Google+ Hardboiled SCB: Gute Nacht Lugano - SCB holt Mentalist Ngata Mboi!

Freitag, 22. Januar 2016

Gute Nacht Lugano - SCB holt Mentalist Ngata Mboi!

Von wegen „wir haben alles getan, es liegt jetzt an den Spielern“! Ich habe gewusst, dass mein Lieblingsverein noch Pfeile im Köcher hat. Da ich beim SCB mehr Insider bin als die Angestellten selber, habe ich soeben brandneue News gekriegt, die zwar unscheinbar tönen, aber bei genauerem Studium Euch vom Hocker reissen werden.

Der SCB hat ab sofort ein neues Staff-Mitglied in den Reihen. Und zwar nicht irgend ein Glögglifrösch, nein, dank internationalen Kontakten von Lexu Schatlä ist es gelungen, den weltbekannten Mentalisten Ngata Mboi (s. Bild) zu verpflichten. Als Zusatzinformation: Ein Mentalist kann durch genaue Beobachtung und geniale mentale Beeinflussung eigentlich fast jedes Problem lösen. Weil wir in unseren Breitengraden nicht so viel Interesse an dieser mentalen Kunst haben, stelle ich Euch den Mann hier schnell vor (ja, er wohnt wie üblich noch bei mir, bis er eine Wohnung hat).

Also, weltberühmt wurde Ngata Mboi (ich nenne ihn ab sofort nur noch „Ngata“ da ich Duzis gemacht habe) mit einer mentalen Meisterleistung. In Botswana hatte der Herr Sprechstunde, da erschien ein afrikanischer Bauer mit einem afrikanischen Elefantenbullen. Das Problem war, dass der Bulle nicht gerade einen grossen Penis hatte und so für die Zucht scheinbar nicht geeignet schien. Ngata schaute sich das Tier an, fürwahr, da sah nicht aus wie bei den anderen Männchen wo man doch oft das Gefühl hat, dass sie 5 Beine haben, das Ding hing nur bis zur Mitte. Und was macht Ngata nach 3 Stunden Rauchbeschwörungen? Er geht zum afrikanischen Bauer und sagt ihm: „Alles ist normal, dein afrikanischer Elefantenbulle hat einfach nur längere Beine als die Anderen!“. WAS FÜR EINE AUSSERIRDISCHE MENTALE LÖSUNG! Der Bauer war zufrieden, Ngata ziemlich reicher, der Bulle hopperte danach ungefähr 23 Elefantenbabys auf die Welt. Das war der Durchbruch von Ngata als international anerkannter Mental-Troubleshooter!

Gut, bei uns in der Kabine wird es wohl weniger um das Gehänge gehen. Man kann es zwar nie wissen, aber ich nehme es nicht an. Ich durfte während einer Mittagssitzung mit der ersten Mannschaft kurz dabei sein. Tatsächlich frage ihn zuerst ein Spieler, den ich natürlich nicht namentlich nenne, ob seine Beine auch länger sind als von anderen Männern.  Ngata ignorierte ihn. Er begann seine Sitzung. Jeder Spieler konnte 10 Minuten vor ihn hin stehen und seine Probleme auf dem Feld schildern. Nach schlappen 4 Stunden war man mit der Prozedur durch. Ngata versammelte die Mannschaft um sich, im Schneidersitz, murmelte was wie „ihr habt alle zu lange Beine“ und schaute dann mit einem unnachahmlichen Blick in die Runde. Er sagte, jetzt aufpassen, es gibt Hühnerhaut: „Trefft einfach das Tor ihr Pfeifen“. Wumm! Wow! Flash! Die Spieler sassen dann fast 10 Minuten noch da, plötzlich merkte man, dass sich die Gesichter erhellten. Sie standen auf, fassten sich an den Händen und sagten erst leise, dann lauter, dann immer lauter: „Wir müssen einfach das Tor treffen, wir Pfeifen“. Wie per Zufall öffnete sich die Kabine und ein 30-Mann starkes Streichorchester trat ein, um die Szene noch mit dramatischer Filmmusik zu untermalen. Das war die Öffnung der Blockade, das war jedem klar, der diese bewegende Szene gesehen hat.

Deshalb, liebes Lugano: Ihr werdet am Samstag nicht geschlagen, ihr werdet vom Eis geballert dass Euch Eure Gelati zu den Ohren rauspizzat. Wir werden Euch unseren 3-jährigen Frust in die Weggen reiben, dass ihr so wund sein werdet, dass sämtliche Bepanthen-Crèmen von hier bis Moskau ausverkauft sein werden.


Und wenn nicht, dann entlassen wir einfach den Ngata!  Punkt. Basta. Pasta.

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