Google+ Hardboiled SCB: Das Bashing gegen Davos geht weiter - jetzt reichts!

Montag, 14. November 2016

Das Bashing gegen Davos geht weiter - jetzt reichts!

Nachdem der Bergort bereits beschuldigt wurde (Hardboiled SCB berichtete darüber), dass nur wegen Davos der gesteigerte Lapierre mit Namen Donald Trump als Präsident gewählt wurde, schlägt nun Marco Rima, der unwitzige Zuger, sogar auf dem deutschen TV zu. Ihr seht auf dem Bild, zu welch harter Aussage er sich hinreissen liess. Ganz Davos sass geschockt vor dem TV, draussen auf dem Gletscher weinten die Steinböcke und Arno musste zurückgehalten werden, damit er nicht im Sportwagen nach Köln brettert und dem Marco Rima einen auf den Löffel semmelt. Klar, beide Aussagen stimmen ja irgendwie, trotzdem ist es jetzt ein bisschen hart, wie auf den Berglern herumgehackt wird. Dann noch in einer grossen Zeitung und im Fernsehen. Das passiert nur, weil die Bevölkerung zu wenig über den sympatischen Ort informiert ist. Man kennt das Kaff halt nur aus der unerträglichen Berichterstattung vom Spengler Cup, wo der Rainer Maria Salzstreuer in einer Clown-Jacke den Max macht. Deshalb zeigt Euch Hardboiled SCB nun mal die Vorzüge dieses Bergdorfs.

Also, als Kind kannst Du Dir wirklich wünschen, in Davos auf die Welt zu kommen. Du musst einfach darauf hoffen, dass Deine Muddi keine Freiluft-Geburt anstrebt, da Du sonst bei -31 Grad, im Schnee liegend, Deinen ersten Atemzug machst. Aber dann geht es ab! Dein Papi lernt Dich Ziegen hüten, dein Papi geht mit Dir an die HCD-Spiele, das tönt gut und sind die zwei einzigen Sachen, die man dort oben anstellen kann. Das reicht aber, so werden die Bälger nicht verwöhnt. Ebenso vorbildlich sind die Gutenacht-Rituale. Während man im Unterland dem nicht schlafend wollenden Kinde mit dem schwarzen Mann oder sogar dem Pööggelmann droht, werden solche Horrorfiguren in Davos nicht verwendet. Da sagt die Mutter einfach "Schlaf jetzt, sonst kommt Dino Wieser rein". Das Kind wird augenblicklich bewusstlos und die Eltern haben ihre verdiente Ruhe.

Dann wird aus dem Wonneproppen ein Teenager. Hier in der Stadt ist doch immer das gleiche Geleier: "Wie putze ich mich zu ohne dass ich verhaftet werde?". Kein Problem in Davos! Gras wird dort im freien Verkauf angeboten oder, wie damals Guggisberg, mit der Post geschickt. Ebenso locker kann man sich 2 Millionen Bier pro Jahr hinter die Binde kippen, da ein Teenager, der nicht säuft, dort ohne Hemmungen als "Luganer" abgestempelt wird.

Dann wird das Kind 18 und ist erwachsen. Hier im Unterland krabbeln die jungen Erwachsenen dann jeden Rappen zusammen, weil sie enorm unter Druck sind und Autofahren lernen wollen. Das kostet aber eher grob. Nicht so in Davos. In der Theorieprüfung muss man seinen Namen richtig schreiben, das reicht schon, und für die praktische Prüfung muss man einfach nüchtern vor dem Auto stehen, das heisst dann: bestanden. Arno del Curtos Sohn hat ja dann gezeigt, dass man auch mit dieser schnellen Ausbildung den Mannschaftscar vom EV Zug richtig gut jagen kann. 

So ab 30 Jahren geht es dann schon bergab mit der Lebensqualität. Ist klar, wenn man halt schon im August mit Schneeschippen beginnen muss. Der Rücken ächzt und die Hoden bimmeln. Der Daueralk ist auch keine Lösung, ebenso sich die Welt rosarot hinkiffen. Aber man hat ja noch den HCD, wo man als verknorpelter Greis an die Heimspiele pilgern kann und schunkelnd zu "E-ha-e-ha-ho"-Liedern die ganze Schweiz nerven darf.

Ihr seht, informiert man sich, liebt man Davos noch nicht gerade heiss, aber man akzeptiert ihre seltsamen Ansichten. Falls der Kurort mir als Dank für diesen Artikel eine Ferienwoche mit Unterkunft, Gratis-Skipass und freie Verköstigung schenken will: Sorry, ich bin an diesem Datum krank. Egal in welchem Jahr. Uha.


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