Google+ Hardboiled SCB: 25.11.2014 SC Bern - Rapperswil-Jona Lakers 3:0

Dienstag, 25. November 2014

25.11.2014 SC Bern - Rapperswil-Jona Lakers 3:0

Gibt es einen beschisseneren Dienstag als 7 Grad Aussentemperatur mit Nieselregen? Ja, es gibt ihn, wenn Du gleichzeitig Dir noch ein Spiel gegen Rappi reinmümmeln musst. Was für ein Gekratze war denn das heute, gut, gegen die schlappen Rappen gibt es ja ganz selten WM-würdige Spiele, aber das heute war dann doch des Schlechten etwas zu viel. Zwar hatte man irgendwie gar nie Angst, dass man die Punkte nicht heimwursten könnte, aber ehrlich gesagt hatte Rappi eine Zeit lang sogar die klareren Torchancen, liefen die doch 3 x alleine auf Beppo los. Doch der zeigte zum Glück eine gute Leistung und blockierte die Flachschüsse. Rappi ist das einzige Team das wohl noch nicht geschnallt hat, das unser Hans im Tor eher bei hohen Abschlüssen Probleme hat. Oder der unheimliche Eldestink hat ihnen bei der Videoanalyse irrtümlich den Fernseher verkehrt hingestellt. Egal, Sieg, Rang 2 und am Samstag wartet ja dann der Knaller gegen den Gemsenverein.

Die Freunde des gepflegten Eishockeys wurden bereits ab Sekunde 1 mit Folter überschüttet. Nach 30 Sekunden notierte man bereits 2 sehr unerlaubte Befreiungsschläge, das tönt gut, in Wirklichkeit waren es 2 Pässe die meterweit am Empfänger vorbei ins Iceing segelten. Nun gut, eben, ich hatte keine Ansprüche an heute, einfach die 3 Punkte mussten her. Wir waren zwar mehr am Puck, doch heute war das schwarze Teil eindeutig unser Feind, da lief höchstens der Tiefschutz um die Nüsse, aber kein strukturiertes Spiel. Aber immerhin konnte uns Blumenkohl mit einem Kraftspiel-Ofen in Führung Bomben. Wehe, wenn die Rappen in Führung gegangen wären ...

Das zweite Drittel kratze einem ähnlich intesiv am Steissbein wie die ersten 20 Minuten. Ab und zu gab es eine gelungene Aktion, die aber dann jäh endete weil der Stürmer sich entweder verhederte oder über die eigenen Schlittschuhe stolperte. Es war ungenau, chaotisch und wirr, damit spreche ich noch die besten Phasen unseres Spiels an. Holldrioway konnte uns mit einem Kabinettstück dann beruhigend mit 2:0 in Front fechten. Oft hatte man nun das Gefühl, das Rappi um die Entscheidung bettelte, aber wir Sadisten wollten es scheinbar noch nicht klar machen. Immer wieder plantschen wir wie übergewichtige Nilpferde über die Fläche und knorzten die Rappen auch immer wieder vor unser Tor.

Im letzten Drittel fehlte ich dann hoch zum Himmel dass es ja keine Verlängerung geben darf. Wir brauchten das 3:0, dann war der Fall dann denn doch klar. Es dauerte aber Ewigkeiten, bis die Rappen dann nun ihr Murkssystem etwas lockerten und wir zu Konterchancen kamen. Aber eben, wenn man so rumgurkt dann klappen auch die nicht. Es war dann Viereck der uns erlösen durfte. Sein 3:0 war wohl die einzige gut kombinierte Aktion die gefährlich abgeschlossen wurden. Das war es dann. Sekunden nach dem Spiel hat man es bereits vergessen, so soll es sein, einfach die 3 Punkte sind notiert. Es war ein Arbeitssieg, mehr nicht, halt, das wäre für Arbeiter nicht ganz richtig, es war ein Arbeitssieg mit verbundenen Augen und vestopften Ohren, so kommt es hin.

Schwamm drüber, eben, 3 Punkte waren wichtig, wir können am Samstag nun Davos angreifen, ein absoluter Spitzenkampf. Und meistens spielen wir gegen gute Gegner dann auch besser, wir haben einfach unsere Probleme wenn die Mauer-Teams in der PoStraps-Arena rumwursten. Die Pflicht wurde erfüllt, ohne eine Sekunde Kür. Egal.

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