Google+ Hardboiled SCB: Die nächste Baustelle beheben

Dienstag, 14. Oktober 2014

Die nächste Baustelle beheben

Uff, wir müssen Gas geben mit dem Beheben, schon heute wartet ja unser Lieblingsfeind Kotzenrong auf unsere Buben. Aber kein Problem, heute beheben wir die 2. von 4 Baustellen. Es geht um die relativ wichtige Person des Torhüters. Warnung: Empflindliche Leute oder solche die es noch werden wollen, sollen diesen Artikel nicht lesen. Beppo war ein Meistergoalie, in der letzten Zeit kann man sich das aber immer schwerer vorstellen. Dabei liegt es nur am Psychologischen. Mit Trainings kann er sich nicht wieder hochwiegeln, da unsere Stürmer (Baustelle 3) oft minutenlang das Tor nicht treffen. Dazu braucht es feinfühlige Psychologie.

Baustelle 2 - Der Torhüter

Variante Wikipedia: Die wichtigste Aufgabe des Torhüters ist das Abwehren der gegnerischen Schüsse. Er bildet damit das letzte Glied in der Verteidigungskette seiner Mannschaft und muss in einem durchschnittlichen Spiel etwa 30 Schüsse abwehren, wobei die Feldspieler ihn nach Kräften unterstützen und versuchen, das Ausspielen der Verteidigung bzw. des Torhüters zu verhindern. Ein wichtiges Augenmerk wird dabei auf die sogenannten Rebounds gelegt. Eine eingespielte Verteidigung kann diese Rebounds schnell aus der Gefahrenzone bringen und im Idealfall selbst einen Angriff über einen sogenannten Konter einleiten.

Variante SCB: Die wichtigste Aufgabe des Torhüters wäre das Abwehren der gegnerischen Schüsse. Er bildet das letzte Glied der Baustelle 1 und muss in einem durchschnittlichen Spiel etwa 30 Schüsse abprallen lassen, wobei die Feldspieler ihn ab und zu unterstützen und sich ab und zu grässlich ausspielen lassen. Ein wichtiges Augenmerk wird dabei auf die sogenannten Rebounds gelegt. Unsere eingespielte Chaos-Abteilung kann diese Rebounds oft erst im 4. Versuch aus der Gefahrenzone bringen, wenn denn nicht schon ein Tor vom Gegner passiert ist. Das mit dem Angriff und Konter lassen wir mal gleich sein.

Auch hier habe ich drei Übungen konzipiert, die im mentalen Bereich unsere Beppo bald wieder auf die Höhe bringen. Wenn die Klubführung das heute schon praktiziert, werden wir einen anderen Torhüter sehen heute Abend!

1. Die jubelnden Gemeinde
Da haben die Feldspieler eine grosse Verantwortung. Hält er im Training oder beim Einspielen vor dem Match einen Puck, dann werfen die Spieler die Ausrüstung auf die Ränge und hechten auf Beppo, als wären sie soeben Meister geworden. Konsequent wiederholen, egal ob es doof aussieht oder nicht. Nur durch x-faches Wiederholen geht der Impuls in das Hirn von Beppo: "Ich bin gut". Ist wie bei einem Hund der "Sitz" lernen muss.

2. Die umgepolte Welt
Die Geschäftsleitung geht zu ihm nach Hause, öffnet seine DVD-Sammlung und sortiert alle Filme aus, die Titel haben wie "Lederhosen im Allgäu", "Blowjobs auf Ibiza" oder "Schüschu, die Leckzofe". Grund: Hier hört man den Befehl "Auf die Knie" fast alle 3 Sekunden. Scheinbar ist dieser Befehl dem Beppo in Kleinhirnlappen eingebrannt. Kann passieren. Durch das entfernen dieser DVD's werden wir bald einen Beppo sehen, der nicht mehr ohne Plan auf den Knien rumrutscht und so die Krätze offen wie ein Scheunentor präsentiert.

3. Google ist nicht Gagel
Der Trainer soll auf Google gehen und nach "die haltbarsten Tore der Welt" suchen. Genau 30 Videos davon auf DVD brennen. Achtung: Zuerst die Videos detailliert selber anschauen, es könnte gut sein dass 27 davon Gegentore von Beppo sind. Das wäre kontraproduktiv. Die 30 haltbaren und beppofreien Videos ihm dann immer wieder abspielen und dazu laut und langsam sagen "es gibt auch noch andere Goalies die rünnen wie eine Regenrinne bei einem Gewitter". Das wird ihm den Rücken stärken, der Impuls wird sein "ich bin nicht alleine". Und das tut ihm gut.

So, die Defensiv-Abteilung wäre so gestärkt, morgen gehen wir weiter mit der Stum-Baustelle. Eigentlich gibt es gar nicht so viel Arbeit um aus unseren Jungs eine Meistertrupp zu machen, oder? Uha.

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