Google+ Hardboiled SCB: Furzkopf der Woche - Wir schreiben Geschichte und niemand klatscht!

Sonntag, 24. Januar 2016

Furzkopf der Woche - Wir schreiben Geschichte und niemand klatscht!

Ja, trotz aller Schreckensmeldungen gibt es immer wieder eine Rosine auf dem inzwischen 300 Meter grossen Scheisshaufen. Vielen undankbaren Fans ist es offenbar nicht so bewusst geworden, dass wir heute Geschichte geschrieben haben, ein historisches Momentum, das noch nie erreicht wurde und wohl auch nicht mehr erreicht werden wird. Unser Team, geführt von 2 Trainern, hat heute die 

6. Niederlage in Serie 

eingeseppelt! Noch nie in der modernen Hockeyzeit (seit Einführung der Playoffs, auch schon fast 30 Jahre her) haben wir es so genial auf die Reihe gebracht. Leider wird in der heutigen modernen und computerisierten Zeit immer nur das "Gute" gefeiert, es ist nun an der Zeit, auch mal das "Schlechte" zu feiern!

Deshalb: Herzliche Gratulation an unsere Trainer und die Spieler, die es tatsächlich hinbringen, niemanden, aber auch niemanden mehr zu schlagen. Egal ob wir gegen das Schlusslicht antreten, egal ob wir gegen Emmentaler antreten, wir kriegen es immer wieder hin und verlieren auf eine Art und Weise, die man nicht mal in einem Antihockey-Buch findet.

Ich habe mir Zwetschgenlutz in eine alte Magnum-Flasche gefüllt und röhre jetzt verreckter ab als die ganze VIP-Loge zusammen. Sorry liebe Spieler dass ich leicht betrügen muss, aber ich kann mir den Schämpis halt nicht leisten, obschon ich ziemlich gut arbeite und mein Arbeitgeber mit mir zufrieden ist. Da bin ich halt dann schon etwas neidisch auf Euch, ihr seit jünger als ich und verdient soviel Zaster wie kein normaler Mensch in eurem Alter, auch wenn die ganze Stadt Bern fast auf den Boden kotzt ab eurem Gekratze!

Aber wisst ihr, was das wirklich schlimme ist? Ich mag Euch noch immer. Ihr trägt das Leibchen meines bei mir im Herzen wohnenden Klubs, und ich werde niemals aufhören, den Klub zu mögen. Aber, da bin ich ehrlich, unsere Ablutscher-Truppe von diesem Jahr stellt die Gefühle schon etwas auf die Probe, das seht ihr ja hoffentlich ein? Was auf dem Eis abgeht ist schlecht, miserabel, unwürdig, denn ihr habt alle Namen, die eigentlich für gutes Eishockey bürgen würden. Aber, da nehme ich euch leicht in Schutz, durch miserable personelle Wurstereien sind wir halt seit ein paar Jahren dorthin geführt worden. Was jetzt passiert, ist eigentlich die unbezahlte Rechnung für vergangene Zechprellereien.

Es gibt nur noch 2 Wege aus dieser für jedes Fan-Herz (und das sind Hunderttausende, ihr wisst das schon, eh?) unerträglichen Situation:

1. Ihr vergesst alles an Lobhudeleien die Euch den Kopf offenbar etwas zu grob vom Boden hat abheben lassen und arbeitet jetzt mal SICHTBAR an der Krisenbewältigung. Das Schönreden und die Durchhalteparolen will niemand mehr lesen, das könnt ihr Tiefschutz stecken lassen. Zeigt Fortschritte auf dem Eis, fangt wieder ganz unten an, klein, mit bescheidenen Ansprüchen, macht die Arbeit solide aber richtig, scheisst nicht in die Hosen. Ihr hättet hinten einen geilen Goalie, der aber leider im Moment mit über 30 Schüssen pro Spiel fast erschossen wird. Schon das zeigt mir, dass ihr eure Arbeit ohne Fortschritt runterspuhlt. Kämpft fürs Team, nicht für eure Rückennummer gopfertamminomau. Jede Qualle ist reissfester als ihr! Das kann einfach nicht sein!

2. Die einfachere Lösung: Spielt einfach das Gegenteil von dem, was Euch eingecoacht wird. Uha.

Freuen wir uns auf eine ereignisreiche Woche, falls irgendjemand auf die Idee kommt, den Rekord noch zu verlängern, kann er von mir höchstpersönlich die Kündigung auf den Hintern geheftet kriegen.


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