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Sonntag, 14. Januar 2018

EHC Biel - SC Bern 4:3

Kurz zusammengefasst kann man es so sagen: Biel war nicht besser, wir nicht schlechter, aber Biel wusste 1000 Mal besser, wie man uns in Verlegenheit bringt. Ich war sehr optimistisch, dass es heute mit einem Sieg klappen könnte, vorallem wenn man 2:0 führt. Aber ein verherend schwaches Mitteldrittel von uns bestraften die Piller mit 4 Toren. Der Anschluss von Raymond gab zwar noch Hoffnung, aber schlussendlich blieb es beim leistungsgerechtem 4:3 für die Seeländer. Sie spielen im Moment wie ein Spitzenteam.

Arco war bei uns wieder dabei, und wie. Sehr früh brachte er uns nach einer schönen Kombination in Führung. In diesem ersten Drittel lief es für uns eigentlich gut, wir hatten noch Pech mit einem Pfostenschuss. Andererseits war Biel immer in der Lage, sehr gefährlich anzugreifen. Rajala, der Backhandpenaltyhund, war ungefähr 1'000'000 Mal gefährlicher, als unser Päraälälälä oder wie der heisst. Ein Bieler fragte mich nach dem Match, ob unser Finne eigentlich Verteidiger sei ... uha, Kommentar überflüssig. So viel offensive Power legt der Finnenmann hin ... kotz.

Im zweiten Drittel ging es ebenfalls schnell, bis sich Raymond und Schwerweh geil durchspielten - das 2:0 war Tatsache. So, und nun? Es passierte etwas, was ich mir nicht erklären kann. Wieso laufen wir in Führung liegend in Konterangriffe rein? Sollte das nicht umgekehrt sein? Denn derjenige, der in Rückstand ist, muss doch etwas öffnen und wir hätten Kontern sollen? Egal. Denn unsere schwachen 5 Minuten (4 Tore für Biel) hatten sich schon vorher angebahnt. OK, irgendwie ging einfach jeder Schuss rein, aber sie hatten hart gearbeitet für diesen Glücksmoment.

Im letzten Drittel mussten wir wieder rumrapsen und versuchen aufzuholen. Danke dem Tor von Raymond in der 42. Minute hätten wir noch 18 Minuten Zeit gehabt. Es gab sogart auch Torchancen zum Ausgleich, aber Biel konterte enorm stark heute Abend.

Ich weiss, ich weiss, keine Panik, noch immer führen wir mit 1000 Punkten Vorsprung. Aber irgendwie kackt es doch langsam an, immer auf das zu verweisen, wenn wir abgelutscht haben. Das Beste heute Abend war das herrliche Fondue in der Tennishalle vor dem Spiel. Den Rest lösche ich bereits wieder aus meinem Bring, weil es nichts gibt, was ich an diesem Abend vom Spiel her in Erinnerung behalten möchte. Alle Krampfen vom Team, aber irgendwie sind wir Einzelkrampfer geworden. Das Zusammenspiel ist immer noch schlecht, die Präzision ebenso.

OK, tief durchatmen, einfach nochmals an die Grundwerte unseres Spiel denken und es umsetzen. So könnte es gehen. Im Moment hat niemand mehr Respekt vor uns. Habe gerade gesehen, dass die jämmerlichste Woche ansteht, 2 x gegen Senf, dann als Sahnetorte gegen die Vollnüsse aus Lausanne. Dieser Spielplann sollte man in eine Magen/Darm-Grippe verwandeln. Skandal.

Samstag, 2. Dezember 2017

SC Bern - EHC Biel 4:5 nP

Meine Frage ist: Darf man denn auch mal sauer werden, obschon man immer noch ganz oben steht in der vergagelten Tabelle? Ich beantworte die Frage selber: JA, MAN DARF, GOPFERTAMMINOMAU. Erneut reichte uns ein 3:0-Vorsprung nicht, wie schon gegen die Käserinden. Nun passiert das auch gegen die Seeboden ohne Hoden. 3:0 und dann ablutschen, mein ganz privater Albtraum. OK, auch Biel hat den Sieg nicht gestohlen, und der entscheidende Penalty von Rajala, dem Gipskopf aus Südwestfinnland, war das Eintrittsgeld alleine wert. Ich rieb mir die Augen, denn unsere Penaltys waren, nett gesagt, die feuchteste Scheisse seit Scheisse feucht sein kann. Ausnahme Häsu.

Dabei fing es gut an. Es war sogar ein bisschen griffig, weil Poulet aus Biel Schon im Roten drehte und umherfoulte wie ein Verbrecher. Als er draussen auf der Strafbank onanieren durfte, zog Häsu durch und bezwang im Fallen den Hiller. Ein toller Ofen. Kurz darauf zog Mason Raymond durch wie die verfickte Bise draussen und knallte uns herrlich mit 2:0 in Front. Biel war aber in keiner Phase richtig unterlegen, seit Stoney an der Bande steht, gibt keiner mehr auf. Pech hatten wir noch mit einem oder zwei Stangentreffer, also Schüsse an das Torgehäuse. Egal.

Das zweite Drittel begann und wir nützten durch den Capitano gleich eine Strafe aus und führten mit 3:0. Doch eben, seit 2 Spielen heisst das dann: Nun spielen wir "Wirrkopf will das wollene Schaf schären doch sein Steissbein stinkt". 2 Minuten brauchte Biel um gleich wieder dran zu sein. Die Frage darf auch gestellt werden: Was ist mit unserer Wand Leo los? Wie schon gegen Langnau fallen da Pucks rein, die auch schon gehalten wurden. Das ist keine Kritik, nur eine Frage. Kurz vor Schluss dieses Drittels glichen die Piller dann tatsächlich noch aus. War klar, denn wir machten Fehler, die man vorher in 20 Spielen nie gesehen hatte. Ist das wirklich einfach nur im Kopf oder gibt es nach jedem SCB-Tor einen Shot für die Spielerbank? Ich weiss nicht.

Das letzte Drittel verprach Spannung. Doch es wurde ein zähfädiges Gekratze. Weil bei uns jeder zweite Pass ein vergammelter Fehlpass war. So gewinnt man nicht mal gegen Honolulu. In der 47. Minute gab es noch kurz Hoffnung auf 3 Punkte, als Zinnkerze uns herrlich in Führung bombte. Doch eben, dann wieder das Drama "Hiller komm raus, ich streichle Dir Deine Locken". Der Hammer von Lofquist sass. 4:4. Erstaunlich, da er doch kurz vorher noch den sterbenden Mann spielte. Nicht unverdient der Ausgleich. In der Schlussphase wurde dann noch die Mimimi-Fraktion aus Biel beruhigt, weil der Schiri seine geröteten Augen oft zudrückte und nichts mehr pfiff.

Die Verlängerung war dann noch langweiliger als ein langweiliges Buch über langweilige Hobbys. Es musste im Penaltyschiessen entschieden werden. Häsu souverän, alle anderen wie Wurstweggen ohne Plan und Ziel. Bis dann eben der Rajala das Ganze entschied, herrlich wie er einhändig Backhand Leo bezwang.

OK, schlussendlich eine verdiente Niederlage, eine nervige Niederlage, viel Vergnügen morgen in Zürich, eventuell ziehen wir da wieder mal 60 Minuten durch. Und am Dienstag kommen die Wachskopf Lecker aus Schweden, wobei der Noro ja an ein Kasperliturnier muss und nicht mittun kann. Im Moment nervt ALLES!

Samstag, 28. Oktober 2017

SC Bern - EHC Biel 4:1

Also wenn ich da so die Zeitungen lese ... "Problemloser SCB-Sieg" etc. Nein, das ist so nicht ganz wahr. Problemlos war es nun doch nicht ganz. Das lag zum Einen ganz viel an uns, zum anderen ging Biel der Speed etwas aus, weil wir halt auch ohne zu überzeugen immer vor dem Tor des Gegners rummümmeln, bis die Scheibe dann endlich drin ist. Das Spezielle am Sieg war, dass wir mit Backup Caminada spielten, nicht aus mangelndem Respekt vor Biel, sondern weil er es sich verdient hat, auch vor eigenem Publikum sein Können zu zeigen. Und Leo tut es auch gut, wenn er nicht überforciert wird. Bereits am Dienstag kommt ja Jupp Heynckes mit seiner Mia-sin-mia-Truppe via CHL zu uns.

Biel begann sehr frech auf unserem Eis. Der McNamara zeigte dem Eismeister mehrmals die lange Nase, irgendwie cool. Auch die Spieler frechten herum und waren flott unterwegs. Bei uns geigte es so auf und ab, ein paar Torchancen waren da, herausgespielt sogar, doch viel blieb eine unfertige Synphonie. Biel jubelte himmelhoch, als sie in der 17. Minute nach einen Gestocher mit 1:0 in Führung gingen. Uff, nicht gut, kurz vor der Pause in Rückstand ... doch es gibt eben Pabba Ehebett, der 2 Minuten später nach gutem Nachsetzten von uns den Ausgleich erzielte. Ich glaube, schlussendlich kostete das den Pillern den Match. Das darf nicht passieren, die Führung muss man in die Drittelspause retten. Für uns war es OK.

Das zweite Drittel rumste dann besser ab. Erstens schoss uns Maserati in Front, auch da hatten die Piller den Slot eher im Schlot als im Griff. Das wird Uelis Corsi-Statistik auf MySports schon noch beweisen. Dann wurde uns ein Tor zurecht aberkannt, es war Offside. Dann zeigten wir noch den schönnsten Angriff des Abends, Rüfi traf aber nur den doofen Pfosten. Knapp aber verdient in Führung gingen wir in die Pause.

Das letzte Drittel war denn auch das, was ich erwartet hatte: Auf eine Art eine Zitterpartie, Biel roch das Unentschieden, etwas zu wenig, weil doch der Wetzel so schweiselet und mit dem säuerlichen Geruch alles andere überdeckt. Es war Kämpfer komplett, der uns mit dem 3:1 erlöste. 4 Minuten vor Schluss. Der Goalie-wo-bist-Du?-Ofen von Arvo vollendete den Heimsieg - 4:1 und 3 Punkte.

Also, ein sauberes 6 Punkte Wochenende tut gut, auch wenn man immer noch über ein paar Sachen diskutieren kann. Unsere Angriffsauslösung ist, sagen wir mal ungepflegt wie eine zu fettige Haut. Das gibt Pickel, auch wenn man täglich duscht. Fragt Schüschu wenn ihr mir nicht glaubt. Dann ebenfalls das Powerplay, irgendwie geht da nicht mehr viel, auch wenn wir in der Statistik die beste Billanz haben. Aber heute, das war nix.

Fertig gemotzt, Derby-Sieg, 6 Punkte, Leader und einen geilen Backup, der einen super Job gemacht hat. Was wollen wir mehr?

Samstag, 23. September 2017

EHC Biel - SC Bern 2:5

Es gibt doch so win-win Abende. Heute war so einer. Wir kanterten Biel auf den Seeboden zurück, oder immerhin fast, Häsu konnte sich die Pfiffe der immer noch enttäuschten Piller-Gemeinde anhören und musste feststellen, dass es gar nicht so weh tat, weil er jetzt ja mit Leib und Seele bei uns dabei ist. Und zu guter Letzt bleibt Biel über dem Strich, tönt fast unglaublich, aber eben, ein totaler win-win Abend. Das Resultat kam zustande, weil wir fast unglaubliche Special Teams zeigten. Genau das, was nicht geklappt hatte in dieser Saison. Nach mir waren es 4 Powerplaytreffer und ein Shorthander. Besser gehts nicht. 5 gegen 5 war es so so la la, Biel machte eine gute Fresse und setzte oft groben Druck auf. Aber egal, für uns ein guter Sieg.

Zu Beginn wurden wir gleich grob geschockt. Aber es war ein Zuckertor. Robbie Ohr spielte brillant auf Rajala, der finnische Elchschädel schloss unhaltbar ab. Nach 3 Minuten gurkten wir mit einem Rückstand durch die Uhren-Arena (Uhren, nicht Huren!! Denkt dran, auch Chiesa liest mit!). Unsere Reaktion hielt sich in Grenzen, denn meistens zitterte ich dass nicht der zweite Ofen von den Pillern fällt. Leo hielt aber dicht und wir kamen nach 9 Minuten zum Ausgleich. Im Maxipowerplay. Schwerweh konnte ein Abhiller von Praller zum 1:1 einnetzen. So endete auch das Drittel. Eher mit einem guten Resultat für uns.

Der Match wurde im zweiten Drittel dann in die für uns richtige Richtung gelenkt. Wieder im Maxipowerplay traf Noro gleich zum 2:1. Das war Bier in unsere leeren Kühlschränke. Als Biel dann Powerplay spielen konnte, verforsterte der Forster eine Scheibe eher kläglich, Pabba Ehebett zog auf und davon und knallte uns 3:1 in Front. Nun kam die Sicherheit in unser Spiel und wir liessen die Piller anrennen, obschon wir sie geschickt in die Arschfurche des Eisfelds (Ecken) abdrängen konnten.

Allerdings musste wir auch noch das Schlussdrittel konzentriert zu Ende bringen. Nur nicht zu passiv werden, tammi nomau! Aber erneut war Pabba Ehebett zur Stelle und schoss für mich haltbar zum 4:1 in die Maschen, natürlich im heutigen Maxipowerplay. Nun war die Mehlsuppe angerührt, McNamara weinte wie einst Kevin, nur das sein Schnauzer die Tränen aufsog und man sie nicht sah. Maserati erhöhte im Maxipowerplay dann noch auf 5:1 und festigte den kleinen Kantersieg. Biel gab immer noch nicht ganz auf und verkürzte durch einen herrlichen Ofen durch Robbie das Ohr auf 2:5. Eben, ein win-win-Abend.

Noch was zu den Pfiffen gegen Haas: Ich würde das nicht überbewerten. Zum einen schmerzt es die Piller halt immer noch, dass er gewechselt hat. Und dann noch zu ihren Lieblingen aus Bern. Uha. Aber: Wir haben ja nur darauf reagiert, dass sie uns dauernd die Backs wegkaufen, Fey, Kreis, jaja. Da sind auch ein paar Berner böse, ich habe heute gehört wie einer laut geschriehen hat "Fey gang hey" und "Kreis Du Viereck". Das gibts überall. Vorallem lächle ich meisten über die Leute, die sich so aufregen. Sie selber wechseln ohne Hemmungen den Job und Arbeit für ein paar hundert Franken mehr im Monat. Aber vom Hockeyspieler verlangen sie ewige Treue. Geht irgendwie nicht auf. Egal.

Dienstag, 14. März 2017

Playoff VF 5: SC Bern - EHC Biel 4:1 (jou jou Halbfinale!)

Wisst ihr, warum ich fast in die Hosen schiffe vor Lachen? Am Samstag gewannen wir in Biel mit 3:1 und die Serie stand 3:1, heute gewinnen wir 4:1 und die Serie steht 4:1. Unglaublich oder? Paranormale Aktivitäten? Ausserirdische Zeichen? Nein, eher ein Zufall. Aber egal. Wir sind durch und stehen nächsten Dienstag mit einem Heimspiel im Halbfinale. Das ist mal die schöne Meldung. Allerdings muss ich dem EHC Biel meinen allerhöchsten Respekt zollen. Nie sah ich ein stärkeres Biel uns unserem Stadion. Die haben wirklich gut gespielt und sind eigentlich primär an einem Mann gescheitert: Leonardo Genoni. Das war unglaublich, was der Mann heute gehalten hat. Und endlich wurde im die Ehre auch vom Publikum total gegeben. Was für ein Klassemann. Auf der Gegenseite natürlich auch Hiller, der hat mit seinen Reflexen auch ein paar unmögliche Dinger gehalten. Aber gehen wir das Spiel mal durch.

Also, im ersten Drittel ratterte es zuerst ziemlich zahm los. Beide Teams waren in einem Abtast-Modus (ich sag dem Petting-Hockey), eigentlich erstaunlich im Spiel 5. Als bei uns eine Druckphase da war, schnitzerte Biel in der Abwehr und Maserati Alki Bello schoss nach einem herrlichen Zuspiel von Moser der Du bist die Führung heraus. Aber Biel, das niemals aufgibt, zeigte sich nicht gross beeindruckt. Im Gegenteil, nun legten sie einen Zacken zu. Es dauerte nicht lange, bis der Ausgleich fiel. Robbie das Ohr Earl lief durch, wartete den richtigen Moment ab und Penetranti schoss kaltblütig ab. Da schwante mir böses, denn irgendwie ähnlich hatten wir doch Spiel 3 versemmelt, nicht?

Dann kam das zweite Drittel. Und von mir ausgesehen hat Biel da das Spiel vergeben. In diesem zweiten Drittel war uns Biel überlegen. Bei jedem Angriff kam bei mir der EKG (Eierkontrollgriff), weil ich immer nervöser wurde. Aber da war einfach ein Mann da, der alles zunichte machte: Weltklassemann Genoni. Ein paar Paraden waren schier nicht zu glauben und rissen mich vom Sitz. Grossartig. Trotzdem drohten die Piller weiterhin mit der Führung. Ich war ja schon froh, dass wir nicht wieder 4 Eier fressen mussten. In unsere Bahnen wurde das Spiel dann durch unter dem Sand gelenkt. Sein Hammer brachte uns die 2:1-Führung, die zwar noch nicht die nötige Ruhe ins Team brachte, aber unglaublich wichtig war. Ein "Glückstreffer" führte uns auf die Glücksspur. Wie poetisch!

Im letzten Drittel sah man zuerst wieder ein weiter Powerplay, dass nicht mal eine Kaulquappe so kompliziert und ungefährlich spielen würde. Es passierte das, was ich nicht ausstehen kann. Im gleichen Powerplay konnten nacheinander 2 Piller alleine auf Genoni fahren, doch eben, wenn er hext dann hext er verreckter als eine verhexte Hexe, die gerade am Hexen ist. Es blieb bei unserer Führung, das gab uns dann trotz harten Druckphasen der Piller die Gewissheit, dass wir es schaffen können. Als wir dann endlich mal einen Konter fuhren, schoss uns der Lasche in den Himmel. Sein 3:1 war eigentlich die Entscheidung. Der Leernetzer von Ehebett rundete die Party dann noch ab. Schluss. Aus. Deutschland ist Weltmeister oder so.

Also, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Wir müssen noch ganz viel trainieren, um im Halbfinale etwas dominanter aufzutreten. Das Powerplay muss geübt werden, ebenso "wie komme ich aus dem eigenen Drittel raus ohne mir die Pobacken zu verletzen". Das muss unbedingt verbessert werden.

Am Schluss der Playoffs schüttelt man sich auf dem Eis die Hände und die Schreibwürste wie ich ziehen ein Fazit: Also, Biel hat mich sehr überrascht. Sie waren immer auf unserer Höhe, haben einen geilen Goalie und haben heute ein paar kleine Fehler gemacht, die wir ausnützten, unsere Fehler wurden nicht bestraft. Ihre Angriffsauslösung war vom Feinsten und ihr Powerplay war meistens 2 Minuten in unserem Drittel. Zur ganz grossen Überraschung fehlte nicht so viel, wie das 4:1 in der Serie darstellt. An unseren Heimspielen waren sie 2 x sehr nahe dran und haben einmal gewonnen. Verseckelt hat es sie mit ihren 2 Heimspielen, da sie in 120 Minuten nur das eine Tor geschossen haben. Das reicht dann halt nicht. Aber egal, das Team hat Potential, das dürfte spätestens seit heute allen klar sein.

Freuen wir uns auf weitere Spiele, schauen wir mal was uns die Saison noch bringt. Die Hockeygeilheit ist wieder extrem und irgendwie furzt mich die Woche Pause gewaltig an. Aber für meine Nerven ist das vielleicht gar nicht so schlecht. Geniesst den Moment und feiert unsere Jungs ruhig ab, auch wenn erst Dienstag ist und morgen wieder alle im Stollen stehen müssen. Gute Nacht.

Montag, 13. März 2017

"AM DAM DES" - Folge 1323 (Seeland Edition)

Ihr kennt die Kultsendung des ORF vielleicht nicht mehr. "AM DAM DES" war eine Sendung für Kinder im Vorschulalter, die keine Möglichkeit hatten, einen Kindergarten zu besuchen. Die Kinder wurden mit Liedern, Bastelanleitungen und Geschichten unterhalten. Die Sendung lief im österreichischen Fernsehen von 1975 bis 1993 und wurde dann abgesetzt, weil der EHC Biel Protest eingelegt hatte, weil der Moderator nicht Französisch redete. Als die Klubführung von Biel dann merkten, dass Österreich nicht die Hauptstadt von Frankreich ist, war es schon zu spät. Trotz sofortigem Rückzug des Protests wurde die Sendung eingestellt. Umso erfreulicher ist es, dass die damals traurigen Kinder aus Österreich nun einen "Remake" dieser Sendung planen und "Hardboiled SCB" angefragt haben, ob ich denn nicht einen Sprechreim für die Sendung komponieren könne. Natürlich habe ich zugesagt. Da unser Tristan Schwerweh aka Scherwey in Biel sich gerade zur grossen Hassfigur entwickelt (... man sollte ihm die Nase brechen ...), sehe ich es als meine Pflicht an, unsere Nummer 10 im Seeland etwas bekannter zu machen. Als Premiere könnt ihr meinen Sprechreim hier bereits lesen. Die Ausstrahlung der Sendung wird noch bekannt gegeben. Ihr müsst aber mitmachen, die Anweisungen stehen immer in Klammer. Egal ob ihr auf der Arbeit seit oder nicht. Und bitte die nötige Euphorie reinbringen, ihr müsste dieses Gedicht leben! Mit Vorteil bestimmt man eine Person, die die "normale Stimme" spricht (zum Beispiel den Chef) und das "Am dam des" wird dann vom ganzen Büro gerufen.

(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme) "Schau Dir mal die Foto an"
(normale Stimme) "Das ist Tristan Scherwey, schau wie er schwitzt und raucht"
(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme) "Tristan raucht weil er Meister wurde"
(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme) "Der Tristan kann ganz doll schnell schlittschuhlaufen"
(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme, mit den Beinen stämpferlen) "Tristan checkt manchmal sehr hart"
(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme, die Hände in die Höhe strecken) "Der Tristan ist einer von uns und kann auch ganz viel Tore schiessen"
(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme) "Am Samstag hat er zwei gemacht und hat den Hiller nass gemacht, weil Hiller müsste sie halten, das sagen sogar die Alten"
(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme, weinerliches Gesicht machen) "In Biel da mögen sie den Tristan nicht"
(laut rufen) "Am dam des"
(normale Stimme) "Doch das ist dem Tristan scheissegal"
(laut rufen) "Am dam des" (laut klatschen, sich rum Ringelreihe formieren und singen "Einer von uns, einer von uns, Tristan Scherwey ist einer von uns".

Mein erster Test im der Kinderkrippe "Freddy Krüger" war ein voller Erfolg. Da geht Dir richtig das Herz auf, wenn die kleinen Menschen mit Inbrunst diesen Sprechreim rausschreien. Was für ein Grosserfolg das wohl werden wird? Oscar? Ehrenbürger? "Am dam des"-Ultra? Ich lass mich überraschen. "Die Sendung mit der Maus" hat übrigens auch bald eine Seeland-Edition vor, bin gespannt ob ich wieder engagiert werde.

Samstag, 11. März 2017

Playoff VF 4: EHC Biel (Mimimimi) SC Bern 1:3

Ihr seht, der Matchbericht hat heute zur Ausnahme ein Photo angehängt. Einfach so. Weil ich heulende Furzscheissegagelpeter mag. Und ich werde heute noch eine Neuheit einführen: Ich werde kurz im EHC BIEL-Modus schreiben. Dann aber werde ich sofort auf den Hardboiled SCB-Modus wechseln. Einfach dass ihr seht, wie unterschiedlich man Hockey auffassen kann. Also, was ist heute Abend passiert? Eigentlich gar nichts Wir haben die Bieler erneut gebreakt, aber wir wissen ja, dass sie uns auch breaken können. Die 3:1-Führung von uns bedeutet einfach, dass Biel uns nun 4 Spiele in Serie schlagen müsste. Unmöglich ist nichts, aber wir haben es nun in den eigenen Händen.

Also, (kicher, fast Hosenbisel), nun kommt der Matchbericht in der EHC Biel-Sicht:

"MIMIMIMIMI, Schiri Du Sauhund, Ligamafia, heul, heul, alles war illegal heute, heul, der Schiri hat eine Tante die in Ostermundigen wohnt, heul, heul, alle Tore von Bern waren Fouls, heul, heul, Schwester hör auf an meinem Mümmel zu lutschen, heul, heul, und die Berner haben heute gefoult wie Mörder heul heul heul, und wir haben nur wegen dem Schiri verloren, heul gränn Arschlochbrennen, mein Fisch riecht nach Fisch, heul."

So, machte Spass, aber nun gehen wir wieder in den Hardboiled SCB-Modus. Das macht geiler, sei ehrlich! Also! Wir kriegten einen Chlapf von Biel am Donnerstag. Völlig verdient haben sie uns die Ohren an den Boden gezogen. Aber der SCB ist halt der SCB. Wir haben heute einfach mal geil geantwortet. Und dabei das Niveau hoch gehalten. Wir sind auf Biel gefahren, haben die schlechte Leistung vom Donnerstag mit unbändigem Einsatz wett gemacht. Es war noch nicht alles gut heute, aber wir haben wieder das Playoff-Hockey angenommen. Das, und nur das, wird uns zum Erfolg führen. 

Also, das erste Drittel war geprägt von extremer Nervosität. Nicht von uns, sonder von den Bielern. Aber Hallo: Wo war der Sturmlauf? Wo war der Wille? Es kam mir vor, als ob der Sieg vom Donnerstag bereits alles befriedigt hatte. Hallo? Es braucht 4 Siege, nicht 1 Sieg. Egal. Das Spiel lief in unsere Bahnen. Das Ehebett schloss ein Powerplay relativ früh zum Führungstreffer ab. Was mich troztdem traurig machte: Wie schlecht ist eigentlich dieser Poarsch Hiller? Was für eine Scheissparade! Und das für 750.000 Franken im Jahr? Nun gut. Aber es kam noch besser, als Schwerweh das 2:0 für uns erzielte. Erneut schwer haltbar. Der Millonar im Bieler Tor hat erneut versagt. Mir egal. Egal. Natürlich sagt nun jeder Bieler, dass Bern nur in Führung war, weil der Schiri absolut sagenhaft den SCB bevorteilt hat. Liebe SCB-Fans, werdet nicht böse ab diesen schwachsinnigen Äusserungen. Denkt daran: Sie kennen die Playoffs meistens nur vom Hörensagen. Falls ihr einen Nachbarn habt, der Bieler ist (das erkennst du, dass er im Treppenhaus onaniert und dabei furzt), sag auf dieses Geleier einfach "MIMIMIMIMIMIMI". Er wird aufhören zu weinen.

Das zweite Dritel lief gerade an, da merkte ich, dass ich total betrunken bin. Egal. Ist ja normal. Also, wir hielten lange dicht, der Schiri bevorzugte dann die Mümmelsauger aus Biel, aber wir jammern niemals. Nein, wir fighten weiter, wir liessen uns auch nach einem klaren Foul nicht bremsen und schossen einen lupentreinen Shorthander zum 3:0. Erneut war der Schuss schwer haltbar, was für eine Wurst hat Biel da eingekauft??? Egal. Schwerweh hatte getroffen. Merke Dir: Wenn Schwerweh Tore macht, dann sind wir in den Playoffs angekommen!

Das letzte Dritel war dann ein verzweifelter Versuch der LIGAMAFIA, den SC Bern in die Niederlage zu drängen. Der Anschlusstreffer (1:3, Anschlusstreffer, uha uha uha) war sowas von irregulär, dass ich den Gerichtshof in Brüssel angerufen habe. Der Robbie Williams aller dunklen Menschen schoss mit dem 1:3 den iregulärsten Treffer aller Zeiten. Vorher ware 21 Fouls der Bieler, dann wurde Genoni böse angschaut, Skandal: Oder: MIMIMIMIMIMIMI. Aber wir frassen diesen Treffer eben wie Männer. Der Sieg war danach nie mehr in Gefahr, obschon der Schiri im Biel-Halstuch alles versuchte. Egal, wir führen 3:1 in der Serie, geilo, das dreckige Spiel von Biel gegen Schluss (Attacke auf Genoni, der genial hielt) wird nur eines bewirken: Wir werden Biel am Dienstag in die Ferien schicken und sie gleichzeitig zerquetschen wie verwichste Urinlarven einer Durchfall-Krakerlake. Wenn sie schon auf "hart" machen wollen wenn sie verdient ablutschen, warum weinen sie dann immer wenn es wirklich hart auf hart geht? Die Antwort folgt am Dienstag! Geilo SCB!

Freitag, 10. März 2017

Playoff VF 3: SC Bern - EHC Biel 3:6

Das ist schon leicht kindisch wenn man ein Break schafft und dann gleich das Rebreak kriegt. Nervt mich auch immer im Tennis. Ich erspare Euch die Geschichte meiner Tenniskarriere. Also, Biel war heute besser, hat das richtig gemacht, was wir falsch gemacht haben. Etwas lachen musste ich nur ab der Euphorie in der Bieler Kurve, wir wischen einfach das Maul ab und weiter gehts. Passiert ist rein gar nichts, wir führen nach wie vor mit 2:1 und haben die Trümpfe noch in der Hand. Wenn wir allerdings so weiterspielen, versiechen wir uns die Serie gleich selber. Wie im Jassen wenn man 8 Schaufeln in den Klöpen hat, dann aber in der Aufregung "Kreuz" Trumpf machen würde. Unsere Leistung war wie ein Gartenschlauch. Im ersten Drittel stand ein Mensch auf der Leitung, es tröpfelte. Im zweiten Drittel stand der Mount Everest auf dem Schlauch, da kam gar nichts. Im letzten Drittel war er etwas freier, es rünnelete besser, allerdings war da Biel schon lange in einem anderen Modus und zählt für mich nicht mehr. Fazit: 3 Spiele gespielt und 2:1 in Führung, nach wie vor ist alles grün. Auch wenn es am Samstag, was ich aber bezweifle, zum 2:2 kommen würde.

Das erste Drittel begann nicht soooo schlecht. Etwas mehr Druck von unseren Stürmern war ersichtlich, allerdings waren die Mängel im Powerplay dann halt wieder krass sichtbar. Eher zufällig kam dann ein Treffer zustande. Nach 14 Minuten konnte das Ehebett uns in Führung schiessen. Nicht schön der Ofen, aber das interessiert nicht. Herzig dann, wie der McTablar, etwas reklamieren wollte. Hiller-Behinderung oder so. Das ganze Stadion sah dann die Zeitlupe, ein lächerlicher Versuch. Er tobte nach der Anerkennung des Treffers immernoch ab. Eventuell sieht er halt auch nicht mehr so weit. Schwarzer Star? Damit meine ich nicht Robbie Ohr, sondern seine Augen. Egal. Biel schlug aber noch in diesem Drittel zurück. Ein herrlich herausgespielter Powerplay-Ofen brachte den Pillern den Ausgleich. 1:1. Das ging OK. Auffallend war, dass wir im Gegensatz zum Auswärtsspiel die Piller zum Teil einluden, mit Tempo in unser Drittel zu rasen. Das passte mir nicht. Das war nicht mehr die konsequente Leistung vom Dienstag. Stellungsfehler noch und nöcher. Ein Pornodarsteller wäre nach sovielen Stellungsfehlern nur noch Kondomauspacker.

Die Strafe folgte dann im zweiten Drittel, als wir uns innert 7 Minuten 3 Öfen in den Knarst wursten liessen. Erst traf Wellinger, der sonst nur durch Stockschläge auffiel (ja, der Wellinger der ja damals mit dem Druck in Bern nicht umgehen konnte und unbedingt wieder an der weinenden Zitze von Kevin saugen wollte), danach löffelten sich Genoni und Kamerzin einen selber rein, um dann Robbie Ohr in mit einem Mann weniger alle Zeit der Welt gab, um satt zum 1:4 zu treffen. Der Schrecken nahm kein Ende, denn es traf auch noch Mäckficker zum 1:5 aus unmöglichem Winkel. Eigentlich waren wir da schon bedient. Von mir ausgesehen hätte man abbrechen können. Wir brachten in diesem Drittel NICHTS zustande. Grauenhaft.

Das letzte Drittel zeigte dann immerhin noch, dass wir uns dann doch nicht gleich total verprügeln lassen wollten. Durch Noro und Alkoholbeller konnten wir noch auf 3:5 verkürzen, zu mehr reichte es nicht, der Ofen in die leere Krutze besiegelte dann das 3:6 Schlussresultat. Alles in allem eine verdiente Niederlage, logo, da müssen wir nicht diskutieren. Nerven tut jede Playoffniederlage, aber jetzt ist die Serie wohl richtig lanciert.

Genervt hat mich nur wieder das Dauergegränne der Piller ab dem Schiri. "MIMIMIMI" bei jedem noch so klaren Foul von ihnen... Sie sollen doch McTablar als Schiri aufstellen, eventuell akzeptieren sie dann mal eine Leistung der Schiedsrichter. Einfach mal zuschauen und das Spiel geniessen, nein, man heult nach einem 3:6-Auswärtssieg bereits wieder an den Schiris rum. Playoffunwürdig, basta. Bern hat 2 Spiele nur wegen dem Schiri gewonnen, MIMIMIMI. Gäääääähn. Also, beenden wir morgen die Arbeitswoche und geben am Samstag die sportliche Antwort auf die Niederlage. Es ist mir egal, wenn ich dann wieder lesen muss "MIMIMIMIMI". Wir kennen es ja vom letzten Jahr. Gestoppt hat es uns eh nicht. Was wir aber unbedingt brauchen: Der Playoff-Gang hat irgendein Getriebeproblem wie alben beim Nigel Mansell wenn er den Motor überdreht hat. Irgendwer muss das reparieren. Sofort. Bitte SCB: Lass es die schlechteste Partie in den diejährigen Playoffs gewesen sein.

Dienstag, 7. März 2017

Playoff VF 2: EHC Biel - SC Bern 0:3

Ich habe es doch geschrieben: wir wollen das Break unbedingt. Warum ich das wusste? Weil ich früher ein begnadeter Tennisspieler war. Ich spielte mal ein Turnier am Uferweg in Burgdorf. Unterlage: Beton. Ich spielte gegen Mauerhofer Fritz, der war die Nummer 1 des Quartiers. Ich brachte meinen Aufschlag durch und führte. Dann spielte er an. Ich wollte das Break. Und ich schaffte das Break wegen 4 Doppelfehler von Mauerhofer Fritz. Ich führte 2:0. Den Rest spielten wir nicht mehr, da mich meine Mutter zum Abendessen gerufen hatte. Was will uns diese Geschichte sagen? Nichts! Aber unser SC Bern hat heute mit einer sehr soliden Leistung mit 3:0 in Biel gewonnen und halt dieses Break geholt, das wir mit dem Heimvorteil eigentlich gar nicht soooo  nötig gehabt hätten. Aber egal, einem geschenkten Gaul schaut man nicht auf den Penis, die Serie steht 2:0 und das ist gut für uns. Bereits in 2 Tagen geht es weiter.

Also, das erste Drittel hätte auf jede Art beginnen können, aber ich hätte es so nicht erwartet wie es dann gekommen ist. Die Piller wollten sicher mit viel Energie drauf laufen, aber wir waren von der ersten Sekunde an gut organisiert und gut gestaffelt. So wollte ich es haben. Hinten dicht und vorne die Nadelstiche setzten. Das passierte dann bereits in der 2. Minute. Rückkehrer Noro lancierte Rückkehrer Deckenfrau, es ergab sich eine 2:1 Situation zusammen mit dem Ehebett. Eigentlich war der Querpass telefoniert und Ebett traf nicht besonders präzise, doch dem Jonas rutschte die Scheibe irgendwie unter dem Füdi durch. Dieses Tor machte unsere breite Brust noch breiter. Bei Biel fehlte mir aber schon etwas der unbändige Wille. Oder sie waren halt ab diesem Gegentor geschockt. Die grossen Chancen konnten die Bieler nicht herausspielen, was auf das Tor kam wurde von Leo gegessen. Mit Hunger. Und immer artig mit danach Maul abwischen. Was mir nicht gefiel an unseren Buben: Wir frassen zuviele Strafen. Das war nicht die beste Idee. Wenn man die Linie des Schiris kennt, müsste man dort dann schon etwas disziplinierter Spielen. Aber das Piller Powerplay funktionierte in etwa so wie unseres: mehr schlecht als recht. Aber egal.

Im zweiten Drittel waren wieder erst ein paar Sekunden gespielt, als Plüsch Ferdu sich hinter dem Tor durchackerte und auf Hirschhierher passte. Der zog sowas von schnell ab. Endlich ein Spieler, der schiesst bevor er geschossen hat. Weltklasse. Jonas hatte schlechte Sicht weil Schweweh ihm auf dem Hals stand, der Schuss zischte zum 2:0 in die Maschen. Nun spürte man, dass das eventuell bereits der Gnadenstoss für Biel sein könnte. Klar, wenn Biel zu Hause spielt darf man sich nie zu sicher fühlen. Wir blieben aber gut organisiert und hielten die Scheibe meistens ganz weit weg von der Gefahrenzone. Hiller und Genoni zeichneten sich noch ein paar Mal aus, mit dieser Führung ging es in das letzte Drittel.

Man wusste, dass das nächste Tor kapitalen Einfluss auf das Spiel haben würde. Entweder versetzte der Anschlusstreffer die Piller in den Playoff-Modus, den ich heute schon etwas vermisst habe, oder wir treffen und dann kann man im Handstand biseln gehen. Ich ärgerte mich ein bisschen, den plötzlich wurden wir viel zu passiv. Ich hasse das, wenn der SCB zu passiv wird. Ich habe schon oft in der Vergangenheit darüber geflucht. Zum Glück kam das Leben zurück in das Team. 10 Minuten vor Schluss schob das Ehebett einen Pass vor das Tor, den ein Piller versenkte dem Hiller. Eigentore gibts nicht im Hockey, also ist das Ehebett heute ein Doppelrumserbumser. Dieses 3:0 war es dann auch.

Also, der Auftritt heute ging viel mehr in Richtung "Playoffhockey" als noch am Samstag. Leo wie gewohnt stark, die Abwehr meistens auf der Höhe, was für ein geiles Comeback von Noro! Vorne wäre mehr möglich, aber man hat 3 Tore geschossen, ich will nicht leiern. Die Deckenfrau zeigte ja sofort, wie wichtig er für uns ist, kaum wieder im Team und dann gleich der Assist zum Gamewinner. Klasse. Nach wie vor eine Slapsticknummer ist unser Powerplay. Es gab Szenen, da wankte Biel, kriegte eine Strafe, da hätten wir den Sack schon lange zu machen können. Aber egal, 2:0 in der Serie, nur das zählt. Ich sauf mir jetzt leicht einen an, das mache ich immer wenn ich ein Break in den Playoffs erlebe. Prost und bis Donnerstag!

"Gartenbau Biel" bedankt sich bei McNamara für Gratiswerbung mit tollem Geschenk


Heute Abend steigt die zweite Partie in der elektrisierenden Serie SC Bern - EHC Biel in die zweite Runde. Nach unserem Kantersieg am Samstag wird heute sicher ein anderer Wind durch die Tiziana-Arena wehen. Biel hat eindrücklich bewiesen, dass sie uns das Leben unglaublich schwer machen können. Allerdings hat unser Heimsieg auch bewirkt, dass der Druck nun schon etwas auf die Bieler Seite gerutscht ist. Wir werden das Break anstreben, locker, hinten dicht und mit Nadelstichen in der Offensive. 

Entwarnung gibt es aus Sicht der Bieler bei der Affäre "Gartenhandschuhe". Ich habe gestern darüber berichtet. Der Bieler Coach McNamara hatte ja den Ausrüster "CCM" beschimpft, dass sie keine Hockeyhandschuhe liefern, sondern Gartenhandschuhe. Indirekt war das dann natürlich Werbung für die Firma "Gartenbau Biel". Der Geschäftsführer Peter Egli war überwältigt von der Reaktion der Fans. "Seit McNamara diese Anspielung auf die Gartenhandschuhe gemacht hat, stehen hunderte Piller Fans um einen Baum, wenn wir ihn beschneiden und schreien sehr hektisch "Hopp Biu", für meine Mitarbeiter ist das ein neues und motivierendes Feeling" meint der stolze Chef.

Als Dank für diese unerwartete Werbung hat jetzt "Gartenbau Biel" dem McNamara ein tolles Geschenk überreicht: Einen Anrufbeantworter! Nichts digitales, nein, was Lebendiges (s. Video). Das Problem war ja, dass McNamara sich beim Telefonbuch der Stadt Biel auf die Titelseite hat drucken lassen, inklusive Telefonnummer. Der gute Mann kriegte so tausende Anrufe, jeden Tag wohlgemerkt. Reporter, Fans, Hardboiled SCB ... alle wollten News oder einfach das Herz ausschütten. Mit dem Anrufbeantworter sollte dieses Problem nun gelöst sein. Klar, da relativ wenig Antworten kommen, wird dann sicher vieles hineininterpretiert. So wie "ahhhh, keine Antwort ist auch eine Antwort (Motto Zaus Klaugg). Aber egal, Hauptsache es geht dem McNamara wieder besser, jetzt wo er doch bereits etwas an der senilen Bettflucht leidet.

Wer sich für diesen tollen Anrufbeantworter interessiert: Vertrieben wird dieses tolle Produkt von der Firma "Lapierre und Söhne" und kostet nur 21'213 Franken. Aber ihr seht die Vorteile: Niemals mehr ist die Aufnahmekapazität überschritten! Hightech im Seeland! Die Firma "Lapierre und Söhne" setzt so ihre Tradition fort: Alles was Lapierres machen könnte man auch durch einen Affen erledigen lassen. Das ist seit Jahrhunderten grosse Tradition bei ihnen.

So, dann erwartete uns also ein relativ ausgeruhter McNamara, der sein Team erneut grandios einstellen wird. Karl Neinonen wird gefordert sein, der Euphorie in Biel erneut ein Fieberzäpfchen in den Arsch zu pressen. Ich bin so froh, dass wir eine Quali mit 50 Runden haben, dann vergisst man so richtig, wie geil die Playoff-Zeit ist und erlebt diese Schmetterlinge im Bauch jedes Jahr aufs Neue!

Ich will das Break, ich bin Federer! Oder etwa doch Manuel Neuer? Go SCB! 

Montag, 6. März 2017

In Biel brennt der Baum: Billige Ausrüstung wegen teurem Jonas?

Ihr habt es sicher gelesen. (Hier der Link: Artikel 20min) Biels Trainer McNamara ärgert sich. Und wenn sich McNamara ärgert, geht es meistens ab ohne Ende. Wir kennen es ja noch, als wir in den 90iger-Jahren Fribourg eliminierten, die damals auch McNamara an der Bande hatten. Er ärgerte sich und beleidigte die gesamte Stadt Bern. Emotionen halt. Auch in dieser Serie kocht der Gute bereits ziemlich grob. Erst ärgerte er sich über die ungerechte Strafenverteilung, Bern 2 Minuten, Biel 12 Minuten, das sei einfach nicht fair, meinte er. Das ist richtig. Ein Schiri hat doch die Pflicht zu schauen, dass beide Teams immer gleichviel Strafen erhalten. Nur so ist es gerecht. Aber damit nicht genug, nun tobt McNamara noch ab, weil der Traditionsausrüster "CCM" (1899 gegründet, zuerst produzierten sie Fahrräder, erst 1905 sattelten sie auf Eishockeyzubehör um) ihnen scheinbar schlechte Handschuhe liefert. Ein Bieler Spieler brach sich die Hand, weil ihm im Training ein Schuss getroffen hat. McNamara betitelte die Handschuhe von "CCM" als "Gartenhandschuhe". Finde ich noch gut, wenn man einen solche Traditionsmarke öffentlich beleidigt. Bringt sicher eine noch bessere Geschäftsbeziehung. Und wenn man bedenkt, dass CCM so Durchschnittsspieler wie Crosby, Duchene, Tavares etc. beliefert, muss man ja mal abtoben wenn Weltjahhundertürmer Mathias Joggi sich wegen der Scheisshandschuhe von CCM was bricht.

Was McNamara nicht weiss, Hardboiled SCB aber nun aufdeckt: Da der Jonas Hiller mehr verdient, als die gesamte Stadt Biel zusammen, mussten logischerweise gewisse Einsparungen gemacht werden. Ausrüstungen sind teuer, also kann man dort mit ein paar Tricks Geld einsparen, damit Jonas seinen Lohn pünktlich auf dem Konto hat.

Die Helme. Viel zu teuer bei CCM. Es geht billiger. Neu wurden die Helme aus alten Ovomaltine-Büchsen gemacht. Jeder Bieler musste sich hinsetzten, die Büchse kam auf den Kopf und wurde mit einem Hammer auf Kopfform getrimmt. Nachdem die Kleber von den Sponsoren daraufgeleimt wurden, sieht man wirklich fast keinen Unterschied mehr.

Die Handschuhe. Es sind Gartenhandschuhe, da hat McNamara recht. Ein grosses Gartenbauunternehmen hatte gerade eine Aktion, logo dass der EHC Biel da zugeschlagen hat. Die Dinger sind absolut rutschfest, sehen gut aus und können auch für eine Prostata-Untersuchung gebraucht werden.

Der Tiefschutz. Ebenfalls sehr teuer, auch da konnte man viel Geld sparen. Die Bieler spielen nicht mit den Hartschalen von CCM, sondern haben sich für Frischhaltebeutel aus dem Migros entschieden. Das Model "Fresh Egg" sorgt für gute Luftzufuhr und erfüllt somit den Zweck. Jetzt weiss ich auch, warum, es am Samstag immer so geraschelt hat, wenn die Bieler rumgefahren sind. Sie tönen wie ein Femidom (Frauenkondom) auf Kufen.

Fazit: Man kann einfach nicht alles haben. Wenn man Jonas holt, dann braucht es halt auch etwas persönliche Opfer der Spieler. Der bügelt ihnen pro Spiel bis zu 20 Fehler aus, also nimmt man da einen Handbruch doch mit einem Achselzucken hin.

Ich bin überzeugt, dass wenn McNamara diesen Artikel liest, er sich wieder beruhigt, total ohne Medikamente. Hardboiled SCB ist sogar für den Gegner beruhigend wie Lapierres Sexleben (Oral habe ich nur beim Zahnarzt). Freuen wir uns auf Spiel 2 in dieser Serie!

Samstag, 4. März 2017

Playoff VF 1: SC Bern - EHC Biel 2:1 nV

Uff. Ich schrie nicht "Tooooor" als Moser der Du bist in der Verlängerung uns die Erlösung brachte. Einfach ein zischendes "Uff" ging über meine wohlgeformten Lippen. Dass wir in den Playoffs einfach jede Verlägernung gewinnen, spricht klar für unsere Playoff-Mentalität. Allerdings war das Spiel heute das Gegenteil von gut. Imponiert hat mir primär mal der EHC Biel, der stark eingestellt war, die eigene Zone meistens total im Griff hatte und munter mitspielte und uns in grobe Schwierigkeiten brachte. Wir hingegen agierten viel zu hektisch und zu fahrig, man kann es schönreden und sagen "das ist weil wir Favorit sind", aber eines ist klar: wir brauchen einen massiven Steigerungslauf, wenn wir über diesses Biel in den Halbfinal steigen wollen. Fazinierend war heute für mich vor allem das Torhüter-Duell. Schätzen wir uns glücklich, dass wir ein Duell Genoni vs. Hiller erleben dürfen. Für mich das Beste, was das Schweizer Eishockey an Torhütern zu bieten hat. Biel machte heute vieles richtig, aber in der Verlängerung den berühmten Fehler zuviel. Maserati fing eine Scheibe wie ein Zauberer ab, sein Querpass knallte Moser zum Sieg in das Netz. Eben: Uff.

Bereits das Startdrittel verlief nicht nach meinem Gusto. Klar, man spürte die spezielle Playoff-Stimmung, man spürte auch, das Biel sehr mutig auf das Eis kam. Sie checkten enorm kräfteraubend vor, brachten unsere Angriffsauslösung aber so beinahe zum Stillstand. Schwerweh setzte dann mal ein Zeichen mit kernigen Checks, aber es war nur ein kurzes Zeichen. Vieles von uns war grauenhauft unpräzise, wir kämpften ausgerechnet in den Playoffs mehr mit uns selber. Kamen wir mal vor ihr Tor, waren die Bieler in den Zweikämpfen einfach besser und stärker. Endgültig Hodenrasseln hatte ich dann, als der Bieler Finne einen Hammer losliess, der dem Anderson zwischen den Nüssen durchzischte, aber auch dem Leo. Er hatte eine kleine Lücke offen, die Scheibe zischte wie ein Laser genau dort durch. Scheisse, genau das wollte man nichts. Aber es war dann sehr gerecht, dass auch der Jonas einen komischen Ofen kriegte. Maserati Gelbhelm kam im Überzahlspiel gut lanciert seitlich fast alleine aufs Tor, sein Backhand-Schuss fand den Weg zwischen den Nüssen vom Jonas ins Tor. Der Schaden war begrenzt, 1:1 und Drittelspause, allerdings war meine Laune nicht gut, weil wir wirkten wie hektische Hekter, die hektisch wurden weil es zu hektisch war.

Das zweite Drittel ging dann gar nicht. Wie seit Jahren scheint das zweite Drittel in Heimspielen nicht unsere Stärke zu sein, aber heute war es besonders schlimm. Wir profitierten erst einmal von einem Schiri, der nicht unbedingt Biel-Fan war. Sie sackten ein paar Strafen ein, jetzt hätte man zuschlagen können. Doch unser Powerplay glich einem Kuheuter mit Krampfadern, nur dass aus diesem Euter immerhin noch Milch käme, wenn man genug lange dran reibt. Unser Powerplay war kompliziert, ungenau, von Missverständissen geprägt und einfach nur schlecht. Klar, es gab Abschlüsse, aber Hiller bezwingt man so eher selten. Im Gegenzug musste Leo 3 mal in höchster Not retten, es war ebenfalls Klasse, was der Mann hielt.

Das letzte Drittel lebte dann einfach brutal von der Spannung. Jeder Schuss hätte der Analpfropfen des Jahres werden können. Wir überstanden dann auch unsere erste Unterzahl, Biel stand dem Sieg ein paar Mal ziemlich nahe. Danke Leo! Irgendwie war schon früh klar, dass man es wohl mit einer Verlängerung zu tun kriegen würde.

Das geschah auch. Was für ein Schock, als nur wenige Sekunden nach Beginn ein Bieler durchlief und alleine vor Leo stand. Der Hexer hielt dicht. Schlussendlich war es wohl DER Save, der uns die 1:0-Führung in der Serie brachte. Biel, fast fehlerlos bis zur 70. Minute, machte dann den entscheidenden Fehler. Arcobello fing einen Querpass im Bieler Drittel ab, 30 Zentimeter über dem Boden, einfach Klasse, er lief durch und bediente eben Moser der Du bist, der knallte uns zum vielbejubelten Sieg.

Also, alle Vorurteile wurden bereits im Spiel 1 bestätigt. Es wird wenig Tore geben, weil 2 absolut geile Torhüter fast alles halten. Biel ist gut organisiert und kann uns grob in Bedrängnis bringen - wenn wir unser Spiel nicht verbessern. Schlussendlich kann man ja sagen: Scheissegal, wir führen 1:0 in der Serie und haben den Druck nun leicht ins Seeland verschoben. Aber ein kleines blaues Auge haben wir gerkiegt heute, egal, wir haben ein Bitz Fleisch draufgelegt und geben am Dienstag aber so richtig Vollgas. Sonst kommt es nicht gut ...!

Freitag, 3. März 2017

Noch 1 Tag - blicken wir kurz auf eine Berner und Bieler Legende

Sind wir ehrlich: Er war das grösste Geschenk, dass wir von Biel je erhalten haben. Ich meine unsere Legende mit der #8, Martin "Stoney" Steinegger. Auch wenn er für uns "SCB" bedeutet, geboren wurde die Legende in Biel. Seine ersten erfolgreichen Gehversuche machte er logischerweise beim EHC Biel. Als bei Biel der Sport in die tiefere Liga wechselte, schlug der SCB zu und verpflichtete Steinegger 1995. Es dauerte nicht lange bis er im Herzen der Berner war. Sein Kampfgeist, sein Siegeswille, sein Zweikampfverhalten - alles eine Augenweide. 13 Jahre hielt die Nummer 8 für uns seine Knochen hin und wurde 2 mal Meister mit uns. 2008, als der SCB wegen sportlichem Misserfolg das Kader bereinigte, durfte Stoney nicht ganz freiwillig wieder zurück zum EHC Biel wechseln. Dort knallte er noch 4 Saisons hin und hat die Marke von 1000 NLA-Spielen überschritten. Jetzt ist er Sportchef des EHC Biel und macht seine Arbeit, ich glaube ich darf das sagen, gut bis sehr gut. Untersander, auch von Biel gekommen, ist auf dem besten Weg, ebenfalls Kultstatus zu erreichen. Aber Unti wurde in Wetzikon geboren, spielte bei Rheintal, Thurgau und Davos, da wurde er von Biel entdeckt. Das ist der Unterschied zu Steinegger. Aber spielt keine Rolle. Unti wird seinen Weg machen, keine Frage.

Steinegger war einer der letzten wirklichen Haudegen. Kein Gegner war ihm zu hart oder zu gemein. Ich vergesse niemals, seine legendären Duelle gegen Todd Elik. Bereits als Elik in Lugano rumsaute, hatten die beiden das Heu nicht auf der gleichen Bühne. So richtig scharf wurde es aber erst, als der Töddeli zu den SCL Tigers wechselte. Das krachte im Minutentakt. Unvergessen, wie er an einem Auswärtsspiel in Langnau den Töddeli in die Bande knallte, dass die ganze Ilfishalle in eine Schockstarre verfiel, die bis heute anhält. Noch heute suchen sie dort in der Ecke nach Achselknochenstücken von Töddeli. Steinegger wäre DER Mann, um dem unerzogenen Buben Lapierre-Amöbenpo Manieren beizubringen. Das wäre mir ein Duell! Steinegger wurde leider empfindlich getroffen, als unser Verband schon damals mit der beschissenen "Null-Toleranz" rumhebelte. Steinegger konnte nicht mehr so bissig spielen, wie er ein Leben lang gespielt hatte. Trotzdem hier nochmals offiziell von Hardboiled SCB: "DANKE STONEY FÜR ALLES"!

Ansprechen muss ich jetzt halt auch unsere Trikots, die unter dem Stadiondach vor sich hinbimmeln. Wir wissen, es braucht gewisse Kriterien, um dort verewigt zu werden. Die Nummer die dort hängt ist zurückgezogen, niemand darf sie mehr tragen. Hardboiled SCB meint dazu: "BULLSHIT". Es kann ja nicht sein, dass Legenden wie Haworth, Ruotsalainen, Orlando, Steinegger und viele andere Jungs dort fehlen, weil sie eben gewisse Kriterien nicht erfüllt haben. Mein Vorschlag: nehmt die Shirts wieder runter, gebt die Nummern wieder frei und macht eine "Hall of fame" in der PostFinance. Räume hat es ja genug. Dort kann man die Klublegenden in einer ansprechenden Form präsentieren, mit Multimedia, mit Bildern, mit Trikot, die Fans können sich davor hinstellen, herrliche Aufnahmen machen. Tritt ein Spieler zurück, entscheidet die SCB Eishockey AG und die FANS, ob er die Aufnahme in die "Hall of fame" kriegt. Es muss ein andächtiger Ort werden, wo man ehrfürchtig eintreten wird und seinen Kindern die Helden aus vergangener Tagen vorstellen kann. Meine Tochter hat mich bei den Shirts unter dem Dach entsetzt gefragt, ob der SCB die Todesstrafe noch gehabt habe. Ich beruhigte sie dann damit, dass es wirklich nur die Shirts sind, die dort hängen.

Merke: auch ein Spieler der vielleicht eher kurz beim SCB war, kann eine Legende sein. Ich erinnere da, um nur ein Beispiel zu nennen, an den unvergessenen Gates Orlando. 4 Jahre war er hier. Die grösste Kampfsau ever. Der Italo-Kanadier wird in Bern niemals vergessen werden. Und so ein Spieler gehört in die "Hall of fame".  Ich vergesse nie mehr, als er stark humpelnd in der Stadionbeiz kam, ich völlig verängstig ihn fragte, wie lange er ausfallen werde. Er schaute mich an, sagte "no problem", auf dem Eis in den Schlittschuhen gehe es schon. Unfassbar. Aber wahr. Er zog es durch und wir wurden 1997 so dann sogar Meister. Er fehlte nicht eine Sekunde auf dem Eis. Herzblut SCB total!

Egal, ich möchte einfach nicht, dass in ein paar Jahren 211 Leibchen unter dem Dach hängen und die tiefste freie Nummer die 321 ist. Die "Hall of fame" würde solche Gedankenspiele erledigen. Ist ja nur so eine Idee.


Donnerstag, 2. März 2017

Die ganze Welt hat darauf gewartet - das Orakel zur Serie gegen den EHC Biel ist da!

Ja, nun ist es soweit. Das neue Orakel für die Serie SC Bern - EHC Biel ist fertig abgedreht. Nach fast 3 Tagen ununterbrochener Arbeit habe ich die Arbeit heute beenden können und die fast 1000 Mitarbeiter wieder in die Anstalt entlassen können.

Der Verband hat mir ja für dieses Jahr verdammt strenge Auflagen gemacht. So wurde mir untersagt, auch nur ein kleines Bischen zu bescheissen. ALS OB ICH JEMALS BESCHISSEN HÄTTE! Skandal! Aber als alter Routinier habe ich natürlich speziell darauf geachtet, dass wirklich alles mit rechten Dingen zu ging.

Gefreut hat mich, das beide Torhüter (Hiller von Biel und the Wall Genoni von Bern) sich bereit erklärt haben, bei diesem legendären Orakel mitzumachen. Beide wohnten fast 1 Woche bei mir, bis wir die Dreharbeiten endlich beendet hatten. Die beiden vestehen sich auch privat sehr gut und haben einen guten Humor. Was haben wir gelacht, als der Genoni dem Hiller Zahnpasta ins Bier gedrückt hat und der Jonas am nächsten Morgen bei jedem Gorbs dann Seifenblasen vor dem Mund hatte. Egal, so muss Hockey sein: Erst auf dem Feld gibt man sich Saures.

Ich verrate in diesem Text nicht, wie das Orakel ausging. Ihr müsst das Video schon anschauen. Ich selber habe es schon gut 1'200 mal angeschaut und bin immer noch fasziniert!

Viel Spass!

Tuni Hardboiled erhöht die Kadenz auf Playoff-Niveau und blättert im Geschichtsbuch

Ja liebe Freunde, ihr merkt es, bei mir zuckt es gewaltig. Die schönste Zeit steht vor der Türe, die Vorfreude ist so gewaltig gross, auch weil wir eine sehr beruhigende Saison hatten bis jetzt. Das jetzt mit Biel ein äusserst unangenehmer Gegner in den Viertelfinals auf uns wartet, ist eigentlich egal. Wer Meister werden will, muss einfach jeden Verein, der sich in den Weg stellt, wegräumen. Wer der Gegner ist, spielt keine Rolle. Natürlich kann der EHC Biel uns 4 mal schlagen ... sicher sein kann man in den Playoffs nie. Die Euphorie in Biel gepaart mit einem sackstarken Torhüter können gerade in den Playoffs eine massive Winner-Mentalität hervorbringen. Es liegt an uns, mit harter Arbeit die Serie in die für uns guten Bahnen  zu lenken. Ihr wisst wie ich bin: wenn ein Klub uns 4 mal in einer Serie schlägt, bin ich der Erste, der neidlos gratuliert. In einer best-of-seven-Serie gibt es keinen Zufallssieger.

Deshalb blättere ich nun im Geschichtsbuch leicht zurück - genau 28 Jahre. Da trafen die Piller zum ersten Mal auf uns. Es war ebenfalls das Viertelfinale, damals aber noch mit der doofen "best-of-three"-Serie. 2 Spiele gewinnen und man hatte es geschafft. Der Druck war logischerweise noch grösser. Biel hatte schon damals Freude, wenn sie uns schlagen konnten. Sie lagen uns auch in dieser Zeit nicht besonders gut. Wir waren damals seit 10 Jahren ohne Titel (ich weiss, Fribourger sagen jetzt "ach, nur?"), 1986 am grünen Tisch wieder aufgestiegen und zum ersten Mal wieder so richtig mit einem guten Team unterwegs. Hinten Hexer "Toto" Tosio, dann Rauch, Beutler, Ruotsalainen, im Sturm Haworth, Howald, Bärtschi, Hotz, Cunti, Dekumbis und wie sie alle hiessen. Schlussendlich wurde es ja einer der emotionalsten Meistertitel, weil wir nach Biel dann auch Kloten und Lugagel schlugen. Aber kommen wir zurück auf die Serie gegen Pill.

Spiel 1 gewannen wir ohne gröbere Probleme im heimischen Tempel. Da atmete ich schon grob durch. Wie gesagt, eine Heimniederlage hätte bereits im nächsten Spiel das Ausscheiden bedeuten können. So konnten wir aber mit der Führung im Hintern ins Seeland reisen. Man wusste, dass man mit dem nächsten Sieg bereits im Halbfinale stehen würde.

Ich habe Euch als Bild des Matchtelegramms hingepflastert. Sorry für die leichte Unschärfe, aber lesen kann man es trotzdem. Biel konzentrierte sich darauf, unsere Stürmer zu neutralisieren. Bei diversen Leuten war das nicht möglich, ich denke da an Alan Haworth, der sich meistens mit einer Faust aufs Maul für zu harte Deckung revanchierte. Biel hatte damals noch Anken im Tor, die Legende, einer der kleinsten Torhüter ever, der aber eine grossartige Karriere hatte und mit Biel sogar 3 mal Meister wurde. Aber die Bieler hatten einen Mann nicht auf der Rechnung: Reijo Rexi Ruotsalainen, unser Kultfinne mit der #29. Er war schneller als alles, was ich je auf einem Eisfeld gesehen hatte. Rexi kurbelte unsere Angriffe unermüdlich und mit chirurgischer Präzision an.

Im ersten Drittel schoss uns Alan Haworth in Front, doch der Bieler Kultverteidiger Dan Poulin glich mit einer Granate sofort wieder aus. Im zweiten Drittel wogte der Kampf hin- und her. Kurz vor Schluss bediente Dekumbis den Pietro Cunti, wir führten wieder. Im Schlussdrittel lief Biel dann gegen Tosio an ohne Ende. Klar, die Badehosen drohten. Da kam der grosse Auftritt unseres Finnen. Erst bediente er Pesche Bärtschi (der Oberländer, der vorher noch in Biel spielte ...), nur 3 Minuten später lancierte Tinu Rauch den Rexi, der mit voller Geschwindigkeit die Scheibe annahm und solo auf Olivier Anken ziehen konnte (als Verteidiger ...!). Souverän machte er dem Keeper der Bieler einen Knoten in die Beine, das 4:1 war die Entscheidung. Dank einem magischen Ruotsalainen. Die beiden Tore danach zum Schlussresultat von 2:5 interessierten nur noch die Statistiker.

Der Jubel in Bern kannte keine Grenzen, in den ersten NLA-Playoffs der Geschichte gleich ins Halbfinale, man hätte die Welt küssen können. Biel tröstete sich damit, dass sie die Verlierer der Herzen waren (die Fans liefen danach 11 Monate mit Lady Di-Masken rum). Etwas, was sich auch dieses Jahr wiederholen könnte, ich hätte nichts dagegen. Die Zeit vergeht, die Farben bleiben, in diesem Jahr werden andere Spieler Playoff-Geschichte schreiben. Damit gebe ich zurück in die Gegenwart.

HIer könnt ihr Euch den Ofen ansehen:  Rexi läuft durch

Mittwoch, 1. März 2017

Paranormale Erscheinung - die Serie SC Bern - EHC Biel wird definitiv ein Knaller!

Passiert ist mir diese paranormale Erscheinung gestern Abend so gegen 19.00 Uhr, als ich von einem harten Arbeitstag erschöpft auf der Coach döste. Lest die Geschichte aufmerksam durch. Berner UND Bieler werden mir danach auf die Schultern klopfen und laut rufen "DANKE TUNI".

Also, ich döste so vor mich hin. Natürlich hatte ich leichte Wachträume, ich sah immer wieder dem Rexi Ruotsalainen seinen herrlichen Ofen in Biel, als sie uns ebenfalls aus den Playoffs kippen wollten. Was misslang. Egal. Plötzlich rieche ich einen unheimlichen moderigen Geruch. Wie wenn ein nasser Hund einen Eierfurz abgelassen hätte. Ich bin hellwach und denke "Gottéron?". Instinktiv. Dann sehe ich so merkwürdige Nebelschwaden im Wohnzimmer. Aus diesem Nebel erscheint dann eine Gestalt. Nicht sehr gross, mit einem unheimlich ungepflegten Bart. Ich reibe mir in den Augen und sage "Hau ab, Linus Klasen". Die Gestalt schaut mich an und sagt "Ich bin nicht Klasen Du Arsch". "Wer bist Du dann?" hake ich nach.

"Ich bin der Hockeygott" antwortete der Bartli. Ich schnelle vom Sofa auf, gehe in die Achtungsstellung und skandiere "Kevin Schläpfer Hockeygott". Der Mann schüttelte den Kopf. "Nein, nicht der irdische Hockeygott, der richtige Hockeygott bin ich, von da oben". Er deutete gegen den Himmel. "Huch, dich gibts wirklich" fragte ich verwundert. "Ja Tuni, ich habe es Dir ja in den letzten Playoffs bewiesen" brummte er. Ja das stimmt, der Hockeygott war in der letzten Saison defintiv Berner, wir kennen die Geschichte noch.

Er fuhr fort. "Da wir auch da oben Deine Matchberichte so gerne lesen, wollen wir natürlich auch diese Saison den SCB so lange wie möglich im Wettbewerb halten". Ich fühlte mich geehrt und fragte "Uha, ihr habt Internet da oben?". Er motzte mich an "unbeflecktes WLAN heisst das, ohne Kabel vom Himmel, so wie damals die Maria ein Brot in den Ofen bekam". OK, alles klar. Ich war jetzt total neugierig und fragte "Sag, fiebert ihr dann so richtig mit wenn der SCB spielt, in Fribourg zum Beispiel, ruft ihr da dann auch "Hurensöhne Gottéron" wie die Fankurve das ganze Spiel durch?". Der Mann schüttelte den Kopf. "Nein, da oben gibt es keine Huren, also können wir es nicht so singen, alternativ dazu schreien wir im Chor "Engeltampon Gottéron". Das fägt auch.". OK. Ich stellte nun die entscheidende Frage: "Warum bist Du hier, vollbärtiger Hockeygott?".

Da piepste es auf meinem Handy und ich hatte die Headline vom Sonntag als Bild erhalten. Ihr seht das Teil oben. Doch nun war genug. "Lieber Hockeygott, nichts gegen Deine Kräfte, aber das geht zu weit, ich will nicht, dass die Serie so brutal startet, dann noch den Conz auf Biel, das kann ich den Leuten nicht antun, die ich in Biel kenne. Ich möchte eine sportlich geile Serie, in der das bessere Team gewinnen wird, basta". Der Hockeygott schaute etwas enttäuscht, aber er akzeptierte meinen Entscheid. Wir einigten uns dann darauf, dass er ein bisschen Einfluss nehmen kann und bei jedem Bieler Schuss unseren Pfosten um 10 cm dicker machen wird. Aber bis hierhin und nicht weiter.

"Wuff" und die Erscheinung war weg. Also liebe Bieler, der Hockeygott wird sich doch sehr zurückhalten. Klar, eventuell verzweifelt ihr zuerst an Genoni und dann an 21 Pfostenschüssen, aber ich konnte immerhin das totale Fiasko (s. nochmals das Bild) abwenden. Auf eine faire, grossartige Serie! Geniessen wir die "Berner" Playoffs von der ersten bis zur letzten Sekunde!

Dienstag, 28. Februar 2017

Riesige Playoff-Euphorie in Biel ... sämtliche Playoff-Kurse vom Migros sind ausgebucht!

Ja, da hat es den endlich wieder gesunden Tuni Hardboiled gestern Abend auf Biel gezogen. Grund dafür war, dass die Migros-Klubschule kurz verlauten liess, dass die in Biel angebotenen Kurse "Playoff für Dummies" total ausgebucht seien. Grund genug, mir mal ein Bild von der Euphorie zu machen, die vor dem Viertelfinale gegen unseren Götterklub herrscht. Da die Bieler (noch) nicht regelmässig in die Playoffs kommen, werden die Einwohner mit diesem Kurs immer auf dem aktuellsten Stand gehalten. Die Traktandenliste tönte auf jeden Fall interessant:

1. Was sind Playoffs überhaupt?
2. Was bedeutet "best-of-seven"?
3. Wie gewinnt man ein Spiel 7?
4. Kann man in den Playoffs Meister werden?
5. Überraschungsgast

Der Saal war wirklich voll. Der Referent, Martin Steinegger übrigens, bedankte sich für das grosse Interesse. Es gab zu Beginn kurz Probleme, wie immer eigentlich. Stoney begann den Abend in französischer Sprache, in Biel weiss man ja nie so genau, was man reden soll. Da erhob sich nach wenigen Sätzen ein Herr Küng und schrie "Rede mal Teutsch Mann". Stoney schlug dann vor, dass man das Ganze in Englisch machen wolle, die Teilnehmer lehnten ab. Der ideale Kompromiss zwischen Deutsch und Französisch wurde dann mit Türkisch gefunden. Allerdings tönte es so saudoof, wenn Steinegger jetzt von "Büll in den Plüyüffs" redete, so dass man dann die in Biel heimische Sprache wählte: Kauderwelsch.

Der Nebenraum, wo ebenfalls ein Kurs stattfand, war übrigens menschenleer. Das ist auch ein Zeichen, dass in Biel alles auf Playoff ausgerichtet ist. Der Kurs im Nebenraum hatte das durchaus interessante Thema "Oralverkehr bedeutet nicht zum Zahnarzt gehen". Egal, Bleiben wir beim Eishockey. Stoney erklärte und lamentierte mit Herzblut, die Zuhörer brachen mehrmals in ihre hektischen "Hopp Biu klatsch klatsch klatsch"-Rufe aus. Ebenso gab es Applaus, als Stoney ankündigte, dass bei einer Finalqualifikation von Biel es eine Selbsthilfe-Gruppe geben wird. Das Problem ist ja: Seit Kevin so geweint hab wegen der verpassten Chance um Nationaltrainer zu werden, weinen alle Bieler automatisch, wenn die Schweizer Nationalhymne ertönt. Im Finale möchte man genau das dann eben vermeiden, da vor jedem Spiel die Klänge der Hymne ertönen. Für die Sponsoren wäre das schlecht, wenn das ganze Stadion einen Weinkrampf hätte.

Bei Traktandum 5 kippte die Stimmung dann um. Als Überraschungsgast kam Larry Huras zur Türe hinein. Die Zuhörer musste befohlenen Applaus geben, genau 21 Minuten lang. Larry referierte dann über das Thema "hätten Conz und Hiller Kinder, wären es keine Giraffen". Total in die Hosen ging dann auch die Geste mit dem Trikot, dass Larry jedem Teilnehmer schenken wollte (s. Bild). Dieses Shirt wurde letzte Saison gedruckt, in einer Auflage von 7'000 Stück. In Fribourg wurden genau 2 Stück verkauft, aber in Biel wurden die Dinger nicht mal gratis angenommen. Die Bieler schmissen die Teile gleich vor dem Kurslokal in den Müll. Ist auch gut so. Die einzigen 2 verkauften Teile hat übrigens ein Herr Rathgeb gekauft.

Also, es geht nicht mehr lange bis die Spiele beginnen. Ihr seht, die Bieler werden gut vorbereitet sein. Sie werden nicht nach der ersten Niederlage in die Ferien fahren, weil sie nun wissen, dass es 4 Niederlagen braucht, um die Badehosen zu packen. Ich freue mich auf die Serie. Wie ein kleines Kind. Möge der Bessere gewinnen.

Samstag, 14. Januar 2017

14.01.2017 SC Bern - EHC Biel 1:0

Folgende Fazits möchte ich Euch in die Ohren labern: Ein Spiel dauert 60 Minuten. Uha uha uha. Hiller hätte den letzten Schuss gehalten. Uha uha uha. Nein, im Ernst jetzt, das war eigentlich nicht ganz richtig, was heute Abend passiert ist. Nach 59:58 Minuten schiesst uns der Moser der Du bist zu den ersten drei Punkten in diesem Jahr 2017. Es war ehrlich gesagt nicht ganz verdient, dass diese Sauerkraut-Partie einem Team 3 Punkte gab und dem anderen gar nichts. Denn die Leistung von uns war nach wie vor nicht das, was ich mir erwarte. Die Piller, überraschenderweise ohne Hiller dem Piller angetreten, wehrten sich gut und hätten es in der Hand gehabt, uns mit einem Gegentreffer ziemlich arge in Nöten zu bringen. Da Leo aber alles hielt, blieb dieses 0:0 auf der Tafel, bis eben der Moser Fritz 1.8 Sekunden vor Schluss die Scheibe ins Tor murkste. Hoffen wir, dass dieser Sieg nun etwas auslöst bei uns und dass das Bademantel-Hockey nun wieder langsam verschwindet.

Das erste Drittel war von uns her eher hilflos. Die Teams stehen gegen uns neuerdings sehr hoch und unterbinden unsere Angriffe viel zu früh. Eine solche Taktik könnte man kaputt machen, wenn der geniale raumöffnende Pass von Hinten kommt, der die hoch stehenden Seebeckenlecker überrumpeln würde. Bei uns ist es aber so, dass wir uns mit den Pässen meist selber überrumpeln. Ich sah nicht viel Gutes in diesem Drittel, vom Powerplay müssen wir gar nicht reden, es gab einen geilen Angriff, der aber von Deckenfrau versemmelt wurde. Der Rest waren so Halbchancen. Die Piller hingegen versagten in einer 5:3-Überzahl, es wurde zwar ein paar Mal heiss vor Leo, doch er hielt alles. Die Fouls waren übrigens alle unsichtbar, scheinbar sind die Schiris mit einem Buzzer ausgestattet, wenn der im Slip virbriert, müssen sie eine Strafe aussprechen, auch wenn es keine war. Unsäglich. Das 0:0 war vom Spielverlauf her OK, nicht aber für mein Gemüt.

Im zweiten Drittel ging es halt ähnlich weiter. Biel schützte die Ritze im Tor, wir unternahmen viel zu wenig um ihn so richtig in Gefahr zu bringen. Bei Strafen gegen Biel war die Chance für erneut einen Shorthander einzukassieren immer grösser, als einen Ofen zu schiessen. Das Schlimme war auch, das niemand weniger schlecht spielte als der Andere, nein, es waren alle Jungs auf dem ähnlichen Trip. Zugegeben, die Scheibe fiel auch niemals für uns, gab es einen Abpraller landete er auf dem Stock eines Pillerbuben. Aber das Resultat machte ihnen natürlich einen breiten Rücken, das gab ihnen Saft in die Nüsse. Wir suchten intensiv nach unserer Dezember-Form, fanden aber nur klägliche Pässe und eine Schussqualität, die einem Aktphoto von einem Pinguin glich. Es war ein Gemurkse ohne viel Niveau.

Als ich mich mit Glühwein zu vertörlen begann, rasten unsere Boys im letzten Drittel nun doch etwas besser in das gegnerische Drittel rein. Allerings war viel zu viel auf Zufall aus, ebenso kamen die Pässe kaum an, so dass die Piller kaum je ernsthaft in Gefahr gerieten. Es gab auch hier ein paar Zufallschancen, die aber nicht verwertet wurden weil a) der Schuss 2 Meter neben das Tor ging oder b) der letzte Pass 2 Meter neben den Mitspieler serviert wurde. Egal. Der Wille war da, nur deshalb war es möglich, das letzte Bully zu gewinnen. Plüsch Ferdu machte anschliessend einen Move, der war so movieg dass alle Movies aus Hollywood nun Plüss heissen. Sein Pass vor das Tor wurde dann eben von Moser ins Tor gemurkst. Doch, ich habe gejubelt, brach mir aber dabei beide Füsse, da die abgestorben waren aus lauter Langeweile. Und der Scheisskälte.

Den 3er haben wir geholt, ein bischen war es eine Entschädigung für den verlorenen Punkt gegen die Kerosin-Lecker, aber so richtig zufrieden kann heute niemand sein. Wir bewegen uns meilenweitweg von der Dezember-Form, soooo lange geht es nicht mehr bis zu den Playoffs, dem Neinonen und der Tonne Ville geht die Arbeit ganz sicher nicht aus. Nur noch eine kurze Meldung: Hallo Fribourg, wir sind wieder Leader, oder interessiert es Euch nicht da ihr so brutal Lezter seid? Uha uha uha.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Wie feiern eigentlich die Klubs so Weihnachten?

Die heilige Zeit ist mit dem 1. Dezember nun definitiv angebrochen. Noch sind diverse Spiele zum mitfiebern, aber der Geist der Weihnacht ist schon überall, auch in den Kabinen der 12 NLA-Teams. Auch in der Art und Weise, diese heilige Zeit zu zelebrieren, unterscheiden sich die Klubs massiv. Hardboiled SCB ist wieder durch jedes Schlüsselloch gestiegen, damit ich Euch butterwarm darüber berichten kann. Damit Ihr selber immer was zum Feiern habt, vergesst nicht den ultimativen Hardboiled SCB-Adventskalender anzuklicken. An jedem Tag ein Türchen öffnen, macht Spass und der Kalender hat es in sich! Hier der Link: Hardboiled SCB-Adventskalender

Dann aber weiter im Text. Ein paar Vereine feiern diese fromme Zeit absolut konservativ und langweilig. Zum Glück gibt es ein paar Ausnahmen, die hier lückenlos erwähnt werden.

HC Lugano
Die Dogge Schredder spielt wie immer den Weihnachtsmann, da man ihm nur einen roten Mantel anziehen muss, das Gesicht kann man so lassen wie es ist. Das spart Geld, das man dann wieder in Blindgänger wie Lapierre investieren kann. Allerdings ist Schredder als Weihnachtsmann ähnlich untalentiert wie als Trainer, das Foto (s. Bild) von der letzten Feier spricht Bände. Die Kinder weinen heftig, weil die Dogge sie, wie den kleinen Lars im Playoff-Final, massiv beleidigt. Brunner amtiert in einer Nebenrolle als NHL-Schmutzli. Pech ist nur, das nur Frau Schwanzberg an der Feier anwesend ist, da der Rest des Teams lieber zum Zahnarzt geht.

EHC Biel
Die Bieler feiern dieses Jahr nicht heftig, da seit dem Hiller-Transfer für sie nach wie vor jeder Tag wie Weihnachten ist. Zudem fehlt jetzt Kevin der Schläpfer, der durch sein Dauerweinen oft für die richtige Stimmung in der Kabine gesorgt hat.

SCL Tigers
Die aufwendigste Feier findet im Emmental statt. Dort glauben 98 Prozent der Bevölkerung halt auch noch an den Weihnachtsmann. Alle Spieler schenken sich was, doch dieses Jahr hat der immer mürrische Mocken Ehlers die Geschenke zertreten, als die Spieler nach dem Training am Duschen waren.

SC Bern
Kari Jalonen ist als Finne der perfekte Weihnachtsorganisator. Das Team musste sich in der Kabine versammeln, Justin Krueger spielte dann "Oh Tannenbaum" auf seinem Tiefschutz, es tönte wirklich wie eine Panflöte. Jalonen kam rein, grüsste knapp, gab nur dem Backup-Goalie Aebi ein Geschenk, nahm es ihm aber bald wieder weg und verschwand nach Hause. Kommt mir irgendwie bekannt vor ...? Egal.

HC Fribourg-Gottéron
Die Feier wurde abgesagt, weil man sich nicht einigen konnte, wer den Schmutzli spielen soll. Die schmuddelige Art passt auf die gesamte Mannschaft, so dass sich Larry die Harasse nicht entscheiden konnte. Man wollte dann nur mit Conz als Weihnachtsmann feiern, das scheiterte ebenfalls, da die Kostümbildner dem Benjamin den Bart an die Stirne kleben mussten. Hals failed halt.

HC Davos
Wie immer artete die eigentlich besinnliche Feier total aus. Dino Wieser war der Weihnachtsmann, kam aber nur mit einem Hut bekleidet in die Kabine und schrie: "Wer will an meiner Kerze ziehen?". Die Spieler waren geschockt, leider war Arno nicht in der Kabine, er gab seinem Sohn gerade Fahrstunden. Das Team schmiss Dino Wieser aus der Kabine und rauchte danach den aufgestellten Weihnachtsbaum und hörte dazu Janes Joplin-Lieder, gleichzeitig tanzten sie auf dem Trip ihres Lebens südindische Ausdruckstänze.

Ihr seht, alles ist im Lot, auch Hockeyspieler sind nur Menschen, die ebenso Gefühle haben wie wir. Das ist mir aber morgen Abend so ziemlich egal, denn da will ich gefühllos die 3 Punkte gegen die Lugagler erobern.

Samstag, 26. November 2016

26.11.2016 EHC Biel - SC Bern 1:3

Uff. Ich hatte Pikett heute Abend, da verlangt die Firma, dass ich in kurzer Zeit bei einem allfälligen Alarm eingreifen kann. Das hiess nichts anderes, als mir trotz einer herzigen Einladung das Spiel heute live entrutscht ist. Egal, für das gibt es den Tellerklub, der ja jedes Spiel so dirket zeigt, dass man wirklich meinen könnte es sei live. Uha. Aber egal. Trotz Pikett habe ich mir wirklich herzig die Kappe gefüllt, klar doch, die Lutz rutschen auch in der eigenen Wohnung gut. Also, wir haben nach dem Kloten-Debakel nun 5 Punkte in unseren Eiersack gelegt, ein gelungenes Wochenende von den Resultaten her. Der Dreier heute war wichtig, hing aber ab und zu an einem ziemlich seiden Zahnseidescheissfaden. Biel war optisch in vielen Phasen ebenbürtig, nicht aber in den Entscheidenden. So konnte wir uns zum 3:1-Sieg schaukeln. Als Rarität erlebten wir noch ein technisches Tor durch Deckenfrau, die Scheibe war nie über der Linie, ich glaube das letzte Mal schoss der Schnauzer Bob Martin so ein Tor für uns. Ich erkläre es weiter unten.

Also, die wunderschöne Tissot-Arena war gut gefüllt. Klar, es war Derby-Time. Obschon wir ja gar keine See haben, sondern den schönsten Fluss der Welt. Wir waren mal primär darauf bedacht, hinten keinen Schaden einzufahren. Gegen vorne ging es ab und zu ganz gut ab, allerdings versemmelten wir die Chancen, weil Hiller hillerte. Gleichzeitig brauchten wir auch Leo, weil die immer frecher werdenden Seeländer dann ab und zu auch uns belagerten. Irgendwann gegen Ende des Drittels schlugen wir dann zu. Ein wirklich zügiger Angriff wurde vom Laschen herrlich abgeschlossen, die Führung war wie Wundpuder am verwolften Arsch. Kurze Zeit später lenkte Reichert einen Schuss vom überzeugenden Andersson ab, da führten wir bereits 2:0. Ein optimales Drittel, das musste auch mein dauernd leeres Lutzglas bestätigen.

Aber, das ist jetzt mein berühmter Mahnfinger, danach verpassten wir es im zweiten Drittel, den Bieler Cervelats die Schinti endgültig vom Knochen zu rupfen. Zwar konnte Biel ab und zu powern, aber wir standen auch dank Leo eigentlich immer dazwischen. Aber die Konter wurden schlecht gefahren, da hätte man eindeutig die Partie bereits in noch viel klarere Bahnen lenken können. Ich trinke übrigens jetzt eine Cola, da ich bereits einen unhuren Brand habe. Der Sonntag kann ja heiter werden. Wir frassen dann auch Strafen, die aber dann vom Sohn aller läufigen Stuten, dem Rossi, zum Anschlusstreffer genutzt wurden. Biel war wieder dran, und bei uns hoffte ich auf Anti-Lethargie-Pillen im Pausentee. Wir hatten schon gegen Davos das Problem, dass wir für meine Begriffe zu wenig resolut nach vorne seckelten, wenn sich die Chance ergeben sollte. So war Hochspannung fürs letzte Drittel leider garantiert.

Und da gingen wir wirklich nochmals durch jede Sülze, die es auf dem Erdboden gibt. Immerhin waren wir nur deutlicher bestrebt, das Spiel zu holen, versiebten aber ziemlich alles. Die Piller hatten ebenfalls 3 Mal den Ausgleich auf dem Stock, aber der Hexer hintendrin legte da seinen Einspruch ein. So zerrann die Zeit, irgendwann nahm der 181-jährige McDonald-Namara den Hiller raus, gross in Gefahr gerieten wir aber nicht. Im Gegenteil, nachdem wir die leere Krätze versiebt hatten, gab es ein Getümmel vor dem Bieler Tor und ein offenbar regelunkundiger Seeländer blockierte in höchster Not im Torraum die Scheibe. Der Entscheid der Schiris war klar: das war ein technisches Tor, dass der Deckenfrau zugeschrieben wurde. Was für eine Saugaudi. Keine Scheibe im Tor und trotzdem Tor. Da nur noch 8 Sekunden zu spielen waren, konnte ich das Siegerlutz auf all die Nervös-Lutz runterbechern.

Also, wir haben die Pflicht ohne Kür an diesem Wochenende erfüllt. 5 Punkte sind OK, die stabilisieren uns ganz vorne und zeigen, dass wir uns auch vor Rückschlägen nicht gross zu fürchten brauchen, da wir jederzeit gut reagieren können. Ich geh jetzt die Lutz ausschwitzen, man sieht sich am Dienstag wieder, wenn wir die Ambriotten umnageln wollen. Pfuuset guet!