Google+ Hardboiled SCB: Wie geht ein Spieler mit dem Dauerverlieren um?

Donnerstag, 28. Januar 2016

Wie geht ein Spieler mit dem Dauerverlieren um?

Gebt es zu, das ist wieder ein brandaktuelles Thema, dass ihr vor Begeisterung runterschlingen werdet. Diese Frage stellen wir uns doch alle, nicht? Wie ist das im Privatleben der Spieler während so einer miserablen Saison? Spüren sie auch im trauten Heim die Auswirkungen? Oder ziehen sie gar das Pech an wie Schwefel? Hardboiled SCB konnte dank seinen Beziehungen den Tagesablauf eines sehr berühmten Spielers Minute für Minute verfolgen.

07:58
Der Spieler erwacht. Beim Aufstehen schlägt er die Rübe massiv am Nachttisch an, es blutet, seine Freundin gibt dem Nachttisch eine 5 plus Spieldauer, nicht so wie in Lausanne die blinden Steifenhörnchen. Spieler will seine Finken montieren, findet sie nicht da der Hund sie gefressen hat. Er läuft dann halt ohne die Dinger ihn die Küche, wo er in frische Kaztenkotze tritt. Er brüllt „are you fucking kidding me?“.

08:12
Der Spieler duscht. Er rutscht zweimal heftig aus, was zur Folge hat, dass das am Boden stehende Shampoo-Fläschchen  in seinem Hinter steckt. Nach 40 Minuten wird er aus seiner misslichen Lage befreit. Mein Handy-Pic davon wurde leider von der Freundin beschlagnahmt.

08:45
Der Spieler isst mit der Freundin ein gesundes Morgenessen. Sein Honigschnitteli fällt ihm mit der beschmierten Seite gegen unten auf die Morgenzeitung. Bei der versuchten Abwehrreaktion wirft er seine Kaffeetasse um, wobei sein Handy, das unglücklicherweise daneben lag, durchnässt seinen Geist aufgibt. Somit kann er nicht mehr telefonieren, was schade ist, denn wie ich erfahren habe wollte ein NHL-Klub anrufen und ihn für 2,2 Millionen verpflichten. Tja.

09:15
Spieler wechselt die Kleider, da die Alten voller Kaffee sind. „Ich spiele ja nicht bei Gottéron“ murmelt er. Seine Freundin kommt mit einer guten Nachricht, sie hat mit ihm verlängert und somit die Transfergerüchte (Sprunger? Gobbi?) aus der Welt geschafft.

10:00
Spieler steigt ins Auto, bald ist das Morgentraining. Auf dem Weg zum Auto ein klassischer Misstritt. Im Auto merkt er, dass die Schlüssel noch in den alten Hosen sind, die aber bereits in der Waschmaschine drehen. Kein Problem, nach 5 Minuten hat er die Schlüssel, den Wasserschaden in der Waschküche kann man ja auch eintrocknen lassen, wirklich kein Problem.

10.15
Spieler parkiert seinen Wagen vor der PostFinance Arena. Ärgerlicherweise hat er beim Einparken danebengeschossen, der Lackschaden wird ungefähr 2‘500 Franken kosten. Ist aber 10 Sekunden später bereits wieder Geschichte, da Scherwey hinter ihm einparkt und ihn mit 30 Stundenkilometern rammt.

12.00
Das Training ist vorbei. Die beste Aktion des Spielers war ein Pfostenschuss aus 71 cm auf das leere Tor. Er duscht, immer noch mit Schmerzen im Po, geht mit dem Taxi nach Hause. Seine Freundin erklärt ihm gleich nach seiner Rückkehr, dass die Vertragsverlängerung (s. 09:15 Uhr) nicht bei einem Abstieg in die NLB gelte. Der Spieler zieht sich zurück und weint bis am Abend.

Mein Fazit: Ich konnte keinen Unterschied zu einem normalen Tagesablauf von uns Fans feststellen. Also ist der Kopf frei für einen geilen Sieg gegen Ambri!


Wenn wir Ambri nicht schlagen, werde ich 1 Woche lang kein Tessinerbrot mehr essen! 

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