Google+ Hardboiled SCB: EHC Biel - SC Bern 2:5

Samstag, 23. September 2017

EHC Biel - SC Bern 2:5

Es gibt doch so win-win Abende. Heute war so einer. Wir kanterten Biel auf den Seeboden zurück, oder immerhin fast, Häsu konnte sich die Pfiffe der immer noch enttäuschten Piller-Gemeinde anhören und musste feststellen, dass es gar nicht so weh tat, weil er jetzt ja mit Leib und Seele bei uns dabei ist. Und zu guter Letzt bleibt Biel über dem Strich, tönt fast unglaublich, aber eben, ein totaler win-win Abend. Das Resultat kam zustande, weil wir fast unglaubliche Special Teams zeigten. Genau das, was nicht geklappt hatte in dieser Saison. Nach mir waren es 4 Powerplaytreffer und ein Shorthander. Besser gehts nicht. 5 gegen 5 war es so so la la, Biel machte eine gute Fresse und setzte oft groben Druck auf. Aber egal, für uns ein guter Sieg.

Zu Beginn wurden wir gleich grob geschockt. Aber es war ein Zuckertor. Robbie Ohr spielte brillant auf Rajala, der finnische Elchschädel schloss unhaltbar ab. Nach 3 Minuten gurkten wir mit einem Rückstand durch die Uhren-Arena (Uhren, nicht Huren!! Denkt dran, auch Chiesa liest mit!). Unsere Reaktion hielt sich in Grenzen, denn meistens zitterte ich dass nicht der zweite Ofen von den Pillern fällt. Leo hielt aber dicht und wir kamen nach 9 Minuten zum Ausgleich. Im Maxipowerplay. Schwerweh konnte ein Abhiller von Praller zum 1:1 einnetzen. So endete auch das Drittel. Eher mit einem guten Resultat für uns.

Der Match wurde im zweiten Drittel dann in die für uns richtige Richtung gelenkt. Wieder im Maxipowerplay traf Noro gleich zum 2:1. Das war Bier in unsere leeren Kühlschränke. Als Biel dann Powerplay spielen konnte, verforsterte der Forster eine Scheibe eher kläglich, Pabba Ehebett zog auf und davon und knallte uns 3:1 in Front. Nun kam die Sicherheit in unser Spiel und wir liessen die Piller anrennen, obschon wir sie geschickt in die Arschfurche des Eisfelds (Ecken) abdrängen konnten.

Allerdings musste wir auch noch das Schlussdrittel konzentriert zu Ende bringen. Nur nicht zu passiv werden, tammi nomau! Aber erneut war Pabba Ehebett zur Stelle und schoss für mich haltbar zum 4:1 in die Maschen, natürlich im heutigen Maxipowerplay. Nun war die Mehlsuppe angerührt, McNamara weinte wie einst Kevin, nur das sein Schnauzer die Tränen aufsog und man sie nicht sah. Maserati erhöhte im Maxipowerplay dann noch auf 5:1 und festigte den kleinen Kantersieg. Biel gab immer noch nicht ganz auf und verkürzte durch einen herrlichen Ofen durch Robbie das Ohr auf 2:5. Eben, ein win-win-Abend.

Noch was zu den Pfiffen gegen Haas: Ich würde das nicht überbewerten. Zum einen schmerzt es die Piller halt immer noch, dass er gewechselt hat. Und dann noch zu ihren Lieblingen aus Bern. Uha. Aber: Wir haben ja nur darauf reagiert, dass sie uns dauernd die Backs wegkaufen, Fey, Kreis, jaja. Da sind auch ein paar Berner böse, ich habe heute gehört wie einer laut geschriehen hat "Fey gang hey" und "Kreis Du Viereck". Das gibts überall. Vorallem lächle ich meisten über die Leute, die sich so aufregen. Sie selber wechseln ohne Hemmungen den Job und Arbeit für ein paar hundert Franken mehr im Monat. Aber vom Hockeyspieler verlangen sie ewige Treue. Geht irgendwie nicht auf. Egal.

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