Google+ Hardboiled SCB: Was läuft falsch im Hause Gottéron?

Mittwoch, 25. Januar 2017

Was läuft falsch im Hause Gottéron?


Mit der gestrigen erneuten Heimniederlage hat sich Gottérons Schicksal wohl für diese Saison wohl besiegelt. Das wird nichts mehr mit Playoffs, im Gegenteil, in der jetzigen Verfassung müssen sich die Schwarzfüsse sogar Gedanken machen, ob denn das reicht, im obersten Haus zu bleiben. Den Hutzenbröhnen bleiben noch 9 Spiele, um nicht weniger als 13 Punkte auf den HC Lugagel aufzuholen. Das funktioniert nicht. Klar, wir hier in Bern schauen mit einer Mischung aus Schadenfreude und noch mehr Schadenfreude auf die serbelnden Buben. Da auf dieser Seite nicht nur unser Götterverein SCB behandelt wird, schauen wir nun mal etwas tiefer in die Kloschüssel Gottéron. Was läuft da alles schief? Eine gute Nachricht gleich zu Beginn: Jim Slater (Genf Servette HC), der von Schilt (Gottéron) einen happigen Open-Ice-Hit einstecken musste, hat sich zum grossen Glück nicht schwer verletzt. Er twitterte bereits aus dem Spital: "So ist das Spiel, einmal teilst Du aus, einmal steckst Du ein". Grandiose kanadische Einstellung!

Der sportliche Bankrott von Trottelfon hat den Ursprung schon beim Sportchef. Da passieren für mich unverständliche Sachen. Darauf komme ich noch genauer. Dubé verschwächt das Team laufend, fällt keine Entscheidungen und geht nötigenfalls zur BCF, um Kohle zu verlangen, damit ein paar Dorfkönige vergoldet werden können. Wenn einer Hockeyspielen kann, muss er sich nicht mehr gross anstrengen, denn der Lohn bei einer Vertragsverlängerung ist happig gut. Für das Salär von Schüschu und Playoutbomber Rathgeb hätte man wohl einen 5er-Block mit jungen, talentierten Spielern transferieren können. 

Die Trainerfrage wurde ebenfalls dilettantisch gelöst. Als Gerd mit den Zehen im Haus sich für die Liebe entschied, wären ein paar Kandidaten bereitgestanden, unter anderem auch der Meistertrainer der letzten Saison, wir kennen ihn. Aber nein, der Sportchef holt seinen Kumpel Larry die Harasse, ein Trainer der meistens 1 gute Saison hat und dann gefeuert werden muss. Kein Mut, das ist die Aussage hinter dieser Verpflichtung.

Ebenso besorgniserregend ist die Situation auf dem Goalieposten. Sorry, Conz war mal ein Talent, aber der versagt jetzt wirklich fast in jedem Spiel. Seine Fangquote ist auf gleichem Level wie wenn man ein Hängebauchschwein ins Tor stellen würde. Das ist aber nicht erst seit dieser Saison so. Hat man reagiert? Nö, man redete sich das Ganze einfach schön und redet über die 2 Paraden, die er pro Spiel zeigt. 

Die Abwehr wurde mit Rathgeb verstärkt. Der ist gut, wird aber noch einen Moment brauchen, um ganz gut zu werden. Ihm passieren noch zu viele Fehler, was aber kein Vorwurf ist. Das wird mit der Erfahrung besser werden. Aber er kann noch nicht der Patron sein, den man sich bei den Hutzenbröhnen wünscht.

Im Sturm ist das nächste Dilemma. Gestern gegen Genf habe ich keinen einzigen Stürmer gesehen, der Dreck fressen wollte. Das sind Schönspieler, inklusive die Ausländer, die auch in den heissesten Situationen lieber die Verantwortung mit einem sinnlosen Pass abschieben, als draufzuhalten. Sie haben gute Techniker und können Tempo machen, aber schlussendlich fehlt die Durchschlagskraft an jeder Ecke. Wir haben Dubé mal verkauft, weil gewisse Hierarchien bei uns neu verteilt werden mussten. Schüschu hätte ich schon lange mal auf den Markt gebracht, das hätte Kohle generiert und Schüschu hätte seine Karriere neu lancieren können. 

Aber eben, so wie man sich bettet, so schnarcht man bis die Morgenlatte zuckt. Wir haben im Moment ja auch ein paar Probleme, allerdings mit gesicherten Playoffs im Rücken. Lausanne HC war gestern in Zug näher am Sieg als wir es je waren, wir brauchen jetzt dringend eine Leistungssteigerung, bereits am Freitag in Lugagel! Ab dem Viertelfinale gibt es keine Wohlfühlzone mehr, auch wenn Du 3331 Punkte Vorsprung gehabt hast! Auf jetzt. SCB!

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