Google+ Hardboiled SCB: Playoff HF 4: HC Lugano - SC Bern 1:3

Dienstag, 28. März 2017

Playoff HF 4: HC Lugano - SC Bern 1:3

Ja da machen wir ein erneutes Break! Ich mag Breaks extrem, wenn WIR sie schaffen. Wie haben wir es den heute geschafft fragt sich der gebildete Hardboiled-Leser? Nun, wenn man es brutal nüchtern schreiben will, dann so: wir haben den idealen Playoff-Match in der Resega gezeigt. Hinten dicht, vorne ohne grobe Vorstösse, dann aber im rechten Moment die Tore gemacht. Gerber und Schobä schossen uns im zweiten Drittel in Front. Den Anschlusstreffer im letzten Drittel beantworteten wir mit einem Leernetzer durch das Ehebett. Das war nüchtern erzählt. Die besoffene Wahrheit ist aber die: es brauchte "the Wall Leo", lange waren wir konzentriert und hinten dicht, dann aber kamen wieder die passiven Phasen. Einer Frau würde man da sagen (das habe ich gelesen) "beweg Dich mal Du Brett". Weiss zwar nicht wo man das sagt, aber ich glaube dem Buch was ich gelesen habe. Wenn wir zu passiv werden, verstoglen wir dann halt auch die Scheiben, dass einem so ein beklemmendes Gefühl von "da unten" (ich schreibe extra nicht "Nüsse" da ich nach dem BZ-Artikel nun speziell beobachtet werde). Moment, ich muss schnell ein paar Wurfsterne aus meinem Laptop entfernen, klar doch, südländische Begeisterung halt. Egal. Also, mit dem 1:3 führen wir auch in der Serie 1:3, wieder so ein "fast-Hosenbisler-Zufall", nicht?

Also, die Resega stampfte und klatschte im ersten Drittel wie alben im Zirkus Knie, wenn der Freddy Knie mit seinem dresierten Maulesel und knallengen weissen Hosen in die Manege kam. Doch wir hatten kein Gehör für Zirkus. Lugano war aktiver, aber wir hielten gut dagegen und schwirrten ebenfalls gegen den Merkellecktiltis los. Aber das 0:0 nach dem ersten Drittel war schon sehr dem Leo sein Verdienst. Er war sicherer als eine Verhütung mit Präsi, Pille, Spirale und ein Lapierre-Bild vor der Mumu. Ich wusste einfach nur, dass ein 0:0 eher für uns sprechen würde, da die Lugagler halt eine extreme Stimmungsmannschaft sind.

Im zweiten Drittel ging es dann für uns toll ab. Lugano schien mir nun müde zu werden, die kratzen nicht mehr mit grossem Druck auf uns los. Und als wir ein Bully gewannen, knallte der Bidu Gerber erneut einen Hammer in den Himmel, der noch abgelenkt ins Luganeser Netz einschlug. Ich tobte. Noch gröber, als kurze Zeit später der Gageron eine Scheibe ausgrub und klug zurückpasste, wo der Schobä einen unhuren Knaller zum 2:0 in die Maschen setzte. Für mich gab es kein Halten mehr. Nur Schade, dass meine Polonaise Lugagelese von den Zuschauern nicht goutiert wurde. Mir wars egal. Nun wartete ich eigentlich darauf, dass wir den Gnadenstoss verabreichen würden. Die Tessiner öffneten sich nun wie eine Rose im warmen Wasser (ich Romantiker). Doch unsere Konter hatten nicht mehr "Tor" auf der Stirne, sondern "weg mit dem doofen Puck". Aber egal, eben, Playoffs sind Playoffs, Sieg ist Sieg, BASTA!

Lange sah es bombastisch aus im letzten Drittel. Doch als wir uns selber unter Druck brachten durch "huch, die checken ja krass vor, was mach ich nun?" passierten die 2 Unaufmerksamkeiten zuviel. Der Anschlusstreffer liess mir den Puls auf 170 Schläge absinken. Tränen stiegen in meine rehbraunen Äugelein. Klar wurde es noch ein paar Mal heiss vor unserer Krätze, doch erneut blockten wir mit tierischem Einsatz fast alles ab. Was durchkam fasste der Leo. Als Merkellektiltis den Knarst verliess, konnte sich Rüfi (er lachte heute nicht, weil Lapierre weinte, so sportlich ist er eben) und servierte dem Ehebett die Scheibe vor die Krätze. Wahrscheinlich hätte ich den auch gemacht, wenn ich denn schon dort gestanden wäre. Aber egal.

Das Fazit ist klar: ein wichtiger Sieg für uns, gewonnen ist noch gar nichts, aber es wird Kräfte freilegen. Am Donnerstag werden wir alles erdrücken, was Tore verhindern will. Schlaft gut, so pennt man doch gleich eine Klasse besser, nicht?

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