Google+ Hardboiled SCB: Freiburger Nachrichten erscheinen nun auch ohne Titel - wie Gottéron

Mittwoch, 17. August 2016

Freiburger Nachrichten erscheinen nun auch ohne Titel - wie Gottéron

Man hat sich ja immer gefragt, wie ein Kanton oder sogar nur eine Stadt wie Fribourg sich ein NLA-Team halten kann. Mit ihrem meistens gut gefüllten Stadion generieren sie schon Einnahmen, aber wir wissen aus eigener Erfahrung, dass das nicht reicht. Klar, eine grosse Bank schiebt ihnen ziemlich Geld in die Kabine, nur so ist es zu erklären, das Schüschu weiterhin sein Direktoren-Salär beziehen kann. Aber wer schon mal in Fribourg war, sieht das ganze Elend der Stadt dann ungeschminkt. Es gibt zwar verschiedene Restaurants, die aber alle meistens nach ein paar Stunden schliessen müssen, da der Kantonschemiker bei seiner ersten Kontrolle bereits mehr Ungeziefer findet als auf einem Rattenkadaver. Dann ist die hohe Arbeitslosigkeit ein Problem. Die meisten Fribourger Ur-Einwohner waren Fischer, da sie bereits so rochen. Fast alle waren Lachsfischer in der Saane, obschon es dort keine Lachs gab. Aber die Netze rochen dank ihren Händen am Abend immerhin nach Fisch, so dass sie mit etwas Pommes die Netze frassen. Inzwischen ist die Arbeitslosenquote auf fast 90 Prozent gestiegen, was ungefähr dem Wert von Agratillaguastillati entspricht, einer kleinen Insel im Schwarzen Meer, wo viele Leute nicht arbeiten können weil sie Maul- und Klauenseuche haben.

Das trotzdem ein Klub in der NLA spielen kann, ist auch nicht mit dem Erfolg zu erklären. Denn es gibt keinen. Trotzdem ist die Solidarität unter den Fans massiv gross. So gross, dass die gesamte Stadt wie gelähmt ist, wenn denn mal die Chance da wäre, um einen Titel zu holen. Unvergessen ist da natürlich die letzte der 4 Finalpleiten der Fribourger 2013 gegen unseren Götterklub. Es war ja schon fast zum Schnackseln wie die Burschen uns Spalier standen als wir unseren damals 13. Meistertitel reinzogen. Es waren dann ziemlich ergreifende Bilder, als man die Aufnahmen aus der Garderobe sah. Rossmann biss jedem Spieler in die Eier, die das aber gar nicht mitkriegten weil sie so fest grännen mussten. Aber egal. Die Solidarität der Bevölkerung ist da, das spürt man.

Neue Motivation soll jetzt auch durch die Printmedien an den HC Fribourg-Gottéron vermittelt werden. Die "Fribourger Nachrichten", ein lokales Blatt mit einer Auflage von 13 Exemplaren, hat nach einer Testphase (s. Bild) sich nun entschieden, ab der Saison 2016/17 alle Artikel ohne Titel zu veröffentlichen. Laut dem GM des sympatischen Blattes (schön dreilagiges Papier) schlage man so zwei Fliegen mit einer Zunge. Zum Ersten ist es die totale Solidarisierung mit Gottéron, die ja selber auch keinen Titel haben. Zum Anderen spare man so pro Jahr 12 Franken Druckerschwärze, so dass man in genau 50'000 Jahren das Salär von Schüschu zahlen könne. 

Das ist ganz grosses Kino in Fribourg. Klar, die typischen Überschriften-Leser-und-danach-trotzdem-Mitdiskutierer werden durch diese Massnahme übel abgestraft. Allerdings können relativ wenig Fribourger flüssig lesen, so dass sich die Proteste im Rahmen halten werden. Neuste Test zeigten, dass die Fribourger das Wort "Gottéron", das ihnen gezeigt wurde, nur in den seltensten Fällen korrekt gelesen haben. Meistens kamen Antworten wie "Bolzenhung" oder "Gott auf Thron", was meine Fakten oben bestätigt.

Alles klar im Westen, der nächste Versuch ist angelaufen, alles Wichtige gnadenlos zu versemmeln. Wir wünschen ihnen dabei natürlich unendlich viel Glück. Fair geht vor!