Google+ Hardboiled SCB: Eintritt an HCD-Spiele bald nur noch für Erwachsene?

Dienstag, 30. August 2016

Eintritt an HCD-Spiele bald nur noch für Erwachsene?

Wie immer wenn die Saison an die Tür klopft, sind die Teams eifrig dran, die neuen Spielerporträts abzulichten. Früher, als es noch kein Internet gab, waren das die berühmten Autogrammkarten. In der digitalen Welt werden die Dinger primär auf die Webseite des Klubs gebombt, damit jeder Spieler neben seinen Statistiken auch mit einem schnuckeligen Bild verewigt ist. Da man überall nun auch Marketing-Manager angestellt hat, müssen die natürlich auch was für ihre Kohle tun. Sie studieren Tag und Nacht, mit welchem originellen Motiv man die Spieler ablichten will.

Beim SCB hat man die Jungs ohne Shirt abgelichtet, man sieht so die nackte Ausrüstung. Nicht gerade die neuste Idee, das war glaube ich in Biel auch schon mal der Fall. Für mich ist wichtig, dass ich, vor allem die neuen Spieler, mal ohne Helm und Maske sehen kann. Was genau sie anhaben und ob die Foto von unten oder oben gemacht wird, ist mir an und für sich total wurscht.

Ebenso beliebt sind diese Bilder natürlich für die kleinen Fans. Die klicken im Web herum und sehen dann das unheimlich männliche Gesicht von Jobin und verlieben sich augenblicklich in den Burschen. Oder Jungs wollen den gleichen Haarschnitt wie Untersander, weil man den eben jetzt ohne Helm mal deutlich sieht. Sehr kurze Haare hat er übrigens. Aber egal.

Alles wäre so schön, käme jetzt nicht der HCD mit seinem Horrorkabinett (s. Bild). Sowas geht also jetzt gar nicht. Das Motto ist klar: ein Spieler macht eine Fratze, der Andere lässt sich so fotografieren, wie er eben ist. Das Resultat brachte sogar Erwachsene zum Angstschrei. Geschweige denn die Kinder! Die heulen seit Tagen nur noch. Da verbietet man ihnen anständige Kriminalfilme wegen ein paar Kopfschüssen in Zeitlupe oder hochstehende Pornofilme wegen dem Jugendschutz, dann kommt der HCD der einen solchen Schocker abliefert. Ich bin fassungslos. Gehen wir mal auf das Bild ein.

Links sieht man Andres Ambühl. Es ist grauenhaft, wie er verzweifelt versucht, ein sympathisches Gesicht  hinzukriegen. Er will so normal wie möglich wirken, aber jedes Kind durchschaut seine Absicht und beginnt ab dieser schlimmen Aufnahme zu weinen. Da nützt es auch nichts, dass Dino Wieser (rechts im Bild) sich so gibt, wie er ist. Die Kinder sind bereits zu verstört, um sich noch auf Wieser zu achten.

Der Jugendschutz wird ohne Zweifel einschreiten müssen. Allerdings wäre ein Alterslimit von 18 Jahren für den HCD wohl der Todesstoss, da sie dann nur noch etwas über 140 Zuschauer pro Heimspiel hätten. Oder wird eventuell nur Ambühl gesperrt? Wir werden es bald erfahren.

Egal, ich möchte einfach dem Dino Wieser danken, dass er trotz der Grimassenaufforderung des Fotografen sich einfach so zeigt, wie er ist. So ist sein Gesichtsausdruck auch, wenn er eine Frau anspricht oder eine Pizza bestellt. Das ist Reality pur. Das macht ihn nicht sympatischer, aber ehrlicher! Und nächstes Jahr hängen diese Bilder dann im Europapark in der bis jetzt langweiligen Geisterbahn.