Google+ Hardboiled SCB: Kloten feierte Playout-Party

Dienstag, 24. Februar 2015

Kloten feierte Playout-Party

Mit diesem Artikel schliesse ich dann so langsam ab über unsere Playout-Wonneproppen. Selbstverständlich werde ich bei sich anbahnenden neune Skandalen wieder das Wort ergreifen, so wenn zum Beispiel Ambri noch nach vorne prescht und entweder Kloten oder Gottéron in den Playout-Final drängt.

Gestern war ich eingeladen in Kloten. Obschon mit dem klaren Verfehlen der Playoffs die Saison quasi im Hintern steckt, luden die Verantwortlichen der Kloten Flyers am Montagabend zur grossen Playout-Party im Festzelt "Zahnstein" bei Bülach. Es wurde eine grandiose Zelebrierung, die ich Euch hier nicht vorenthalten möchte. Nur soviel: Es war das erste Festzelt, bei dem am Feierabend noch sämtliche Holztische standen. Das lag nicht an der Musik, die war wirklich gut, aber es hatte dann halt schon etwas wenig Leute, die mitfeiern wollten. Eigentlich schade!

Eröffnet wurde der Anlass von Katja Ebbestein, die ihren Hit "Playouts ist ein bisschen wie sterben" zum Besten gab, da kochte das Zelt ein erstes Mal. Danach betrat der grosse Präsi die Bühne. Er wetterte 1 geschlagene Stunde gegen den unsäglichen Modus, gegen die Liga, gegen die Schiris, gegen den ZSC, gegen sich selber und am Schluss noch gegen die erste Mannschaft. Ein starker Auftritt. Weiter wurde bekannt, dass die gesamtschweizerische Selbsthilfegruppe "Playouts - was nun?" aus Platzgründen abgesagt werden muste, da fast 8'000 Anmeldungen aus Fribourg kamen.

Danach wieder ein kurzes musikalisches Intermezzo, Eine Helene, die nach Fisch roch, war live auf der Bühne, im Z-Shirt, sie coverte den Welthit "Punktelos in die Nacht". Tosender Applaus und überall zustimmendes Nicken unter den Zuschauern.

Danach für mich der Höhepunkt: Ein Mann, gekleidet wie ein Mönch, betrat die Bühne und sang Sätze ins Publikum, die das gesamte erste Team dann ebenfalls singend wiederholte. Es tönte fast wie an einer katholischen Messe, hier ein paar Auszüge:

Mönch: "Danke Herr Gaydoul dass Du uns einen Torhüter verpflichtet hast der im alten Testament bereits erwähnt wurde".
Und das ganze Team im Chor: "Danke Herr Gaydoul dass Du uns einen Torhüter verpflichtet hast der im alten Testament bereits erwähnt wurde". 

Mönch: "Danke Herr Gaydoul dass Du uns den Peter Müller wieder geholt hast obschon er seit 30 Jahren keine Rennen mehr fährt".
Und das ganze Team im Chor: "Danke Herr Gaydoul dass Du uns den Peter Müller wieder geholt hast obschon er seit 30 Jahren keine Rennen mehr fährt".

Dann ein bewegender Moment, Denis Hollenstein steht plötzlich neben dem Mönch und singt: "Danke Herr Gaydoul dass Du meinen heissgeliebten Daddy entlassen hast obschon wir auf Rang 8 standen und danach denn Herrn Simpson samt siamesischem Zwilling engagiert hast obschon er uns direkt in die Playouts gelangweilt hat".
Und das ganze Team im Chor: "Danke Herr Gaydoul dass Du meinen heissgeliebten Daddy entlassen hast obschon wir auf Rang 8 standen und danach denn Herrn Simpson samt siamesischem Zwilling engagiert hast obschon er uns direkt in die Playouts gelangweilt hat".

Bewegende Momente! Danach 2 Stunden Stille im Zelt. Die eine oder andere Träne wurde verdrückt.

Als Abschluss betrat dann, wie könnte es anders sein, Beatrice Eglifilet die Bühne und knallte mit "Mein Darm brennt" dann wohl den wegweisenden Text für die nächsten Wochen in die tobende Masse.

Fazit: Was für ein gelungenes Fest, die Kloten Flyers einmal mehr als Vorreiter in Sachen "mir doch egal, immerhin haben wir einen Flughafen".


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