Google+ Hardboiled SCB: Furzkopf der Woche - Der Hammerverstecker

Sonntag, 13. Dezember 2015

Furzkopf der Woche - Der Hammerverstecker

Ja, dieser Unmensch muss man wählen. Scheinbar wurde unser Hammer über Jahre in einem geheimen Versteck gehalten. Per Zufall hat man ihn gestern gefunden und mir ein wohliges Gefühl gegeben. Endlich endlich war es vom Körperspiel her ein SCB, den ich sehen will. Wir waren hart, kompromisslos und zu allem bereit. Spielerisch noch lange nicht, in der Defensive schon grad gar nicht, aber über das haben wir uns ja schon x mal geäussert. Dass wir aber seit Jahren immer mehr zum Milchkafi des Eishockeys wurden, war in dieser Saison brutal sichtbar geworden. Wenn weibliche Mannschaften wie Lugano, Kloten oder eben Zug härter und böser waren, traf das den SCB-Fan tief ins Herz.

Ich konnte gestern als angesäuselter Schreiberling so richtig die Sau raus lassen. Oh, ich sage Euch, es hat so gut getan, das Adrenalin peitschte noch heute morgen durch meine elganten und noblen Adern. Endlich konnte ich wieder antoben wie in ganz alten Zeiten. Das geht aber nur, wenn eben auf dem Eis die Emotionen am Kochen sind. Wie soll man leicht agressiv schreiben, wenn man Spiele wie gegen Lausanne sieht, wo nach 3 Minuten die ersten Organe eingeschlafen sind und die härteste Aktion ein Misstritt vom Eismaschinenmann ist? So wie gestern machts Spass und nicht anders. Das war für mich die Intensität, die als GRUNDSTUFE in jedem Spiel sein muss. Wenn ich mir vorstelle, das voher unsere Peacemaker so zu einem den Goalie bedrängenden Spieler gingen: "Hallo, jo, also, hm, unser Spielerrat hat vorhin gerade diskutiert, wir finden also, dass das sozial nicht ganz gerecht ist, wenn Du unserem Goalie den Puck noch wegnehmen willst, jo, wir überlegen uns also, dich anzuzeigen".  Und gestern: AUFS MAUL, FADENGERADE.

Herzig war ja auch, dass man mit dieser Härte gewissen Klub ohne Probleme zeigen kann, was sie sind: Schwalbenmädchen, man nehme sich nur die geistige Blindschleiche Blaser als Beispiel. Wenn sie in Bedrängnis kommen, wollen sie mit dem Monster Morant dich verletzten kommen. Morant, der von einem Scheissmeister heute als "taktisch wunderbar geschulten gut spielenden Verteidiger" beschrieben wird. Eine Amöbe auf Kufen wird vom Scheissmeister gelobt, das bedeutet nichts anderes, das wir den hochgelobten EVZ und seine Pressejünger erschüttert haben. Gleiches bei der Schlägerei Morant vs Berghelm, genau in dem Moment wo man mit einer Einzelblid-Analyse zählen geht, ob denn das Buebli aus Zug ein Trefferchen mehr angebracht hat und ihn noch zittieren lässt, er sei der Sieger ... alles Zeichen von tiefer Betroffenheit. Fakt ist: Ausgeglichene Schlägerei, beide standen, kriegten und teilten aus, am Schluss war Berghelm oben und hätte dem Schleimschiss das Gesicht zu Hackfleisch bomben können. Hat er aber nicht, weil Morant sonst ausgesehen hätte wie die lebende Männersauna Kreis an der Bande.

Für uns gilt es jetzt, den Hammervestecker sofort zu entlassen, leider weiss niemand genau, wer das überhaupt war. Spielen wir mit Emotionen, sind wir hart, sind wir unnachgiebig, dann fressen wir die eine oder andere Strafe, aber das Team kocht, die Fans kochen und das tut unserem Spiel einfach nur gut. Denn rein spielerisch sind wir noch gar nirgends, da brauchts noch viel Training und System, aber wir müssen mit dem leben, was wir haben. Im Moment können wir nur so wie gestern in ein Spiel kommen. Einzig die unsäglichen Strafen wegen Reklamieren müssen abgestellt weden, vor allem der Kornacker mit seiner kurz vor Schluss, das war unsäglich und müsste vom Klub bestraft werden, intern, vielleicht 1 Woche lang ein Passfoto von Morant im Portemonnaie haben oder so.

Also, nun die Knochen pflegen, die Verletzten mit meinem Orakel gesunden lassen und dann das hart emotionale Gaspedal vor Weihnachten noch so richtig durchdrücken!

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