Google+ Hardboiled SCB: CHL: 13.12.2016 HC Sparta Prag - SC Bern 4:1

Dienstag, 13. Dezember 2016

CHL: 13.12.2016 HC Sparta Prag - SC Bern 4:1

Das wars. Stört mich nicht. Trotzdem war es schade, dass wir heute genau das gemacht haben, was wir laut den Interviews vor dem Spiel nicht machen wollten. Wir waren zu wenig kaltblütig, verpassten zu Beginn die Führung, agierten dann zu fehlerhaft und scheiterten nach den Gegentreffern im 2. Drittel dann an den tschechischen Weichbechern, die sich bei jedem Körperkontakt fallen liessen, als wären die Russen erneut einmarschiert. Klar, zum Schluss frusteten wir mit Fouls durch den Bitz, aber da war bereits alles Scheissegal. Abhaken, die CHL interessiert mich ab dieser Sekunde aber nicht mal mehr einen feuchten Schiss. Durch ist durch, mit dem Viertelfinale haben wir das Minimalziel erreicht, immerhin, ab jetzt zählt nur noch die Meisterschaft. Auf eine Art ist es schade, auf eine andere Art ist in Peking gerade ein Reissack umgefallen. In der Tschechei hat man nur 2 Berufsmöglichkeiten, entweder man verkauft seinen Hintern für Geld oder man wird Hockeyspieler. Schwamm drüber.

Für mich war das erste Drittel bereits die Entscheidung in diesem Wurstspiel. Deckenfrau und Trüffelnacht hätten uns die Führung holen müssen, doch wir scheiterten, einmal auch am sicher zu dicken Pfosten. Man kennt ja die Handwerkskünste dort. Handgelenk mal Pi. Aber egal. Aber immerhin konnte man stolz abtoben und sagen: "Wir waren aktiver als die Riesenbabys".

Im zweiten Drittel viel dann unser Kartenhaus zusammen. Die Führung der Grubenarbeiter konnten wir nur Sekunden später durch Schwerweh (der später wirklich einem Gnom schwer weh tat) ausgleichen. Alles wäre wieder im Lot gewesen, aber dann kassierte Leo einen doofen Ofen, nicht genung, die Heubühnen für dicke Kühe schossen in diesem Drittel auch noch das 3:1. Wir waren dezimiert durch Strafen, unglückliche Strafen. Unser CHL-Traum schwand so langsam aber sicher in die Kloschüssel. Es waren wie gesagt kleine Details, die halt die Tschechen richtig machten, wir aber nicht.

Das letzte Drittel wurde dann zum Gemurkse. Wir versuchten, scheiterten aber zu oft, kriegten in einem Powerplay einen jämmerlichen Shorthänder durch einen massiv vergammelten Gagel aus Prag. Das war es dann. Der Rest war nur noch Frustbewältigung, der Check von Schwerweh war eben zu hart gegen die Rübe, alles andere war eine Theatervorführung der Prager Pfeifensauger. Sie selber teilen aus, setzten ihre radioaktiven, durch Genversuche auf 2.22 Meter herangezüchteten Körper ein wie Kampfmaschinen in einem Zombiefilm, kriegen sie mal was ab, dann jaulen sie laut auf, schütteln die Pfoten wie ein Hundewelpen wenn es scheissen gehen muss, der Schiri pfeift konsequent alles ab, so dass man, glaube ich, gar nie mehr gleichviele Spieler auf dem Eis hatte. Egal.

Also, die CHL ist vorbei, schade aber egal, der Z versemmelte es auch gerade, nur die Hutzenbröhne werden wohl in den Halbfinal vorstossen, damit sie ihre Kräfte dort in den Sand setzten und letzter der Liga werden. Auch egal. Aber immerhin halten sie die Ehre der Schweiz hoch. Dann haben wir jetzt mal Pause und konzentrieren uns auf das nächste Meisterschaftsspiel. Der Support, was am TV zu sehen war, war einmal mehr genial, ich wünsche den Prag-Fahrern eine feuchtfröhliche Nacht, passt auf die Getränke auf, sonst erwacht ihr morgen mit den Hosen im Knieäcken und ohne Portemonnaie.  Spiess-Hegglin und so.

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