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Montag, 15. September 2014

Tore schiessen mit Spass

Wer die beiden Spiele gegen Ambri und Biel gesehen hat, wird festgestellt haben, dass wir mit dem Toreschiessen nach wie vor unsere Mühe haben. Daran kranken wir aber nicht erst seit dieser noch frischen Saison, es war in den letzten Jahren immer unser Hauptproblem. Meistens hat man das Gefühl, dass der Gegner effizienter in der Chancenauswertung ist. Das geht nicht spurlos am gemeinen Fan vorbei. Klar gibt es keine perfekte Anleitung, klar sind die Spieler aber sowas von trainiert, aber trotzdem muss dieser Artikel sein.

Ich behandle hier nicht die Dribblings wenn man alleine auf das Tor fährt. Es geht mir um den gepflegten Torschuss und wo die Chancen am Grössten sind, dass man trifft. Also, ihr seht ein leeres Tor aus der Sicht eines Stürmers. Wir stellen uns nun noch einen Goalie vor, den habe ich nicht gezeichnet weil die Jungs wirklich nur sehr wenig Platz freilassen. Es ist wirklich sehr schwer, einem Johann die schwarze Scheibe ins Netz zu hämmern. Nehmt an, der "gedachte" Goalie ist, wie die Meisten, ein Rechtshänder "klassich", d.h. er fängt mit der linken Hand und hat den Stock in der rechten Hand (vom Stürmer aus gesehen ist das dann natürlich umgekehrt).

Der Kronen-Schuss Ziffer 1
Das ist die ganz unangenehme Höhe und Ecke. Auf der Stockhandseite, knapp über den Schoner geziehlt. Meistens für den Goalie sehr schwer zum Abwehren. Weltklasse-Spieler wie z.B. Ovechkin schiessen ihre Tore mehrheitlich dort. So wie der Holldrioway seinen Penalty in Ambri gesetzt hat.

Der Angelschuss Ziffer 2
Seiht natürlich megageil aus wenn man dort trifft. Allerdings ist dieser Treffer schwer zu erzielen, da die Achsel des Torhüters oder das Stockende dort bereits die Scheibe leicht ablenken kann. Trifft man genau über die Schulter dann sitzt das Ding.

Der Riskoangel Ziffer 3
Jetzt wechseln wir auf die unangenehme Seite für den Stürmer - die Fanghandseite. Heutige Torhüter haben eine blitzschnelle Fanghand und holen die Pucks wie besoffene Fliegen runter. Wenn Du millimetergenau in den Angel triffst, dann hast Du den Ofen des Jahres geschossen. Allerdings riskierst Du, dass der Goalie durch seine Fanghand die Parade des Jahres zeigt. Sieht immer spektakulär aus ohne Ende.

Der Hodenofen Ziffer 4
Um ihre Fläche zu verbreitern, stehen die Goalies oft mit V-Beinen in ihrem Knarst. Ein geübter Schütze kann durch blitzschnelles und präzises Schiessen dort die Lücke finden und einnetzen. Allerdings sieht es bei einem Fehlversuch dann ziemlich doof wenn man dem Hubi einen in die Schoner knallt.

Die No-Go-Zone Einbahnstrassenschild (wo gefühlte 85 Prozent unserer Schüsse landen)
Hier geht gar nichts. Der Goalie muss sich nicht mal gross anstrengen um die Scheibe zu behändigen. Solche Schüsse enden in Körpertreffer, die nach dem 12. mal die Zuschauer murren lassen. Bei guten Schusschancen spekulieren die Goalies auf einen Treffer am Körper und fahren dem Stürmer leicht entgegen um den Winkel zu verkürzen. Durch ein kurzes Verzögern kann man den Goalie eventuell zu einer Verschiebung provozieren, die dann Ziffer 4 wieder anbietet. Der Durchschuss durch den Torhüter funktioniert nicht, da die Scheibe mit Rund 1'100 km/h geknallt werden müsste.

OK, dann sollen es die Jungs nochmals in Erinnerung rufen, sie wissen das eigentlich ja alles. Irgendwann wird der Knopf ja schon aufgehen. Oder auch nicht.


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