Google+ Hardboiled SCB: Playoff VF2: SC Bern - ZSC Lions 2:1

Sonntag, 6. März 2016

Playoff VF2: SC Bern - ZSC Lions 2:1

Oh, ich heute heute Nacht einen furchtbaren Albtraum. Der SCB spielte in meinem Traum so gut, führte 3:0, doch dann versemmelten wir das Spiel noch jämmerlich in der Verlängerung. Schweissgebadet bin ich erwacht, der Traum beschäftigte mich den ganzen Tag, bis ich merkte, dass jemand meinen Traumkanal umgeschaltet hatte, ich war auf der Hotline von unseren Playoffstorzen Trottelfon. Uha uha uha uha uha uha. So, genug gelacht. Es wird nun ernst ohne Ende. Also, wir haben tatsächlich auch das 2. Spiel gegen die Züzis gewonnen. Wir führen jetzt mal mit 2:0 in der Serie, das ist nicht schlecht nach zwei Spielen, ne? Aber ich steige gleich massiv auf die Euphoriebremse, denn das heisst gegen Zürich gerade gar nichts. Aber wir haben jetzt mal die Hälfte der Spiele gewonnen, das ist Weltklasse. Heute wurde es möglich, weil das Team trotz vieler Durchhänger gekämpft hat wie ein brünftiger Grizzlybär die gerade erfahren hat das seine Frau Bär letzte Nacht mit einem Seeadler einen Seitensprung hatte. Und wir hatten heute wieder einen Stepanek der fast ein bisschen magisch war, auch vom Glück begünstigt in ein paar Szenen, aber im zweiten Drittel hielt fast nur er uns im Spiel. Geil, ein geiles Spiel mit einer irren Schlussphase, unsere Sauhund-Saison hat jetzt immerhin mal 2 geile Siege in den Playoffs als Zückerchen gegeben.

Ich hatte eigentlich die grosse Reaktion der Zürcher von der ersten Sekunde an erwartet. Aber irgendwie waren die wie die Haare von Gelebrati Roccosani, voller Pomade und so. Es war der SCB der aktiver abhunterte und 3 sehr gute Chancen leider verlöffelte. Zürich schoss jedoch den Ofen, als der Langstrumpf eiskalt einschob. Eine Eisdusche für die Nüsse, aber Playoff ist Playoff, es geht einfach weiter. Da hatten unsere Jungs dann aber schon etwas mehr Mühe, der Z hatte nun plötzlich die Oberhand. Ich zitterte relativ heftig vor dem zweiten Gegentreffer, aber die Zürcher waren in dieser Phase zu verspielt, hatten noch Pech mit einem Pfostenschuss von Bube Mättju. Wir erholten uns von diesem Treffer dann auch wieder einmal, konnten aber das Drittel nicht mehr zum Guten wenden. Aber der Fight war schon hier sehr gut, das ist bissiges Hockey mit herrlichen Zweikämpfen!

Das zweite Drittel war dann wie Bananenschinti. Oder wie Kartoffelschinti. Oder wie das Bahnhofbuffet von Fribourg. Nicht gut. Gar nicht gut. Wir waren aus dem Tritt geraten, was nun misslingen konnte, das misslang auch. Und nicht zu knapp. Kein Angriff kam mehr, Fehlpässe und eine Abwehr, die mehr mit sich selber kämpfte als mit dem Gegner, die minutenlang nicht aus dem Drittel kam, nicht mal ein Iceing hauen konnte. Der Z versemmelte da gröbere Chancen, Stefan im Eck war aber einfach grandios, klar, auch da war wieder ein Pfostenschuss dabei, ist aber egal, denn das heisst für mich einfach: Millimetergenau die Ecke abgedeckt. Der Schuss konnte nur an den Pfosten. Basta. Es brauchte dann ein gröberes Glückstor aus heiterem Himmel, dass die Allmend beben lies. Randensalat schoss, Althügel lenkte ab, und der überraschend spielende Fühler oder wie der heisst war bezwungen. Danach folgten gute Minuten von uns, das Spiel besserte nun etwas, Zürich zeigte zum ersten Mal etwas Wirkung.

Das letzte Drittel war dann zum mitklatschen geil. Es war gar noch nicht so alt, da zog Schwerweh am linken Flügel gut durch, sein Hammer in den Angel war das Eintrittsgeld alleine wert. Nö, schon nicht ganz, aber das schreibt man so. Was für ein Tor! Was für ein Jubel! Was für Emotionen! Aber es waren noch 15 Minuten zu spielen, das Nervenbimmeln konnte kommen. Aber, das muss ich ganz ehrlich sagen, nun konnten wir viele Angriffe der Zürcher im unter den Sand bringen, wir untersanderten sie. Das Problem war nur, dass der Z halt, wenn es denn mal klappte mit angreifen, so gut ist, dass es meistens eine Torchance gibt. Aber eben, wir hatten den Stefan im Doppeleck, sagenhaft was er parierte. Zürich versuchte alles und kriegte nichts mehr, was für eine geile Willensleistung unserer Boys. Und das noch ohne Plüss, der fast 51 Grad Fieber hatte. Genial Boys!

Die Serie wird jetzt richtig geil, Zürich weint noch etwas wegen dem aberkannten Tor, der Schiri hatte halt schon gepfiffen weil ein Stock an Stepaneks Helm schlug, wer oder warum spielt keine Rolle, es war abgepfiffen. Da können wir nichts dafür, Tatsachenentscheid, endstanden ist die Situation ja nur, weil ein Linienrichter uns behindert hatte, also, einfach runterschlucken. Sie kamen dafür bei den Strafen sehr gut weg, alles im Lot. Und weiter in die Waden beissen, Boys!

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