Google+ Hardboiled SCB: 01.03.2014 SC Bern - HC Gottéron 0:2

Samstag, 1. März 2014

01.03.2014 SC Bern - HC Gottéron 0:2

Ich bin ja richtig froh dass wir uns nun nicht mehr in die Playoffs verlieren können! Nach einer desolaten, unwürdigen, miserablen Leistung lutschen wir also ohne Tor zu erzielen auch gegen die Hutzenbröhne ab. Kein Feuer, keine Angriffsauslösung, keine Abwehr, noch weniger Sturm, keine Ideen, keine Präzision und kein Stolz - SO VERLIERT MAN SOGAR GEGEN DEN EHC SCHRITTSCHLITZ! Aber irgendwie kann man den Helmis ja nicht mal mehr böse sein, es ist gut so wie es kommt, mit diesem Eishockey gehört man aber mit Garantie nicht in die Playoffs. Der Lasagne HC hat uns nun überholt, ihr letztes Spiel findet in Gottéron statt, uha, wir müssen zum Z der sicher Lausanne nicht ablehen würde. Jetzt braucht es Wunder ohne Ende, die Frage ist nur ob das überhaupt verdient wäre. Gehört so ein Müll in die Playoffs? Ich sage: Nein, denn dort will man Spektakel und Helden sehen, nicht Gurken und Hilflosigkeit.

Die erste grosse Überraschung sah ich schon vor dem Spiel - Röschti Olaf war nicht auf dem Eis, der Mann der in den letzten 4 Spielen immer das Tor getroffen hat. An seiner Stelle lief der schmutzige Richard ein, es war ein massiver Fehlentscheid. Genau so wie das gesamte Team ein Fehlentscheid ist. Aber dazu komme ich noch. Das Spiel zeigte von der ersten Sekunde an den wahren Müll, der in unseren Suppenbuben steckt. Wenigstens jetzt hätte ich Emotionen und Power erwartet, doch sie pfüpferleten wie Goldfische durch ein Kloaken-Aquarium. Mir ist es wirklich egal ob sie Druck verspüren oder nicht, es bahnte sich eine weitere Null-Leistung an. Das inexistente Powerplay artete zum Teil in ein Gewurste für Kleefresser aus, in der Abwehr war Panik obschon Fribourg gerade am Auswechseln war, im Sturm brachte man 20 Minuten lang genau 1 (!) gefährlicher Schuss auf das Tor. Für so was muss man in den Playouts schmoren! Tut mir leid. Null Schaum vor der Schnauze im wichtigsten Heimspiel der Saison - geht gar nicht! Die Flötenböhne hingegen hielten einfach mal dagegen und konnten mit dem ersten gefährlichen Schuss das 0:1 markieren. Passt ja. Danach hatten wir das Schwein auf unserem Grill gegart dass es nicht schon 0:2 hiess. Ein unsägliches Drittel.

Was im zweiten Drittel folgte, war die Fortsetzung dieses Buches. Panik hinten, hilflos vorne, Powerplays die an die Benny Hill-Show erinnerten. Ein schrecklicher Moment ereignete sich dann auch noch als Gonzo seinen Torhüterhelm verlor, nun sah das ganze Stadion dass er wirklich keinen Hals hat. Hart. Aber fair. Unsere Zahnspangen waren weiterhin bemüht, der Kampf will ich auch keinem Absprechen, aber auch Amateure würden kämpfen, das Problem ist halt wenn man spielerisch auf Amateur-Niveau ist. Gottéron schoss im Powerplay das 0:2, spätestens da konnte man bereits den Spielplan neu schreiben. Ist doch auch mal was geiles in den Playouts zu rügen - dank Modusänderung können wir nicht mal mehr absteigen, wir haben 23 Punkte mehr als Biel, in der Layout-Runde geht es noch um 18 Punkte. Kennsch es? Egal.

Im letzten Drittel sah man dann noch 20 Minuten hirnloses Anrennen ohne Überzeugung und richtiger Torgefahr. Die Abwehr der Hutzenbröhne hatte es zu 100% im Griff. Wenn es denn mal leicht gefährlich werden konnte, semmelte der entscheidnde Pass dann 3 Meter neben dem Gegenspieler ins Niemandsland. Keine Chance, echt keine Chance, dieses Spiel hätten wir gar nie gewinnen können. Das zu sagen in einem so wichtigen Spiel ist ein Messerstich in mein SCB-Herz. Und bitte verschont mich mit den Ausreden! Verletzte Spieler, jaja, Pech, jaja, Schiedsrichter, jaja. Nach 49 Runden haben wir 1 Punkt weniger als der Aufsteiger und nur das zählt, über alles andere mag ich gar nicht diskutieren.

Also, dann freuen wir uns doch auf einen tollen Dienstag mit unseren tollen Mannen in der Halle zu Zürich. Selbstverständlich liegt noch alles drin, aber es würde an ein Wunder grenzen. Oder traut ihr unseren Grobmotorikern einen Sieg in der Halle zu? Ja gut, man soll die Hoffnung nie aufgeben. Allerdings müsste das Wunder wohl grösser sein als der Hammer von John Holmes. 

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