Google+ Hardboiled SCB: Hardboiled SCB blickt zurück: Was wurde eigentlich aus Simon Gamache?

Donnerstag, 9. April 2015

Hardboiled SCB blickt zurück: Was wurde eigentlich aus Simon Gamache?

Viele von Euch erinnern sich sicherlich noch an den blonden kleinen Wirbelwind. Er kam auf Bern, um wie eine Bombe einzuschlagen, schoss zwar wenig Tore aber hämmerte hunderte Assists auf das Eis. Bei jedem Zweikampf musste man etwas Angst um ihn haben, da er nicht gerade ein Kleiderschrank war. Aber der Mann machte es weg mit einer unglaublichen Spielintelligenz. In der ersten Saison knallte er in 60 Spielen mal locker 82 Scorerpunkte hin (ich glaube 1 Tor und 81 Assists, uha).

Doch dann stieg es dem Manndli gewaltig in den Gring, er zeigte uns den unbehaarten Po und wechselte unter relativ unkameradschaftlichen Umständen zurück in die NHL. Dort hatte er Erfolg wie Rapperswil, er wurde degradiert und kam dann heulend auf Bern zurück, wo man dem Herrn dann gleich 3 Jahre Vertrag auf den Tisch legte. Allerdings spielte er ab diesem Moment nie mehr die Rolle, die er mal gehabt hatte, auch wenn er noch einmal in der 4. Linie Meister werden durfte.

Danach bestrafte ihn der SCB brutal und schickte ihn in die Hölle auf Fribourg, wo er aber über die Mauer flüchten konnte und dann in Deutschland umhergurkte, bei den Mannheimer Möven. Danach ging er wieder nach Übersee, weil er sich dort endlich einen echten Schnauz wachsen lassen wollte, was aber an seinem Flaum scheiterte. Er figugegelte dort in einer Unterhund-Liga rum, bevor er in der letzten Saison in die Weltliga Norwegen wechselte, zu Valerenga Ishockey. Wegen der schlechten Bezahlung arbeitete er nebenbei als Serviertochter in der Kult-Spunte "Elkhodden". Leider gibt es dort keine Stats, da die Norweger die erst noch in ihre Schiffe ritzen müssen.

Er hätte zur Legende in Bern werden können, hat aber seine Karriere miserabel geplant und diverse Fehlentscheidungen getroffen. So kamen bald lustige Witze auf, da er sehr feminin wirkt und sich in den Playoffs immer einen Schnauz aus lettischen Achselhaaren anklebte. Er sah aus wie ein Bube, er handelte leider auch wie ein Bube. Da er wie ein hübscher Bube aussah, sagte man ihm dann auch ab und zu "Fräulein Gamache" oder "Frau Gamache". Er war ein Schwalbenkönig, da er bei jedem Zweikampf sehr theatralisch auf das Eis abhob. Das war seine Rolle, in der war er gut, seine Pässe teuflisch genau - für unsere Verhältnisse. Ab und zu checkte er sogar einen Gegenspieler massiv, nur merkte es der Gegner nicht.

Simon Gamache - oder wie man eine Karriere nicht planen sollte! Und: Otto Waalkes ist nicht sein Vater, sondern seine Mutter!

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