Google+ Hardboiled SCB: 02.01.2016 SC Bern - Kloten Flyers 4:5 nV

Samstag, 2. Januar 2016

02.01.2016 SC Bern - Kloten Flyers 4:5 nV

Oh danke SCB! Man war ja schon fast auf der Euphorie-Welle nach den dramatischen Spielen im alten Jahr. Danke SCB, dass Du uns wieder brutal auf die Strichnuttenstellung gebracht hast, danke vielmals dass man nun wieder Scheisslaune hat. Was war das heute wieder für ein Gegurke in so einem elementar wichtigen Match? Ich habe ja schon gedacht, dass ich am Silverster etwas überbordet habe, jo, mein 1. Januar-Gefühl war eher flau, essen lag lange nicht drin, doch jetzt, am 2. Januar, bin ich wieder fit wie Heinz Tomato. Aber scheinbar war mein Silvester noch gar nichts wenn man die Verfassung unserer Spieler gesehen hat. Die mussten wohl alle den Magen mit einem Duschkopf auspumpen gehen und wussten heute morgen noch nicht, wo sie sind und wie sie heissen. Kloten hat den Sieg nicht gestohlen, da sie einfach normal spielten, wir hingegen die Note "Scheissdreck" für die Abwehr, den Sturm und das Powerplay einzogen. Brutal.

5 Minuten höpperleten wir, als hätte es zu Neujahr wirklich nur Geissenmilch und Mineralwasser gegeben. Da versiebten wir 2 tolle Nüsse, aber Plüsch Ferdu konnte dann mit dem Schoner einen reindrücken, da war die Welt einigermassen in Ordnung. Danach bloderte aber scheinbar der Ranzen schon gewaltig und der Kater hämmerte wieder durch die Linien. Das erste Drittel kann man gestrost mit desolatem hodensackfaltenartigem Dünschisshockey betiteln. Kloten war klar besser, organisierter, gefährlicher, und hätte der Stefan im Eck nicht 3 Hochkaräter verhindert, wäre die Ablutschparty wohl schon früher gestartet worden. Unsäglich wie die Flugblätter im Slot ungehindert zum Schuss kamen. Unsäglich! Dass der Ausgleich fiel war abzusehen, wir mussten aber schwer zufrieden sein.

Im zweiten Drittel folgte dann ein wirklich schöner Angriff, der uns die Führung zurückbrachte. Schwerweh brauchte nur noch einzunicken. Und dann? Dann folgte Stümperhockey für legastenisch veranlagte Grobmotoriker: Wir durften Powerplay spielen. Jedes Wort wäre zuviel, diesem Bschüttloch auch nur eine nähere Beschreibung zu geben. Kloten schorthänderte uns wie Schulbuben, auch das 2:3 war erbärmlich zum Einstecken. Stepanek ist ein Abpraller-Hugo, das weiss man seit 11 Jahren, gehalten hat er fast jeden ersten Schuss, aber wenn die 5 erbrechenden Menschen vor ihm dann halt die Scheibe nicht weg bringen, den gegnerischen Stock nicht unter Kontrolle haben, ja dann raschelts halt.

Im letzten Drittel, das eingermassen akzeptableste Drittel, spurteten wir dann recht cool zum Ausgleich, der Kornacker bediente Dirk König, das war ein herrlicher Ofen. Aber, das war jetzt der grosse Unterschied, es kamen vom Team NULL Emotionen wie noch gegen den Z, nichts da, der Magen erlaubte es wohl noch nicht. Kloten, schon lange nicht mehr so mutig, wusste nicht so recht, was sie wollten. Ihr zögerliches Hockey wurde dann fürs Erste von Simon der Du bist Moser 4 Minuten vor Schluss mit dem 4:3 bestraft. Als dann Kornacker das 5:3 alleine vor dem altersschwachen und trägen Gerber vergab, ahnte ich bereits schlimmes. Und es sollte dann auch kommen. Kloten glich wieder mit einem Scheissofen aus, ein Abpraller, der Wurstkopf aus der Fliegerkneipe konnte einschieben, weil niemand aufräumte. So ging es in die Verlängerung.

Da spielten Kloten langweilig, aber spannender als wir. Als sie dann kurz Druck machten, kam es - ihr erratet es - wieder zu einem Abpraller, der im Nachschuss zum Sieg verwertet wurden. Weil wir auch hier noch Magenprobleme hatten.

Also, folgendes: Seit Guy Metzger fort ist, mag das Spiel zwar etwas schöner zum Anschauen sein, aber auch nur in vereinzelten Spielen. Was gar nicht geht, ist unser Powerplay, das unter dem Metztger immerhin gut war ...! Unsäglich ist das, nicht erst seit heute, wir kriegen kein Bein mehr vor das Andere bzw. den Puck ins Drittel. Wirr. Schwach. Die Abwehr hatte wohl frei, die kamen mir heute vor wie Bergziegen, die von einem Nullgradhand-Bauer gemolken werden. Das war nicht NLA-Niveau, wenn der Gegner 3 Tore nach mehrmaligen Nachschüssen machen kann. Der Sturm genügte ebenfalls nicht, die Kanadier gingen, Berghelm war wohl noch nicht nüchtern, dann war noch Moser und dann ganz lange gar nichts. Das schlimmste aber: WO WAREN EMOTIONEN UND FIGHT? GOPFERTAMMINOMAU! Das war eine Gänseblümchen-Vorstellung für wehleidige Mönche, die gerade Max und Moritz gelesen haben und danach ab der brutalen Geschichte fest weinen mussten. DANKE FÜR DEN NEUJAHRVERSAUSTART, SCB! ICH BIN SCHWEINESAUER! Und wenn ihr morgen gegen die Kotbirnen erneut verliert, dann werde ich aber richtig grantig!

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