Google+ Hardboiled SCB: Ein Verband, der sich auf das eigene Eis scheisst

Dienstag, 8. März 2016

Ein Verband, der sich auf das eigene Eis scheisst

Hurra, heute ist wieder Playoff-Tag! Nach dem Gegränne und den lächerlichen Auftritten vom Verband und seinen Zuständigen für das Schiedsrichterwesen, ist man richtig froh, dass es heute endlich auf dem Eis wieder weitergeht. Wir sind trotz allem Gegränne in der Serie mit 2:0 in Führung, ein erneutes Break heute wäre natürlich unbezahlbar wichtig. Wir sind dazu ohne Zweifel in der Lage, denn er Hauptgrund für unsere Führung sind weder die Schiedsrichter noch irgendwas, sondern weil der Z schlichtweg Müll zusammenspielt. Da ist auch ein Verdienst von uns, weil wir ihnen auf die Waden steigen.Trotz allem Sport muss ich hier halt nun auch noch auf die Ereignisse von gestern eingehen.

Der Fall Sprunger
Es spielt keine Rolle, welches Leibchen er trägt und welchen Namen er hat. Die Begründung des Verbandes ist schlicht ein Skandal. Ich unterstelle Schüschu keine Absicht, ich nehme einfach die Facts. Schüschu checkt Rubin auf offenem Eis. Rubin ist am Puck. Von dem her ist alles OK. Das sind die einzigen Punkte, bei denen ich mit der offiziellen Version einverstanden bin. Der Check trifft aber Rubin mit aller Wucht am Kopf, da muss man gar nicht leiern, das sieht man auf jedem Fernsehbild. Durch den Grössenunterschied ist das halt möglich. Die Energie in diesem Check war gewaltig, nichts da von "hat nicht übermässig Anlauf geholt" und solchen Scheiss. Rubin stand gut auf den Schlöf, wurde auch nicht weggepustet. Man sieht deutlich, wie Sprunger den Check ebenfalls kaum stehen kann, weil Rubin eben nicht vom Scheck überrumpelt wurde, wohl aber vom Schädeltreffer. In der Begründung des Verbandes heisst es dann, man könne nicht genau sagen, wo der Rubin sein Jochbein 3 mal gebrochen habe. Ja klar. Der Check trifft ihn an der linken Gesichtshälfte, aufs Eis aufgeschlagen ist er mit der rechten Gesichtshälfte. Gebrochen ist das Jochbein links. Frage an einen Erstklässler: Was hat den Bruch dann verursacht? Man hätte Sprunger sperren müssen, im Interesse aller, für 5 Spiele, dann wäre keine Möglichkeit mehr gewesen, dass er gegen Genf nochmal aufs Eis müsste. Man stelle sich nur vor, heute Abend schiesst Schüschu 12 Sekunden vor Schluss nach einem ungeandeten Stockschlag an Bezina den Siegestreffer ... gute Nacht Verband, das wäre erneut die eigene Scheisse auf dem Eis, die ihr zu verantworten hättet. Das Geboxe danach wäre dann wohl für Jugendliche unter 42 Jahren nicht geeignet. Auch wenn Schüschu sicher Rubin nicht so verletzen wollte: wie oft habe ich vom Verband in einer Begründung gelesen "hat nicht alles getan, um die Verletzung des Gegenspielers zu vermeiden". Ja genau, so eine Begründung hat dann meistens gereicht, um einen Spieler zu sperren. Unsäglich.

Der Fall "Torklau"
Da kommt jetzt also der Verband und entschuldigt sich beim weinenden ZSC wegen dem nichtgegebenen Tor. Hallo? Hat es denen endgültig ins Gehirn geschissen? Oder hat man nun ein sooo schlechtes Gewissen, dass die Löwen-Kinder etwas unter Druck geraten sind? Wie kann man einen Tatsachenentscheid eines Schiris (der war hart gegen Zürich, das gebe ich ehrlich zu) so torpedieren? Dein Chef stellt Dich quasi als Versager vor die Presse ... unhaltbar ist das, echt! Erst kommt der Chef der Schiedsrichter, Beat Kaufmann, und labbert so einen Müll in die Pressemikrophone. Kaufmann, Chef der Schiedsrichter ...? Dort sollten doch die Gerechten sitzen, die wissen was Recht und Unrecht ist ... ist es denn nicht komisch, dass einer dort sitzt, der jahrelang beim HC Lugano Steuern hinterzogen hat, dafür sogar verurteilt wurde? Egal. Danach muss ja noch die Nullnummer Reiber kommen und ins gleiche Horn blasen. Wisst ihr was? Ich würde verstehen, wenn ihr nie mehr Schiris findet. Solche Chefs sind Scheisse, absolute Scheisse. Der Schiri hat ein Urteil gefällt, nach eigenem Ermessen, nun wird er hingestellt als Anfänger und Versager. Ganz ganz toll. Vorher pfiff er einen guten Match, war mit dem Z sogar eher gnädig, aber man hätte seine Leistung völlig akzeptiert. Und nun ist er ein Torräuber, ein Sauhund, ein Vagant, ein Verräter. Und man stelle sich jetzt heute Abend vor, wenn es einen strittigen Entscheid gibt. Welcher Schiri hat den Mut, sich erneut gegen den Z zu stellen? Hier der Z, der weint, der grännet, der die Zürcher Medien füttert bis nicht mal mehr Politik in der Zeitung Platz hat, auf der anderen Seite wir, die einfach fressen was entschieden wird. Erneute Preisfrage: Wie entscheidet der Schiri in dieser Situation? Er riskiert seinen Ruf wenn er gegen den Z entscheidet, wir haben es ja soeben erlebt, er wird denunziert, als Affe hingestellt ... das sind faire Grundlagen, nicht?

Räumt endlich mal diesen Sauladen auf. Mich würde nicht mal mehr verwundern, wenn plötzlich entschieden würde, dass das Spiel SC Bern - ZSC Lions beim Stand von 2:2 ab der 54. Minute weitergespielt wird. Allerdings in Zürich. Als Schiris werden die Ersatzspieler vom ZSC aufgeboten und wenn es einen Videoentscheid gibt, kann Krähenfuss Crawford das letzte Wort haben. Amateurhaufen elender!

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