie im "Zentrum für böse Mannen" in Düdingen nun doch eine etwas andere Sicht über die Fribourger. Genau zum richtigen Zeitpunkt, steht doch heute Abend das Derby an. Ein Derby, das ich friedlich erleben werde. Weil ich keine Witze mehr über Gottéron und seine verlöffelten Playoff-Finals (vier an der Zahl) mache. Auch das sie noch nie Meister wurden, werde ich nicht erwähnen. Weil ich akzeptiert habe, das ihre Verwandschaft halt tiefer geht als in unserem Kanton. Das ist bei ihnen einfach modernes Job-Sharing. Warum eine Mutter haben, wenn es auch die Schwester kann? Das spart Wohnungen und ist vielleicht einfach unserer Zeit noch etwas voraus.

Auch diese ewigen Zoten wegen ihrer Hygiene haben nun ein Ende. Irgendwer hat irgendwann mal gesagt, dass Fribourger übel riechen. Da ist gemein. Denn es stimmt so nicht ganz. Klar, es wehen manchmal unheimlich Düfte durch die Stadt. Und als Tourist wunderst Du Dich schon, dass der Busfahrer im Stadtbus mit einer Gasmaske hinter dem Steuer sitzt. Aber das sind alles nur temporäre Erscheinungen, da bin ich mir sicher. Da ich ein neuer Mensch geworden bin, war ich gestern am Bahnhof Fribourg und habe, aus eigenem Sack finanzierte, "Hakle feucht" verteilt. Damit sie zur Ausnahme mal alles abwischen, was sonst ein paar Tage später in den Slip bröckelt. Die Aktion war ein grosser Erfolg, auch wenn fast alle Passanten die Füdihüdeli gleich zum Nasenputzen brauchten. Aber da darf man keine grossen Augen machen, ob vorne oder hinten, es rinnt dauernd zähflüssiges Zeugs aus den Öffnungen. Abputzen, sofort, da ist absolut OK.

Sportlich gesehen können wir heute Abend wiederum mal gar nichts verlieren. Auch wenn sie uns 100:0 schlagen, stehen wir in der Tabelle noch vor ihnen. Sie werden uns selbstverständlich aber nicht schlagen, da wir nun so langsam eingelaufen sind. Und seit ich ein neuer Mensch bin, möchte ich hier noch einen üblen Witz von mir widerrufen. Schüschu wohnt nicht mehr bei seiner Mutter, das war einfach so ein Spruch von mir. Der Bursche steht auf beiden Beinen im Leben und ist unheimlich selbstständig. Seine Mutter wohnt nämlich bei ihm, und nicht umgekehrt. Weil sie seine Schwester ist.

Auch über den Torhüter werden die Sprüche nicht mehr kommen. Sein Hals ist absolut normal lang, es sieht auf den Fotos einfach nicht ganz so aus. Aber das ist sicher, weil er sehr hohe Achselpolster trägt. Klar, als er einmal eine Halskette geschenkt gekriegt hat, hing sie ihm ums Kinn, aber das ist sicher nur, weil die Kette etwas kurz war. Nicht alles hat den scheinbar fehlenden Hals als Grund. Ebenso ist es nur ein Gerücht, dass jeder gegnerische Trainer sagt, dass seine Spieler hoch zielen sollen, am Besten in die Mitte, da hätte es am Meisten Platz. Gonzo ist ein Klassetrohüter. Er hat unglaubliche Reflexe, die meistens zwar erst 2 Sekunden nach dem Schuss kommen, aber immer noch besser als gar keine Reflexe. Ihr seht auch, dass ich mich geändert habe, weil ich als Bild für diesen Artikel kein schmähliches Foto von ihm gepostet habe.

Dann steigen wir heute in das Derby und freuen uns auf viele Tore, süsslichen Schweissgeruch, am Hintern klebende Unterhosen und behaarte Damen-Achselhöhlen mit Hirschkäfern drin und Salzkristallen. BCF-Arena: Dort, wo die Natur noch an den Bewohnern klebt! Danke Gottéron. 

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