Google+ Hardboiled SCB: Endlich tritt einer der letzten Köter zurück

Montag, 23. Juni 2014

Endlich tritt einer der letzten Köter zurück

Ich stehe auf meinem Bürostuhl und juble. Ich singe. Ich tanze Cha-cha-cha und jodle dazu. Da mein Bürostuhl auf Rollen steht, fliege ich auf das Pult meines Vis-à-vis, verschütte seinen Kafi über die Tatsatur. Egal. Aufstehen. Weiter geht es.

Was ist passiert das ich so flippig drauf bin? Ist Hitzfeld zurückgetreten? Habe ich in die Zukunft geblickt und gesehen, dass die Fussball-Nati wenigstens 1 gutes Spiel in Brasilien zeigen wird? Hat der SCB Crosby verpflichtet? Warum tobt der Herr im Büro so ab?

Nun, es ist für mich eine herrliche Nachricht, die soeben gekommen ist. Flavien Conne tritt zurück. Der unsägliche Conne. Einer der letzten Widerlinge auf Eis. Gestartet hat er seine Karriere bei den verruchten Senfern, bildete sich weiter in Gottéron, um dann nach Lugano zu wechseln und dort 14 Jahre sein Dress spazieren fuhr. Das ist eine Karriere wie wenn Du zuerst Klo putzen musst, danach die gleiche Arbeit hast aber es von Hand machen musst und am Schluss 14 Jahre lang den Rand mit der Zunge putzen musst.

Eigentlich wäre mir der Faulpelz ja gar nie aufgefallen. Er war zwar mit guter Technik ausgestattet, war aber wohl der faulste Hund auf Erden. Deshalb auch der Wechsel zu den Lugagels, wo man ja jahrelang das Dolce far niente gepflegt hat. Eine Gefahr war der nie, in den Playoffs tauchte er schneller ab als ein mit Dubé beschwerter Stein. Aber, und mit dieser einen Szene hat er den Hass von tausenden SCB-Fans noch immer auf sicher, in einer Playoffserie gegen uns zeigte er sein ganz widerlich schmutziges Denken. Es war zu Beginn des neuen Jahrtausends als wir sensationell den HC Dadawos in 4 Spielen aus dem Viertelfinale kippten. Danach warteten die Dromedar-Euter aus Lugano auf uns. Wir waren ebenbürtig, setzten sie unter Druck, gaben alles, obschon die Verletzungshexe es nicht gut meinte mit uns. Dann kam die gewaltige Aktion von Mädchen Conne. Mit einem hintervotzigen, hinterhältigen, miesen, verbrecherischen Stockfoul ins Gesicht von Johansson knallte uns der Psycho ins Elend. Johansson war die treibende Kraft bei uns, die Attacke war Absicht und wurde mit einer oder zwei läppischen Spielsperren belohnt. Wir waren ohne Johansson danach nicht mehr in der Lage, die Rotwein-Grappa-Kollektion zu stoppen.

Danke für gar nichts, Flavien Conne. Diese Karriere könnte man getrost als Klopapier für nässende Kuh-Hintern brauchen. Gefühlte 18 Jahre lang konnte man seinen Charakter weder auf dem Feld noch irgendwo erkennen, immerhin hat er in diesem Spiel gegen uns kurz aufblitzen lassen, wie es in seinem Pudding im Schädel so etwa funktioniert.

Der IQ in Lugano ist in diesem Moment um das doppelte gestiegen und beträgt jetzt 12 (Klubrekord).

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