Google+ Hardboiled SCB: Furzkopf der Woche - Die Lüge von der gesunden Bergluft

Sonntag, 29. November 2015

Furzkopf der Woche - Die Lüge von der gesunden Bergluft

Am Samstag hatte ich dank dem Extra-Zug wieder einmal Gelegenheit, in die Bündner Berge zu fahren. Das Spiel war mal das Eine, aber ich wollte auch abklären, ob all das Geschwafel von "Höhenluft ist gesund" und "in den Bergen tief einatmen und Du wirst 131-jährig" denn auch wirklich war sein soll. Man liest viel darüber, glaubt es einfach und testet es nie. Auch wird ja oft behauptet, dass die gegnerischen Teams in Davos benachteiligt sind, da die dünne Luft Probleme gibt. Wie in der Kultsendung Mystbuster habe ich nun versucht, den Mythos zu bestätigen oder zu crashen.

Mein Puls war mit auf der Fahrt eigentlich konstant bei 71 Schlägen, einmal stieg er schlagartig auf 111 Schläge an, aber das war nicht weil wir so langsam in die Höhe kamen, sondern weil mein Bier leer war und ich erst nach 21 Sekunden einen neuen Schaum in der Pfote halten durfte. Danach verlief alles normal, weder Kopfweh noch sonstige Sympthome waren da. 

In Davos, auf ungefähr 1500 Meter über Meer (obschon ich da echt kein Meer gesehen habe, das ist nur ein See oder so), testete ich dann alles aus was ich in der kurzen Zeit testen konnte. Ich trank das Bier auf einem Bein stehend, das nächste sitzend in der Kneipe, danach eines im Handstand, danach eines in einem warmen Raum, danach eines im Laufschritt (war schwer, hat gesabbert wie die Sau). Fazit: Man kann in Davos genau so saufen wie im Flachland, man wird überhaupt nicht müde dabei, man wird auch nicht völler als normal. Also ist mal dieser Myhtos von "in der Höhenluft ist man benachteiligt" zerstört. Keine Ausreden mehr, liebe Spieler!

Neben dem Bier trinken habe ich natürlich immer tief eingeatmet, damit die anscheinend gesunde Bergluft meine kräftigen Lungen füllte. Es brauchte etwas Koordination, da ich daneben noch den Holdrio-Trinktest machte und noch den Cafi Lutz-Test (auch da wurde man genau so völlerich wie in Bern). Das Atmen viel mir nicht leichter oder schwerer als in Bern. Ein zufällig anwesender Frauenartz hat mir dann aber, nachdem er mir Selfies von seinen Patientinen auf dem Schragen gezeigt hat, ganz genau erklärt, dass die Bergluft erst am Sonntag wirken würde. OK, also habe ich den Atmungstest abgesagt und weiter gesoffen.

Und heute habe ich dann ganz speziell auf meinen Körper geschaut. Wie nun genau hat sich die ach so gesunde Bergluft auf meinen Organismus ausgewirkt? Ja Pampelmuse, ich hatte Helmbrennen wie nach einem Crosscheck von Holden, mir war schlecht, ich konnte bis am Abend kaum essen, hatte ein Gerumpel im Ranzen, musste pro Stunde 21 mal gorbsen und fühlte mich wie ein Wrack. Vielen Dank Bergluft, glaubt solchen Scheiss einfach nicht mehr! Der Mythos ist klar zerstört worden, haltet die Luft an wenn ihr höher als 700 Meter über Meer seid!

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