Google+ Hardboiled SCB: Tuni am Gesunden - auch wegen dem Materialwart von Gottéron

Donnerstag, 16. Februar 2017

Tuni am Gesunden - auch wegen dem Materialwart von Gottéron

Ja, scheinbar habe ich die Hammergrippe jetzt bald besiegt. Ich fühle mich seit heute morgen endlich wieder wie ein Mensch. Für mich ein toller Moment, aber so richtig interessant für die Weltgeschichte ist das nicht. Für Hardboiled SCB schon. Leider hat die Webseite www.hardboiledscb.ch wohl noch die verrecktere Grippe als ich, seit Tagen ist das Ding nicht erreichbar, unsäglich sowas. Noch schlimmer aber ist, dass man vom Provider "HOSTPOWER.CH" keine Antwort kriegt. Das ist Anti-Werbung der ganz grossen Klasse. OK, viele Leute sagen mir, dass ich doch den Anbieter wechseln soll. Tönt gut, aber das Problem ist: die ganze Infrastruktur müsste gezügelt werden, da ich auf der Website so viele Daten abgespitzt habe, die könnte ich nicht mehr nachfassen. Egal, ich schaue mal, wenn Tuni gesundet, dann vielleicht auch die Seite.

Sehr mitgeholfen bei meiner Genesung hat der Materialwart von Gottéron. Wie wir alle wissen, sägen sie dem Conz die Hosen ab und haben scheinbar den Reto Berra aus der NHL verpflichtet. Über den Transfer reden darf man noch nicht offiziell, da die Reglemente in Übersee da keinen Spass verstehen. Also, gestern Abend klingelte es an meiner Haustüre, ich dachte schon es sei der Garnett der wieder was zu motzen hätte über sein Zimmer in meinem schmucken Keller. Aber nein, eben, es war der Materialwart von Gottéron. Er stand da mit 312 Medikamenten und pflegte mich, als wäre ich ein Neugeborenes. Ich schritt erst ein, als er mir eine Windel anlegen wollte. "Ne ne" sagte ich, "du zückst dann Dein Handy, machst Fotos von mir und veröffentlichst sie auf eurer Homepage". "Stimmt" antwortete der Mensch mit einer entfesselnden Ehrlichkeit. Als die Medis wirkten und ich langsam wieder klar im Kopf wurde, setzte er sich vis-à-vis hin und sagte "Tuni, nun musst Du mir helfen". Das war keine Frage für mich, nehmen und geben so muss das Motto sein. "Wo drückt der Schuh?" fragte ich wie gewohnt sympatisch.

"Also, hm, ich weiss nicht wie ich es sagen soll, aber alle Ausrüstungsteile für den Conz habe ich massgefertigt herstellen lassen. Wenn wir die nun alle wegwerfen, schmeissen wir tausende von Franken in den Müll. Soll ich die Sachen nicht einfach behalten und sie dann dem Berra geben?". "Gut kommst Du zu mir", sagte ich. "Wahrscheinlich rette ich Dir nun Deinen Job" fuhr ich fort. "Ich habe die Karriere von Conz genau beobachtet, ebenso seine körperlichen Eigenschaften". Um ihm meine Bedenken zu erklären, zeigte ich ihm die Grafik, die ich Euch hier ebenfalls zeige. Der Materialwart schluckte drei Mal leer. Er schaute mich an und hauchte "DANKE TUNI". Dabei verlor er den schwarzen Backenzahn. War egal. Seine Tränen desinfizierten seine Mundhöhle ja sofort.

Seht ihr, so muss Hockey sein. Wenn es hart auf hart geht, dann halten Hockeyfans zusammen. Hart sein im Nehmen, hart sein im Geben, so wie wir es ja von den Burschen auf dem Eis immer verlangen. Berra wäre in der Austrüstung von Conz erwürgt worden. Also habe ich eine gute Tat gemacht, nicht?

Das Spiel in Zürich hat mir übrigens gut getan, weil ich gesehen habe, dass wir gegen ein unheimlich starkes Team bestehen können, auch wenn noch nicht alles im grünen Bereich dreht. Wir haben den besten Goalie der Schweiz im Kasten, die Abwehr steigert sich wieder und vorne muss man die richtigen Leute (Hirschierher!!!) secklen lassen. Gegen Kloten wird es hart, ebenso gegen Langnau, weil die Buben um ihre letzte Playoff-Chance kämpfen werden. Die Frage wird sein, mit wieviel Kraft wir da entgegenhalten werden. Go hard, go strong!

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