Google+ Hardboiled SCB: Davos
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Mittwoch, 28. Februar 2018

SC Bern - HC Davos 2:0

Uha, seht ihr? Kaum ist die Lauchpiade im unsäglichen Südkorea durch, kommen wir hier her und gewinnen zu Null. Alles gut? Nein, noch nicht, ist aber auch klar. Aber Davos war ein harter Prüfstein, weil die halt einfach unglaublich schnell sind und präzise im Aufbau sind. Deshalb haben wir uns heute Abend auch die Note "gut" verdient. Auch wenn das erste Drittel der rohe Lauch war. Da wollte nichts gehen, die Kälte nagte sich so langsam von den Füssen zum Hals hoch. Schlussendlich holten wir die 3 Punkte, weil Leo dicht machte, Trüffelnacht herrlich ablenkte und dem Anders sein Sohn wuchtig traf.

Das erste Drittel ging aus unserer Sicht harzig ab. Wir spielten ohne die Kanadier und Arco, da die erst gestern aus Westkorea zurück gekommen sind. Jetlag und so. Wie ich alben, wenn ich auf Frankreich fahre. Genau so. Dafür gab die Tonne voll Aal sein Debüt, und er holte ja auch gleich einen Assist. Karl wird Freude haben, nun kann er gleich 2 Finnen dauernd bringen. Im ersten Drittel spielten wir "Dump", scheibe tief und ab in den Infight. Davos wirkte spritziger und schneller und kontrollierte das Spiel eigentlich gut. Fast zu gut, meine Füsse gramselen noch jetzt ab der Kälte. Aber man stelle sich vor, man hätte heute auf Ambri fahren müssen, um den Knaller gegen Kloten anzuschauen ... Ambri, wo man noch im Sommer Frostbeulen an den Nüssen kriegt.

Im zweiten Drittel wurde es dann besser. Wir versemmelten die Führung nun auch, genau so wie Davos. Aber wir trafen dann halt. Dem Anders sein Sohn zog ab, und Rüfi lenkte unhaltbar ab. Wumm und in Führung, gut so. Davos reagierte kaum, nun hatten wir sie gut im Griff, auch wenn eben ihr Tempo immernoch imposant ist. Wie machen die das? Die werden doch auch älter und sollten schlapp und schlapper werden? Nun kamen auch kurz Emotionen rein, etwas das bis hier total gefehlt hatte. Pause und Führung, die Kälte war etwas zurückgebunden.

Im letzten Drittel wühlten dann Junghügel und der Kämpfer komplett so lange hinter der Davoser Kiste rum, das der Davoser Back total Lauch war, Fehlpass, unsere Jungs mit einem sauberen Pass für Anders sein Sohn, der knallte wuchtig ein - 2:0!  So, nun kam das Arno-Timeout, nützte aber nichts, gar nichts. Davos war nun fahrig und ungenau, hatten zwar noch Torchancen, aber entweder knallten sie daneben oder eben Leo!

Die absolute Strafaufgabe folgt aber jetzt ... Doppelrunde gegen Senf Crevetten. Unsäglicher Spielplan. OK, das ganze Emmental wird ein kleines bisschen SCB-Fan sein, Langnau muss 2 Mal Kloten schlagen und Genf gegen uns keinen Punkt holen ... dann steigt die "wir sind grün"-Fete im Emmental aber mächtig! Egal. Dödeln wir die 2 Spiele noch durch, bis dann die Playoffs endlich starten!

Freitag, 12. Januar 2018

HC Davos beweist Weitsicht - Donald Trump übernachtet in der Spielergarderobe

Da haben die Bündner also plötzlich den Donald zu Gast am WEF. Das ganze Dorf ist in Aufruhr. Die Zeitungen sind bereits voll mit Schlagzeilen wie "wo schläft Donald Trump dann?". Als ob das irgendjemand interessiert. Vor allem recherchiert Hardboiled SCB 12 Minuten und hat den Platz bereits gefunden. Der HCD hat sich bereit erklärt, dem Donald die Spielergarderobe als Schlafplatz zur Verfügung zu stellen. Man will ihm offenbar heimzahlen, dass er ein paar Länder als "Dreckslöcher" bezeichnet hat. Nun kann er selber in einem Shithole übernachten. Als Kopfkissen dient die Glocke von Ambühl, als Decke die Schmusedecke von Dino Wieser.

Warum macht der HCD das? Nun, es ist, typisch schweizerisch halt, die totale Neutralität, die da durchschimmert. Denn, das wissen nur ganz wenige Insider, am Spengler-Cup (den Donald übrigens gestern als Shithole-Cup bezeichnet hat) wunderten sich ein paar Leute, warum das unsägliche Maskottchen "Hitsch" etwas fülliger als in den vergangenen Jahren aussah. Hardboiled SCB weiss: niemand geringeres als Kim Jong Un war in dem Kostüm und klatschte vor der Fankurve wie ein Wilder. Mit dem Schlafplatz für Donald hofft der Davoser Gemeinderat, dass sich weder die USA noch Nordkorea von der Schweiz vernachlässigt fühlt. Denn wir wären ein krasser Gegner für beide Länder, man stellt sich nur vor, wie Doris bereits vor dem roten Atomknopf sitzt und mit ihren Fingernägeln ungeduldig aufs Pult trommelt.

Geplant ist auch ein Training mit der 1. Mannschaft. Donald mit seinen geschätzten 171 Kilo will ordentlich Dampf machen und spielt nur mit, wenn niemand einen Helm trägt. Als er dann die Spielerfotos sah, widerrief er seinen Entscheid aber sofort. War halt Pech, dass die Fotos mit Du Bois begonnen haben und dahinter gleich Dino das Wiesel kam.

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So, nun geht es ans einlaufen für die beiden Kracher vom Wochenende. Nach wie vor fehlt die erste Linie wegen gesperrt oder verletzt, aber genau jetzt ist die Zeit, dass andere Buben massiv am Rad drehen.

Dienstag, 2. Januar 2018

HC Davos - SC Bern 4:1

Mögt ihr Euch noch erinnern, als die Kampagne "Keine Macht den Drogen" ausgerufen wurde? Schade ist das vorbei und total bekiffte Refs uns ins Elend schissen. Klar, die Niederlage war verdient, die Holländer waren heute besser, klare Sache. Schön für das holländische Skitouristen-Publikum war, das ausgerechnet ihr "Sohn", der Flachkäsekopf aus Amsterdam, der Johann Pornobergen so gut spielte. So generiert der HCD trotz dem Spenglercup für Kinder im Vorschulalter, dann halt auch laufend holländische Skitouristen, die sich als HCD-Hardcores ausgeben. Aber der Johann sollte eigentlich nicht "Johann" heissen sonder "Jogurt", weil er so milchlig riecht. Käseflachkopf eben.

Egal, gehen wir das mal in Ruhe durch. Nach 6 Siegen in Serie starten wir erneut gut. Schwerweh checkte im gegnerischen Drittel so ein Weichei aus Schweden schwindlig, der danach gleich noch eine Verletzung vortäuschte, Sperren diesen schrumpeligen Eiersack. Schwerweh nun ohne Gegenspieler, er nutze es und knallte uns in Front. Davos liess sich nicht gross beeindrucken, obschon sie am Spenglercup aber sowas von blamabel die ganze Hockeyschweiz in die Kacke zogen, gaben sie hier toll Vollgas. Ein Steilpass und schon füdelete einer alleine gegen Leo. Blum eilte mit, machte rein gar nichts ungesetzliches, der Davoser versammelte, der Schiri gab Penalty. Bekifft eben. Nie und nimmer. Desshalb mein Rat an alle Verteidiger, auch dann an der olympischen Ade: Zieht ein Gegner alleine aufs Tor, legt euch aufs Eis, nackt wenn es geht. Denn wenn Du mitläufst und der Holzkopf verschiesst, wird ein Penalty gepfiffen. Unglaublich. Der etwas gesitterte Wieser verwertete zum 1:1. Der ungesitterte sah zu und ass sein Sandwich "Brot-Brot-Hundekot".  Der nächste Hammer folgte sogleich. Genoni wurde im Torraum umgesäbelt, die nun auf LSD pfeifenden Refs sahen nichts, aus dieser Situation entstand das 2:1 für Holland. Klar, das Tor war schlussendlich korrekt, aber die Situation vorher war ein klares Foul. Egal, was willst Du pfeifen, wenn Du nur rosarote Schnecken siehst, die Einhörner lutschen?

Im zweiten Drittel reagierten wir immer noch nicht, da war so vieles wieder auf "Kommissar Zufall" aufgebaut. So passierte das 3:1, ein magistrales Tor von Andreas Ambühl, ein uneheliches Kind der hollänischen Königin. Geil gemacht, Karl versuchte noch eine Coach-Challange, es war aber nicht ganz zu Beweisen, dass es Offside war. Die Refs hätten es, inzwischen auf Crystal Meth, eh nicht gesehen. Das war die Entscheidung in diesem Spiel, weil wir weiterhin angriffen, als wären wir eine Fichte, die abharzt, weil Tanne neben dran was mit der Birke hatte.

Im letzten Drittel kamen wir immerhin ab und zu zu einer Torchance, aber eben, der Flachkäsekopf war heute gut drauf. Wir versiebten, mussten immer aufpassen auf die blitzschnellen Konter der Holländer. Genoni ging früh raus, doch Arko servierte quasi den Assist für den Leernetzer. 4:1 und heim gehts in die Zivilisation. Das Tor schoss übrigens der wieder quicklebendige Mann, der nach dem Schwerweh-Check den Verletzten simulierte. Egal, wenn man verliert, dann bitte so verdient wie heute Abend.

Da der Hockeyverband die Energie der Davoser nicht recht kopfen konnte, mussten alle HCD-Spieler zur Doping- und Drogenprobe. Ausser Alkohol und Spuren von Stuhlgang wurde im Urin aber nichts gefunden. So bleibt es bei der Niederlage. Egal.

Freitag, 3. November 2017

HC Davos - SC Bern 1:6

Wirrrr häben se verrrrrrnächtet. Entschuldigt das Deutsch. Aber wenn man den HCD so vom Eis löffelt, darf man ja mal doof reden, nicht? Wir sahen heute eine gute Leistung, nicht eine perfekte Leistung, aber es reichte, um den Davosern die Unterhosen so richtig über den Löffel zu rühren. Ein 6:1-Sieg im tibetischen Hochland tut immer gut. Davos schämt sich, laut neusten Meldungen haben sich alle Bergziegen als Kegelrobben verkleidet, weil sich auch die Tiere vom HCD distanzieren wollen. Allerdings kamen sie mit der Kegelrobben-Verkleidung doch den Torhütern des HCD ziemlich nahe. Uha uha uha. Auf der anderen Seite erneut ein brillanter Genoni. Wie oft hatte er uns im HCD-Dress mit seinen Paraden genervt. Aber eben, das Leben ist gerecht, nun gibt er es ihnen zurück ohne Ende. Schlussendlich ein problemloser Sieg gegen ein schwaches Davos. Pflichtsieg und so. Uha uha uha.

Also, so richtig gut sind wir nicht in die Partie gestartet. Wir kamen 5 Minuten kaum aus dem Drittel, es brauchte die Wand Leo, um nicht früh in Rückstand zu geraten. Aber dann begann unser Brennsprit-Motor zu laufen, und wie! Ein geiler Angriff wurde von Rüfi im 2. Versuch zur Führung abgeschlossen. Tja, Effizienz kann man halt nicht mit Höhenscheissluft kompensieren. Da das Spiel noch jung war, verwalteten wir auch nicht, sondern fuhren endlich mal geile Konter. So einer knallte Hodenmann zum 2:0 in die Maschen. Van Hinten Trottelberg reagierte wie ein Mammut. Nicht mächtig sondern ziemlich ausgestorben. Und als Davos wankte, kam dann noch Unti und hämmerte das 3:0 in die Maschen. Was für ein Startdrittel. "Weissfluhjoch geh Gageln" sangen die gut gelaunten SCB-Fans.

Im zweiten Drittel kam von Davos noch weniger als im ersten Drittel. Daran musste man sich zuerst gewöhnen. Dafür war jetzt Senn im Tor. Doch unser Hodenmann machte sich wieder zur Deckenfrau und schoss einen herrlichen Angriff zum 4:0 ins Netz. Endgültig "Senn macht Penn" wurde es kurze Zeit später, als Arko haltbar abzog und der Schlafsack auf Kufen den Schuss passieren liess. 0:5 nach 2 Dritteln, die Lawine war aufgetaut und pflotschnass am Abweisen.

Das letzte Drittel war dann fast ohne Geschichte. Einzig, dass der sympatischere Wieser dem Leo noch den Shutout vermieste. OK, kleine Freude im Bergdorf. Aber auch auf das hatten wir eine Antwort, Moser Capitano der Du bist schoss postwendend das 6:1. Der Kantersieg war Tatsache. Ich sag mal: gut reagiert auf die letzten nicht mehr so überzeugenden Spiele. Mal eben den Tempo-Bündnern die Binde in den Hals gesteckt. Nicht schlecht.

Jetzt morgen gegen Krisen-Tram. Ich hoffe, wir können den Speed behalten und die Kirschtorten ebenso wegnieten.

Freitag, 29. September 2017

SC Bern - HC Davos 3:2

Doch, Siege gegen Davos sind besonderer als irgend ein Sieg gegen eine Gewürzgurkentruppe. Vor Davos hat man Respekt, weil doch der Hansdieter Kurto dort so lange und so erfolgreich seine Grasdampfmaschinen laufen lässt. Allerdings war das Spiel kein Kracher, für beide Teams ist es offenbar noch zu früh in der Saison. Wir spielten nicht schlecht aber noch lange nicht gut, Davos war ebenfalls nicht das, was einem so vorschwebt. Bei Davos ist es mir Furzgagel-egal, bei uns kann man immerhin die 3 Punkte ins Körbchen legen. Einwandfrei war der Einsatz, die Jungen stellten ihren Mann, dann hatten wir mit Schwerweh wieder einen Antreiber, und Marylin Manson zeigte eine gute Partie, Häsu und Moser zeigten viel Power, schlussendlich schoss uns Andersson zum Sieg, darf er ja auch mal machen.

Das Spiel begann mit grober Verspätung, weil wir unseren Bulldozer Marc Reichert noch ehrten und sein Leibchen hängten. Verdient, seine Karriere bestand vor allem aus harter Arbeit. Solche verlederte Typen muss man ehren, das treibt sogar einem alten Haudegen wie mir ein Bier in den Magen. hat Spass gemacht.

Dann ging es auf dem Eis los. Allerdings waren wir die Säure und Davos die Lauge. Es neutralisierte sich auf dem Eis und roch nach Schwefelfurz. Wie alben im Chemie-Unterricht wenn man illegales Zeugs gepanscht hat. Es brauchte ein Powerplay um in Führung zu gehen. Das Tor war dann aber schon das Eintrittsgeld wert. Unglaublich, wie nach einem zähen Gewurste der Arko die Übersicht hatte und einen Zauberpass vor das Tor spielte, wo Capitano Moser der Du bist (er hatte 22 Meter vor, neben und unter sich keinen Gegenspieler) sofort zum 1:0 einlenkte. Gut so. Die restlichen 5 Minuten gaben eine kurze Reaktion von Davos, wir schaukelten die Führung aber in den Pausentee.

Das zweite Drittel gab dann etwas mehr Hektik. Ich kam fast nicht mehr nach mit trinken. Als wir im Play boxen mussten, Manson der Rockstar sass auf der Bank, traf Nilpferdgen oder so aber herrlich zum Ausgleich für die Murgängigen. Nichts zu machen für Leo. Gar nichts. Gut, ich hätte ihn wohl gehalten, will ja nicht blöffen. Uha. Nein, nicht wirklich. Aber 10 Minuten später füdelete Schwerweh ab wie ein angeschossener Dachs, herrlich wie er uns alleine vor Sennentuntschi wieder in Führung brachte. Die Halle jubelte, noch mehr als unser Pabba Ehebett herrlich lanciert wurde und das vermeindtliche 3:1 erzielte. Alles klar? Mitnichten. Arno nahm dieses unsägliche bekloppte Koutsch-Tschälleinsch-Gegagel, so konnten die die Blindschleichen ihre Meinung revidieren und gaben den Ofen nicht. Ehrlich gesagt konnte ich es nicht erkennen ob richtig oder falsch. Da der Treffer so schön war, nehmen nur ganz bekiffte Gegner-Coaches eine Challenge, ist meine Meinung. Lasst doch dem Pabba sein Ofen, Gopfertamminomau.

Das Volk war nun heiss, wurde aber leicht abgeduscht, als Mineralharrasse Walserwasser gleich zu Beginn des Schlussdrittels ausglich. Uha, kippte das Spiel jetzt? Nein, den Davos war viel zu zahm, um noch eine nachzulegen. Es brauchte dann eben dem Anders sein Sohn, der nach einer herrlichen Kombination 11 Minuten vor Schluss das 3:2 reingeigte wie alben der Mozart wenn er den Betthafen seine Harfe zeigte. 3:2 und noch ein paar Zittermomente, die aber meistens von Unti bereinigt wurden. Sieg!

Morgen gegen den Leader Zug, die ja Gottéron völlig vorgeführt haben bzw. lächerlich gemacht haben, wird es ein hartes Stück Büetz werden. Bei uns braucht es vor allem in der Offensive einfach noch den gewissen Kick, da zu viel Stückwerk blieb und die komplizierten Pässe nie ankommen wollten. Egal. Da ich morgen auf Zug fahre, wird der Matchbericht etwas später erscheinen (wenn ich die Tasten noch finde), egal, dafür habt ihr eine geile Sonntagmorgen-Lektüre. Lektüre hat übrigens nichts mit Lecken zu tun. Nur so. Uha.

Freitag, 13. Januar 2017

13.01.2017 HC Davos - SC Bern 5:1

Ich bleibe dabei: 2017 haben wir bis jetzt nur flüssige Scheisse gesehen. Aber dass es jetzt in Davos dann noch gleich ein Brechscheissedurchfallgagelfurz werden musste, haut mich doch dann effektiv aus dem Sockel. 5:1-Niederlage, nach einer Minute im Rückstand, keine Siegchance zu keiner Sekunde des Spiels, vergammelte Angriffe, 200 Offsides, ein Powerplay das einer Beschneidung eines Stiers glich, bei dem die Narkose nicht gewirkt hat weil er gerade einen Esel bumst, 2 Pfostenschüsse von Davos, ein verschossener Penalty von Davos, dazu noch 2 Shorthander die wir eingebumst kriegten, innerhalb von 66 Sekunden, das liess mir den Weisswein zu den Ohren raussabbern und die Lutz in den Penis wandern. Was für ein Scheissspiel heute. Das war wirklich schlimm, hätten wir nicht so viele Punkte müsste man aber so richtig abtoben wenn man gegen einen um die Playoffs kämpfenden Klub so jämmerlich am Gagelhaufen riechen muss. Mit dieser Leistung hätten wir Rang 12 verdient, der aber von Gottéron ja leidenschaftlich verteidigt wird.

Der ganze Müll begann bereits ein paar Sekunden nach Spielbeginn. Wie Turnschuhtouristen, die gerade seiken müssen, verteidigten wir den Knarst von Leo. Wumm, es stand 1:0 für die Daffen aus Wos. Eigentlich hätte man, im Nachhinein ist man immer klüger, hier bereits das Spiel abbrechen können und sich die restliche Rattenkacke ersparen können. Aber egal. In diesem Drittel lief nur unsere Darmflora durch den Scheissekanal, aber kein Puck. Nichts ging, kein Pass kam an, Missverständisse wie wenn ein Rocker eine Baletttänzerin triff. Davos war eine Klasse schneller, eine Klasse präziser und eine Klasse siegeswilliger. Die neue Regelauslegung war auch wieder genial, ich hätte heute nicht eine Strafe gepfiffen, aber eben, man darf sich gar nicht mehr aufregen ab dem Scheissdreck. Als wir in Unterzahl waren, knallten die Püntler uns das 2:0 in den Knarst. Verdient. Weil wir heute nichts waren. Gar nichts. Zum Glück versemmelten die Davoser noch einen Penalty in der 4. Minute, sonst hätten wir gotteronistische Züge angenommen. Ein Arschdrittel nach Noten.

Im zweiten Drittel sah man dann eine Reaktion. Die fiel so aus, dass wir nun sehr engagiert ungefähr 201-Mal ins Offside rannten, immerhin jeden 22. Pass zum Mann brachten und die Torschüsse nur noch knapp daneben oder dann deutlich in den Ranzen vom Senn dem Penn gingen. Aber man spürte es zu jeder Sekunde: das war verlorene Liebesmüh. Es lief nichts zusammen. Die Schussqualität ähnlet im Jahr 2017 einem Hamburger, der seine Gurke im McDonalds sucht. Davos stand defensiv gut, das war auch nicht so schwierig gegen unsere Wirrkopfeiersack-Angriffe. Aber sie konterten uns pro Minute mindestens 2 Mal massiv aus, so dass eigentlich das Spiel schon total entschieden hätte sein können.

Das besorgten wir dann selber im letzten Drittel. Bis zur 46. Minute hatten wir uns eben die 2 Shorthander eigefangen, mein Magensaft schrie um "Hilfe" weil ich innerlich so kochte, dass der saure Bruder im Ranzen zu verdampfen begann. Danach knallte Davos total noch 2 Mal aus gefährlichster Lage an den Pfosten, eine Kanterniederlage hätte uns so richtig gut getan. Aber immerhin konnten wir dann stabilisieren, auch weil Davos danach nur noch dem Sennerpenner den Schiessaus retten wollten. Plüsch Ferdu konnte dann den Unehrentreffer noch reinmüllern. Das Ironische daran: Es war ein Powerplay-Tor. Ich lache Tränen ab diesem Satz, ihr auch? SCHEISSDRECK ELENDER.

Also, hoffentlich ist es dem Hinterletzten jetzt klar, dass es so nicht geht. Die Playoffs rücken immer näher, es wäre schon zum empfehlen, dass man sich wieder etwas auf Hockey besinnt. Ich weiss nicht genau, was im Moment im Team diskutiert wird, ob Schwerweh den Sack rasieren soll oder nicht, keine Ahnung, aber auf jeden Fall reden sie zuwenig über "Sinn und Zweck eines Eishockeyspiels". Ich bin jetzt so richtig schlecht gelaunt, habe aber gesehen, dass Fribourg immer noch massiv Letzter ist, jetzt habe ich meinen Lachkrampf doch noch gekriegt. Trottelfon sei dank! Und bitte Herr Neinonen, zeig den Wonneproppen doch wieder, wie man Zug aufs Tor kriegt. Unsäglich!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Wie feiern eigentlich die Klubs so Weihnachten?

Die heilige Zeit ist mit dem 1. Dezember nun definitiv angebrochen. Noch sind diverse Spiele zum mitfiebern, aber der Geist der Weihnacht ist schon überall, auch in den Kabinen der 12 NLA-Teams. Auch in der Art und Weise, diese heilige Zeit zu zelebrieren, unterscheiden sich die Klubs massiv. Hardboiled SCB ist wieder durch jedes Schlüsselloch gestiegen, damit ich Euch butterwarm darüber berichten kann. Damit Ihr selber immer was zum Feiern habt, vergesst nicht den ultimativen Hardboiled SCB-Adventskalender anzuklicken. An jedem Tag ein Türchen öffnen, macht Spass und der Kalender hat es in sich! Hier der Link: Hardboiled SCB-Adventskalender

Dann aber weiter im Text. Ein paar Vereine feiern diese fromme Zeit absolut konservativ und langweilig. Zum Glück gibt es ein paar Ausnahmen, die hier lückenlos erwähnt werden.

HC Lugano
Die Dogge Schredder spielt wie immer den Weihnachtsmann, da man ihm nur einen roten Mantel anziehen muss, das Gesicht kann man so lassen wie es ist. Das spart Geld, das man dann wieder in Blindgänger wie Lapierre investieren kann. Allerdings ist Schredder als Weihnachtsmann ähnlich untalentiert wie als Trainer, das Foto (s. Bild) von der letzten Feier spricht Bände. Die Kinder weinen heftig, weil die Dogge sie, wie den kleinen Lars im Playoff-Final, massiv beleidigt. Brunner amtiert in einer Nebenrolle als NHL-Schmutzli. Pech ist nur, das nur Frau Schwanzberg an der Feier anwesend ist, da der Rest des Teams lieber zum Zahnarzt geht.

EHC Biel
Die Bieler feiern dieses Jahr nicht heftig, da seit dem Hiller-Transfer für sie nach wie vor jeder Tag wie Weihnachten ist. Zudem fehlt jetzt Kevin der Schläpfer, der durch sein Dauerweinen oft für die richtige Stimmung in der Kabine gesorgt hat.

SCL Tigers
Die aufwendigste Feier findet im Emmental statt. Dort glauben 98 Prozent der Bevölkerung halt auch noch an den Weihnachtsmann. Alle Spieler schenken sich was, doch dieses Jahr hat der immer mürrische Mocken Ehlers die Geschenke zertreten, als die Spieler nach dem Training am Duschen waren.

SC Bern
Kari Jalonen ist als Finne der perfekte Weihnachtsorganisator. Das Team musste sich in der Kabine versammeln, Justin Krueger spielte dann "Oh Tannenbaum" auf seinem Tiefschutz, es tönte wirklich wie eine Panflöte. Jalonen kam rein, grüsste knapp, gab nur dem Backup-Goalie Aebi ein Geschenk, nahm es ihm aber bald wieder weg und verschwand nach Hause. Kommt mir irgendwie bekannt vor ...? Egal.

HC Fribourg-Gottéron
Die Feier wurde abgesagt, weil man sich nicht einigen konnte, wer den Schmutzli spielen soll. Die schmuddelige Art passt auf die gesamte Mannschaft, so dass sich Larry die Harasse nicht entscheiden konnte. Man wollte dann nur mit Conz als Weihnachtsmann feiern, das scheiterte ebenfalls, da die Kostümbildner dem Benjamin den Bart an die Stirne kleben mussten. Hals failed halt.

HC Davos
Wie immer artete die eigentlich besinnliche Feier total aus. Dino Wieser war der Weihnachtsmann, kam aber nur mit einem Hut bekleidet in die Kabine und schrie: "Wer will an meiner Kerze ziehen?". Die Spieler waren geschockt, leider war Arno nicht in der Kabine, er gab seinem Sohn gerade Fahrstunden. Das Team schmiss Dino Wieser aus der Kabine und rauchte danach den aufgestellten Weihnachtsbaum und hörte dazu Janes Joplin-Lieder, gleichzeitig tanzten sie auf dem Trip ihres Lebens südindische Ausdruckstänze.

Ihr seht, alles ist im Lot, auch Hockeyspieler sind nur Menschen, die ebenso Gefühle haben wie wir. Das ist mir aber morgen Abend so ziemlich egal, denn da will ich gefühllos die 3 Punkte gegen die Lugagler erobern.

Freitag, 25. November 2016

25.11.2016 SC Bern - HC Davos 2:1 nV

Ich will den heutigen Matchbericht positiv beginnen. Wir haben nur ein Gegentor gerkriegt und sind auf die Siegesstrasse zurückgelöffelt. So, das wars. Uha. Richtig erwärmen konnte mich das Spiel gegen die Püntler heute nicht. Was früher ein emotioneller Kracher war, zerfiel heute zur Gähn-Partie. Selten sah ich weniger Emotionen in diesen Duellen. Aber eigentlich ist es ja egal, man kann nicht dauernd im Roten drehen, nach der brutalen Schlappe gegen Kloten war es sicher mal wichtig, dass man hinten wieder dicht war wie ein Gummi mit Noppen. Gefühlsecht und so. Ein Weggentor von Plüsch Ferdu hätte uns fast 3 Punkte eingeschenkt, aber kurz vor Schuss kam Davos dann doch noch zum nicht unverdienten Ausgleich. Es nervte, weil uns auch die Verlängerung fast in die Pofurche gerutscht wäre, weil Davos in der Verlängerung 2 Matchpucks hatte, die sie aber versemmelten und dann die Deckenfrau unwiederstehlich zu unserem Sieg einschoss. 2 Punkte sind gut, im Grossen und Ganzen haben wir heute mit "genügend" erfüllt. Das war alben auch meine Note im "Benehmen" als ich noch ein Schulbube war.

Das Spiel begannen beide Teams eher vorsichtig. Ist klar, Davos hat jetzt einen Torhüter, der den Stimmbruch noch nicht hat, wir hatten das letzte Heimspiel vergeigt wie ein Operettenteam, also wollte man mal abwarten. Das war auch der Grund, dass das Tempo nicht sehr hoch war und die Torchancen eher Mangelware blieben. Wir waren in diesem Drittel leicht gefährlicher als Arno dem Kurt seine Truppe, aber so richtig affengeiler Druck konnten wir selten entwickeln. Abgesehen von unserer Leistung spielte aber auch Davos einen unhuren Stiefel zusammen. Es brauchte dann ein Kraftplay weil ein Grischabube gefoult hatte, um uns in Führung zu bringen. Der Senn machte einen Penn, er konnte eigentlich nichts dafür, trotzdem sah es doof aus, als er nach seiner Parade auf den unter dem Sand-Schuss die Scheibe auf die Torlinie kullern liess, wo eben der Plüsch Ferdu nur noch antippen musste.

Das zweite Drittel änderte nicht dramatisch. Davos war jetzt etwas besser im Strumpf, knallte auch noch mal an den Pfosten, da hatten wir Glück wie ein leuchtender Leo. Wir versuchten zwar, immer anzugreifen, aber heute war wieder so ein Spiel wo der letzte Pass wohl eher eine Nilpferdarsch getroffen hätte als dass er auf den Stock des Mitspielers gekommen wäre. Viel Unpräzision war in unserem Spiel, so dass die blutjunge und sicher noch minderjährige Abwehr der Davoser es viel zu lange zu gut im Griff hatte. Nach 40 Minuten stand es immer noch 1:0, wie gesagt, warm wurde mir nicht ums Herz.

Im letzten Drittel versuchten wir schon, dass wohl entscheidende zweite Tor zu schiessen. Es gab auch mal Chancen, die aber eher zufällig entstanden. Wir verpassten die Vorentscheidung, mussten dann auf Genoni hoffen, der nun immer mehr Arbeit kriegte. Davos lief jetzt besser, passte besser, sie steigerten ihr Tempo nun von Minute zu Minute. Doch es schien alles gut zu gehen, bis dieser Gagelschuss in unsere Krätze einschlug. 30 Sekunden vor Schluss. Meine Laune war defintiv tiefer als der Pegel in meinem Bier. Scheissdreck. Nicht wegen den versemmelten 3 Punkten, aber eine Verlängerung hätte es nicht noch gebraucht. Es war wie im Kino, wenn man einen neumodischen Kack-Film schaut und der einfach nicht fertig wird und Du aus lauter Verzweiflung Deine Popcorns nach vorne hämmerst.

Die Verlängerung war dann fast ein bisschen ein Davoser Festspiel, die versiebten grobe Chancen, doch dann entwischte eben der Bodenmann und schoss Backhand einen absoluten Traumofen. Das war der Höhepunkt des Spiels, keine Frage. 2 Punkte sind besser als nichts, wir siegen wieder, legen wir den Schwamm drüber und gehen morgen nach Pill und holen den Dreier halt dort!

Wie bereitet sich der HC Davos eigentlich für den heutigen Knaller gegen den SCB vor?

Von der Tabellenlage her, ist es nun nicht gerade die Knallerausgangslage. Aber die Spiele SC Bern - HC Davos sind nun mal ein Dauerbrenner, ein Klassiker. Da Hardboiled SCB sein Augenmerk sehr auf kulturelle Hintergründe legt, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, um Euch mal die Vorbereitungen des Bündner Traditionsklub, für die schwere Partie bei uns, aufzudecken.

Seit Mittwoch haben die Spieler, so wurde es von Arno dem Kurt angeordnet, absolutes Sexverbot. Nicht weil es die Spieler auslaugen würde, sondern weil viele Spieler sonst Schmerzen hätten von den Peitschenhieb-Wunden. Allerdings stösst dieses Verbot auf leichte Ablehnung bei den 2 Spielern, die bereits regelmässig Sex haben. Den Anderen ist es egal, da sich noch Zuhause bei Mutti wohnen. Dino W. (ich habe extra nur "W." geschrieben, damit man Wieser nicht erkennt und seine Anonymität so gewährleistet ist) kann dem Sexverbot überhaupt nichts Positives abgewinnen. Er betitelt es als "fertiga huara Schissdregg". Dem sympatischen Wonneproppen stösst dabei sauer auf, dass das Sex-Verbot nur für ihn gilt, seine Freundin sich aber einen Deut darum kümmert. Ich frage ihn, ob es denn wirklich sooo schlimm sei, wenn man mal auf die fleischlichen Gelüste verzichtet. Seine Antwort war "am Freitag habe ich dann Hoden bis am Boden". Gut, gehen wir da nicht gröber ins Detail.

Treffpunkt für die heutige Fahrt nach Bern war um 04.30 Uhr vor dem Car-Parkplatz neben dem Stadion. Gut 4 Stunden brauchen die Spieler, um das Gefährt aus dem Schnee freizuschippen. Um 08.30 bezieht der HC Davos dann den Car auch von innen. Die Sitzordnung ist übrigens nicht fix, die Davoser setzten laut Dino W. die Spieler immer nach Arschloch-Faktor hin. Die dümmste Nuss sitzt immer ganz vorne, was dem HCD prompt Probleme einbrachte, da der Chauffeur es überhaupt nicht witzig fand. Dann beginnt die kritische Fahrt ins Unterland. Kritisch nicht wegen den 108'000 Kurven die einem die Kotze durch die Nase pressen, sondern weil hinter jeder Kurve ein bekiffter Yeti auf der Strasse liegen könnte. Das braucht einen reaktionsschnellen Chauffeur der sofort auf die Bremse tritt. Meistens entpuppt sich dann der Yeti als ein betrunkener Verwandter vom Bartli Forster. den die Mannschaft routiniert in den Strassengraben legt. Und weiter gehts!

Wenn die Bündner dann nach der zähen Fahrt im Unterland sind, zieht Arno der Kurt höchstpersönlich die Rollläden im Car herunter. Die vielen Lichter würden die Spieler sonst nur unnötig aufregen. Ebenso ist die Farbe "grün" für die ewig Schneebedeckten nicht gut, bei uns sind die Wiesen halt noch in dieser Farbe. Die Spieler meinen dann, sie hätten ein Game gegen die SCL Tigers, die sich für die Playoffs qualifiziert haben. Die Einstellung wäre weg, da sie gegen Langnau eh meistens gewinnen. Mit der Sicht eines U-Boots in 5'000 Metern Tiefe fährt der Car zur PostFinance Arena. Ab da ist seit dieser Saison ein striktes Alkoholverbot für die Spieler. Da ein Bündner sich im Finstern automatisch nackt macht, parkiert der Car sauber hin und wartet dann 5 Minuten, bis alle Jungs wieder bekleidet sind. Hier ist ein hohes Verletzungsrisiko für Dino W., da ihm schon ab und zu jemand auf die Nüsse getreten ist, obschon er aufrecht gestanden ist (Erklärung siehe oben).

Dann ist bald 19.45 Uhr, die Arena zittert, ist laut, und der HCD kommt mit Schaum vor der Schnauze aufs Eis. Das verwundert nach meinen Enthüllungen niemanden mehr, oder? Freuen wir uns auf ein hoffentlich spektakuläres Spiel! Mit dem Mutz als Sieger (Verliert Davos, ist das Sexverbot per sofort aufgehoben, wie das Bordell "Rasierte Bergziege" bestätigte).


Montag, 14. November 2016

Das Bashing gegen Davos geht weiter - jetzt reichts!

Nachdem der Bergort bereits beschuldigt wurde (Hardboiled SCB berichtete darüber), dass nur wegen Davos der gesteigerte Lapierre mit Namen Donald Trump als Präsident gewählt wurde, schlägt nun Marco Rima, der unwitzige Zuger, sogar auf dem deutschen TV zu. Ihr seht auf dem Bild, zu welch harter Aussage er sich hinreissen liess. Ganz Davos sass geschockt vor dem TV, draussen auf dem Gletscher weinten die Steinböcke und Arno musste zurückgehalten werden, damit er nicht im Sportwagen nach Köln brettert und dem Marco Rima einen auf den Löffel semmelt. Klar, beide Aussagen stimmen ja irgendwie, trotzdem ist es jetzt ein bisschen hart, wie auf den Berglern herumgehackt wird. Dann noch in einer grossen Zeitung und im Fernsehen. Das passiert nur, weil die Bevölkerung zu wenig über den sympatischen Ort informiert ist. Man kennt das Kaff halt nur aus der unerträglichen Berichterstattung vom Spengler Cup, wo der Rainer Maria Salzstreuer in einer Clown-Jacke den Max macht. Deshalb zeigt Euch Hardboiled SCB nun mal die Vorzüge dieses Bergdorfs.

Also, als Kind kannst Du Dir wirklich wünschen, in Davos auf die Welt zu kommen. Du musst einfach darauf hoffen, dass Deine Muddi keine Freiluft-Geburt anstrebt, da Du sonst bei -31 Grad, im Schnee liegend, Deinen ersten Atemzug machst. Aber dann geht es ab! Dein Papi lernt Dich Ziegen hüten, dein Papi geht mit Dir an die HCD-Spiele, das tönt gut und sind die zwei einzigen Sachen, die man dort oben anstellen kann. Das reicht aber, so werden die Bälger nicht verwöhnt. Ebenso vorbildlich sind die Gutenacht-Rituale. Während man im Unterland dem nicht schlafend wollenden Kinde mit dem schwarzen Mann oder sogar dem Pööggelmann droht, werden solche Horrorfiguren in Davos nicht verwendet. Da sagt die Mutter einfach "Schlaf jetzt, sonst kommt Dino Wieser rein". Das Kind wird augenblicklich bewusstlos und die Eltern haben ihre verdiente Ruhe.

Dann wird aus dem Wonneproppen ein Teenager. Hier in der Stadt ist doch immer das gleiche Geleier: "Wie putze ich mich zu ohne dass ich verhaftet werde?". Kein Problem in Davos! Gras wird dort im freien Verkauf angeboten oder, wie damals Guggisberg, mit der Post geschickt. Ebenso locker kann man sich 2 Millionen Bier pro Jahr hinter die Binde kippen, da ein Teenager, der nicht säuft, dort ohne Hemmungen als "Luganer" abgestempelt wird.

Dann wird das Kind 18 und ist erwachsen. Hier im Unterland krabbeln die jungen Erwachsenen dann jeden Rappen zusammen, weil sie enorm unter Druck sind und Autofahren lernen wollen. Das kostet aber eher grob. Nicht so in Davos. In der Theorieprüfung muss man seinen Namen richtig schreiben, das reicht schon, und für die praktische Prüfung muss man einfach nüchtern vor dem Auto stehen, das heisst dann: bestanden. Arno del Curtos Sohn hat ja dann gezeigt, dass man auch mit dieser schnellen Ausbildung den Mannschaftscar vom EV Zug richtig gut jagen kann. 

So ab 30 Jahren geht es dann schon bergab mit der Lebensqualität. Ist klar, wenn man halt schon im August mit Schneeschippen beginnen muss. Der Rücken ächzt und die Hoden bimmeln. Der Daueralk ist auch keine Lösung, ebenso sich die Welt rosarot hinkiffen. Aber man hat ja noch den HCD, wo man als verknorpelter Greis an die Heimspiele pilgern kann und schunkelnd zu "E-ha-e-ha-ho"-Liedern die ganze Schweiz nerven darf.

Ihr seht, informiert man sich, liebt man Davos noch nicht gerade heiss, aber man akzeptiert ihre seltsamen Ansichten. Falls der Kurort mir als Dank für diesen Artikel eine Ferienwoche mit Unterkunft, Gratis-Skipass und freie Verköstigung schenken will: Sorry, ich bin an diesem Datum krank. Egal in welchem Jahr. Uha.


Freitag, 11. November 2016

Aha, deshalb ist der HCD nicht mehr so beliebt

Der Transfer vom ungeschliffenen Diamanten Gaeton Haas zu unserem Lieblingsclub hat hohe Welle geschlagen. In Biel wurde ein Jahr Staatstrauer ausgerufen und auch die restliche Eishockey-Schweiz rieb sich verdattert am Glied. Der Haas war doch vor Monaten eigentlich von der schreibenden Zunft bereits zum HC Davos transferiert worden. Bis anhin war es ja normal, dass Arno mit seiner Bande die ganz grossen Talente immer auf Davos holen konnte. Doch scheinbar hat sich die Eishockey-Landkarte der Schweiz etwas verändert. Davos hat nicht mehr die Ausstrahlung der vergangenen Jahre. Hardboiled SCB hat wieder einmal durch eine professionelle Recherche die Wahrheit ans Licht gebracht.

Der erste Grund seht ihr gleich auf dem Foto. Der Donald Trump wurde als 45. Präsident der vereinigten Staaten von Amerika gewählt und ist auf der ganzen Welt ungefähr so beliebt wie ein Kaderspieler der Hutzenbröhne. Die Welt heult auf, obschon man ja zugegebenermassen noch überhaupt nicht weiss, wie er seinen Job machen wird. Auf jeden Fall hat Amerika nun wieder eine First Lady, die ein schön gefülltes Gehirn hat. Auf das schauen die Männer, jaja. Also, Donald Trump war einfach ein Immobilien-Mogul, bis die Geschichte dann ihren Lauf nahm. Trump sah auf NBC ein Interview von Arno del Curto in Englisch. Da wurde dem Donald klar, dass man alles im Leben schaffen kann, wenn man nur schlecht genug redet und dazu etwas verwirrt in die Kamera gafft. Das war der Startschuss zu seiner Polit-Karriere! Und die ganze Welt denkt: "Fresst Unterhosen, Davos".

Dann gab es noch 2 weitere Ereignisse, die dem HC Davos geschadet haben.  Frank Darabont war 2009 als Gast am Spengler Cup. Der Regisseur war bis zu diesem Datum unbekannt ohne Ende. Er durfte aber, da er Amerikaner ist, in den Katakomben rumirren. Da kam ihm nach dem Spiel der Dino Wieser entgegen. Die Zähne fehlten, seine verschwitzten Haare hingen im ins Gesicht und er gab, wie üblich, grunzende Laute von sich, die man in Davos "Interviews" nennt. Dem Frank schoss ein Geistesblitz durch den Kopf. "Da muss ich doch eine Serie daraus machen aus diesem Halb-Zombie" dachte er. Ein Jahr später feierte "The walkink dead" dann Permiere beim Sender AMC.

In der Neuzeit gibt es ebenfalls noch ein tragisches Ereignis. Wir alle kennen den unheimlich neuen witzigen Fondue-Werbespruch "chli stinke muess es". Auch da hatte die Ortschaft Davos grossen Einfluss. Dieser Spruch mussten die leichten Damen im Bordell "Gämsenstock" immer anhören, wenn ein Freier seine Unterhosen elegant auszog, was meistens tönte, wie wenn man einen Klettverschluss öffnen muss. da die Dinger halt klebten. Ein Werbefritz lief zufällig an einem geöffneten Fenster vorbei und hörte diesen Ausspruch, der jetzt (ähnlich wie FIGUGEGL) wohl über Jahre bei jedem geschmolzenen Käsefressen zu hören sein wird.

Ihr seht, es kommt nicht von ungefähr, dass der HC Davos langsam aber sicher abrutscht. Wer sich halt solche Publicity holt, darf sich über die fehlenden guten Transfers nicht beklagen. Und jetzt freuen wir uns alle auf den ultimativen Spitzenkampf in Zug!

Freitag, 21. Oktober 2016

21.10.2016 SC Bern - HC Davos 3:2

Wenn Deine Partnerin aus der Toilette ruft "Schatz, Hilfe, ich habe den Faden verloren" dann droht Ärger. Das bedeutet ja nichts anderes, als dass der mit 1 Liter Blut gefültte Tampon nun ohne Faden in der Grotte hockt. OK, das Problem ist schnell gelöst, ein paar deftige Rückenschläge und der Blutegel sitzt im Klo. Wenn mein Klub aber den Faden verliert, ist das viel dramatischer, aber dank "The Wall of Wall" Leo Geo blieb es beim unguten Gefühl. Dank einem sackstarken ersten Drittel brachten wir die Davoser in die Bückstellung und siegten mit 3:2. Ein unhuren wichtiger Sieg, warten doch nun auswärts mit den Lionern und den Lasagnern zwei ekelhaft starke Gegner auf uns. 3 wichtige Punkte sind geile Punkte, also lasst uns feiern!

Das erste Drittel lupfte mich vom Sitz. Was für ein Tempo von unseren Buben, was für ein Spielwitz, was für eine Dominanz. So stelle ich mir SCB-Hockey vor. Davos wurde vermüllert und vermahlen, es war brillant. Unser unbändiger Tempodruck brachte uns das 1:0 durch ein ziemlich hässliches aber ist ja scheissegal Tor von Randensalat. Total verdient, total gerecht. Davos war uns wohl tempomässig in der ganzen Geschichte des Eishockeys noch nie so unterlegen. Ihr Ausgleich war dann auch eher glücklich, als Leo Geo zwar reflexschnell abwehren konnte, gegen den Nachschuss aber keine Chance hatte. Auch weil der Affenmann ziemlich genial vewertete. Und wir? Es störte uns einen feuchten Furz. Die Powerhour war noch lange nicht zu Ende. Massenhauer, der immer besser wird, servierte einen Zuckersaugrohraffenpass auf Tormaschine Reichert, der geil zum 2:1 in die Maschen knallte. Und als eine wirklich hochstehende Kombination durch Plüsch Ferdu zum 3:1 in ihr Tor drang, fühlte ich mich wie auf Wolke 22. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten wir noch locker 2 oder 3 Tore dem Senn machsch Penn? ins Tor fegen können.

Aber, das muss auch gesagt werden, das Tempo kombiniert mit der Präzision konnten wir bereits im zweiten Drittel nicht mehr auf diesem Level halten. Davos steigerte sich nun langsam aber stetig, so dass es vor unserem Knarst nun auch mehrmals brannte. Aber wenn man einen geilen Feuerlöscher hat, muss man sich noch nicht so Sorgen machen. Bei uns riss eben der Faden nun immer mehr, symbolisch dazu waren die Powerplays. Zwar kam man mit viel Ideen sofort in das Drittel der Püntler Bergfreunde, aber damit war auch schon fertig. Komische Pässe und komische Einfälle machten unser Powerplay zu einem Horrorplay. Das war nicht gut, das ganze Drittel war nicht gut. Davos nahm immer mehr Fahrt auf.

Das letzte Drittel brachte dann zu Beginn eine Steigerung unsererseits. Der spielentscheidende Treffer wollte aber nicht fallen, auch weil der Senn ein paar Dinger wie eine Alp entschärfte. Die Zitterknie kamen dann nach dem Anschlusstreffer der Daffoser. Ein sauberers Powerplay (gut analysieren lieber Herr Karl Ja Lonen, so ginge es!) liess schlussendlich dem Leo Geo keine Chance. Wer hätte gedacht, dass dieses Spiel noch dramatisch werden würde? Nun brauchte es viel Einsatz und viel Reflexe. Die Defensive hielt Davos nicht unbedingt in Schach, aber wir brachten immer wieder einen schön langen Stock in die Schüsse der Bergsennen, so dass wir am Schluss jubeln durften.

Also, das Tempo vom ersten Drittel kann man wohl nicht über 60 Minuten durchhalten, das ist mir klar. Andererseits kann man auch mit weniger Tempo die Daffoser kontrollieren, nur darf man dann halt nicht plötzlich Mühe mit der Scheibe haben. Wir vergagelten viele Kontermöglichkeiten durch technische Mängel, das ist mir nicht entgangen. Aber ich will nicht heulen, Sieg ist Sieg, und das heute waren wirklich so richtig wichtige Punkte!

Daovs hat nicht schlechte Goalies - nur etwas jung sind sie

Ja, heute steigt ein wahrer Brüller in der BrotFirlefanz Arena. Das hochstehende Duell SC Bern - HC Davos steht an. Allerdings scheint in dieser Saison alles etwas anders als sonst. Völlig ungewohnt ist, dass für einmal der HCD unbedingt vom Strich wegkommen will. In den vergangenen Jahren war das ja meistens umgekehrt, da die Davoser zu Beginn einer Saison meistens der Konkurrenz davon eilten. Doch auch Davos kann nicht alle Abgänge immer perfekt kompensieren. Als Leo Geo zur Einsicht kam, dass es im Flachland doch auch schön sein müsse und glücklicherweise zu uns wechselte, verharrte der Arno auf dem Transfermarkt wie eine Salzsäule und entschied sich, mit dem Gilles Senn (13 Jahre) und dem Joren van Pottelberghe (11 Jahre) zwei sogenannte Pampers-Buben ins Tor zu stellen.

Wie immer ging Arno volles Risiko. Wenn man bedenkt, dass auch der Stefan im Eck lange noch zu haben gewesen wäre ... Aber nein, Arno verpflichtete dafür in seine junge Abwehr den Iranschweden Rahimi und vertraute seinen Greenhörnern im Tor. Die relativ schlechte Tabellenlage von Davos darf man natürlich nicht nur auf die Torhüter abschieben. Aber es gibt schon ein paar Hinweise, dass es mit der Defensive nicht zum Besten steht. 

Da wären mal die Gegentore. Wir mit unserem Königstransfer Leo haben, trotz zum Teil eher mittelmässigen Leistungen, erst 35 Gegentore kassiert und sind mit diesem Wert die Nummer 2 der Liga. Nur der unerhört langweilige ZSC hat da einen noch besseren Wert. Davos hingegen liess es schon 50 Mal in der eigenen Kiste bimmeln, was mit Lugano und Ambri zusammen das Schlusslicht in dieser Wertung bedeutet. In der Offensive können sie mit uns knapp mithalten. Da wir aber eher zu wenig Tore schiessen, ist das für Davos auch keine Beruhigung. Die Bündner war sonst meistens ein Garant für Tore ohne Ende. Das zeigt, dass eine gewisse Verunsicherung Tatsache ist und das ganze Team noch nicht so recht im Tritt ist. 

Allerdings gibt es keine Grund, die Davoser zu unterschätzen. Nach wie vor können sie ein enormes Tempo vorlegen und sogar schwedische Langweiler etwas aus der Fassung bringen. Entscheidend wird sein, dass der SCB heute den Druck sofort vor die Davoser Kiste verlagert, gleichzeitig aber auch dauernd die Alarmglocke "Überschallkonter" im Gehör hat. Auf jeden Fall erwarte ich ein spektakuläres Spiel in der hoffentlich gefüllten Arena.

Viel schlimmer als die zum Teil durchzogenen Auftritte hat die Spieler des HCD die Meldung getroffen, dass die "Blogen Plaza" neu nur noch bis um 19.00 Uhr geöffnet ist (es stand in jeder Zeitung). Oft zogt es die Davoser Spieler nach einem Heimspiel noch in der vollen Ausrüstung an die Location, wo sie dann von Arno am darauffolgenden Morgen mit einem Heuwagen eingesammelt und nach Hause gebracht wurden. Bei so einem Ablauf-Manöver hat ja der Dino Wieser auch einen Teil seiner Zähe verloren, als er einen Pferdehuf küssen wollte, da er dachte es sein Arnos Sohn. Ihr wisst noch, der Kreisverkehrfahrer mit der Lizenz zum Rammen. Und ganz Zug klatscht jetzt.

Dann gehen wir mal in die Spiele rein. Wir spielen das nächste Spiel ja dann erst am Montagabend (!!!),. ein sehr attraktiver Termin, auswärts bei den ZSC Lions, die an diesem Wochenende die Halle leider nicht brauchen können, da scheinbar eine "Erotikmesse für Knorpelpenisse" stattfindet. Also für Langnauer. Uha.  

Sonntag, 18. September 2016

18.09.2017 HC Davos - SC Bern 1:4

Hoho. Prust. Wieher. Fasthosenbisel. Kommt schon, fragt doch bitte, warum ich so unendlich fröhlich lächle. Fragt schon! Uha uha uha. Also, ich lächle, weil wir heute ein Spiel gewonnen haben, das eigentlich nur der Genialardi Genoni für uns gewonnen hat. Der Genoni, der laut einer Online-Zeitung "noch nicht in Bern angekommen ist". Ja genau. Fast 98 Prozent der Schüsse hat der Hexer heute aus der Schüssel gekratzt. Das war die Grundlage für diesen Sieg. Es brauchte dazu noch die fast unglaubliche Effizienz vor dem gegnerischen Kasten. Die Tore kamen immer zum richtigen Moment, obschon Davos fast dauernd das Spiel dominierte. Aber das ist mir so ziemlich egal, wir waren auf auswärtigem Eis, da zählen für mich nur die Punkte. Und die 3 Punkte haben wir, das tut gut.

Davos wollte uns überrennen. Die starteten wie die Wasserwehr und boltzen mit hohem Tempo gegen unsere Mannen. Wir selber hatten grob Mühe, auch nur einen Angriff aufzubauen. Weil es, wie gestern, immer noch sehr viele Unkonzentriertheiten und Fehler gab. Aber dann schlugen wir eben trotzdem zu. Lasch bediente mit einem Backhandpass den Alkoholbeller unwiderstehlich genau. Der Bursche knallte zwar nicht so platziert, aber das stört nicht, wenn ein Senn auf der Alp im Tor steht. Egal, die Führung war da. Das tat einen Moment lang gut, Davos war sichtlich genervt. Aber wir konnten das nicht ausnutzen, da wir die Schaufel des Freundes einfach noch nicht in genügender Art finden. Als Davos wieder bolzte, mussten wir dann den Ausgleich fressen. Es war ein herrlicher Angriff der Gemsen. 

Das zweite Drittel war wiederum nur 4 Minuten alt, als der Massenhauer sich geil durchsetzte und das Auge für .... REICHERT hatte. Die alte Dampfmaschine verwertete den Pass und wir konnten uns bereits wieder in Führung wähnen. Gut für die Nerven. Aber nur für einen Moment. Davos antwortete mit zügigen Angriffen und es brauchte den Leon Hardy mehrmals in extremis, um nicht erneut den Ausgleich zu fressen. Unsere Chance kam dann auch, als wir eine doppelte Überzahl ausspielen konnten. Allerdings war das Powerplay grauenhaft gespielt, es kann doch nicht sein, dass man mit 2 Mann mehr auf dem Eis nur die Knaller von der blauen Linie sucht ...? Ich weinte, nicht heftig, aber doch feucht. 

Der letzte Spielabschnitt war dann zu Beginn gar nicht gut für die Herz- und Hodennerven. Davos kombinierte gefällig, hatte aber scheinbar den Gagel in den Hosen weil der Leonard nun bei uns hext. Sie vergaben trotzdem den sicheren Ausgleich, die Halle heulte auf. Noch viel lauter wurde das Heulen, als sich zwei Davoser 2 Meter vor dem eigenen Tor in die Birne fuhren und Lasch eiskalt das 3:1 erzielte. Uha. Wie geil. Wie effizient! All die wütenden Angriffe der Davoser waren zwar immer noch gefährlich, aber ihnen fehlte nun der Glaube an die Wende. Sie waren nun zum Abschuss freigegeben, was dann der Dart Meyer im Powerplay auch erledigte - 4:1 und fertig wars.

Also, die Punkte sind mal gut für das Gemüt, weniger gut war erneut unser Spiel. Versteht mich nicht falsch, wir haben gewonnen, aber trotzdem gibt es noch massives Steigerungspoteintial in Richtung Passgenauigkeit, Übersicht, Angriffsauslösung. Aber ich bin Berner, ich weiss, all das wird trainiert und bald abrufbar sein. Mit vertauschten Goalies hätte Davos heute übrigens 23:1 gewonnen, ein herzliches "Danke" an unseren neuen Hexer. Und auch an die Fans, der Auftritt "Playa del Bern" war grosses Kino.

Dienstag, 30. August 2016

Eintritt an HCD-Spiele bald nur noch für Erwachsene?

Wie immer wenn die Saison an die Tür klopft, sind die Teams eifrig dran, die neuen Spielerporträts abzulichten. Früher, als es noch kein Internet gab, waren das die berühmten Autogrammkarten. In der digitalen Welt werden die Dinger primär auf die Webseite des Klubs gebombt, damit jeder Spieler neben seinen Statistiken auch mit einem schnuckeligen Bild verewigt ist. Da man überall nun auch Marketing-Manager angestellt hat, müssen die natürlich auch was für ihre Kohle tun. Sie studieren Tag und Nacht, mit welchem originellen Motiv man die Spieler ablichten will.

Beim SCB hat man die Jungs ohne Shirt abgelichtet, man sieht so die nackte Ausrüstung. Nicht gerade die neuste Idee, das war glaube ich in Biel auch schon mal der Fall. Für mich ist wichtig, dass ich, vor allem die neuen Spieler, mal ohne Helm und Maske sehen kann. Was genau sie anhaben und ob die Foto von unten oder oben gemacht wird, ist mir an und für sich total wurscht.

Ebenso beliebt sind diese Bilder natürlich für die kleinen Fans. Die klicken im Web herum und sehen dann das unheimlich männliche Gesicht von Jobin und verlieben sich augenblicklich in den Burschen. Oder Jungs wollen den gleichen Haarschnitt wie Untersander, weil man den eben jetzt ohne Helm mal deutlich sieht. Sehr kurze Haare hat er übrigens. Aber egal.

Alles wäre so schön, käme jetzt nicht der HCD mit seinem Horrorkabinett (s. Bild). Sowas geht also jetzt gar nicht. Das Motto ist klar: ein Spieler macht eine Fratze, der Andere lässt sich so fotografieren, wie er eben ist. Das Resultat brachte sogar Erwachsene zum Angstschrei. Geschweige denn die Kinder! Die heulen seit Tagen nur noch. Da verbietet man ihnen anständige Kriminalfilme wegen ein paar Kopfschüssen in Zeitlupe oder hochstehende Pornofilme wegen dem Jugendschutz, dann kommt der HCD der einen solchen Schocker abliefert. Ich bin fassungslos. Gehen wir mal auf das Bild ein.

Links sieht man Andres Ambühl. Es ist grauenhaft, wie er verzweifelt versucht, ein sympathisches Gesicht  hinzukriegen. Er will so normal wie möglich wirken, aber jedes Kind durchschaut seine Absicht und beginnt ab dieser schlimmen Aufnahme zu weinen. Da nützt es auch nichts, dass Dino Wieser (rechts im Bild) sich so gibt, wie er ist. Die Kinder sind bereits zu verstört, um sich noch auf Wieser zu achten.

Der Jugendschutz wird ohne Zweifel einschreiten müssen. Allerdings wäre ein Alterslimit von 18 Jahren für den HCD wohl der Todesstoss, da sie dann nur noch etwas über 140 Zuschauer pro Heimspiel hätten. Oder wird eventuell nur Ambühl gesperrt? Wir werden es bald erfahren.

Egal, ich möchte einfach dem Dino Wieser danken, dass er trotz der Grimassenaufforderung des Fotografen sich einfach so zeigt, wie er ist. So ist sein Gesichtsausdruck auch, wenn er eine Frau anspricht oder eine Pizza bestellt. Das ist Reality pur. Das macht ihn nicht sympatischer, aber ehrlicher! Und nächstes Jahr hängen diese Bilder dann im Europapark in der bis jetzt langweiligen Geisterbahn.

Mittwoch, 30. März 2016

SIHF: Entlasst endlich diese 2 Clowns die über die Spieler richten!

Das Drama nimmt also, wie zu erwarten, seinen Lauf. Blumenkohl und Schwerweh wurden für das erste Finalspiel nun hochoffiziell gesperrt. Nach normalen Spielsituationen. Bei Blumenkohl war es ein Zusammenprall, bei Schwerweh ein Check. Und Helebardenling ist noch hängig, da war der Übersee-Eseff wohl schon zu müde, um auch noch das zu richten. Auf dieses Urteil kann man dann bis heute warten. Das nenne ich doch mal speditive Arbeitserledigung. Wohlgemerkt, ich rede hier nicht nur wegen den unseren Fällen, fast alle Vereine wurden von diesen unfähigen Menschen bereits in den Kakao gezogen. Aber ich kann hier über unsere Fälle schreiben, weil ich a) den SCB verfolge wie ein Spion und b) das Hockey liebe wie die Tschulia Roberts den Ritschrd Giir in "Pretty Women". Gehen wir es schnell durch, es lohnt sich.

Fall Krueger
Der Schwede aus Davos dribbelt sich im Slot nicht schlecht durch. Krueger fährt dann auf ihn zu, es gibt einen Zusammenprall mit dem Schweden. In der Videoanalyse der 2 Schimpansen schreiben sie, dass Krueger die Spannung noch aufbaut und dann einen Kopfcheck macht. Und der alte Schwede sei verletzt. Ja, nur sollten sie sich informieren, laut dem HCD ist er am Fuss verletzt worden. Am Fuss! Die Frage ist nun: Hat der den Handstand gemacht? So wie ich nach meiner Wette? Nackt? Ein Kopfcheck verletzt den Fuss? Eine Topanalyse. Der Zusammenprall war da, keine Absicht von Krueger, solche Situationen gibt es pro Spiel gefühlte 300 mal. Aber egal, zu 5 Prozent kann man hier sagen "OK", dann halt.

Fall Scherwey
Der Davoser Verteidiger ist an der Bande im Puckbesitz. Scherwey will, so schreibt es das Gesetz des Forechecking es vor, den Spieler attackieren. Der Davoser kriegt die Scheibe wie ein Amateur nicht unter Kontrolle, duckt sich der Bande entlang noch leicht ab (in der NHL würde man den Esel schon nur wegen dem Verhalten an der Bande sperren), als Scherwey ihn total korrekt checkt, wird der Tatteri vom Check überrascht und hat dann Schmerzen. In der Urteilsbegründung wird angegeben, dass Scherwey in vollem Lauf und 0.32 Sekunden vor dem Zusammenprall doch hätte sehen können, dass die Scheibe freilag, er hätte chrigeln müssen und den Check abbrechen müssen und die Scheibe holen gehen. Mir kommt das Kotzen.

Ich fasse zusammen: Krueger und Scherwey wurden für diese Dutzend-Aktionen härter bestraft als Schüschu Kopfcheckgott Sprunger, der mit einem der krassesten Kopfchecks in diesem Jahrhundert dem Rubin das Jochbein zertrümmert hat. In der Urteilsbegründung dort versuchten unsere 2 Clowns alles, damit es wie ein total normaler Check genommen werden solle. Man könne auch nicht beweisen, dass der Jochbeinbruch vom Check oder vom Sturz auf das Eis herrühre. Genial. Und: unsere beiden Jungs werden gleich hart bestraft wie Rod von Genf, der dem Glauser von Fribourg einen unsäglichen Kopfcheck verabreicht hat. Mit Anlauf. Mit Absicht.

Ebenso lustig erscheint mir, dass beim Check gegen unseren Hischier (Schlüsselbeinbruch) keine Verbandssau auch nur auf die Idee kam, ein Verfahren einzuleiten. Der Check war nach meiner Analyse sauber, aber haben die beiden Fürze das wirklich ohne Verfahren entscheiden können? Oder hatten sie einfach kein Interesse daran?

Ich stelle mir diese zwei Würste vor, wie sie in Einzelbildschaltung mit Schweissperlen auf der Stirn die Szenen anschauen ... nur soviel: In Einzelbildschaltung sieht auch ein Porno wie schwere Körperverletzung aus ihr Würste! Um solche Situationen zu beurteilen, braucht es Hockeykenner, neutral, nicht ein EVZ-Jurist der Hockey nur von der Tribüne aus kennt und so weich ist, dass er sich am Joystick seiner Playstation dauernd verletzt. Und auch keinen mit Schimpf und Schande aus der NHL geekelten Ref. Diese Kombination ist ein Verbrechen an der Sportlichkeit.

Aber das Drama ist ja noch nicht durch! Heute wird ja noch Helbling beurteilt. Picard auf Provokationskurs, er überschreitet die rote Linie, feilt Helbling an, der macht das einzig Richtige und knallt dem Affengesicht 2 auf die Nuss. Ich schreibe Euch hier schon die Urteilsbegründung für die 6 Jahre Sperre hin, die Helbling kriegen wird: "Picard hat zwar die Grenze (rote Linie) überschritten, aber das hat Hitler am 1. September 1939 auch gemacht. Die Geschichte hat uns gelernt, dass man solchen Provokationen nicht mit Gewalt begegnen darf. Der Weltkrieg ist nur entstanden, weil man sich provozieren liess. Wir sperren somit Helbling gleich lange, wie der zweite Weltkrieg gedauert hat.". Würde es jemanden überraschen wenn ich richtig liege?

Unser Eishockey hat ein echtes Problem - holt doch noch Sepp Blatter als Obmann ihr Pfeifen!

Samstag, 26. März 2016

HF 5: HC Davos - SC Bern 3:4 (FINALE!!!!!!)

Meine offizielle Mitteilung an den SC Bern, Finalist in der Saison 2015/16: IHR SEID GEILE SAUGEILE AFFENGEILE MEGATITTENGEILE GROSSSCHWÄNZIGE HERRLICHE SIECHE DIE UNS IN 9 SPIELEN VERGESSEN HABT LASSEN, WAS WIR FÜR EINE SCHEISSE IN DER REGULAR SEASON GESEHEN HABEN. NUN SEID IHR HELDEN, RICHTIG GEILE HELDEN, UND WIR LIEBEN EUCH.

Meine offizielle Mitteilung an den HC Davos: Schöne Badeferien, schiebt Euch die gesamte Saison in Eure wolfsfeuchten analen Löcher. Aber, ich muss es sagen, nach den ersten Weinkrämpfen nach Spiel 1 und 2, habt ihr Euch danach immerhin wie Männer verabschiedet. Es war für uns eine geile Serie, für Euch nicht, aber das wird euch gleich sein da der Genoni nun zu uns kommt. Uha uha uha.

Was für eine Sensation, ich muss es nochmals gross schreiben: WIR SIND IM FINALE UND DAS BEDEUTET DASS ICH MIR GENAU JETZT DEN HAMMER INS HIRN LADE! GOTT WIE GEIL!

Ja, das Spiel begann pfiffig. Ich hatte sehr grossen Respekt vor diesem Game, Davos ist erst erledigt wenn Du sie erledigt hast, gibst Du ihnen nur ein Promille Chance, dann schlagen sie zu. Die Nerven lagen bei mir blank, aber ganz herrlich war dann natürlich unser Start. Kaum hatte das Spiel in der unsäglichen Höhenluft (die dann auch noch nach Gemsenkacke riecht), da läuft unser Blumenkohl durch die Abwehr der Davoser durch und hämmert einen absolut herrlichen Ofen in das Netz. 0:1 und ich am toben und so. Mann soff ich Bier. Aber ich verschluckte mich fast, denn ein paar Minuten später schob die Blume auf Schwerweh und der Fighterkamikazenmann knallte uns mit 2:0 in Führung, da waren noch keine 5 Minuten gespielt. Jubeln ist geil, aber eben, man darf nie zu früh jubeln. Als wir dann sogar noch 5:3-Überzahl spielen konnte, bebte mein zartes Herz massiv. Aber es folgte dann der erste Dämpfer, ja genau, ihr ahnt es, wir kassierten erneut einen Scheissegagel-Furzkopf-Shorthander mit 2 Mannen mehr auf dem Eis. Das nervte, ich tobte, das Bier soff ich aus Trotz ex weg, Scheissdreck! OK, wir korrigierten es durch einen Treffer von Blume in der gleichen Überzahl, aber wenn wir ehrlich sind hätten wir in dieser Phase die Entscheidung bereits zementieren können. Das Drittel blieb schnell, verdammt schnell, und dank ihrem Anschlusstreffer dann leider auch spannend. Es war Spektakel was da in den 20 Minuten abging.

Danach war Davos mehr am Drücker, logo, die spielten gegen die zu engen Badehosen die ihnen drohten. Aber hinten hexte der Stefan im Eck absolut geil, gegen vorne lief mir da zuwenig und ich zitterte meine Biere nur noch so hinunter. Es brauchte dann eben den Kornacker, der in einem Powerplay (das sonst zu wenig effizient war; fast wie ein Freier bei einer Edelnutte der dann nur reden will und so) absolut fantastisch einen Hammer in den Angel sendete. Was für ein geiler Ofen, was für eine Beruhigung, was für ein Torjubel, was für Gelüste auf ein neues frisches Bier!

Dann aber begann das grosse Zittern. Klar verteidigten wir im letzten Dirttel wie Warriors, aber im Hockey ist das eben so seine Sache. Ab und zu konterten wir gut und gefährlich, aber der Torhüter der nächstes Jahr ja bei uns hexen wird, hielt Davos in diesen Szenen im Spiel. Genau so wie Stefan im Eck, er hielt absolut fantastisch, musste sich aber 7 Minuten vor Schluss überwinden lassen weil der doofe Amöbenbühl die nussfreie Zone ziemlich genau traf. 7 Minuten zittern, es gibt schönere Momente im Leben, so ein Besuch bei der Dental-Grüblimore oder so. Aber trotz guten Chancen der Davoser hielten wir alles weg von unserem Netz, wir zitterten schon noch, aber irgendwie sind wir gewaltig gross geworden. Sieg, unglaublich, Finale, ich bin im Rausch, ich saufe und rauche ohne Ende, das Bundesamt für Nüchtern hätte keine Freude an mir. Aber es ist mir sowas von Scheisskackemuschigagelanalegal! FINALE!

Feiert ab, tobt, singt Lieder, weckt die Nachbarn, zieht Euch nackig aus und macht den Handstand, ich sende die grössten Glückwünsche an das Team, an den Staff, an mich selber weil ich so betrunken die Tasten noch finde! Was für eine Leistung, was für ein Durchmarsch, die Nummer 1 und die Nummer 2 haben wir weggefegt wie vollgepisste Windeln. Und nun ist klar, es gibt nur noch ein Ziel: Schweizer Meister zu werden! Go on Boys! Gott bin ich stolz, ein Berner zu sein. Rathgeb, wenn ich gewusst hätte wie geil das wird nachdem Du uns ins Playout geschossen hattest, echt jetzt, ich hätte Dir ein Bier bezahlt. Allerdings hättest Du es selber bezahlen müssen Du Furzgagel! Uha!

Freitag, 25. März 2016

Playoff HF 4: SC Bern - HC Davos 3:2 nV

Aha. Eben, ihr habt es heute gelesen, ich habe mich zum Momentum-Geleier geäussert. Vergessen wir dieses doofe Wort sofort wieder, in den Playoffs geht es von Spiel zu Spiel, scheissepipeegal was Du im Spiel voher gekratzt hast, es beginnt wieder bei 0:0 und BASTA. Heute sahen wir einen Krimi, ein Playoff-Fight ohne Ende, Nerven die vibrierten wie Harfensaiten wenn ein Elefant seinen Rüssel daran reibt, es war sehenswert, nicht immer gut, aber hochspannend und mit einem für uns sensationellen Ausgang. Davos hielt dagegen, solange die Kräfte reichten, ich persönlich hatte das Gefühl, dass ihnen aber der Schnauf dann deutlich ausgegangen ist. Aber das ist uns sowas von Wurst, der Sieg war über 79 Minuten gesehen verdient, wir knallten glaube ich 4 mal an den Pfosten, schossen in der Verlängerung 301 mal aufs Tor ... Aber der Teufelsmann im Davoser Tor spielte eine Weltklasse-Partie. Eben, der ist dann nächstes Jahr bei uns. Uha. Schwerweh erlöste das mittobende Publikum 58 Sekunden vor Schluss nach einem Doppelfehler der Davoser (wie alben der Federer wenn er Aufschlag hat gegen Tschokowitsch) mit einem geilen Ofen. Damit steht es 3:1 in der Serie, wir können am Samstag den Sack zumachen gehen.

Gestartet sind wir gut in die Partie. Es dauerte genau 3 Minuten, als wir die erste Davoser Abwehrschwäche zum 1:0 ausnützten. Herrlich wie HoBodenmann direkt abzog, das 1:0 brachte die gute Allmend zum ersten Mal ins Beben. Wir rotierten weiter, trafen nur den Pfosten, hebelten und mursksten die Davoser gut im Bitz umher. Doch dann schwächelte unser Stefan im Eck, der im ersten Drittel und auch noch im zweiten Drittel ab und zu eher Stefan auf der Latte war. Ein erstes Mal ging es noch gut, doch dann wurde ein überflüssiger Abpraller durch die Davoser zum Ausgleich eingenetzt. Was für eine Kacke. Fairerweise sei gesagt, dass die Abwehr da ebenfalls an den Ohren genommen werden müsste. Sowieso hatten wir im ersten Drittel ab und zu Aussetzer in der Defensive, die Blume hat immer noch etwas zu wenig Wasser, und Blumenkohl verlore ein paar Laufduelle um Meter. Aber schon hier imponierte unser bedingungsloser Fight. Wir konnten dann durch die 4. Linie, die in den ganzen Playoffs einen so geilen Einsatz zeigt, herrlich wieder in Führung gehen. Junghügel schoss herrlich das 2:1 in den Knarst, alles war wieder gut. Der Pfostentreffer noch in diesem Drittel passte dann irgendwie noch, wir hätten höher führen müssen!

Das zweite Drittel war dann für mich quasi der Eisbeutel an den Nüssen damit die Latte gesenkt wird. Nun lief es sehr mittelmässig, wir stocherten uns quasi die Davoser Konter selber in den Hintern. Stefan im Eck wirkte da immer noch komisch unsicher, ich hatte ungute Gefühle. Und prompt semmelten uns die Davoser sogar einen Shorthander in die Maschen, meine Laune war defintiv dahin. Irgendwie hatten sie nun wieder eine breite Brust und setzten uns arg zu. Stefan im Eck hielt aber jetzt von Minute zu Minute besser, so dass es mit einem 2:2 in die Pause ging. Nicht das wir sehr schlecht waren, auch wir kamen zu Chancen, aber es harzte irgendwie in unserem Spiel.

Dann kam das letzte Drittel, und nun starteten wir so ziemlich gut durch. Klar schiss man noch immer fast in die Hosen, wenn die Davoser mit ihren lichtschnellen Kontern den Treffer erzielen wollten. Nun hatte ich aber das Gefühl, dass unser Goalie unhuren parat war, nun war die Sicherheit wieder spürbar, das gab Mut. Wir wurden dann vom Hockeygott brutal bestraft weil wir wieder 2 mal das Gestänge vom Gehänge trafen, es war zum Kotzen. Aber der Hockeygott war immerhin gerecht, Davos hatte auch noch einen Mümmelchance zum Sieg, aber eben, nun bollte auch unser Werk. 2:2 und Verlängerung.

Diese Verlängerung wird in die Geschichte eingehen. 2 Minuten lang rechnete ich jede Sekunde damit, dass es einschlägt, aber die Hexe hinten hexte nun hexenartig und verhinderte doofen Torjubel der Gelbblauen. Hobodenmann entwischte dann, wurde gefoult, er versemmelte den Penalty aber dann wie wenn ich geschossen hätte. Aber ab diesem Moment spielte nur noch der SCB. Nun waren wir on fire, das Stadion auch, sogar auf der Schiffi sangen sie mit und klatschten ihre Schwänze rhytmisch auf die Schüssel. Chance um Chance, aber der Goalie der nächste Saison bei uns hexen wird, war einfach Klasse. Es brauchte dann einen herrlichen Fehler von Hundehaufen Forster, um uns ins Glück zu knallen. Erst konnte ein Davoser die Scheibe nicht fassen, dann zog Schwerweh davon, und Lara Forster-Gut verkantete sich wie Edmund Wiggenbach wenn er den Haneggschuss mit verbundenen Augen fahren müsste. Schwerweh zog alleine aufs Tor und knallte uns ins Glück.

Was für ein Spiel, was für Emotionen, was für eine Serie, was für eine geile 3:1-Führung. Aber eben, nun fehlt wieder der verfluchte 4. Sieg, ich würde nackt im Handstand ein Bier saufen wenn es am Samstag gelingen würde. Mir scheint, dass Davos etwas auf dem Zahnfleisch läuft, ausnützen Boys!

Donnerstag, 24. März 2016

Anro del Curto: Weitere 1000 Franken, wenn Forster nicht mehr in die Kabine biselt

Ja, die Wellen schlagen endlich hoch, nun sind die Playoffs endlich das, was sie auch sein müssen: Auf dem Eis eine herrliche sportliche Herausforderung, neben dem Eis eine herrliche verbale Jammer- und Psychoszene, so muss es sein, so macht es Spass, so packt es einem in einen Sog von Ledenschaft, Trotz, Siegeswillen und Saufen. Uha. Ich bin heiss auf heute Abend, ihr alle auch, es wird ein weiteres Kapitel Playoff-History geschrieben, die Allmend wird brechend voll sein, die Stimmung laut, überbordend und geil. Kommt einfach nicht zu spät ans Spiel, Lutschenbach kann heute nur Lugagel gegen Senf zeigen, trotz allen Beschwerden des HCD-Fanklubs "Bückeli" in der Redaktion, deshalb ist der Start heute um 19.45 Uhr. SRF wollte ja noch eine Regeländerung beim Verband durchsetzen, dass wenn der HCD ein Spiel gewinnt dann die Serie entschieden ist, glücklicherweise hat der Verband abgelehnt mit der Begründung, dass das nicht mehr gehe da der Spielplan bereits gedruckt sei. 

Also, die Nebenschauplätze sind so richtig lanciert worden, es ist geil. Da ist mal die Geschichte mit Arno dem Wohltäter, der 1000 Franken seinem Axelschweisson zahlte, nun kommt die Rückwette des schwedischen Baumstumpfs. Arno hat inzwischen, da er mit dieser sensationellen Taktik Erfolg hatte, nun noch weitere Tausendernoten im Sack, um das Team noch motivierter erscheinen zu lassen. So kriegt Dinosaurus Wieser 1000 Stutz, wenn er seine Saumähne auf Schamhaarlänge zurückstutzt. Dino überlegte, da er untern rasiert war gab ihm das Denkprobleme, nun hat er sich die Haare unten gleichlang wachsen lassen wie auf seiner Rübe und kommt so immerhin auf 500 Stutz. Oder eben Forster, wenn er heute Abend sein Geschäft nicht einfach zwischen den Spielern in der Kabine erledigt, dann gibts Geld. Oder Du Bois wenn er in der Drittelspause nicht weint. Alle alle kriegen Geld, das Spiel heute Abend wird Arno mal locker 30.000 Franken kosten. So motiviert man sein Team, ich finds geil. Und die Kabine wird auch sauberer! Der einzige der von Arno nicht geschmiert wird, ist Leonardo Genoni, der Gott aller Schweizer Torhüter. Klar, steht er doch nächste Saison bei uns im Tor, er wohnt übrigens schon in Bern und fährt dann für die Heimspiele mit unseren Jungs im Car nach Davos.

Larsschnitte hat darauf aber bereits reagiert und nun eine leicht abgekupferte Version ebenfalls, halt ohne Medienpublicity, dem Team vorgestellt. Für jeden guten Angriff gibts einen 5-Liber in die Mannschaftskasse, das war schon am Dienstag so, die 15 Franken haben sie dann auf der Rückfahrt bereits versoffen. Aber eben, wir sind überall auf der Höhe der Gemsfürze.

Ich werde dann oft gefragt: Oh Tuni, du Adonis aller Schreiberlinge, ist es aber denn nicht so, dass das Momentum nun auf die Seite der Davoser gekippt ist weil sie uns doch so doll mit 7:1 vom Eis gefegt haben? Ich antworte darauf: Blödsinn. Das Scheissmomentum ist so eine Scheisserfindung von irgendeinem Scheissseelenklempner der in seiner Scheisspraxis einem Scheisspatienten solchen Scheiss erzählt hat. Nehmt es doch bildlich: Ein Rehpinscher kackt in Euren Garten. OK, raus, sich stellen, den Kläffer vertreiben und dazu einen wichtigen Gring machen. So, das Momentum ist nun auf Eurer Seite. 2 Stunden später kackt euch ein Dobermann mit dem Namen "Sharkblood" ebenfalls in den Garten? Na? Was nützt das bedeppte Momentum? Richtig, einen Scheissdreck. Du wirst warten bis er fertig gekackt hat, danach "Braves Hundi" rufen und die Scheisse zusammenlesen gehen. So viel zu "wir haben letztes Mal gewonnen also sind wir im Hoch". Es kommt darauf an, wer und wie man es auf den Stock geknarkt kriegt. Jedes Spiel ist neu.

So, und nun hoppelpoppel, der Osterhase kann mich mal, ich will heute zwar Eier sehen, aber einfach von unserem Team. Melonengrosse Eier, mit Krampfadern dran.

Mittwoch, 23. März 2016

Nun sind die richtigen Playoffs endlich gestartet

Gleich zu Beginn: Das Bild hat Recht, es ist gestern absolut nichts passiert. In den Playoffs verliert man nicht gerne, man möchte am Liebsten den Sweep durchziehen bis zum Meistertitel, aber sind wir ehrlich, das ist völlig unrealistisches denken. Wunschträume. Unsere Jungs haben 6 Spiele lang auf einem fantastischen Level gespielt, den Qualisieger im Eiltempo rausgewischt und sie sind nach 3 Halbfinal-Spielen nach wie vor am längeren Hebel als der amtierende Schweizer Meister. Das nur so, damit diese hohe Niederlage von gestern ins rechte Licht gerückt wird. Unser Auftritt war eine Mischung aus 5 Minuten Playoff-Wahn und 55 Minuten Regular-Season-Mist. Aber das ist kein Beinbruch, irgendwann fängt man sich eine Niederlage in den Playoffs ein. Wir führten zu kurz, kriegten aus 6 Angriffen 4 Tore und versiebten 5 Riesenchancen ... das ist die Suppe, die in den Playoffs nicht gekocht werden darf. Man versuchte im zweiten Drittel nochmals zurückzukommen, doch nach dem 5:1 war richtigerweise der Ofen auf Sparflamme. Gesehen hat es wohl jeder, nur nicht der Lutschenbach-Schreihals, sagenhaft wie der wohl Sekunden vor dem Orgasmus stand. Ob 11:1 oder 3:2, es gibt einen Punkt in der Serie, und Davos ist nach wie vor mit einem Break in Rückstand. Bereits morgen geht es ganz sicher wieder gewaltiger zur Sache, klarer Fall.

Interessant war das von Arno wie immer meisterhaft inszenierte Psycho-Gejammere. Seine Spieler seinen trainiert auf Tempo und Technik, sie werden jetzt so gewaltig viel gefoult und es werde nichts gepfiffen, man müsse halt Verständnis haben für Axelschweissson dass der dann durchdrehe. Ja klar, haben wir doch, auch dass er in Bern mit Onanier-Bewegungen die er gegen Zuschauer eigentlich gesperrt sein müsste. Aber Arnos Gejammere hat tatsächlich bewirkt, dass wir keine Macht mehr in den Zweikämpfen hatten. Da fehlte der letzte Zwick, ebenso wurde vor dem Tor kaum eine Bergziege richtig kontrolliert. Dann kam ja noch der Hammertrick mit den tausend Franken für Axelschweisson, falls er sich nicht provozieren lasse. 1000 Franken! Man bietet einem Millionär 1000 Franken an, man stelle sich das vor. Einem Spieler, der in einem Monat mehr Geld verdient als sämtliche Bündner Bergbauern in ihrem harten Leben. Das gibts nur in Davos! Ich hätte eher erwartet, dass Arno einen statusträchtigen Wetteinsatz liefert, so wie "wenn Du ruhig bleibst, dann wandere ich mit Dir nackt von Davos auf den Piz Gagelvatsch. Sind wir oben, machen wir ein ulkiges Schwanzfechten, dass von SRF live übertragen wird". Aber nein, Geld regiert halt auch die Millionäre. Aber amüsant ist Arno immer, wir hinterfragen natürlich was er rauslässt, nicht aber die Groupies von ihm (sprich die Presse), ein Interview mit Arno ist so etwas wie der Ritterschlag für einen Medienfritz, wer das schafft und noch witzige Antworten kriegt, muss sich dann verpflichten, ihn ein Leben lang als Messias zu ehren. Das geht soweit, dass Arno sogar sagen könnte, der Beat Forster sei ein Gelehrter, glaubt mir, sie würden es ohne zu Kommentieren als Schlagzeile drucken.

Ich habe das Gefühl (und ich liebe dieses Gefühl), dass die Playoffs nun endlich begonnen haben. Der Viertelfinal war ein Galopprennen gegen einen grauenhaft schwachen ZSC, im Halbfinale sind wir nun zum ersten Mal leicht gestoppt worden, doch nun wird die Serie, was sie sein muss: eine emotionale Sauhund-Schlacht, verbale Kämpfe, Eiskämpfe, Provokationen, Ambühl-Schwalben, kurz und gut: die Fetzen werden zu fliegen beginnen. Ich weiss, ich wiederhole mich, aber Davos ist für mich nach wie vor in der Favoritenrolle, auch wenn wir leichte Vorteile in der Serie haben. Aber es war eindrücklich zu sehen, was genau passiert wenn wir unsere Aufgaben auf dem Eis nicht erfüllen.

Morgen geht es also wieder in den Ring, der SCB wird aufatmen das Forster wieder spielen darf, das wird ihr Niveau dramatisch in die Nähe eines Abflussrohres senken. Wir nehmen Spiel für Spiel, morgen muss der Tempel brennen und beben, das 3:1 muss her, dann sehen wir weiter.