Google+ Hardboiled SCB: Endlich macht die Liga Druck auf Gottéron

Dienstag, 1. März 2016

Endlich macht die Liga Druck auf Gottéron

Ihr habt es ja alle mitgekriegt dass gestern die Ehrung der Topscorer stattfand. Es war ein deutlich besserer Anlass als in den vergangenen Jahren, da die Präsentation der Spieler richtig witzig war. Jeder Spieler wurde einer bekannten Marke zugeteilt, echt gut gemacht, ihr habt die Bilder sicher gesehen. Warum plötzlich so witzig? Haben die jemanden Neues angestellt, gut gebaut und weiblich? Think Pink. Aber das ist nicht der Grund meines Artikels. Nebenbei hat die Liga nun jetzt endlich den nötigen Druck auf Gottéron ausgeübt, damit dieser unsäglich doofe Drache aus ihrem Club-Logo verschwindet. Während sich andere Teams die Mühe machten und reelle Dinge wählten, ist die Fantasy-Scheisse von Gottéron der gesamten Schweiz seit 77 Jahren ein Dorn im Auge. Die Nationalliga ist gemäss Statuten (Paragraph 21) berechtigt, ein Klubwappen abzuändern, wenn es mehr als 95 Prozent der Bevölkerung nervt.

Die Liga-Bosse konnten nun eine Lösung präsentieren, die wohl alle Beteiligten zufrieden stellen wird. Ab der Saison 2016/17 wird nicht mehr ein Drache (Mittelalter-Scheisse) das Logo von Gottéron zieren, sondern der "Grottenolm" (s. Bild), ein fantastischer Wurm, der auch als "slovenischer Drache" bezeichnet wird. So bleibt ein bisschen Drache den Wutbürgern aus Fribourg erhalten. Entscheidend für die Wahl war aber, dass der wunderschöne Wurm fast gleich heisst wie der Verein und bei fast allen Fribourgern unbewusst als Haustier lebt.

Zudem gibt es weitere erstaunliche Parallelen. So hält es der Wurm scheinbar 10 Jahre ohne Nahrung aus, da eifert er dem Verein nach, der seit 77 Jahren auf einen Krümel Erfolg wartet. Dann hat der Wonneproppen von Wurm nur ungefähr alle 10 Jahre Sex, hier ist die Übereinstimmung mit den Fribourgern fast perfekt (sie möchten schon mehr, aber das Desinfizieren nach einem Akt dauert halt). Dann findet man die Eier der Tiere kaum, auch hier die perfekte Deckung mit dem Eishockeyverein, die zeigen ihre Eier überall, aber nur nicht in den Playoffs.

Weiter kamen noch ästhetische Aspekte dazu. Man verzichtete zum Beispiel darauf, einen Giraffen zu nehmen, da man sonst die Gefühle des Torhüters verletzt hätte. Man entschied sich für den Wurm, da er, ich zitiere "vom Kopf fliessend in den Körper übergeht, ohne diesen doofen Hals". Somit wird bei Gottéron wirklich keine Einsprache mehr möglich sein.

Wer den Grottenholm mal in Natura sehen will, soll sich anmelden für eine Kabinenbesichtigung in der BCF-Arena. Allerdings sind die Tiere sehr lichtscheu und lieben dunkle und feuchte Stellen, so dass die Sichtbarkeitschancen unter dem Arm von Rathgeb wohl besser sind.

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