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Dienstag, 27. Januar 2015

Rapperswil Jona Lakers - SC Bern 2:5

Ja, genau so wollte ich den Matchbericht schreiben. Der Tabellenletzte kam nie in die Lage, uns mit unangenehmen Aktionen in die Enge zu treiben. Wir spielten solid und nicht sehr attraktiv, was es eben dann schon fast wieder attraktiv machte. Wie wenn der Panzer in der Disco, der tanzt wie ein Kampfgeschwader Gernadiere mit Filzläusen, nach ein paar Drinks plötzlich aussieht wie ein Model. Wir führten mal 5:0, foulten uns dann aber gnadenlos um den OhneTorMatch, aber egal, lieber so gewinnen als in der Verlängerung verlieren. Uha. Oder so.

Also, unterschätzt haben wir die tapferen Ritter aus Rappen nicht. Das war schon zu beginn klar, allerdings frassen wir schon wieder nach ein paar Sekunden eine (berechtigte) Strafe. Da musste Beppo dann schon gut rumhebeln, damit die Seebeckenlecker nicht in Führung bzw. in eine Euphorie ausrasten konnten. Kaum komplett schoss Sniper Blumenkohl uns in Führung, ein Jammerofen eigentlich, aber was solls, einmal dürfen sie auch bei uns wieder reinfallen. Danach war es ein flottes Spielchen, leider, denn für mich persönlich konnte Rappi etwas zu viel fürs Spiel machen in dieser Phase. Klar waren wir gefährlicher, aber auch sie kamen zu guten Chancen.

Im zweiten Drittel zeigten wir aber dem Edelstink, wo der Zeiter hängt. Nun waren wir am Drücken wie der verstopfte Hans-Erwin Zgraggen und suchten die Entscheidung. Das erste Powerplay nützten wir dann herrlich aus, Plüsch bediente nach feinem Doppelpass wieder Dirty Ritchie und wir hatten den Vorsprung verdoppelt. Sekunden später hebelten die Boys erneut den Blumenkohl frei, ein Wahnsinnshammer in den Angel und es hiess 3:0. Da war doch eigentlich bereits alles gelaufen, man merkte es auch unseren Helden an, nun war die Verspieltheit wieder grösser als die Torgeilheit.

Das letzte Drittel liess dann keine Fragen mehr offen. Simon Moses mit einem Schweinetor (schoss 2 Meter über die Krätze, der zurückprallende Puck traf den Goalie am Poloch und kullerte rein ...) und dann der junge Hügel mit einem herrlichen Handgelenk-Angel-Netzreisser schossen uns 5:0 in Führung. Der Hamburger war gerbraten, die Zwiebeln dampften und niemand verübelte es den Jungs, dass sie nun leicht faul wurden. Ein paar Zentimeter weniger Einsatz und man foult halt dann wenn man zu spät ist, Rappen konnten dann auch einen aarigen Ofen in unser Netz setzen. Und als wir alle schon Schlafsabber abwischen mussten, zog ein Lecker dann ganz herrlich durch unsere Abwehr und vernöggelte Bührer beim 1:1 sauber und trocken zum 2:5. Aber das störte wohl nur noch den Eiswischer und die Kioskfrau im Kinderzoo, mich nicht mehr wirklich.

Also, der Vorsprung an der Spitze sieht für uns jetzt wirklich nicht schlecht aus, da Davos am unsäglichen Welschland-Beton von Lausanne ebenfalls gescheitert ist. Der Z ist unser Verfolger, die zeigten der Stefanie von Monaco ja mal krass auf, wie unbezwingbar er ist. 6 Tore in 40 Minuten, ich würde den Saububen entlassen. Am Strich wird es jetzt immer enger, wird wohl ein Vorteil für Fribourg sein, Strich und Hutzenbröhne vertragen sich irgendwie. Egal, für Spannung ist gesorgt und ich will diesen Rang 1. Basta. Kennsch es?


Dienstag, 13. Januar 2015

Die Lakers werden 70 Jahre alt und werden wohl bald eingeschläfert

Am 17. Januar 1945 wurden die Rapperswiler gegründet. Auf Wikipedia liest man, dass schon damals bis zu 1000 Zuschauer am gefrorenen See standen. Mit anderen Worten: Das ist ja gleich wie heute, nur dass sie eine Eishalle haben. Eigentlich würden wir über dieses Datum gar nicht diskutieren, wären denn die Würste nicht vor 20 Jahren aufgestiegen.

Mit Rappi verbinden uns eigentlich 2 Sachen: Da wäre sicher Harry Rogenmoser, der zu Beginn der 90iger-Jahren bei uns stürmte und durchaus zum Kultspieler wurde, und dann auch wegen Pekka Rautakallio, der bewusstlose Coach an der Bande. Der hatte seine Schweizer Karriere in Rappi gestartet, hatte dort als Spieler oft 60 Minuten Eiszeit, da man ihn nicht auswechseln konnte weil er, wie später an der Bande, des Öftern eingeschlafen war.

Das 70-Jahre-Jubiläum wird in Rappi natürlich gross gefeiert. Man mag es ihnen ja irgendwie gönnen. Erwähnenswert ist sicher, dass man sie einfach nicht absteigen lassen kann, egal wie beschissen die Saison läuft, sie retten sich immer. Meistens engagieren sie gute bis sehr gute Ausländer, kriegen aber bei den Schweizer Spielern oft nur die Ware, die schon fast auf dem Abfall liegt.

Am Samstag, den 17.01.2015, wird also die Fete steigen. Es wird um 16.45 Uhr dann zu einem absoluten Knallerspiel kommen, sie sagen dem "Legenden-Spiel". Fast ein Jahr haben sie überlegt, wen sie dafür einladen könnten, hatten aber keinen Plan. Rappi und Legenden? Wirklich eine etwas schwere Aufgabe.

Aber Rappi ist eben Rappi, im Überlebenskampf sind sie Spitze. Ebenso bei der Nominierung von Legenden. Das Konzept war einfach und es funktionierte: Sie deklarierten einfach jeden Ausländer zur Legende, dann hast Du ja schon mal eine Mannschaft zusammen. Dann nimmst Du jeden Feldspieler und Goalie, der mehr als 3 Spiele für den Verein gespielt hat, und fertig ist das Legendenspiel. Oder kennt jemand ausserhalb von Rappi zum Beispiel einen Hugo Stössel? Eben. Die während den Lockouts engagierten Kanadier wären natürlich die einzig wahren Legenden von Rappi gewesen, doch als sie von den Lakers angefragt wurden, tauchten sie via CIA in ein Zeugenschutzprogramm ab und können seit dem nicht mehr lokalisiert werden. Sie haben nicht vergessen, wie penibel eine Aktion damals ablief: Rappi wollte das Leibchen von Doug Gilmour (ein NHL-Star ohne Ende, spielte 1994/95 während dem NHL-Lockout in Rappi ...!) nach seinen 9 Spielen mit 15 Scorerpunkten (!) unter das Dach hängen, bemerkten aber nicht, dass der Spieler noch drin war. Nach 2 Tagen wurde der tobende Doug vom Dach geholt. Das spricht sich halt rum. Und ist der Ruf erst mal ruiniert ...

Ebenfalls stark gefährdet ist das Fest nach dem Meisterschaftsspiel gegen die Hutzenbröhne, da die Lakers wohl eh wieder auf die Kappe kriegen werden. Andererseits verlieren die Jungs aus St. Gallen so oft, dass es den Fans wohl egal sein wird. Höhepunkt der Feier nach dem Spiel wird übrigens ein 300 Quadratmeter grosser Banner sein, auf dem alle grossen Erfolge von Hand eingestickt wurden.

Das wäre:

2006: Einziger Gewinn einer Playoffserie gegen den EV Zug.

Super.

Der EV Zug hat also eigentlich einen weiteren Pflatsch in ihrer Klubgeschichte. Schon deswegen ist die Rappi-Feier gut.

Dienstag, 25. November 2014

25.11.2014 SC Bern - Rapperswil-Jona Lakers 3:0

Gibt es einen beschisseneren Dienstag als 7 Grad Aussentemperatur mit Nieselregen? Ja, es gibt ihn, wenn Du gleichzeitig Dir noch ein Spiel gegen Rappi reinmümmeln musst. Was für ein Gekratze war denn das heute, gut, gegen die schlappen Rappen gibt es ja ganz selten WM-würdige Spiele, aber das heute war dann doch des Schlechten etwas zu viel. Zwar hatte man irgendwie gar nie Angst, dass man die Punkte nicht heimwursten könnte, aber ehrlich gesagt hatte Rappi eine Zeit lang sogar die klareren Torchancen, liefen die doch 3 x alleine auf Beppo los. Doch der zeigte zum Glück eine gute Leistung und blockierte die Flachschüsse. Rappi ist das einzige Team das wohl noch nicht geschnallt hat, das unser Hans im Tor eher bei hohen Abschlüssen Probleme hat. Oder der unheimliche Eldestink hat ihnen bei der Videoanalyse irrtümlich den Fernseher verkehrt hingestellt. Egal, Sieg, Rang 2 und am Samstag wartet ja dann der Knaller gegen den Gemsenverein.

Die Freunde des gepflegten Eishockeys wurden bereits ab Sekunde 1 mit Folter überschüttet. Nach 30 Sekunden notierte man bereits 2 sehr unerlaubte Befreiungsschläge, das tönt gut, in Wirklichkeit waren es 2 Pässe die meterweit am Empfänger vorbei ins Iceing segelten. Nun gut, eben, ich hatte keine Ansprüche an heute, einfach die 3 Punkte mussten her. Wir waren zwar mehr am Puck, doch heute war das schwarze Teil eindeutig unser Feind, da lief höchstens der Tiefschutz um die Nüsse, aber kein strukturiertes Spiel. Aber immerhin konnte uns Blumenkohl mit einem Kraftspiel-Ofen in Führung Bomben. Wehe, wenn die Rappen in Führung gegangen wären ...

Das zweite Drittel kratze einem ähnlich intesiv am Steissbein wie die ersten 20 Minuten. Ab und zu gab es eine gelungene Aktion, die aber dann jäh endete weil der Stürmer sich entweder verhederte oder über die eigenen Schlittschuhe stolperte. Es war ungenau, chaotisch und wirr, damit spreche ich noch die besten Phasen unseres Spiels an. Holldrioway konnte uns mit einem Kabinettstück dann beruhigend mit 2:0 in Front fechten. Oft hatte man nun das Gefühl, das Rappi um die Entscheidung bettelte, aber wir Sadisten wollten es scheinbar noch nicht klar machen. Immer wieder plantschen wir wie übergewichtige Nilpferde über die Fläche und knorzten die Rappen auch immer wieder vor unser Tor.

Im letzten Drittel fehlte ich dann hoch zum Himmel dass es ja keine Verlängerung geben darf. Wir brauchten das 3:0, dann war der Fall dann denn doch klar. Es dauerte aber Ewigkeiten, bis die Rappen dann nun ihr Murkssystem etwas lockerten und wir zu Konterchancen kamen. Aber eben, wenn man so rumgurkt dann klappen auch die nicht. Es war dann Viereck der uns erlösen durfte. Sein 3:0 war wohl die einzige gut kombinierte Aktion die gefährlich abgeschlossen wurden. Das war es dann. Sekunden nach dem Spiel hat man es bereits vergessen, so soll es sein, einfach die 3 Punkte sind notiert. Es war ein Arbeitssieg, mehr nicht, halt, das wäre für Arbeiter nicht ganz richtig, es war ein Arbeitssieg mit verbundenen Augen und vestopften Ohren, so kommt es hin.

Schwamm drüber, eben, 3 Punkte waren wichtig, wir können am Samstag nun Davos angreifen, ein absoluter Spitzenkampf. Und meistens spielen wir gegen gute Gegner dann auch besser, wir haben einfach unsere Probleme wenn die Mauer-Teams in der PoStraps-Arena rumwursten. Die Pflicht wurde erfüllt, ohne eine Sekunde Kür. Egal.

Samstag, 25. Oktober 2014

25.10.2014 Rapperswil-Jona Lakers - SC Bern 4:5 nP

Nun bimmelt aber der Plempel nicht mehr in der Kirche! Nicht einmal die Rappen können unseren Siegeszug aufhalten, die übermächtigen Hockeygötter aus Santa Gallus. In einem fahrigen Spiel konnten wir uns nach Penaltyschiessen souverän mit 5:4 durchsetzten, weil der Bad Holldrioway seinen Versuch verwertete und alle anderen Hugos aber sowas von scheiterten. Im Ernst jetzt: Positiv ist, dass unsere Siegesserie immer noch am Leben ist. Negativ? Da waren einige Sachen, aber ich will mich gar nicht so gross darüber auslassen. Das Spiel heute war schwer, nach 5 Siegen in Serie und 2 gewonnenen Spitzenkämpfen war die Gefahr gross, dass man etwas nachlassen wird. Ich habe es bereits in der Vorschau geschrieben.

Also, es ging ja eigentlich noch recht gut los. Wir pfüderleten zwaschplig ab und dominierten die Startphase eigentlich klar, logischerweise knallten wir auch das 1:0 hin. Der kline kline Müller schob zu seinem ersten Saisontor ein, was für ein toller Erfolg für den jungen Buben. Leider war das ganze Team wohl im kollektiven Feiermodus, denn danach begannen wir zu schnitzern wie ein alter Bergbauer, der an einem Baumstrunk rumsäbelt. 2 mal wurden wir auf der rechten Seite überlaufen wie Nilpferde, das zweite Mal war dann eben das eine mal zuviel. Nach diesem Ausgleich war das geordnete Spiel bei uns dann total weg, es kam auch nicht mehr wieder. Immerhin konnte Kolbensu mit einem herrlichen Schrottwänder uns das Drittel noch mit 2:1 holen.

Im zweiten Drittel ging es dann schlecht ab für uns. Die Rappen, völlig losgelöst von der Erde sozusagen, nutzten nun unsere Fehler gnadenlos aus und bombten sich plötzlich frei. Unser Glück war, dass die Rappen dann halt auch Fehler machten und wir so nach 2 Dritteln nur 4:3 in Rückstand waren. Das waren nicht gute 20 Minuten von uns, wenn der Tabellenletzte Dich am Sack kratzt.

Das letzte Drittel zeigte dann aber wieder den neuen SCB. Nicht spielerisch, das blieb wurstig, aber der Glaube und die Geduld sind defintiv wieder in unserem Team da. Zuerst versiebten wir mal 3 Grosschancen, doch dann traf Dirty Ritchie doch noch zum Ausgleich. Die Zeichen standen nun auf Sieg, doch in der Schlussphase semmelten wir dann wieder gnadenlos gegen den Abgrund zu und wollten uns irgendwie fast selber schlagen. Egal, auch in der Verlängerung ging nichts mehr, es musste im Penaltyschiessen entschieden werden.

Das Penaltyschiessen war dann, passend zum Spiel, eher für die ganz Armen. Rappen versiebte alles, wir hatten immerhin den Holldrioway der einnetzte und uns den 6. Sieg in Serie freischaufelte.

Also, den sogenannten Charaktertest haben wir mit einer Note "4" bestanden. Aber wir dürfen nicht vergessen: Wer vor dieser Woche mir gesagt hätte, dass wir gegen Lugano, ZSC und Rappen 8 Punkte holen, dem hätte ich wohl einen Schüschu auf den Conz gedrückt. Abhaken, wir sind seit 6 Spielen ungeschlagen, und weiter gehts!

Samstag, 27. September 2014

27.09.2014 SC Bern - Rapperswil-Jona Lakers 5:2

12 Minuten vor Schluss hatte ich ungefähr 300 Schimpftiraden in meinem Kleinhirn abgelegt, um einen sehr sehr unflätigen Matchbericht zu schreiben. Gott war ich sauer, nachdem man eine 2:0-Führung durch einen Shorthander vergeigt hatte und die Rappen plötzlich frech wurden. Aber immerhin erinnerten sich die 3 kanadischen Stürmer in den letzten 12 Minuten dann an das Toreschiessen. Holldrioway, Kolbensu und Dirty Ritchie schossen uns zum standesgemässen 5:2-Erfolg über die Leckers.

Ich weiss, man muss nach der letzten Stuhlgang-Saison die Ansprüche nicht zu hoch setzten. Dagegen steht allerdings ein Kader, das nach mir das Potential für höhere Ansprüche hat. Aber irgendwie ist es immer noch nicht das, was das Publikum erwartet. Nehmen wir das erste Drittel als Beispiel. Wir waren an Torchancen gezählt zwar überlegen, aber nicht vom Spielerischen. Bei uns entstanden die Torchancen durch Murks und Gehebel. Nichts gegen das, das braucht es auch, genau das haben wir ja letzte Saison vermisst. Aber irgendwie wartet man dann doch schon mal auf eine brilliante Aktion, einen brillianten Pass oder eine herrliche Kombination. Im ersten Drittel gab es davon nichts, deshalb war das 0:0 auf eine Art auch korrekt. 

Als ich mich im zweiten Drittel setzte, kam dann endlich so ein kleiner Geniestreich. Herrlich wie die Blume den Schwerweh lancierte, sein Knaller liess unser Herz höher schlagen. Mit der Führung im Rücken ging es dann doch etwas zügiger gegen den Knarst von Rappi. Nun scheiterten die guten Pässe aber an den Direktabnahmen, die meistens eher die eigenen Mitspieler gefährdeten. Es folgte dann ein Murkstor ohne Ende, aber genau zum rechten Moment. Trüffelnacht liess nicht locker und semmelte die eigene Vorlage in die Maschen. Das liess die Rappen nun mehr riskieren, ein herrlicher Angriff der Santa Gallier brachte prompt den Anschlusstreffer.

Im letzten Drittel konnten wir dann fast 2 Minuten in einer doppelten Überzahl spielen. Das Powerplay verdiente wieder einmal den Namen nicht, wir sahen ein Fehlpassplay mit 2 Mann mehr ... und als ein Foulisiech von Rappi aufs Eis zurück konnte, entwischte der Löli massiv und liess Beppo aussehen wie eine kehlkopfschwangere Seekuh - 2:2. Das Stadion pfiff - war auch falsch. Irgendwie wollte das ganze Stadion heute eben nicht verlieren, die Stimmung stieg wieder, parallel dazu geigte der SCB nun sehr gut ab. Ein herrlicher Angriff über Pertschi brachte Holldrioway in Schussposition, endlich traf der Ganattier mal die Scheibe. Danach verhunzte Kolbensu die gesammte Rappen-Abwehr zum 4:2, bevor dann auch Altmann Dirty Ritchie noch einnetzte. Geht doch! Das Messer am Hals liess dann plötzlich die Instinkte wieder aufleben, die es im Hockey braucht.

Es war kämpferisch alles OK. Es war mir aber noch 50 Minuten lang zu wirr und zu hastig, zu unüberlegt und zu unpräzise. Ein böser Pausenraucher hat was von Damenhockey gelallt, das stimmt aber defintiv nicht. Körperlich schon mal gar nicht. Zudem ist es fies, wenn man das Damenhockey so abwertend beurteilt, denkt an Schellings Wunderpo. Damenhockey ist etabliert, das grösste Problem das die Damen hatten war ja, dass sie begreifen mussten, dass es hier normal ist dass die Kollegin das gleiche anhat wie sie selber. Als das geregelt war, gings aber ab. Wir müssen die Taktik im Kopf haben, aber die Instinkte nicht vergessen. Hockey ist kein Schachspiel, ich hoffe die Jungs werden bald wieder freier und unberechenbarer.

Donnerstag, 14. August 2014

Saison 2014/15 - Vorstellung der Feinde

Und weiter geht es mit dieser wirklich hochstehenden Vorschau.Heute kommen wir zu einem Verein, den viele Leute bis heute nicht wahrgenommen haben. Aber echt jetzt, die spielen tatsächlich bei uns mit. Grauenhaft ist eigentlich schon das Gründungsdatum der Leckers, wie kann man am 17. Januar 1945 einen Verein gründen, wenn daneben ganz Europa brennt und der 2. Weltkrieg in die Endphase tritt? Egal.

Teil 2

Rapperswil-Jona Lakers

Hardboild-Namen: Seebuben, Leckers, Rapp, Rappen, Pappen, Waschlappen

Rappi hat eigentlich einen Namen verdient: Die UNABSTEIGBAREN, wie der VFL Bochum im Fussball. Bochum hat inzwischen bewiesen, dass es trotzdem passieren kann. Rappi hingegen semmelt seit der Saison 1994/95 ununterbrochen in der höchsten Liga rum. Eigentlich unglaublich. Wenn ein Gegner gegen Rappi verliert, dann löst das meistens eine Krise aus weil man gegen Rappi eigentlich nicht verlieren darf. Ab und zu gelingt ihnen sogar ein guter Start in die Meisterschaft, um dann ab November alles zu versemmeln um dann die Playouts zu feiern. Rappi hat in der ganzen Klubgeschichte erst eine Playoffserie gewinnen können, 2005/06 war das, das schossen sie (was für eine Blamage für den Klub denn ich jetzt gleich nennen werde) den EV Furz Zug aus den Playoffs. Sonst schieden sie immer im Viertelfinale aus oder, und das viel häufiger, sie semmeln in den Playouts umher.

Das Kader für 2014/15 sieht auf den Ausländerposten gut aus. Seit Anders Edelstink am Ruder ist, werden die Kanadier zum Teufel gejagt und Schwede um Schwede verpflichtet. Naja. Mal schauen.. Die Schweizer sind eine Mischung als jungen Würsten und alten Würsten. Ist nicht böse gemeint, aber oft sind es Spieler, die keinen Sinn mehr in ihrer Karriere sehen oder von keinem anderem Verein mehr gewollt werden. Im Tor wird Rappi viel stärker sein als letztes Jahr, nicht weil sie mit dem Letten und dem Wolf nun NHL-NIveau haben, nein, aber Fanghandgott und Hobby-Fribourger Aebischer wurde in die Stadiontoilette transferiert. 

Fakten

Anzahl Meistertitel: Was für ein Witz. Natürlich Zero.
Stadion: Das alte Lido war Kult (Ballondach in der NLB). Heute ein schmucker Neubau ohne Pep.
Beste Spieler ever: Dale McTavish, ein geiler Siech, Mathias Seger
Prognose: Sie kommen in die Playoffs (wenn 4 andere Teams Wurst aus Dänemark essen).

Noch eine kurze Bemerkung zu "Beste Spieler ever": Da sind keine Leckhaut-Kanadier dabei, bei keinen Verein, sondern Spieler die auch richtig dort gespielt haben, nicht wie die NHL-Schlämpeli (temporär).

Dienstag, 18. März 2014

18.03.2014 Platzierungsrunde Lakers - SC Bern 5:4

Wenn Dir der lauwarme Gurkensaft aus den Maulecken sabbert, ja dann hoppeln wir in Rappen rum und spielen ziemlich dumm. Das war ein Spiel mit zwei fast gleichstarken Mannschaften, nur das Rappi besser im Abschluss war. Wohlgemerkt, wir spielten gegen das schwächste Team der NLA. Es wird so eine schöne Erlösung sein, wenn man Samstag diese vergurkte Saison endlich in das Jaucheloch gelegt werden darf. Das war heute, fast zu erwarten nach dem knapp genügenden Samstag, wieder eine "geht-gar-nicht"-Leistung gegen die Biederköpfe aus St. Gallen. Unser Spiel war wie das Diktat eines Legasteniker, alle 2 cm ein Fehler hin bis zu den totalen Blackouts. So sollte man gegen Honolulu spielen oder gegen die SCL Tigers. Wir waren das ganze Spiel in Rückstand, ehrlich gesagt brauchte wohl kein SCB-Fan morgen einen Termin für Brasilian-Waxxing weil die Schamhaare von selber das Weite suchten. Unsäglich.

Im ersten Drittel ging es schon verkehrt los. Bei uns passte nur die Glocke in den Hosen, der Rest war ungenau und fahrig, die Spielkultur die sich am Samstag noch leicht und ab und zu gezeigt hatte, war runtergespühlt worden. Es war wie wenn Du einem 107-jährigen Greis ein Smartphone erklären würdest. Alles ging wieder von vorne los, zum xten Mal in dieser Saison. Immerhin konnte man den Schaden noch im Rahmen halten und lutschte nur mit 0:1 ab in diesem Drittel.

Der glorreiche Auftritt setzte sich dann im zweiten Drittel aber nahtlos fort. Ohne Gegenwehr konnte dem Daniel sein Sohn durchlaufen und in zwei Versuchen das 2:0 für die Rappen Galle erzielen. Was für ein Witz. Immerhin schoss Domodossola dann eine Palme in den Angel, 9 Sekunden später waren wir wieder dran - um dann ein paar Sekunden später das geil haltbare 3:1 ins Füdi zu kriegen. Schigon wurde dann durch Kartenmischler ersetzt, Applaus, endlich konnte man den Sepp mal live sehen. Er wird ja nächstes Jahr unser offizieller Hintenraus-Goalie sein. Das Spiel ging dann wie ein Zirkus für Liliputaner weiter. Bidu Kerper schoss mit dem 3:2 dann ein bisschen Hoffnung in unsere Reihen zurück.

Das letzte Drittel war dann auch wieder sehr sehr geil, muss schon sagen. Nach dem 4:2 für die Leckers konnte Plüss wieder den Anschluss schaffen, nach dem 5:3 konnte Garten noch einen im Beet setzten. 5:4 und das wars.

Die Bilanz in dieser unsäglichen Plazierungsrunde ist also sensationell, wir haben 2 gewonnen und 2 verloren, das ist KHL-Niveau. Gegen die schlechtesten Teams der Liga. Noch 4 Tage müssen wir leiden, dann ist diese Saison zum Glück Geschichte. Und man muss auf der offiziellen Homepage des SCB nicht immer diesen Countdown ins Verderben anschauen, da kriegt man ja Magenkrämpfe. Vielleicht sollte man das Ding erst aufschalten wenn man sich wirklich wieder auf ein Spiel freut.

Sonntag, 16. März 2014

15.03.2014 Platzierungsrunde SC Bern - Lakers 5:1

Entschuldigung, der Matchbericht ist heute sehr sehr sehr sehr sehr sehr spät. Viele von Euch müssen nun den GV unterbrechen, damit ihr meine Zeilen lesen könnt. Es tut mir leid. Aber ich ging nach dem Spiel noch in die Stadionbeiz und habe mir nach alter Väter Sitte die Lampe gefüllt. Warum haben ich mir die Lampe gefüllt? Nun, keine Ahnung. Und ratet mal wer plötzlich neben mir an der Bar stand!? Na? Ludwig Meierhans. Wer das ist? Keine Ahnung, ein Leiersack der ersten Garde. Aber egal. Also, der SCB hat die Rappen nass gemacht und mit 5:1 versorgt. Immerhin konnte ich heute eine Spur Emotionen sehen, auch Spielfreude war da, der Schock der Platzierungsrunde scheint etwas in den Hintergrund getreten zu sein. Aber wir dürfen nicht vergessen dass wir gegen die massivo Nulpen aus Rappen gespielt haben, zuviel Lob wird es auch heute nicht geben!

Das erste Drittel war dann mal gut von uns. Man fechtete wie ein Säbelzahntiger auf das Tor vom unhygienischen Aebüscha los und machte Druck. Auffallend war, dass das Forechecking sehr gut funktionierte und von hinten heraus, man höre und staune, meistens der vorderste Mann gesucht wurde. So entwickelte sich guter Druck der dann auch bald in Tore umgemünzt wurde. Althügel, Domodossola und Metro schossen uns lupenrein und sauber mit 3:0 in Front. Aber eben, nie vergessen: Wir spielten gegen Rappen, ein Verein der durch jede Anstandsprüfung durchfallen würde. Die sind und bleiben unanständig schwach.

Im zweiten Drittel flachte das ganze, auch das ist schon fast normal, dann etwas ab. Klar, die Gefahr einer Niederlage gegen Rappen ist so gross wie ein Ameisenpenis, aber es nervte dann etwas weil wir doch leicht den Faden verloren. Die Pappnasen bestraften das sofort mit dem 3:1, ein Tor das aber nicht gross nervte. Wir fanden den Tritt in der Hälfte des Drittels dann wieder etwas kantiger und erhöhten dann postwendend durch Plüsch und Venom auf 5:1. Spätestens da war einem klar, dass man im Playoutfinale einfach dem Gegner von Rappi helfen wird, egal wer es ist.

Das letzte Drittel war dann noch ein lockeres Auslaufen, langweilig wurde es nie richtig, hochstehend natürlich auch nicht. Tore vielen keine mehr, zum Glück, denn ich hätte es verpasst weil ich mich mit dem Hosenladen an der Türfalle verhedert hatte und von 21 Broncos befreit werden musste. Egal, 5:1 und fertig, schon morgen weiss ich nicht mehr wie das Spiel war und gegen wen wir gespielt hatten, Platzierungsrunde-Mist eben.

OK, dann packen wir die 3 Spiele nächste Woche noch, die Musik ist in anderen Stadien, ich muss aber trotzdem dem Berner Publikum ein grosses Kompliment machen. Der Zuschaueraufmarsch ist für meine Begriffe sensationell, unvorstellbar dass es immer noch ungefähr 1'500 Leute gibt, die Eintritt für solche Quarktorten-Spiele bezahlen. Egal. Packen wir die 3 Spiele noch, feiern wir gegen Zug das Saisonende, danach lassen wir den Sven noch walten (da müssen noch ein paar Jungs eingekauft werden, unbedingt!), wir lassen den Metzger hebeln und warten dann auf September. Mehr bleibt uns nicht übrig. Noch ein Detail: Als Rubin einen Ellenbogen zum Schnuppern kriegte, hat tatsächlich der Blumenkohl sich gerächt, das war bei uns seit fast 3 Jahren überhaupt nicht mehr zu sehen. Ein Hoffnungsschimmer dass wir bald wieder harte Männer auf dem Eis haben? Dass der Schiri uns 5 Min gab und den Rappen nur 2 Min passt ja in diese Affenpo-Runde. Egal, Augen zu und durch!

Dienstag, 25. Februar 2014

25.02.2014 SC Bern - Lakers 6:0

Ja was soll ich sagen? Wie ging es Euch? Ich habe mir noch gerade die Teleclub-Zusammenfassung angeschaut, Kent das Kinn und Samuel sein Sohn haben das Spiel zusammengefasst mit "Top-Leistung" und "die Playoffs sind für Bern schon fast geschafft". Mein Hirn beginnt zu rotieren. Ich habe ein etwas anderes Spiel gesehen. Aber ganz klar muss gesagt werden: Rappen hatte einen Schlappen, die waren kein Schuss Pulver wert, nur der unhygienische Hans-Dieter Aebischer zeigte etwas Emotionen, nur leider total dämliche. Wir haben sie dominiert und unterdrückt, das war für mich das Positive. Über spielerischen Gehalt und starke Technik muss man ja heute Abend nicht unbedingt reden. Es gab noch so viele Fehler und Aussetzer in unserem Spiel ... naja. Aber in unserer Situation ist das momentan Hundewurst und Dattelbaum. Es zählen nur die Punkte. Wir müssen unsere Leberflecken nun noch in drei Spielen holen, unbedingt. Eine Entscheidung ist noch überhaupt nicht gefallen. Positiv war sicher der Auftritt von der Metro und von Grillrost.

Also, das Gekratze fing wie meistens mit dem ersten Puckeinwurf an. Augenfällig war, dass der Metzger wirklich total auf Tempo und Druck setzt. Die Rappen hatte keine ruhige Sekunde und hauten Iceings wie alben Fribourg wenn sie am Weinen sind. Allerdings, sind wir mal ganz ehrlich, boten wir ihnen auch die Führung an, als wirklich krasse Abspielfehler in der eigenen Zone passierten. Da wird Boucher Tränen in den Augen gehabt haben. In der NHL wäre so ein Wursti im Farmteam, hier hast Du einfach keine Alternativen. Aber egal. Unser unpräziser Dauerdruck führte dann bald zum 1:0. Röschti Olaf wurde freigespielt, der Olympiasieger im einbeinigen Skispringen knallte uns herrlich in Front. Bereits in diesem Drittel schlugen die Rappen relativ motiviert mit ihren Stöcken auf die Arme unserer Buben, die Strafe folgte mit einer Strafe, die Strafe für diese Strafe war dann die noch grössere Strafe. Plüsch Ferdu konnte ein Getümmel einnetzten, das 2:0 war dann doch schon die halbe Miete.

Im zweiten Drittel wurde der Murks dann grösser und grösser. Zwar war die Angriffsauslösung mit viel Tempo, das Problem sind dann eben die Grobmotoriker an den Flügeln. Was da für Pässe versemmelt wurden oder achtlos einfach ins gegnerische Drittel geschwartet wurden weil man mit der Puckannahme mehr Mühe hatte als ein Pfarrer im Puff mit Gummi überstülpen. Der Abwehr wurde das des Öftern wohl zuviel, also spielte man die Scheibe doch 4 x brandgefährlich zu einem Gegner ... mir fiel fast der Ofen in das Holz. Aber Beppo, obschon er mir nicht sicher schien, wehrte sich mit Händen und Ohren. Es war vom Niveau her dann schon fast ein Witz, dass wir die Rappen in diesem Drittel endgültig erlegen durften. Althügel traf dann nach 121 Spielen ohne Torschuss das Tor wieder mal, OK, für mich war das ein Kicker, aber es war mir auch völlig egal dass die Zebras das als gültig erklärten. Im nächsten Powerplay knallte dann Metro einen Granatapfel-Ofen hin, herrlich in den Angel gezimmert. Und als Rappi dem Heulen nah war, lenkte Olaf noch einen Barschi-Schuss zum 5:0 in die Maschen. War glaube ich auch im Powerplay. 5:0 nach zwei Dritteln, es tönte gut, aber wirklich nur mit den Ohren, die Augen litten!

Im letzten Drittel war dann der Ofen aus, logo, Kräfte sparen ist OK. Allerdings machten wir es gar nicht so schlecht, es ging schon immer noch was gegen vorne, nun klappten auch ab und zu Pässe über 2 Meter. Der schönste Angriff des Abends über Wellblech zu Dosenkopf brachte dann noch einen herrlichen Knarst zum 6:0. Ich war froh um diesen Ofen, schon nur weil der sicher immer in Bern so Scheisse aufführende Aebischer nun die Hucke gefüllt hatte. Der Rest war dann noch mehr oder weniger unterhaltsam, man tickerte die Zeit nach unten und ist ab sofort wieder über dem Strich.

Also, wenn ich von "gutem Spiel" oder so lese schüttle ich den Kopf. Wir haben mal primär den sackschwachen Tabellenletzten ins Gurkenglas gelöffelt. Wir haben einen Pflicht- und Arbeitssieg eingefahren. Das es mit einer gewissen Dominanz passiert ist, hat mit dem Systemwechsel zu tun, das stimmt mich auch positiv. Und auf der Center-Position haben wir definitiv kein Problem mehr. Wenn jetzt noch die Flügel zu rotieren beginnen, dann könnte es ja vielleicht wirklich noch was werden. Aber eben, die 3 Punkte waren massiv wichtig, bereits am Freitag folgt ja der Brüller in Biel. Eine alte Frau mit ganz viel Cellulite am Füdi sagte vor dem Bierstand: "Hach, die Bieler, die wollen gar nicht gewinnen gegen uns, die stellen sich schon auf die Playouts ein". Dann furzte sie. Liebe Orangenhaut-Frau: SIE KENNEN DIE BIELER IN DEM FALL ABER GANZ UND GAR NICHT! Das wird ein Drama auf Kufen am Freitag, wetten?