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Dienstag, 12. Dezember 2017

CHL Viertelfinale: Waschbär Lecker - SC Bern 4:2

Uhhhh. Schade schade schade schade. Noch immer weine ich vor meine Hotel "Elkschiss" wie ein kleiner Junge. Wir sind in der CHL ausgeschieden wie ein Scheide, die was ausscheidet. Das war nicht zwingend. Aber geil war unsere Leistung auf eine Art trotzdem. Und es war der Beweis, dass wir auch in der Rentier-Liga Serienmeistesr werden würden. Uha. Das war überheblich. Das will ich nicht sein. Ernsthaft: wir hätten es schaffen müssen. Wenn wir nicht elementare Sachen gemacht hätten, die man auf diesem Level nicht machen darf. So zum Beispiel zu wenig konsequent die Scheibe aus dem eigenen Drittel treiben ... und dann auch die Torchancen ausnützen. Es war auch viel Peck dabei, ich zählte 3 Stangentreffer. Aber OK, wir haben uns in der CHL gut verkauft, das es nicht zu mehr gereicht hat, ist schade, aber Schwamm drüber.

Ich kam zu spät ans Spiel, weil mein Elch-Taxi total besoffen antrabte. Als ich im Stadion war, schlug es gleich bei uns ein. Das Spiel hatte noch gar nicht richtig begonnen. Skandal. Aber was solls, es war erst ausgeglichen im Gesamtscore. Dafür jubelte ich wie ein Schlittenhund, als uns Arko wieder zum Ausgleich schoss. Die Schwestern aus Schweden zeigten leider ihre männliche Seite, die waren enorm stark an der Bande und hatten Druck auf dem Stock wie ein notgeiler Matrose, der gerade über die Reeperbahn schlendert.

Im zweiten Drittel dann wieder die Führung der Wachskopf Leikers. Schade. Denn wir hatten so gute Chance um gleich die Antwort zu geben. Aber wir versiebten wie ein Sieb, dass gerade weiche und schlappe Teigaffen vom Wasser trennt. Ich ging traurig in die Stadionbeiz, wo eine nackte Bedien-Schwedin etwas von "ohhhh, Swiss Boy be my toy tonight". Ich antwortete "toy dich selber Du Elchenmumu". Ich war etwas hässig, weil gerade das 3:1 gefallen war. Das war schon im dritten Drittel, bald darauf das 4:1 in Überzahl, nein, es durfte nicht wahr sein. Natürlich schossen die Seenplatten mehr auf unserern Knarst, aber wir hielten irgendwie troztdem dagegen. 6 Minuten vor Schluss wurde das belohnt, Arko knallte seinen zweiten Ofen in die gefrorene Krätze. 4:2, uns fehlte nur noch ein Tor, um in die Verlängerung zu kommen. Wo dann Häsu alles klar gemacht hätte. Aber die Scheibe wollte nicht mehr rein. Klar, war ja auch eine Wachskopf Lecker-Scheibe. Es sollte nicht sein, am Schluss mit 6 gegen 3 Feldspieler, irgendwie traurig, die Chancen waren da, um den Kies aus Schweden die Schlappe in die Glocke zu stossen.

Betrunken torkelte ich dann ins Hotel. Ein besoffener Schwede erklärte mir dann noch, wie man sich verhalten muss, wenn ein rammliger Elch Sex von einem will. Schnell weglaufen und wie ein Maultier röhren. Scheisstipp. Scheissniederlage. Scheisshotel. Egal. Knapp gescheitert ist auch gescheitert, aber immerhin mit hoch erhobenem Kopf.

So, nun alle Konzentration auf den Freitag, wenn die Lugagler kommen, die Eseffen müssen vom Eis gehobelt werden, auch schon nur zur Frustbewältigung. Mein Fenster schliesst nicht richtig in dieser Absteige, egal, in der Nacht werden nur -72 Grad erwartet, das hält ein gesunder Schweizer aus.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

CHL: SC Bern - Växjö Lakers 3:2

Oder, das Problem ist so: Offiziell wurden, wegen den Saisonabis, übre 13'000 Zuschauer angegeben. Im Stadion waren dann aber vielleicht 6'000 - 7'000 Nasen. Na und? Es ist immer noch eine grosse Zahl, verglichen mit den anderen Gurkenvereinen in ihren Gurkenstadions. Was noch dazukommt: Der Wettbewerb CHL ist noch relativ jung und es braucht halt Zeit, bis der Wert dieser Liga erkannt wird. Das ist in Bern halt einfach so. Zudem muss man sich genau achten: Heute in den Zeitungen findet man eher das Sumpfdotterblumen-Spiel Lausanne HC vs. EHC Kloten als eine gute Berichterstattung über die CHL. Wie soll sich das Fussvolk für eine Liga begeistern, wenn die Medien den Wettbewerb quasi ignorieren? Dass im TV Mattscheibe herrscht, wissen wir wegen dem unsäglichen Geleier über die Eishockeyrechte. Dazu kommt ein Gegner, dessen Namen kein Mensch richtig ausprechen kann. Also sind 7'000 effektive Zuschauer mal gar nicht sooooo schlecht.

Das Spiel war dann erfreulich. Weil die Schweden wirklich stark sind. Kleiderschränke, läuferisch stark, Felsen auf Kufen, kampfstark, unglaublicher Druck auf dem Stock. Ich habe mir dann mal so überlegt, wo die in unserer Meisterschaft stehen würden. Ich kam zum Schluss: mal sicher VOR Kloten mit Kevin Abstiegschläpfer. Uha uha uha. Nein, sie sind ein Spitzenteam. Umso erfreulicher, dass wir gut dagegen hielten und 2:0 in Führung gingen. Erneut versemmelten wir dann diesen Vorsprung im letzten Drittel. ABER: Das war kein Verblödeln wie vorher gegen Teams, die so rumstrichen. Nein, der Druck der Schweden war halt manchmal unheimlich hoch. Auch ein Leo in Topform kann nicht alles halten.

Druck machte auch ein Schwede, den ich in der Stadionbeiz traf. Er fand unsren Sommer sexy und sass im ärmellosen T-Shirt da. Auf der Schulter hatte er ein "FF" tätowiert. Ich fragte scheu, als er gerade eine Pause zwischen den 14 Bieren machte, was das bedeutet. Er antwortete "Fuck Finland". OK, Nun war mir auch klar, wieso er meine Ferienfotos aus Finnland alle aufgefressen hatte, die ich ihm scheu zeigte. Kein Problem. Seine Verstopfung kann das Hotel heute mit Saugglocke beseitigen.

Geil fand ich, dass wir dann einen Geniestreich zeigen konnten, und die Wachskopf Lakers mit einer Niederlage nach Hause schickten. Der Flug hat scheinbar Verspätung, weil der Fotofresser scheinbar der Pilot ist. Uha. Der Pass von Arko auf Unti war schon sehr Klasse. Ein herrliches Tor!

Somit ist die Ausgangslage klar: Mit einem Unentschieden in Schweden stehen wir im Halbfinale. Krass oder? Wo dann eventuell die ZSC Flyers warten. Für Spannung ist gesorgt, eventuell nehmen die Medien auch Notiz von dieser Ausgangslage.

Dienstag, 7. November 2017

CHL: EHC Red Bull Mineralwasser München - SC Bern 2:5

Frohe Kunde aus dem Dorf München: Die Weltstadt Bern hat den Heimausrutscher aber so geil korrigiert und mit 5:2 gleich gezeigt, dass man auch mit gelben Shirts gegen München gewinnen kann. Gell BVB? Gut zugeschaut? OK, es war ein geiles Spiel, beide Teams waren unglaublich lange auf absoluter Augenhöhe. München am Anfang mit mehr Schussschwein, die führten 1:0 und 2:1, doch im letzten Drittel zeigten wir dem Hofbräuhaus, wo man idealerweise hinkackt. Mitten ins Tor von München. Nach der Heimniederlage sah man die Felle doch etwas davonschwimmen, denn München ist ganz sicher stärker als Gottéron oder so. Aber heute war der SCB cooler, weil sie sich nie entnerven liessen. Red Bull stand in der Abwehr wie eine Dose, wir hatten keine Entfaltungsmöglichkeiten. Geil Jungs, jetzt ins Viertefinale gegen Waxos Axos Palalälähö oder so.

Also, die Stimmung stimmte, immer wenn die grossen Deutschen gegen die viel flinkeren Schweizer spielen. Wir kamen nur schlecht ins Spiel und mussten Leo haben und aufpassen, weil die Bierbrauer gefährlicher wirkten. Das 1:0 war dann auch herrlich, obschon der Leberkäse die Scheibe wohl nur 1 Mal von 10'000 Versuchen so trifft. Keine Chance für Leo. Uh, nun hatten sie 2 Tore Vorsprung, die Aufgabe wurde nicht leichter. Doch in der gleichen Minute fidelte Schwerweh ab als müsste er dringend pinkeln gehen, sein Hammer war lasergesteuert im Kreuzeck. 1:1 und ab ging die Party.

Im zweiten Drittel dann wieder ein leichter Schock für uns. Ein Fadenhammer der Münchner brachte die erneute Führung. Wir motorten aber nun so langsam aber sicher los. In Überzahl murkste Capitano Moser der Du bist den erneuten Ausgleich hin. Unsere Blume verletzte sich dann leider, nach einem Bandencheck wurde er nicht mehr gesehen. OK, hoffen wir, dass er bald wieder rumblüemelet. 2:2 und ab ins letzte Drittel!

Da machten wir alles klar. Alles. Der totale Sieg und so. Erst ein Traumtor von Hirschhierher, nun war es 2:3 und eine Verlängerung drohte. Aber da man Deckenfrau und stocherte mit extremem Wille die Scheibe zum 2:4 in die Krätze. Nun waren wir weiter. München nun nervös, das Out drohte, ausgerechnet wegen die Weltstadt Bern. Hinten war Genoni nun die absolute Wall, wie immer eigentlich. Und als die Süddeutschen vor lauter Nervosität meinten, sie seien auf RTL im Frühstücksfernsehen, fuhr Pabba Ehebett in einen doofen Pass und zog alleine auf Leggins Enghose Gehängedurchrücker los und schoss souverän das 2:5! Das wars, Jubel und Trubel in der Kurve, fast alle waren nackt, sah geil aus.

So, dann geht die Reise weiter in der CHL, ich mag es dem Team gönnen, geil gekämpft und zeitweise sehr gut gespielt, aber es ist auch ein Triumph von Karl Neinonen und Ville der Tonne. Wir nehmen die CHL ernst und dringen nun zum zweiten Mal unter die letzten Acht vor. Ist OK. Natürlich werden die Brocken nun immer härter, ist fast wie nach einer Darmgrippe.

Mittwoch, 1. November 2017

CHL: SC Bern - EHC Red Bull München 2:3

Uha. Besser spät als nie. Viele Leute haben mich angeschrieben, ob es mir gut gehe, missing Matchbericht und so ... also, ich kann alle Leute (Danke für das "an mich denken") beruhigen. Mir geht es gesundheitlich perfekt, auch hatte ich gestern kein Spiel gemacht "Auf gehts, wer zuerst kotzen muss, muss nochmals einen halben Weissen saufen". Nein nein, das hättet ihr erfahren, wenn meine Tochter erneut einen legendären Eintrag geschrieben hätte. Das ist aber erst 2 Mal passiert. Gestern war der Grund ein einfacher: Ich habe keine Sekunde des Spiels gesehen. Aus arbeitstechnischen Gründen. Ich wollte mich noch retten und flog quasi nach Hause, aber Teleclub via UPC täupelet weiter wie ein Kleinkind und langweilte mit Zug, als dieses Gewurste durch war schaltete man in die mit 13 Personen gefüllte Halle zu Zürich. Vom SCB keine Live-Bilder. Ausser man ist Swisscom TV-Jünger, die durften es sehen. Aber egal. Aber so konnte ich nicht schreiben. Heute geht es, weil ich mit vielen Leuten reden konnte, die mir das ganze Spiel recht brühwarm erzählen konnten.

Vorher war ja noch die Affäre "Bodenmann". OK, Sven muss unheimlich neidisch auf uns sein, jetzt wo er mit den Züzis rumgurken muss. Aber Business ist Business, kein Problem. Der SCB sollte wie mit Jalonen aber jetzt bei allen "Du bleibst"-Spielern Nägel mit Köpfen machen, der Sven will sicher die halbe Mannschaft auf Zürich lotsen, Karl wurde bereits gebunden, ist gut so, denn auch dort wollte Sven bei uns abstauben. Bodenmann weg - OK, schade, aber zu ersetzten. Wie immer, wenn ein Mümmelpeter schon während der Saison bei einem anderen Klub unterschreibt, verliert er bei mir nun den herrlichen Übernamen "Deckenfrau". Ab sofort ist er für mich "Hodenmann".

Nun zum Spiel. Ich habe die Corsi-Statistik von Schwarz Ueli gebraucht, um die Partie fachgerecht zu analysieren. Nun, gescheitert sind wir, da wir fast alles versiebten was es an Torchancen gab, die Deutschen halt, wie man es gewohnt ist von "das Alles ist Deutschland", hatten den Apfel aber immer auf den Schultern und gaben niemals klein bei. Erst drehten sie unsere Führung um, dann kurz vor Schluss rumsten sie uns den Siegestreffer rein. Ist halt so gegen Deutsche. Man nehme nur den Fussball. Auch wenn Du 3 Minuten vor Schluss 2:0 führst, sing noch keine Schmähsongs, denn meistens gleichen sie noch aus und gewinnen dann im Penaltyschiessen.

Natürlich sind unsere Chancen noch da. ABER: Diese Tendenz, die wir im Moment zeigen, sollte schon am Freitag in Davos gestoppt werden. Wir kämpfen, wir sind technisch gut, die Abwehr räumt auf, doch dann verstricken wir uns in Albert-Einstein-Angriffe, die dann noch überhastet und ungenau abgeschlossen werden. Zudem sind die Pfeiler im Team im Moment etwas auf Tauchfahrt. Damit meine ich auch die Ausländer. Arco ist immer noch nicht der Arco vom letzten Jahr, der Marylin Manson reisst nur Leute vom Sitz die Blähungen haben und der Finne brilliert vor allem beim Einlaufen. Aber es sind nicht nur sie, auch allgemein stagnieren wir.

In einer Woche wissen wir ziemlich viel mehr. Davos in den Yeti-Bergen, dann die Heulsusen aus Zug, am Dienstag dann der Kracher in München. Ich bin mal gespannt wie viele Tore der Hodenmann schiesst und so.

Dienstag, 10. Oktober 2017

CHL: SC Bern - Mountfield HK 5:2

Wenn die Spunte "Kappenkäse" in Melchseefrut Freinacht ausruft, dann ist in Bern etwas passiert. Wir haben uns für die Playoffs der CHL qualifiziert, das ist doch was! Jetzt hoffen wir auf einen geilen Gegner, mein Favorit wäre der ALK Geysir aus Nordisland. Das wäre der Hammer. Kurz zusammengefasst verlief die Partie heute so: Im ersten Drittel fuchtelte ich auf dem Sitzplatz rum und dachte "die Tschechen sind halt nicht so unsägliche Würste wie der EV Zug oder HC Trottelfon". Im zweiten Drittel änderte ich die Meinung und dachte "das sind ja die noch grösseren Würste als der EV Zug oder HC Trottelfon". Wir haben heute den Job gut gemacht und den nötigen Sieg eingefahren.

Eben, in den ersten 20 Minuten kamen wir nicht so richtig in das Game. Kennen wir ja langsam. Mountfield konterte brutal schnell und stand 2 x alleine vor Leo, der aber parierte und uns im Spiel hielt. Das 0:1 konnte er aber auch nicht verhindern, das war wirklich geil gespielt der Tschechen. Klarer Fall, ein 0:2 hätte mir den Magensaft in die Kehle getrieben. Aber wir hielten hinten dicht und vorne dichteten wir von Hinten. Das war zu wenig kernig.

Im zweiten Drittel folgte dann die grosse Wende. Auch weil Rüfi sich elegant von einem deckenden Welpentschechen entledigte, danach frei war und herrlich einschoss. Nun ging es endlich ab. 5 Minuten später demonstrierten unsere Jungs das eben so siegbringende Selbstvertrauen. Eine Scheibe kurvte gefährlich an der blauen Linie herum, ein Konter drohte, doch mit viel Risiko kam der Pass zu Unti, der sofort schoss und herrlich traf. 2:1 und Bier ab! 6 Minuten später schlenzte Noro vor die Krutze (die Tschechen brachten übrigens eigene Tornetze mit, aus Eselshaar, ist so Tradition dort), der Pyro Älä lenkte zum 3:1 in die Maschen. Nun wollte Mountfield aber zeigen, dass die in Tschechien nicht umsonst "Verein der furzenden Rinder" genannt werden. Sie drückten auf Leo wie rammlige Karnickel. Dann konterten wir ab, Pabba Ehebett servierte mustergültig auf Schweweh und der hämmerte das 4:1 in die Kiste. Geiler Ofen!

So wurde das letzte Drittel noch Formsache. Auch weil nach 44 Minuten der herzallerliebste Häsu wieder pfannenfertig auf Schwerweh assistierte, erneut traf der Junge herrlich zum 5:1. Nun klatschte das Stadion im Takt, das wars, die Achtelfinals können kommen. Der Treffer von Mountfield zum 5:2 kommentiere ich extra nicht, weil er arschhässlich war. Schlusssirene. Vielen Leuten laufen Tränen über die Schwabelbacken. Das sind Emotionen, das ist die CHL! Uha.

So, volle Konzentration nun auf Freitag und Samstag. Erst kommen die Lionerwürste aus Zürich, danach fahren wir in das Tal der scheidenden Fürze und müssen uns den SCL Tigers präsentieren. Minimalziel erreicht in der CHL, nun will ich aber mal wieder nur über die Meisterschaft sprechen. Man bin ich geil auf die 2 folgenden Spiele!

Mittwoch, 4. Oktober 2017

CHL: Mountfield HK - SC Bern 5:4

Was für eine elegante Niederlage in diesem komischen Wettbewerb. Immer reicht ein geiles Schlussdrittel dann halt nicht, logo, er EV Wurstundgurkensuppe Zug konnten wir überrollen, aber auf internationalem Niveau gelingt das meistens eben nur "fast". Wir waren aber in diesem Spiel halt einfach zuwenig an den Dachsen aus Tschechien dran. Eine zeitlang meinte man, dass wir schon jubeln dürfen, wenn wir mal über die blaue Linie kamen, die verteidigten äusserst geschickt und waren gegen vorne halt dank ihrern schnellen Läufern (ausser Bednar) immer gefährlich. Der bald 100-jährige Bednar schoss die Tscheckies dann auch in Front. Möff elender. Die zweite Krutze folgte sogleich. Es waren beides so ähnliche Tore wie damals am Samstag beim EV Tram. Dank einem Ablenker von Randensalat kamen wir nochmals ran, doch das 3:1 besiegelte dieses Drittel. Die Tschechen liefen schneller als wenn die Russen wieder hinten ihnen her wären. Verdient.

Im zweiten Drittel bimmelten die Glocken endgültig einen Samenwalzer, als wir in Unterzahl das 4:1 schlucken mussten. Was solls, irgendwie ging es bis zu diesem Moment einfach nicht. Erst ab jetzt setzten wir die Angriffe präziser ab und konnten durch Druck erzeugen zweimal scoren, Moser der Du bist und Kämpferanzug komplett schossen uns wieder heran.

Im Schlussdrittel waren Chancen da zum Ausgleich, bei den Kontern rettete Leo 2 x magistral. 6 Minuten vor Schluss meinte das verwöhnte Publikum (sitzen seit dem Mauerfall nicht mehr auf Korbstühlen aus Eselshaar) es sei gelaufen. Das 5:3 brachte uns aber noch nicht ganz zu Boden, weil die Deckenfrau herrlich nochmals verkürzte. 5:4 und dann Leo raus, unser Druck war da, und Unti hätte fast noch ausgeglichen, aber der Zwerg im Goal spreizte seine Pouletscheichen extrem (man hörte die Eier stöhnen) und weg war die Chance.

Egal, wir spielen ja noch Zuhause gegen die Bierbrauerei auf Kufen. Noch liegt die Quali für die CHL-Playoffs drin. Wenn wir denn überhaupt so richtig wollen.

Gute Nacht zusammen, ärgert Euch nicht, denkt daran, dass bereits morgen niemand mehr weiss wo Tschechien genau liegt. Und ich hoffe sehr, dass die mitgereisten SCB-Fans nicht in einem Nachklubfeiern, wo ihnen grosstittige Damen so Tropfen ins Getränk leeren und sie dann erwachen und nur noch Unterhosen im Hotelzimmer haben.

Am Freitag gehts weiter gegen KLO ten, das interessiert doch schon etwas mehr, nicht?

Donnerstag, 31. August 2017

CHL: TPS Turku - SC Bern 3:1

Ja da fressen wir also die erste CHL-Niederlage. Gegen die Finnen von TPS Turku (TPS bedeutet "Timer Bostich, also quasi "Zeitgesteurt Blätter zusammenheften") verloren wir verdientermassen trotz einer ultrafrühen 1:0-Führung. Man kann es kurz zusammenfassen: 1.10 Minuten gute Offensive reichen nicht und 40 Minuten gute Defensive eben auch nicht. Da fehlt was zu den geforderten 60 Minuten. Aber wir wollen es nicht dramatisieren. 40 Minuten hatten wir den Käse im Griff wie Stucki Chrigu seine Tangas. Ein schlechtes Schlussdrittel besiegelte unsere Niederlage.

Das Spiel beginnt geil. Vaddi Ehebett läuft von der blauen Linie auf und davon, zwischen zwei Schlafsäcken aus Finnland durch und bezwingt den Flattermann und es heisst nach 70 Sekunden 1:0 für die schönen Mutzen. Die Finnkerzen waren geschockt und wir hatten dann das Spiel im Griff. Ähnlich wie in Bern waren die weissblonden Freunde in der Offensive nicht existent. Aber, das nervte mich dann schon eher, wir eben auch viel zu wenig. Das Defense-First-Verhalten ist sicher OK wenn man auswärts spielt, trotzdem hätte ich mir mehr erwartet vor dem gegnerischen Kasten.

Das zweite Drittel ging dann genau gleich weiter, nur dass wir nicht so unhuren früh einen Ofen machten. Die Finnen suchten den Ausgleich, hatten wohl aber ihre Kontaktlinsen bei Muddi Zuhause vergessen. Kaum Gefahr, kam mal was war Leo da. Wir hatten gegen vorne immer noch keine Durchschlagskraft oder wir waren wirr. Egal dachte ich, noch 20 Minuten so rumeiern und wir haben die 3 Punkte.

Doch das letzte Drittel war dann der Beinschoner ohne Plastik. Ein grober Schnitzer in der Abwehr, ein Fehlpass (ich sage extra nicht wer, sonst ist Moser der Du bist sauer auf mich), ein herrlicher Treffer durch den Zwerg Perrin, schon war die Suppe wieder heiss. Wir waren nun etwas verärgert und geigten nach vorne, doch die Finnen defensivten ebenfalls gut in der defensiven Defensive. Wir öffneten leicht, das gab den Suomi-Lappen mehr Raum, das nützten sie sofort aus und knallten noch 2 Tore ins Netz. Kein Problem, das war es einfach, denn unsere Bemühungen danach waren ungefähr so erfolgsversprechend wie wenn Du aus 10'000 Meter einen Fingerhut wirst und glaubst, Du triffst damit genau den Zeigefinger der Mutti, die im Garten sitzt.

Aber egal, Karl und die Jungs müssen nur die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen. Es war ein nicht schlechter Auftritt, allerdings muss die Balance zwischen "wir machen nichts sondern schirmen den Leo ab" und "hoppel poppel der Onkel Tristan will ein Tor schiessen" viel besser werden. Die Mischung war mir heute zu ungleich verteilt. Als wir nach dem Verteidigen in die Offensive wollten, klappte es nicht, weil wir es ja während dem Spiel nicht geübt haben. Egal. Dann fällt halt jetzt Nottingham wie eine von Biber angeseichte Eiche.

Donnerstag, 24. August 2017

CHL: SC Bern - Nottingham Panthers 5:2

Na, dann ist uns ja mal der Auftakt in die Power-Break CHL geglückt. Der 5:2-Sieg war nie in Gefahr und eigentlich war ja nach 6 Minuten bereits der Mist auf die Gabel gekleckert worden. 2 Powerplaytreffer brachten uns in Front. Erst traf der Noro, dann der Moser der Du bist, unser neuer Capitano. Wenn der SCB Jalonen-Hockey spielte, wurden die Notting aus Ham ziemlich überrollt. Aber, das ist ein kleiner Mahnfinger, wenn wir dann zurückschalteten, kamen die Bolzer von der Insel doch etwas auf. Das geschah ungefähr nach 10 Minuten in diesem Startdrittel. Erschwerend waren dann auch die unkonzentriertheiten in der Abwehr. Leo rettete aber da die Null in die Pause.

Kurz nach Beginn des zweiten Drittels waren wir immer noch etwas schläfrig und schon schellte es bei uns einen rein. Da stimmte die Zuordnung nicht, der Stürmer der Prinz-Charles-Jünger hätte nicht zum Nachschuss kommen dürfen. Nun kippten wir aber wieder etwas Benzin in die Karre und gaben wieder mehr Gas. Wunderschön wie das Häsli dann im eigenen Drittel die Scheibe holte, durchlief und kalt zum 3:1 einschob. Ein Traumtor, in Biel habe ich das oft gesehen, schön dass er es auch hier zeigt. Es kam noch besser, als Dario Meyer eine gute Kombination zum 4:1 abschloss. Per Zufall lernte ich in der Drittelspause seine Mutter kennen, eine sehr sympatische Dame. Noch vor Ende des Drittels wurde ich aus meinem Gähnkramnpf unsanft geweckt, weil der Junghügel in seiner unnachahmlichen Art das 5:1 reinstocherte. Die Engländer zeigten aber Stolz und verkürzten noch auf 5:2 bevor dieses Tontaubenschiess-Drittel vorbei war. Ein satter Schuss schlug hinter Leo ein.

Das letzte Drittel war dann kalter Kaffee, sehr ereignislos und torlos, als wäre man beim Fussball. Das ist nicht negativ gemeint, wir hatten den Sieg in der Tasche und liessen nichts mehr zu, auch gut so. Wie immer ist es noch viel zu früh, konkret an was rumzuleiern. Die Saison ist noch blutjung, warten wir mal ab was da noch kommt, gute Ansätze gab es, verbesserungswürdige Situationen ebenfalls, so wie es eben ist zu Beginn einer Saison.

Etwas über 6'000 Zuschauer waren in der PollenHickanz Arena. Immerhin. Die Halle sah nicht sooooo leer aus. Und die Mitte brachte mit totalem Einsatz sogar Stimmung in die Bude. Am Samstag gegen die IKEA-Fische von TPS Turku wird aber definitiv ein anderer Wind wehen. Ich behaupte, das gegen dieses Nottingham einfach 6 Punkte geholt werden müssen, 3 haben wir ja schon! Pflicht erfüllt!

In dem Sinne: Schön sieht man die Helden wieder im eigenen Stadion. Um in die K.O.-Phase zu kommen, braucht es aber doch gute Leistungen, man muss weiter Punkten, Heimniederlagen sind tödlich. Für mich war es übrigens heute wie Weihnachtsosternkarfreitag. Nach meiner eher doofen Geschichte von Mai bis jetzt war ich so richtig nervös heute wie damals, als ich mit Daddy an ein Spiel gehen durfte. Und das Bier hat unglaublich gut geschmeckt, auch wenn ich die Menge natürlich noch dosiere.

Schlaft gut! Man liest sich!

Dienstag, 22. August 2017

Mein Traum vom gut besuchten CHL-Spiel

Es dauert nicht mehr lange, bereits am Donnerstag startet die Saison so richtig mit dem CHL-Spiel SC Bern - Nottingham Panthers. Eine auf den zweiten Blick doch recht attraktive Begegnung, weil wir sehr sehr selten gegen Inselmenschen spielen. Dann habe ich auf Jutub ein paar Videos angeschaut. Sie werden uns nicht kaputt laufen, aber sie sind sehr schlagkräftig, nach einem harten Check tätscht es sofort. Und aufpassen muss man schon ein bisschen, sie haben gerade einen DEL-Klub geschlagen, also sooooo schwach sind sie dann auch nicht.

Bei uns kennt die Buben niemand. Wir wissen einfach, das Nottingham in England liegt und fertig. Eishockey war in England lange verpönt und sogar verboten, weil der Fanghandschuh des Goalies extrem den Ohren von Prinz Karl gleicht. Majestätsbeleidigung oder so.

Egal, ich hoffe einfach auf eine würdige Kulisse des Zuschauerkrösus SC Bern bei diesem Heimspiel. Kommt eine Gewürzgurkenmannschaft aus der Schweiz nach Bern, dann ist das Stadion voll. In der CHL hapert es da doch schon eher. Das ist schade. Finde ich. Deshalb: Am Donnerstag ab ins Stadion! Animiere Dein Umfeld, sie sollen auch kommen. Sag ihnen, dass Wain Ruuni dort spielt. Und David Beckerham. Schwärm ihnen vor, dass Prinz Williamsbirne und Kate Superpo im Gästesektor anwesend sein werden. Schwafle was von einem Wettbewerb wo der glückliche Gewinner 1'000'000 in bar gewinnen kann. Die Taktik ist klar: Mit Informationen überfüllen, so dass sie alles eh wieder vergessen haben wenn der Match beginnt, aber immerhin sind sie im Stadion!

13'000 Abos sind wieder weg wie warme Semmeln, es wäre geil wenn an diesem Donnerstag die Mehrheit auch einrücken würde. Sonst gorbst der Speaker wieder "Zuschauerzahl 14'500" ins Mik, obschon 4'000 Nasen sich im weiten Rund verlieren. Peinlich. Am Schluss glaubt uns keine Sau, dass wir in der Meisterschaft so viele Zuschauer haben. "Ja wenn sie so zählen, dann ist es kein Wunder" und ähnliche Sprüche werden kommen.

Verhindern wir das! Schauen wir dem SCB und den Engländern zu. Bin gespannt, ob sie immer noch einen Corner spielen wollen wie früher, als sie gerade frisch im Eishockey waren. Da erzielten die Engländer 80 Prozent ihrer Tore per Kopf, verloren aber gleichzeitig 80 Prozent des Kaders wegen blöd.




Mittwoch, 11. Januar 2017

Staatsempfang für Trottelfons CHL-Helden

Ja, der begeisternde Auftritt der Hutzenbröhne im sommerlichen Göteborg hat für Furore gesorgt. Mit der knappen 5:1-Niederlage steht Trottelfon ja quasi mit einem Bein im Finale. Wer zweifelt schon daran, dass die seidigen Stürmer den Schweden nicht mindestens 8 Tore im Rückspiel in die Hucke packen? Wer zweifelt schon daran, dass Conz im heimischen Stadion einen Shutout feiert, sich dabei den Hals etwas wachsen lässt und danach eine Karriere in der NHL starten wird? Ganz Fribourg liegt sich in den Armen. Nur Amateure würden die 5:1-Niederlage als "Kanterniederlage" ansehen, denn die Hutzenbröhne sind im Moment kaum zu stoppen. Der Tabellenrang 12 täuscht da etwas, den Gottéron rockt die NLA wie kaum ein anderer Verein. Das ist auch der Verdienst von Trainergott Huras, der aber schon etwas bleich wurde, als man ihm erklärt hatte, dass nur 8 Teams in die Playoffs kommen. Aber egal.

Kommen wir zum grossartigen Empfang am Flughafen. Hier ist bereits die Hölle los, Maria Hümmelhülf und ihre herziger Bube Rotzopoppel Hümmelhülf sind zwar die Einzigen, die bei strahlendem Sonnenschein auf ihre Helden warten. Das sind aber immerhin doppelt so viele Menschen gegenüber dem letzten Empfang nach einen Grosserfolg von Gottéron, weil es noch nie einen Erfolg gab. Die Maschine ist längst da, aber wie immer müssen die Fribourger noch 2 Stunden in Quarantäne bleiben, damit sich niemand bei ihnen anstecken kann. Ebenfalls wurde das Warnschild "Windböen" montiert, da Flugzeuge mit Gottéron als Passagier danach grauenhaft furzen.
Ich hatte das Glück, dass ich trotz Quarantäne mit Steelbodybloodhound Schüschu Sprunger via Handy ein kurzes Gesprach führen durfte. Der grosse Erfolg sei nicht selbstverständlich gewesen, meint ein weinender Schüschu. Beim Hinflug gab es ein Problem, weil niemand auf der Landkarte dieses "Frölunda" gefunden habe. Da landete man halt spontan in Berlin-Frohnau, da es ähnlich tönt. Die Fluggesellschaft "Gottéron Dead Bird (kurz GDB)" habe dann aber einen Bus organisiert, so dass man nach einer 51-stündigen Reise doch noch in Göteborg angekommen sei. Schüschu sagte dann, dass sie sofort auf "Hart" gemacht haben, damit die "schwedischen Elchgagel" aber so richtig Angst gekriegt hätten. So seien sie, empfindliche Leute bitte jetzt nicht weiterlesen, mit -ACHTUNG- nassen Haaren ins Hotel zurückgefahren, obschon es draussen so kalt war. Als Bettflasche habe Schüschu dann den Rathgeb genommen, da er im Bett eine Flasche sei.

Gönnen wir den Fribourgern den grossen Erfolg in der CHL. Das Rückspiel gegen den amtierenden schwedischen Meister und aktuellen CHL-Sieger wird ja nicht mehr als eine Formsache sein - für die Schweden allerdings. Niemand scheidet so elegant aus jedem Wettbewerb aus wie die Hutzenbröhne. Wenn es um die Wurst geht, werden ihre Würstli zu vertrockneten Landjägern, die niemand mehr kauen möchte. Mit Ausnahme von Lapierre.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Gottéron rockt die CHL - warum freut sich niemand in Europa?

Es war gut für das Schweizer Eishockey, dass mit den Hutzenbröhnen, dem Z und uns, gleich 3 Vereine in den Viertelfinals standen. Es musste mal passieren, dass man Europa zeigt, das man hier nicht nur gut Kohle verdient, sondern auch gut Hockey spielt. Im Halbfinale ist jetzt immerhin ein Team aus der Schweiz noch dabei, Fribourg-Trottelfon hat den Einzug geschafft. Vom Gefühl her hätten es 2 Teams sein sollen, aber der Z und wir hatten uns nach einem Unentschieden im Heimspiel eine zu schwere Ausgangslage geschaffen. Gleichzeitig war bei uns "Pech" im Spiel, unsäglich dass ein Spieler effektiv Lukas Pech heissen darf und uns dann auch noch vor unlösbare Probleme stellte. Es soll sich mal umtaufen in Lukas Glücksarsch oder so.

Was unverständlich ist, sind für mich die Reaktionen in Europa auf die Halbfinalqualifikation von Gott ohne Ron. Selbstverständlich sind sie ausserhalb ihrer Stadt nicht sehr beliebt, aber sie haben mit tadellosen Auftritten in der CHL die Halbfinals geschafft, ohne wenn und aber. Als Beispiel für das Bashing habe ich Euch eine Aufzeichnung von "Jauchesports" (s. Video) beigefügt. Die Sendung wird in Schweden ausgestrahlt, moderiert wird sie von den Ur-Schweden Ngaffa Buschmansson (rechts im Bild) und Plkong Ugaugasson. Scheinbar herrscht in Schweden grobe Enttäuschung darüber, dass die Frölunda Indians aus Göteburg gegen einen Pferdeapfelverein wie Gottéron spielen muss. Der leicht weinende Moderator hat mich heute Morgen angerufen und wollte wissen, wie es möglich sei, dass der abgeschlagene Tabellenletzte der Schweiz in der CHL so weit kommen könne?

Nun, die Hutzenbröhne hatten noch nie ein Problem. wem es gegen spielstarke Teams ging. Sie weicheiern quasi durch solche Spiele, können ein hohes Tempo anschlagen, der Torhüter hat meistens freie Sicht auf den gegnerischen Schützen, was schwer ist wegen dem fehlenden Hals. Aber in der CHL mit diesen Gegnern war es genau das Kaliber, das Gottéron braucht. Die Probleme beginnen erst, wenn ihnen ein Gegner auf die Nüsse steht, sie zerquetscht, dem Torhüter auf dem Arsch rumtritt und den Körper in die Zweikämpfe wirft. So wie es eben in der Schweizer Meisterschaft in jeder Runde passiert, weil auch zum Beispiel Ambri um jeden Punkt kämpft, als gäbe es morgen keine Leventina mehr, weil sie von der EU gesprengt wurde.

Also, lassen wir die Kirche im Dorf. Für uns war die CHL OK, wir haben nur ein Spiel verloren, leider gerade das Wichtigste, aber wir werden unter Neinonen und der Tonne Ville nächstes Jahr erneut Fortschritte präsentieren und einen neuen Versuch wagen. Gottéron steht vor den Toren eines grossen Erfolgs. Allerdings standen sie in der Schweiz auch 4 Mal vor den Toren eines grossen Erfolgs, wurden aber im Playoff-Finale zweimal von uns und zweimal von Kloten relativ grob wieder hinausgeschossenen. Das braucht eine Höllenvorstellung, wenn sie nun gegen den Vorjahressieger der CHL, eben Frölunda, in das Finale eindringen wollen. Da brauchen sie viel Melchfett, um den Knüppel in das Nadelöhr zu murksen.

Wir tanzen nur noch auf einer Hochzeit, wie gesagt, es stört mich nicht so heftig. Dann weiss man wenigstens, welche Braut man begatten muss. Die Querverbindungen (ist man dort gut, ist man auch hier gut) stimmen ja eh nicht, das zeigt das Beispiel der Hutzenbröhne deutlich.

Dienstag, 13. Dezember 2016

CHL: 13.12.2016 HC Sparta Prag - SC Bern 4:1

Das wars. Stört mich nicht. Trotzdem war es schade, dass wir heute genau das gemacht haben, was wir laut den Interviews vor dem Spiel nicht machen wollten. Wir waren zu wenig kaltblütig, verpassten zu Beginn die Führung, agierten dann zu fehlerhaft und scheiterten nach den Gegentreffern im 2. Drittel dann an den tschechischen Weichbechern, die sich bei jedem Körperkontakt fallen liessen, als wären die Russen erneut einmarschiert. Klar, zum Schluss frusteten wir mit Fouls durch den Bitz, aber da war bereits alles Scheissegal. Abhaken, die CHL interessiert mich ab dieser Sekunde aber nicht mal mehr einen feuchten Schiss. Durch ist durch, mit dem Viertelfinale haben wir das Minimalziel erreicht, immerhin, ab jetzt zählt nur noch die Meisterschaft. Auf eine Art ist es schade, auf eine andere Art ist in Peking gerade ein Reissack umgefallen. In der Tschechei hat man nur 2 Berufsmöglichkeiten, entweder man verkauft seinen Hintern für Geld oder man wird Hockeyspieler. Schwamm drüber.

Für mich war das erste Drittel bereits die Entscheidung in diesem Wurstspiel. Deckenfrau und Trüffelnacht hätten uns die Führung holen müssen, doch wir scheiterten, einmal auch am sicher zu dicken Pfosten. Man kennt ja die Handwerkskünste dort. Handgelenk mal Pi. Aber egal. Aber immerhin konnte man stolz abtoben und sagen: "Wir waren aktiver als die Riesenbabys".

Im zweiten Drittel viel dann unser Kartenhaus zusammen. Die Führung der Grubenarbeiter konnten wir nur Sekunden später durch Schwerweh (der später wirklich einem Gnom schwer weh tat) ausgleichen. Alles wäre wieder im Lot gewesen, aber dann kassierte Leo einen doofen Ofen, nicht genung, die Heubühnen für dicke Kühe schossen in diesem Drittel auch noch das 3:1. Wir waren dezimiert durch Strafen, unglückliche Strafen. Unser CHL-Traum schwand so langsam aber sicher in die Kloschüssel. Es waren wie gesagt kleine Details, die halt die Tschechen richtig machten, wir aber nicht.

Das letzte Drittel wurde dann zum Gemurkse. Wir versuchten, scheiterten aber zu oft, kriegten in einem Powerplay einen jämmerlichen Shorthänder durch einen massiv vergammelten Gagel aus Prag. Das war es dann. Der Rest war nur noch Frustbewältigung, der Check von Schwerweh war eben zu hart gegen die Rübe, alles andere war eine Theatervorführung der Prager Pfeifensauger. Sie selber teilen aus, setzten ihre radioaktiven, durch Genversuche auf 2.22 Meter herangezüchteten Körper ein wie Kampfmaschinen in einem Zombiefilm, kriegen sie mal was ab, dann jaulen sie laut auf, schütteln die Pfoten wie ein Hundewelpen wenn es scheissen gehen muss, der Schiri pfeift konsequent alles ab, so dass man, glaube ich, gar nie mehr gleichviele Spieler auf dem Eis hatte. Egal.

Also, die CHL ist vorbei, schade aber egal, der Z versemmelte es auch gerade, nur die Hutzenbröhne werden wohl in den Halbfinal vorstossen, damit sie ihre Kräfte dort in den Sand setzten und letzter der Liga werden. Auch egal. Aber immerhin halten sie die Ehre der Schweiz hoch. Dann haben wir jetzt mal Pause und konzentrieren uns auf das nächste Meisterschaftsspiel. Der Support, was am TV zu sehen war, war einmal mehr genial, ich wünsche den Prag-Fahrern eine feuchtfröhliche Nacht, passt auf die Getränke auf, sonst erwacht ihr morgen mit den Hosen im Knieäcken und ohne Portemonnaie.  Spiess-Hegglin und so.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

CHL: 07.12.2016 SC Bern - Sparta Prag 1:1

Unentschieden im Eishockey nerven ohne Ende. Es ist wie die Schwester küssen, weil einfach etwas fehlt. Aber der Modus in der CHL will es halt so, dafür gibt es ja ein Rückspiel in der Bierbusenstadt Prag. Dieses 1:1 ist aufgrund des Spielverlaufs in Ordnung, Prag zeigte mehrmals, warum sie in der CHL auswärts noch nie verloren haben. Bei uns war viele Gut, aber lange nicht alles. Ein paar Mal luden wir die Tschechen durch Abwehrfehler fast ein, einen Ofen zu notieren, ein paar Mal vergeigten wir in der Offensive die besten Chancen, weil der berühmte Pass zuviel gesucht wurde. Im Grossen und Ganzen waren es zwei ebenbürtige Teams, die sich Saures gaben. Das Problem ist nur, dass wir eben Zuhause spielten und nun in Prag dann relativ grob gut stehen müssen, um das Halbfinale zu erreichen. Was solls, unterhaltsam war die Partie, es war interessant zum Anschauen, wie das Prager Eishockey schnell und zielstrebig aufgebaut ist. Allerdings sind sie auch nicht gerade Meister im Toreschiessen, für das Rückspiel ist alles offen!

Das erste Drittel war eben wie mit der Schwester. Es ging flott hin und her, aber es fehlte die ganz richtig grossen Checks. Es war auch schwierig, weil die Prager wirklich flink sind und im Kopf auf fast jede Situation eingestellt waren. Gestartet sind die Nachtklubbuben besser als wir, bei uns brauchte es wieder eine gewisse Zeit, bis der Motor in dieser Sauhundkälte auf Temperatur war. Hinten musste Leo den Schaden begrenzen, in der Defensive hatten wir oft alle Hände voll zu tun, weil die Stocherisieche aus Tschechien immer wieder in gefährlich Postitionen kamen. Aber auch wir hatten nun Torchancen, mir fehlte da der Killerabschlusswutblick in den Augen der Stürmer. Der Höpperle oder wie der hiess wurde zwar bis Ende Drittel mehr beschäftigt als Leo, aber so richtig warm wurde dem Menschen nicht in seinem altsowjetischem Tiefschutz.

Das zweite Drittel war dann für mich das beste Drittel an diesem Abend. Nicht nur weil es Tore gab. Nun wurde die ganze Geschichte auch intensiver, die Zweikämpfe verbissener, die Torchancen klarer. Allerdings war es dann ein Gagelofen, bei dem Leo allerdings nichts sah, der die Prager in Führung brachte. Es schwante einem Böses, da die Prager in den vergangenen Spielen eben meistens im Mitteldrittel die Differenz machten. Doch nach dieser Führung liefen wir auf sie los, nur kurze Zeit später servierte der Maserati dem Unter dem Sand einen Traumpass auf die Kelle, der herrliche Verteidiger schoss eiskalt den Ausgleich in die Arena. Gut so. Nun wogte das Spiel hin und her wie eine Gummipuppe aus Elefant, es war noch attraktiv zum Anschauen, auch wenn die Spielernamen der Prager einfach keine Vokale drin haben. Spielt mal Glücksrad ihr Meisenkeiser und kauft euch ein paar E, sonst brechen unsere Berner Zungen ab Eurem Vlkkd-Namensscheiss.

Im letzten Drittel wurde mit jeder Sekunde deutlicher, dass das 1:1 für beide Teams die Türe offen liess. Wir versuchten zwar, den Heimsieg zu holen, andereseits musste man auf ihre Konter brutal aufpassen, die sind schlittschuhläuferisch auf einem guten Level. Sie erinnerten mich etwas an den EHC Sagendermuschter, den es gar nicht gibt. Uha uha uha. Nein, sie waren stark, kein Vergleich mit den Schiessbuden, die Gottéron gestern schlagen durften. Der musste einfach noch sein, ne? Uha.

Also, das wird ganz hart in einer Woche. In Prag ist die Begeisterung fürs Eishockey hoch, weil an den Spielen von Sparta Prag die Stripklubs und Bierkneipen geschlossen haben. Also geht man halt ins Stadion sich die Lampe füllen. Die werden kommen wie die Feuerwehr, leider können wir das am Wochenende nicht trainieren, weil die Honigfüsse aus Langnau kommen und wir danach zu den Bettlern reisen. Aber egal. Noch ist alles offen und ich bin heute nicht besoffen. Gut so.

Wer Sparta Prag sagt, muss auch an Jiri Holecek denken

Im Eishockey sind Torhüter für mich das furchtloseste Geschöpf auf dem Spielfeld. Ich weiss, dass auch die Feldspieler mutig und hart sind, aber der Goalie ist eine spezielle Rasse. Sie müssen diese mit zum Teil ohnmächtiger Wucht abgefeuerte schwarze Hartgummischeibe auf "Teufel komm raus" von ihrem Netz fern halten. Der kleinste Fehler macht sie zum Deppen. Die Rolle des Torwarts ist so wichtig, da er ein Spiel alleine gewinnen kann. Aber eben auch verlieren ... Grosse Torhüter hat es immer gegeben - Jungs, die jeden Gegner in jedem Spiel zur Verzweiflung bringen konnten, weil sie alles hielten, was auf das Tor zuflog. Von der Neuzeit muss ich da nicht viel erwähnen, das habt ihre alle ja dauernd vor Augen. Weil unser Gegner heute in der CHL Sparta Prag ist, möchte ich über den "Fakir" (war sein Spitzname, komisch zwar, nagelte er soviel umher??)  Jiri (da Tschechisch wird es "Hirschi" ausgesprochen) Holecek ("Holetchegg"). Er spielte von 1973 - 78 bei unserem heutigen Gegner und ist in der Tschechei eine Legende, fast so verreckt wie Tosiooooooo bei uns.

Holecek wechselte erst im Alter von 29 Jahren zu Slavia Prag, spielte dann aber noch 5 starke Jahre. Vorher war er bei 3 anderen Klubs unter Vertrag. Aufgefallen im Westen, da damals zwischen Ost und West noch dieser grauenhaft schwere gusseiserne Vorhang hing und man kaum was mitkriegte im Osten, ist der Holecek mit seinen Auftritten in der tschechischen Nationalmannschaft. Holecek spielte 12 Jahre für die Nationalmannschaft, er bildete mit Dzurilla ein Atomduo. Der Holecek fiel sofort auf. Da war erstens seine noch heute gefürchige Maske (s. Bild), die man heute nicht mal mehr beim Gageln tragen würde, weil die Verletzungsgefahr zu gross ist. Aber zu dieser Zeit war es Hightech, also lacht den Jiri nicht aus. Der Puck war gleich hart wie heute, klar, die Spieler hatten wegen den Holzstöcken noch nicht ganz den Hammer von heute, aber es kamen schon respektable Knaller auf das Tor. Ein Schädeltreffer führte trotz Maske meistens zu einer Platzwunde, Hirnerschütterung und Hängehoden.

Holecek war der mutigste Torhüter, den ich je gesehen habe. Die damaligen Weltmeisterschaften standen immer im Zeichen des Zweikampfs Sowjetunion gegen die Tschechoslowakei. Die Schweden und Finnen konnten den beiden Ostblöcklern das Wasser nicht wirklich reichen. Die Russen waren immer Favorit gegen die CSSR, hatten aber meistens das ganze Stadion gegen sich, da man die Politik damals in den Sport einfliessen liess. Niemand mochte sie, weil sie halt viele Völker (unter anderem eben auch die Tschechoslowakei) hemmungslos unterdrückten. Da war immer Brisanz auf dem Eis ohne Ende. Trotzdem eroberte die CSSR 1972, 1976 und 1977 den Weltmeistertitel. Weil die Russen an Holecek scheiterten wie die Gegner im Moment an unserem Leo. Absolut unglaublich, was dieser Torhüter gegen die mit Abstand weltbeste Nationalmannschaft aus der UdSSR hielt (Kanada und USA waren damals ausgeschlossen, da sie Profistatus hatten und vom Welthockeyverband gesperrt wurden, so kindische Scheisse gab es damals!). Holecek war ein Held für die ganze Nation, wurde 5 Mal als bester Torhüter eines WM-Turniers gewählt, obschon mit Wladislaw Tretjak ("der Mann mit den 1'000 Händen) auf russischer Seite ebenfalls einer der besten Torhüter aller Zeiten im Knarst stand.

Holecek, der seine Karriere von 1978 - 1981 in der zweiten (!) deutschen Liga (München, Essen) ausklingen liess, steht noch auf beiden Beinen. Wenn ich ihn heute im Stadion per Zufall sehen würde, glaubt mir, ich würde meine Lippen auf seine pressen. Er war unter den Männern, die mir die Faszination Eishockey so richtig vor Augen geführt haben.


Dienstag, 8. November 2016

08.11.2016 CHL: JYP Jyväskylä - SC Bern 3:3

Ist das nicht sensationell? Ist das nicht geil? Da stehen wir also plötzlich unter den besten 8 Mannschaften von Europa, mal mit Ausnahme der unsäglichen KHL. Endlich wird dieses Schaufenster von uns genutzt, um zu zeigen, was wir sind: ein unheimlich toller Eishockeyverein, der scheinbar dank unseren Finnen Neinonen und Tonne Ville nun auch die Leistungen auf dem internationalen Parkett zeigen kann. Vielleicht sollte sich der Mannschaftsversenker Patrick Fischer mal ein paar Lehrstunden ins Hirn ziehen. Abgesehen vom ersten Drittel im Hinspiel, das grauenhaft in die Hosen ging, waren wir mit Herz und Verstand unterwegs. Der Lohn ist der verdiente Einzug in die nächste Runde.

Also, überrant wurden wir nicht mehr im finnischen Eisschrank. Von Beginn an spielten wir keck mit, schirmten hinten gut ab und nutzten die sich bietenden Angriffschancen. Die Finnen schossen zwar mehr, aber wenn man Leo drin hat, muss man sich nicht mehr unbedingt in jeden Schuss werfen. Eine herrliche Kombination brachte uns dann sogar die Führung, als der Randensalat dem finnischen Maskenkopf einen zwischen den Nüssen ins Netz ballerte. Einziges Manko in diesem Drittel: Unser Powerplay, 3 x in Überzahl und irgendwie hatte ich fast mehr Angst vor einem Shorthander ...

Im zweiten Drittel gab es dann ab und zu die gefürchteten Druckphasen der Finnen. Was gefährlich wurde, entschärfte unser Hexer souverän. Gleichzeitig frassen wir nun auch Strafen, aber eben, die Wand im Tor machte mich sehr froh. Alles abgelesen. Wie ein Pflaumenpfücker aus dem Elsass. Schwupp und Pflaume im Handschuh. Geil. Die Finnen schwitzten nun auch psychisch stark, wie wenn sie eine Sauna in der Glocke montiert hätten. Die Felle drohten nach 40 Minuten und einem 0:1-Rückstand davonzuschwimmen.

Das letzte Drittel hatte es dann in sich. Da gab es Tore am laufeneden Band, was dann noch etwas erstaunte. Aber sie waren zum Glück gut verteilt. Es vergassen die Fische unseren Laschen vor dem Tor, er dribbelte wie im Strassenhockey und versenkte eiskalt zum 2:0. Ich tobte. Aber es war noch nicht alles. Denn nun rannten die Finnen, als ob sie einen Schweden küssen müssten. Auf Gedeih und Verderben. 2 herrliche Tore brachten sie zum Ausgleich und das zittern konnte beginnen. Aber zum Glück hatte ihr Goalie ein Einsehen und versemmelte die Scheibe wie ein Emmentaler Holzhacker, unser Ehebett schoss uns wieder in Front. Das war es aber immer noch nicht. Die Finnen waren dann bald mal ohne Torhüter, weil wir einen Strafe kriegten, da Trüffelnacht das einzig richtige gemacht hat: nach einem eher groben Check gegen den Alkoholbeller rächte er sich. Gut so. Schlecht, dass nur er auf die Strafbank musste. Doch dann konnte der Alkoholbeller (ein Leser hat mir einen neuen Namen für ihn vorgeschlagen: Akrobat Bello, dieser Name kommt sicher mal, wenn er denn die gleich beschriebenen Szene nicht mehr bietet) alleine auf das leere Tor laufen, schoss und schoss nicht, als der dann abdrückte war ein finnischer Fisch noch leicht dran und unser Manndli verfehlte die leere Krätze. So ein Gagel! Vor allem, wenn dann noch der Ausgleich fällt. Leichtes Fluchen auf meinen vollen Lippen. Aber die Zeit reichte nicht mehr.

So, fliegt heim Buben, ab morgen gibts nur noch die Zielsetzung "dem EV Tram die Schienen in den Hintern murksen". Die Leistungen in der CHL machen mich als leidenschaftlicher heissblütiger fanatischer Anhänger einfach sehr stolz, das sollt ihr wissen! 

Dienstag, 1. November 2016

01.11.2016 CHL: SC Bern - JYP Jyväskylä 3:2

Ich habe weder Lust, diesen mittelfinnischen Klubnamen viel zu schreiben, noch irgendeinen finnischen Spieler hier zu erwähnen, da mir sonst entweder die Tastatur abstirbt oder ich mir einen Finger breche. Einigen wir uns doch darauf, dass ich ihnen einfach "die Finnen" sage. Ist das OK für Euch? Danke! Also, nach 5 Minuten hätte wohl niemand mehr einen Pfifferling auf unsere Jungs gesetzt. Die Finnen überrannten uns auf fast unglaubliche Weise und zogen uns da schon fast den Stecker raus und führten früh mit 2:0. Doch dann kam in diesem Spiel die Wende, wie sie die 1800-jährige Geschichte der dauerausverkauften CHL wohl noch selten erlebt hat. Plötzlich waren wir da und schlugen innert Minuten zurück und kratzten uns dieses Spiel mit 3:2. Somit reicht uns ein Unentschieden bereits für den Einzug in die nächste Runde.

Der Start war wirklich käsig von uns. Als ob wir Steigfelle an den Kufen montiert gehabt hätten. Die Finnen wirkten doppelt so schnell, doppelt so gross und doppelt so schwer wie unsere Jungs. Wir sahen keine Scheibe, wurden im Drittel eingeschnürt wie ein Bondage-Tussi in Japan. Der Schiri, wohl noch verschwitzt von der Hotelsauna, pfiff dann noch 2 sehr harte Strafen gegen uns, die von den Finnen sofort zur 2:0-Führung genutzt wurden. Was für ein Kackstart. Viel besser wurde es nicht mehr in diesem Drittel, da wir nicht einen Millimeter Platz kriegten. Kam ein Pass mal an, war er dann an der Schaufel von Mister Ratlos. Erst in den letzten 5 Minuten ging es a bisserl besser, weil unsere Kampfmaschinen nun langsam warm gelaufen waren. Da hatten dann auch sogar wir sowas wie Torchancen. Aber nur kurz.

Das zweite Drittel steht dann eben für den sensationellen Umschwung, den dieses Spiel erlebte. Man hatte immer noch das Gefühl, dass die Finnen alles im Griff hatten. Aber dann kam halt die typisch finnische Schwäche wieder zum Vorschein: einfach mal den Sack zumachen können die fast nirgends, nur wenn sie in der Sauna sitzen haben sie es wirklich im Griff, ab und zu halt auch den schwitzenden Mümmel. Plötzlich hatten wir mehr Platz, plötzlich ging ein Ruck durch unser Team, weil man die Chance quasi roch. Dann setzte sich der Lasche sensationell durch und verkürzte Backhand zum 1:2, danach war nichts mehr von Überfinnen zu sehen. Sekunden später gleicht Rüfi mit einem herrlichen Stecherofen aus, siehe da, die Stimmung war wieder in der Arena. Kurz darauf verwerteten wir durch den Alkoholbeller noch ein Powerplay, wow, 3:2 in Front und eigentlich wusste man gar nicht so richtig, warum das geschah. 

Das letzte Drittel war dann aarig wi ne more. Es schien fast, als ob beide Teams mit dem Resultat leben könnten. Klar, die Finnen spekulieren auf einen 2-Tore-Sieg im eigenen kleinen doofen Stadion wo vor dem Spiel alle in Bademäntel rummümmeln weil sie vorher noch die Sauna geschändet haben. Wir wollten den Sieg in Bern behalten und boten den Finnen nun einfach Paroli. Es hätte noch hüben und drüben einschlagen können, aber es blieb beim schlussendlich für uns wichtigen Sieg.

Also, trotz massiver Startprobleme darf man doch folgendes festhalten: Bei 5:5-Spieler auf dem Eis haben die Finnen genau gar nichts hingebracht. Die 2 Powerplaytore kamen, als wir noch nicht wach waren. Bei uns war die Moral unbeschreiblich herrlich. Wenn man so ein Spiel noch dreht, dann stimmt es im Team. Freuen wir uns ab diesem Sieg, das Rückspiel wird schwer genug werden. 

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Bildung mit Hardboiled SCB: Unser nächster Gegner in der CHL

Da stehen wir nun also im Achtelfinale der unheimlichen CHL. Im Fussball wäre uns jetzt sicher ein Traumgegner wie Real Barcelona oder Borussia München zugelost worden, im Eishockey läuft es aber etwas anders, wir haben als Gegner den finnischen Verein JVP Jyväskylä als nächsten Gegner. Während die Presse Euch mit langweiligen Default-Infos langweilen wird, kriegt Ihr hier auf Hardboiled SCB eine sagenhafte Bildungsstunde, damit Ihr wisst um was es geht. Ich habe ja die Migros-Klubschule besucht und dort den Kurz "Finnisch für Dummies" absolviert, so dass ich ohne fremde Hilfe Euch Hilfe anbieten kann. Gratis und franko.

Wie spricht man Jyväskylä aus?
Das ist das erste Problem. Eigentlich ist das ja kein Wort, sondern eine Ansammlung der dümmsten Buchstaben des Alphabets. Damit ihr diese Ortschaft korrekt aussprechen könnt, gibt es einen kleinen Trick: füllt Euch den Mund mit 200 Gramm Mehl und einem Pfirsich-Joghurt. Legt für das den Kopf zurück und sagt mit gefülltem Mund dann laut "Ich esse eine Vase". Genau so wie es tönt heisst unser Gegner. Putzt danach im Umkreis von 3 Metern den Boden.

Wie komme ich nach Jyväskylä?
Da der örtliche Flughafen ungefähr so gross ist wie der Lego-Baukasten "Flugplatz Playmobil" und da dort nur Deltasegler landen dürfen, empfiehlt sich die lockere Anreise per Auto. Die 2'775 Kilometer schafft man locker in 32 Stunden. Ich habe Euch den Routenplaner auch gleich bereit: Bern - Jyväskylä, einfach anklicken!

Was muss ich einpacken?
Jyväskylä liegt in Mittelfinnland. Der Sommer ist dort vom 17. - 18- Juli. Der Rest ist Winter. Im Winter herrscht eine Durchschnittstemperatur von -21 Grad, also pack wollige Socken ein. Die Kälte dort bewirkt, dass die Einheimischen ihre Kinder meistens im angewärmten Backofen zeugen.

Ist JVP Jyväskylä gut?
Neu wird ab 01.'09.2016 die Leistungsstärke nach einer weltweiten Norm angegeben. Als absoluter Nullpunkt wurde ohne Gegenstimme der HC Fribourg-Gottéron gewählt, da sie noch rein nichts gewonnen haben. Auf dieser Skala ist JVP Jyväskylä mit +2 vermerkt, da sie bereits zwei Mal finnischer Meister wurden (2009, 2012). Im Moment gurken sie aber massiv im Bitz umher, sie gottéronisieren die Liga und sind nur auf Rang 11.

Kenne ich einen Spieler von JVP Jyväskylä?
Wie üblich liest sich die Spielerliste der Finnen wie eine Speisekarte in einer Lachsbrot-Bar. Falls Euch jemand auf einen Spieler anspricht, dann nickt einfach fachmännisch. Das wirkt. Einen Mann kennt man richtig, das ist der Juha-Pekka Hytönen, der Knochenkopf war ja bei der Lasagne Haschzeh angestellt.

Mit diesen Hardboiled SCB-Infos wird sogar diese Reise zu einem Mallorca-Trip!

Dienstag, 11. Oktober 2016

CHL: SC Bern - EC Red Bull Salzburg 3:3

Jaaaaaaaaaaa! Was für ein Erfolg! Wir stehen im Achtelfinale. Uha. Mich freut es aus einem Grund ganz besonders: gibt es dann dort besseres Eishockey zu sehen? Das heute ist schwer zu beschreiben. Also, wenn ein Eishockeyspiel wie Körperpflege wäre, dann hätten wir heute vergilbte Zehennägel eines versifften Manndlis geschnitten. Oder mit Bimsstein und Zunge die Hornhaut entfernt. Genau so unappetitlich war es auf dem Eis. Aber wir wollen die Schnauze tief halten, eigentlich war ja schon alles klar, es war eine Pflichtübung heute, und Siege gegen die verfurtzen Tiger zählen in Bern halt immer noch mehr als die gesamte CHL. Ist eine Tatsache. Wird sich wohl auch nicht so schnell ändern. Denn der nächste Gegner kann man nicht mal aussprechen, irgendwelche finnische Elchjäger werden ab 01.11.2016 auf uns warten. Egal. Dann noch eine Meldung an unsere österreichischen Serienmeister aus Salzburg (ich packe jetzt mein bestes Österreichisch aus, aufpassen!): "Liebe Buabn und Maderln, a geh, wos für a feschen Goschen fetzt iar in da Rautenspatzerlbogensupp durch die Lagaschen, a geh, zi di ois, i wui figgn". Auf Deutsch: ihr seid ausgeschieden, ihr Kondome von Energiedrinks. Uha.

Also, das erste Drittel war Furz, wir wurden dominiert und hatten Leo, der den Rückstand verhinderte. Wir hatten kaum eine Torchance und schossen gerade mal 6 Mal aufs Tor. Gegen Salzburg. Ich wurde oft gefragt, wie Salzburg in unsere Liga dastehen würde. Wären sie so auf der Höhe Langnau / Gottéron? Also bitte, niemals, soooo schwach waren sie nicht! Sie würden Lugano in der Meisterschaft wohl zweistellig wegbumsen, erst wir würden sie in den Playoffs stoppen. Uha. Also, das erste Drittel war Müll, sagte ich das schon? Wir gingen durch einen geschenkten Lachhaft-Ofen durch Plüsch Ferdu in Führung, mussten aber nach einem unhuren Abwehrfehler durch den gleichen Plüsch Ferdu den Ausgleich hinnehmen.

Im zweiten Drittel ging ganz kurz was. Erst konnte der wilde Schwerweh nach einem Pass unter dem Sand von Untersand uns in Führung bringen. Als der Lasche noch nachdoppelte, hatte man den Sieg vor Augen. Aber die Augen fielen wieder zu wie nasse Säcke, so dass die Nockerl aus Salzburg nach Fehlern von Noro und dem Laschen wieder zum Ausgleich kamen.

Im letzten Drittel beschränkten wir uns aufs Beschränken. Pfefferburg konnte nicht mehr, wir waren in Gedanken schon lange bei den Bauern. Aber das darf man dem Team nicht verübeln, nach einem 4:1 aus dem Hinspiel war das heute mehr oder weniger eine sehr lästige Pflichtübung. Egal, abhaken, wir sind weitergekommen und haben das Schweizer Hockey nicht so schamlos balmiert wie Davos und Zug, die ja leider die CHL nicht ernst nehmen. Uha uha uha.

So, dann warten wir mal auf die Finnen von JYP Jyväskylä (was übersetzt ungefähr Scheidenfurz bedeutet). Da CHL wird so langsam aber sicher zum absoluten Brüller. Uha.

Dienstag, 4. Oktober 2016

CHL: EC Red Bull Salzburg - SC Bern 1:4

Uha! Während und fast alle Schweizer Klubs bis auf die Knochen blamierten und scheinbar die CHL nicht ernst nehmen und oft der Schiri schuld war, setzten wir uns souverän gegen den österreichischen Serienmeister knallhart mit 4:1 durch. Was für eine Überraschung, ausgerechnet wir gegen ein Spitzenteam in einer der besten Liga ausserhalb der NHL! Sensationell, ich tobe! Die anderen Schweizerklubs hatten es ja ausnahmslos mit Operetten-Klubs zu tun, ein paar gewannen mit Schwein, doch wir gewannen dominant! YES!

Also, gespielt haben wir das Gegenteil von "gut". Aber wenn Du Leo Geo im Tor hast, dann brauchst Du Dir eben schon fast keine Sorgen zu machen. Die Bullen griffen im ersten Drittel eher zaaggig an, wir suchten aus einer gesicherten Defensive heraus die Konter. Bis zur 11. Minute klappte das genau zwei mal geil. Noro und Maserati Labello schossen uns mit 2:0 in Front. Klar, läuferisch waren die Österreicher nicht auf unseren Level, auch technisch nicht, aber sie zeigten viel Herz. Aber ist ja auch klar, in Salzburg wurde doch die Sissi vom Karlheinz abartig geil von Hinten getäfert, da steckt viel Gefühl in dieser Stadt. Und auch Gleitmittel. Ich war erleichtert, denn ich befürchtete, dass unser Bären-Vodka durch ihr Red Bull dann zum Gummibärli mutieren würde. Nichts da.

Im zweiten Drittel blieben wir und die Salzburger Nockerl dann ohne Tore. Sie versemmelten eher stümperhaft eine 5:3-Überzahl, aber auch wir waren im Powerplay eher blind als Gänger. Alles geschieht aussen rum, in der gefährlichen Zone sind weniger Scheiben als Langnau Tore schiesst. Und das heisst dann was. Uha uha uha. Aber egal, wir konnten das 2:0 relativ locker in die Pause schaukeln. 

Der letzte Abschnitt zeigte uns dann sehr entschlossen. Die Blume, die wunderschöne Blume, knallte einen herrlichen Ofen in den Angel. Aus dem Handgelenk abgezogen, Klasse gemacht vom schönen Mann. Die Salzburger Puppenkiste resignierte aber noch nicht, nein nein, die streuten Salz in die eigenen Wunden, damit sie von Plüsch Ferdu dann noch den 4. Knarst in die Kräze kriegten. Dass sie Leo Geo Sekunden vor Schluss noch den Shutout versiechten war ärgerlich, aber irgendwie auch egal.

Also, heute in einer Woche starten wir durch, ich erwarte 17'031 fanatische und betrunkene Fans, hey, wir können nun wirklich ins Achtelfinale eindringen, quasi die CHL fisten. Tragt alle eine Mozart-Maske, das wird in ganz Österreich Schlagzeilen machen! Das heute war solide, mit einem guten Torhüter. Job erledigt. Einchecken, heimfliegen. Und am Freitag Senf wieder in die Tube drücken.

Montag, 12. September 2016

EILMELDUNG - SC Bern in der CHL gegen EC Red Bull Salzburg

Genau, heute läuft ja die Auslosung für die K.O.-Phase in der CHL. Ich habe es fast vergessen, weil wir ja meistens schon ausgeschieden waren, wenn es um die Wurst ging. Aber hallo, dieses Jahr geht es aber ganz anders ab, wir sind noch im Topf drin. Schön artig wurden wir dann gezogen, wisst ihr durch wen? Der Anttipasti war als Glücksschlampe im Studio, ich musste fast weinen als ich ihn sah. Nein, nicht wirklich. Also, er zog relativ früh den SC Bern, leckte gleich das Los ab, der andere Studiogast hämmerte uns als Gegner dann den EC Red Bull Salzburg hin.

Die Spiele finden am 4. und 11. Oktober statt, die genauen Zeiten werden sicher noch bekannt gegeben. Viele Leute weinen jetzt sicher vor Freude, da man auch einen Elchklub mit unhurem starkem Kader hätte erwischen können. Dabei müssen wir uns bereits vor den roten Bullen in Acht nehmen. International haben die gar nicht so schlechte Erfolge vorzuweisen. Sie gewannen den IIHF-Continental Cup in der Saison 2009/10 oder so. Ebenfalls sind sie ungefähr 5 Mal Meister geworden und werden von dem Energiedrink-Konzern natürlich tüchtig unterstützt. Das muss wohl so sein, denn in ihre Halle passen 3'200 Zuschauer, also sind sie ungefähr eine Mischung aus Ambri und Ajoje.

Den einzigen Spiele den ich kenne, ist der Raphael Herburger, der kratzte ja ungefähr 3 Jahre bei den Pillern im Bitz umher. Ansonsten ist es die übliche österreichische Mischung, es hat ziemlich viele Spieler mit kanadischem Ursprung im Team.

Wenn wir wirklich in der CHL etwas erreichen wollen, müssen wir ziemlich auf der Hut sein. Sie haben in dieser Saison zum Beispiel in Schweden bei HV71 gewonnen und sie haben auch bereits in der Vergangenheit eine Gruppenphase in der CHL überstanden. Etwas, dass uns dieses Jahr zum ersten Mal geglückt ist.

Also, es hätte schlimmer kommen können, sagt alben auch der Rocco Seifredi oder wie der heisst, aber wir müssen sehr konzentriert ans Werk gehen!