Google+ Hardboiled SCB: Gottéron mit eigener Klagemauer!

Dienstag, 26. April 2016

Gottéron mit eigener Klagemauer!

Ja, es ist die Sensation im heimischen Blätterwald. Der HC Fribourg-Gottéron geht eigene Wege, um seine Fans bei Laune zu halten. Erneut vergeigten die Hutzenbröhne ja die gesamte Saison, seit 78 Jahren ist ihr Museum leer wie die Birne von Lapierre. Trotzdem wurde das leerste Museum der Welt zu einer Kostenfalle, da für den Unterhalt der absolut leeren Vitrinien trotzdem Geld bezahlt werden musste. Zuviel für Sportchef Dubé. Er hat kaum Kohle und muss jeden Rappen umdrehen. Der Entscheid stand schnell fest: Das leerste Museum der Welt muss fort, dringend. Allerdings spielte dann noch ein soziales Problem in die Planung rein: Das Museum war ein beliebter Treff für Leute geworden, die ebenfalls in ihrem Leben nichts gewonnen und alles vegeigt haben. Fribourger eben.

Der HC Fribourg-Gottéron hat heute morgen um 09.00 Uhr nun die Bombe platzen lassen: anstatt des superleeren Museums mit gar keinem Pokal drin, stellt der Verein an genau gleicher Stelle eine eigene Klagemauer auf. So entsteht ein neuer Treffpunkt für die Fans, die dann nach bekannten Vorbildern dort abweinen können. Für Christian Dubé die ideale Lösung: "Die Leute weinen so viel, vor allem in den Playoffs, das drückt der Mannschaft gehörig in den Senkel, nun können sie die nächsten Jahrzehnten 12 Monate lang hier heulen kommen!". Und augenzwinkernd fügt Dubé hinzu: "Obschon es dieses Jahr ja schon viel besser war, wir waren gegen Genf in den 5 Spielen immerhin ungefähr 7 Minuten total ebenbürtig". Sags und marschierte davon. Zur Klagemauer natürlich, wo er mit einem wunderschönen geheulten Fansong (Ankor plü for oder so) seine Tränen nicht zurückhalten konnte.

Zukunftsorientert ist auch ein weiterer Plan: Gottéron will Teile der Klagemauer an andere Vereine vermieten. Dubé ist überzeugt, dass da viel Geld in die Kasse strömen könnte. "Nehmen wir nur dieses Jahr" fährt der verweinte Mann fort, "da hätten die ZSC Lions, Davos und vor allem Lugano wohl liebend gerne einen Quadratmeter Klagemauer gemietet, so wie die geheult haben". Da kann man doch dem Sportchef der Hutzenbröhne nur zustimmen.

Taufpate der Klagemauer, die ab sofort offen ist (Achtung: Zutritt ausdrücklich nur für Leute, die wirklich noch nie in ihrem Leben auch nur das Kleinste gewonnen haben), wir übrigens der Spieler Rathgeb. Er ist quasi vorbelastet, da seine Vorfahren scheinbar den Heiland in die Playouts geschossen haben.


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