Google+ Hardboiled SCB: Die Lakers werden 70 Jahre alt und werden wohl bald eingeschläfert

Dienstag, 13. Januar 2015

Die Lakers werden 70 Jahre alt und werden wohl bald eingeschläfert

Am 17. Januar 1945 wurden die Rapperswiler gegründet. Auf Wikipedia liest man, dass schon damals bis zu 1000 Zuschauer am gefrorenen See standen. Mit anderen Worten: Das ist ja gleich wie heute, nur dass sie eine Eishalle haben. Eigentlich würden wir über dieses Datum gar nicht diskutieren, wären denn die Würste nicht vor 20 Jahren aufgestiegen.

Mit Rappi verbinden uns eigentlich 2 Sachen: Da wäre sicher Harry Rogenmoser, der zu Beginn der 90iger-Jahren bei uns stürmte und durchaus zum Kultspieler wurde, und dann auch wegen Pekka Rautakallio, der bewusstlose Coach an der Bande. Der hatte seine Schweizer Karriere in Rappi gestartet, hatte dort als Spieler oft 60 Minuten Eiszeit, da man ihn nicht auswechseln konnte weil er, wie später an der Bande, des Öftern eingeschlafen war.

Das 70-Jahre-Jubiläum wird in Rappi natürlich gross gefeiert. Man mag es ihnen ja irgendwie gönnen. Erwähnenswert ist sicher, dass man sie einfach nicht absteigen lassen kann, egal wie beschissen die Saison läuft, sie retten sich immer. Meistens engagieren sie gute bis sehr gute Ausländer, kriegen aber bei den Schweizer Spielern oft nur die Ware, die schon fast auf dem Abfall liegt.

Am Samstag, den 17.01.2015, wird also die Fete steigen. Es wird um 16.45 Uhr dann zu einem absoluten Knallerspiel kommen, sie sagen dem "Legenden-Spiel". Fast ein Jahr haben sie überlegt, wen sie dafür einladen könnten, hatten aber keinen Plan. Rappi und Legenden? Wirklich eine etwas schwere Aufgabe.

Aber Rappi ist eben Rappi, im Überlebenskampf sind sie Spitze. Ebenso bei der Nominierung von Legenden. Das Konzept war einfach und es funktionierte: Sie deklarierten einfach jeden Ausländer zur Legende, dann hast Du ja schon mal eine Mannschaft zusammen. Dann nimmst Du jeden Feldspieler und Goalie, der mehr als 3 Spiele für den Verein gespielt hat, und fertig ist das Legendenspiel. Oder kennt jemand ausserhalb von Rappi zum Beispiel einen Hugo Stössel? Eben. Die während den Lockouts engagierten Kanadier wären natürlich die einzig wahren Legenden von Rappi gewesen, doch als sie von den Lakers angefragt wurden, tauchten sie via CIA in ein Zeugenschutzprogramm ab und können seit dem nicht mehr lokalisiert werden. Sie haben nicht vergessen, wie penibel eine Aktion damals ablief: Rappi wollte das Leibchen von Doug Gilmour (ein NHL-Star ohne Ende, spielte 1994/95 während dem NHL-Lockout in Rappi ...!) nach seinen 9 Spielen mit 15 Scorerpunkten (!) unter das Dach hängen, bemerkten aber nicht, dass der Spieler noch drin war. Nach 2 Tagen wurde der tobende Doug vom Dach geholt. Das spricht sich halt rum. Und ist der Ruf erst mal ruiniert ...

Ebenfalls stark gefährdet ist das Fest nach dem Meisterschaftsspiel gegen die Hutzenbröhne, da die Lakers wohl eh wieder auf die Kappe kriegen werden. Andererseits verlieren die Jungs aus St. Gallen so oft, dass es den Fans wohl egal sein wird. Höhepunkt der Feier nach dem Spiel wird übrigens ein 300 Quadratmeter grosser Banner sein, auf dem alle grossen Erfolge von Hand eingestickt wurden.

Das wäre:

2006: Einziger Gewinn einer Playoffserie gegen den EV Zug.

Super.

Der EV Zug hat also eigentlich einen weiteren Pflatsch in ihrer Klubgeschichte. Schon deswegen ist die Rappi-Feier gut.

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