Google+ Hardboiled SCB: Es ist langweilig

Freitag, 6. November 2015

Es ist langweilig

Der November ist ja schon von Natur aus ein relativ beschissener Monat. Der Nebel am Morgen nervt, es sieht meistens aus wie eine Emmentaler Fischsuppe, OK, dafür haben durch den Tag dann Wetterglück und viel Sonne durch den Tag. Umso unsäglicher ist es, dass gerade in dieser Zeit der Hockeybetrieb eingestellt ist, weil die Nati (obschon es ja eigentlich nicht die richtigen Natispieler sind und auch nicht der richtige Naticoach) eines dieser Wurstturniere absolviert. Ich kenne nicht mal die Gegner, ich kenne nicht mal den Ort, es interessiert mich schlichtweg nicht.

Dann ist noch ein leichtes Gerumpel auf dem Transfermarkt zu vernehmen gewesen. Wie ihr alle wisst, haben wir der verbotenen Stadt einen Verteidiger abgeluchst, Kammerzinn oder so. Er war schon mal bei uns als kleiner Bube, aber wie üblich haben wir ihn weggeschickt um ihn dann zurückzuholen, damit wir ihn wieder über Monate integrieren dürfen. In unser System. Das recht schwierig ist. Sagt man.

Dann wird wohl der Oster Haas von Biel nicht zu uns stossen, er unterschreibt noch für ein Jahr bei den Seegurken. Ist OK, denn er ist noch eine junge Frucht, wir bevorzugen aber die reifen bis überreifen Exemplare (sind einfacher zum pfücken da sie schon am Boden liegen).

Dann haben wir auch mitgekriegt, dass der HC Gottéron wieder mal in argen finanziellen Schwierigkeiten steckt, es fehlt Kohle an allen Ecken und Enden. Diverse Spieler müssen entweder Lohnkürzungen hinnehmen oder dann die Hauen putzen. Es ist halt so eine Sache mit dem lieben Geld in Fribourg. Sponsoren zu finden, die ausserhalb der Stadt Fribourg ansässig sind, kann man gar nicht. Erstens gibt es auf dem Land Fribourg nur Dschungel und keine Firmen, zweitens weigert sich eine nicht-Fribourger Firma schlichtweg, als Sponsor einzusteigen. Der Grund ist klar: eine Firma hatte das vor 6 Jahren mal gemacht, als Reaktion darauf verloren sie 96 Prozent ihrer Kunden, mussten 12‘000 Mitarbeiter entlassen. Die 15 verbliebenen Mitarbeiter wurden dann regelmässig auf offener Strasse beschimpft und mit faulen Eiern beworfen. Es war dann fast ein Glücksfall, dass die Firma Konkurs ging, so wurden die Überbleibenden auch erlöst. Dabei war die Firma nicht einmal ein grosser Sponsor, sie waren auf dem Matchprogramm unten links neben dem Toilettenfoto genau 2 mm mal 2 mm gross mit dem Logo abgedruckt. Eine sehr abschreckende Wirkung für andere Firmen, so meine ich. Vielleicht sollten sie wirklich besser mal ihre Lohnpolitik überdenken und z.B. einem Schüschu den Lohn anhand guter und gewonnener Playoffspiele berechnen. Oder dem Conz im Tor nach Zentimetern Hals. Nur so kann man sparen, Gopfertaminomau!


Also, seuchen wir uns noch durch diese 7 Tage ohne Hockey, OK, das der Startgegner dann gleich die Betonmischer aus Lasagne HC mit Mocken Ehlers sein werden, macht es nicht gerade heisser, aber der Hunger nach Hockey wird auch das ignorieren. 

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