Google+ Hardboiled SCB: Kloten fordert mit rührendem Video 21 Jahre Sperre für Schwerweh

Dienstag, 22. November 2016

Kloten fordert mit rührendem Video 21 Jahre Sperre für Schwerweh

Es war eine vieldiskutierte Szene beim Debakel-Ade-Beppo-Match vom Samstag. Die Ausgangslage: Beim Stand von 1:7 für die Flieger aus Kloten liegt ein Puck herrenlos umher, der Klotener Grassi und unser Schwerweh wollen die Scheibe erobern. Es kommt zu einem Check, der weder unfair noch überraschend war. Grassi wird hart getroffen, stürzt und kugelt sich die Schulter aus. Ob vom Check oder vom Sturz wird verschwiegen. Ist auch egal, natürlich wünschen wir dem Grassi "Gute Besserung", er wird dieses Jahr nicht mehr spielen können. Obschon es kein Foul war, läuft jetzt ein offizielles Verfahren gegen Tristan dem Schwerweh. Da er bei der Nationalliga den Ruf eines "ich rums dich weg Du Furzgegner" hat, kann man nur spekulieren, wie lange unsere #10 gesperrt wird.

Der EHC Kloten will natürlich die Gunst der Stunde nutzen, und einen Ligakronkurrenten schwächen. Aus diesem Grund hat die Bande dem Videolöffel in Übersee ein professionell produziertes Video gesendet. Der Titel des Videos lautet "Daniele Grassi - von Ambri zu Kloten und jetzt ins Spital". Hardboiled SCB hat, dank seinen Doppelagenten, das Video bereits gesehen. Ich muss ehrlich sagen: Echt Klasse gemacht. So wird es ein Wunder sein, wenn Tristan nur mit 1-3 Sperren davonkommt. Lest jetzt exklusiv Szene um Szene von diesem Meisterwerk.

Filmstart
Ein Streichorchester spielt einen schwülstigen Trauermarsch. Im Hintergrund hört man einen Sopran, der mit klirrender Stimme "Schmerzen, Schmerzen" plärrt. Dann kommt der Filmtitel, er ist blutrot gefärbt und lautet "Körperverletzung muss bestraft werden, ebenso Analverkehr".

1. Szene
Das Kamerateam läuft in die Grotto von Grassi (er will so wohnen weil er im Tessin gezeugt wurde). Man sieht aber keinen Grassi, sondern nur ein herziges Hundeli, das traurig in die Kamera schnüffelt. Dann wird der absolute Schock-Banner eingeblendet "Grassi geht mit mir nicht mehr Gassi". Tränen schiessen in die Hosen. Wirklich herzergreifend. Obschon Grassi gar keinen Hund als Haustier hat, sondern nur Silberfische.

2. Szene
3 Kinder sitzen vor dem Fernseher, sie beginnen plötzlich zu weinen wie am Spiess. Mit dem Ton im Hintergrund wird suggeriert, dass die Kinder den Check im TV sehen und ab dem zu heulen begonnen haben. Auch rührend. Die Wahrheit aber ist, dass den Kindern in der Drehpause ein Bild von Dogge Schredder gezeigt wurde, kurz vor der Aufnahme wurden die Wonneproppen gefragt, ob sie diesen Mann als Papi möchten. Deshalb die Tränen. Gut geschnitten EHC Kloten, das gibt einen Oskar. Ebenso musste die Kamera dann perfekt ausgeschaltet werden, weil die Kinder im Chor schrien "Wir wollen den Rotkopf nicht als Papi, wir wollen Wick oder Brunner als Mutti".

3. Szene
Der "Güggelifritz Hubacher" kommt zu Wort. Seine herrlichen Poulets werden nicht mehr gekauft in Kloten. Auch da sei Schwerweh Schuld. Denn die Achsel von Grassi einrenken habe ungefähr so getönt, wie wenn man ein Scheichen vom Poulet abrupfe. Hubacher muss bald Konkurs anmelden, da niemand aufgrund der grusligen Vorstellung mehr ein Poulet kauft. Es kommt eine Zukunftsvision im Video, der Güggelverkäufer und Grassi sitzen in einer Gasse und weinen, total verwahrlost, bis Brunner mit einer Zamboni kommt und ihnen über die Scheichen fährt. Diese Szene verwirrte mich etwas,  aber was solls.

Ihr seht, Kloten scheut keine Mühen und Kosten, um den Schwerweh lebenslang für einen fairen Check von den Eisfeldern zu verbannen. Vielleicht kommen sie mit der Sperre durch, nicht aber mit der von ihnen vorgeschlagenen Regeländerung, dass man nur noch bei 0:0 checken darf.

Warten wir mal ab, was der Tschumpel von drüben entscheidet. FREIHEIT FÜR TRISTAN! Er wollte doch nur spielen, Gopfertamminomau!

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