Google+ Hardboiled SCB: Weihnachten naht - uns gehts gut, denken wir auch an die, denen es Scheisse geht - Gottéron zum Beispiel

Montag, 5. Dezember 2016

Weihnachten naht - uns gehts gut, denken wir auch an die, denen es Scheisse geht - Gottéron zum Beispiel

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Das Wochenende hatte es wirklich in sich. Wir spielen 2 Spiele, kriegen keinen Gegentreffer, holen so logischerweise 6 Punkte und liegen uns in den Armen. Wir stellen Genoni-Bilder in Altarform auf, loben und preisen den Kari Jalonen und den Ville Peltonen, benennen unsere Haustiere nach den Spielern (meine erste Katze heisst neu Untersander, die zweite Genoni, weil auch sie keinen rein lässt; der kräftige Hund heisst ab sofort Tristan, die Schildkröte heisst Ferdu weil sie so alt ist wie Plüsch). Meine grösste Angst war, dass wir in den Meisterblues verfallen, eine Quali zeigen wie in den letzten Jahren, doch weil wir Charakterspieler haben und ein Weltklassecoach an der Bande, haben wir eher den Meister-Heavymetal-AC/DC-Hammer als irgendein Furz-Blues. Klar, es ist noch nichts gewonnen, aber der SCB macht Freude, spielt attraktiv und mein Herz ist total aufgegangen! Danke allen, die Jahr für Jahr eine Heidenarbeit machen, um uns diese Gefühle zu ermöglichen!

Aber genau in diesen Momenten muss man Grösse zeigen, und auch an die Klubs denken, die nicht soviel Freude ausstrahlen wie unser Verein. Lugagel hatten wir ja schon ein paar Mal durch, die Probleme sind dort bekannt, nur löst sie niemand da sie erst seit 10 Jahren existieren. Uha. Die Dogge Schredder kann sich im Moment noch halten, weil sie gegen die Hutzenbröhne gekantert haben, das ist aber nur Augenwischerei. Es soll uns aber vor Augen führen, was passiert, wenn man einfach ohne Hirn einkauft und meint, nur mit Kohle kann man sich Meistertitel kaufen. Nö. Das braucht trotzdem harte Arbeit, weise Entscheidungen und Fachmänner auch in den technischen Jobs. So wie bei uns.

Wenn man alles sportliche Elend dieser Liga zusammenfasst  und es sich noch vermehren lässt, kommt man dann zum HC Fribourg-Gottéron, der auf Rang 11 rumgagelt. Als sie einen Trainer hatten (Kossmann), der endlich mal forderte und resolut durchgriff, sie ihn den Playoff-Final führte (wo sie gegen uns dann ziemlich ablutschten), rebellierten die Spieler dann gegen den harten Hans, so dass er entlassen wurde. Erneut versuchte man es mit Softie-Lösungen, die hatten sie mit Zehenhaus, der entschied sich aber dann für die Liebe. Das Karussell drehte wieder, mit Larry die Harasse holte man den nächsten ausrangierten Mann. Bevor dass er mit der Mannschaft trainiert, kämmt er sich 2 Stunden die Haare, damit er dann auch gut aussieht, da nur er Interviews geben will.

Genau jetzt müssten die Grossverdiener aufstehen und das Team auf dem Eis anführen. Schön spielen und mit der Fankurve Tänze erfinden, kann jeder Spieler wenn es läuft. Wenn Du aber in der Scheisse steckst, dann braucht es Männer. Und da sucht man bei den Hutzenbröhnen halt vergebens. Von weitem sehen sie so aus, aber wenn sie sich umdrehen, sieht man Busen und Lippenstift. Die Fehlentscheidungen dort habe ich nicht gross kommentiert, eher still für mich den Schädel geschüttelt, aber all diese Entscheide kommen jetzt wie ein Gewitter über die Meisterlosen. 

Wer in 2 eminent wichtigen Spielen gegen Biel und Lugagel 0 Punkte holt, mit 4:13 ablutscht, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen. Es ist fast unglaublich, dass dieses Kader sich aber Jahr für Jahr noch neue Verträge ergattern kann. Das hätte schon lange mal einen radikalen Schnitt gebraucht. Traurig bin ich nicht, klar, ich liebe es wenn ich meine Witze machen kann wie im Video oben. Aber emotionelle Spiele machen definitiv mehr Spass, wenn der Gegner auf Augenhöhe steht. Hat jemand mal den Mut, in Gottéron mit dem Mistwagen das Kader zu erneuern?

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