Google+ Hardboiled SCB: 18.10.2016 HC Ambri Piotta - SC Bern 1:4

Dienstag, 18. Oktober 2016

18.10.2016 HC Ambri Piotta - SC Bern 1:4

Die ganze Schweiz fragt sich natürlich jetzt: Ist Tuni Hardboiled jetzt nicht mehr schweinescheissesauer? Der SCB hat tatsächlich nach 6 Dritteln wieder mal ins Tor getroffen, der Sieg ist unser, also Tuni? Nun, es war ein Spiel, das mich zu keiner Sekunde vom Sitz gerissen hat. OK, gemässigt war ich sicher auch, da ich heute mir nicht sympatisch den Kübel gefüllt habe. Trinke ich an einem Dienstag, bin ich bis Samstags in den Seilen, das will ich nicht mehr. Das 4:1 sieht vom Resultat her sicher gut aus, aber es war ein steiniger Weg dorthin. Nicht das Ambri uns irgendwann dominiert hat, auf beiden Seiten versandeten Angriffe ohne Ende im Anus der Valascia, weil die Stürmer auf beiden Seiten heute sich kaum mal durchsetzten konnten. Gut für uns, das der Lasche uns durch zwei Treffer die Führung holte, die wir dann nicht mehr abgaben. Um das geht es ja. Ich will nicht zuviel nörgeln, es war an der Zeit, dass wir auch auswärts die Punkte mal wieder einfahren.

Das erste Drittel war eben das muntere auf und ab, ohne dass eine grosse Geschichte geschrieben worden wäre. Beide Keeper hielten alles relativ locker, was auf den Knarst kam. Auf den Knarst kamen meistens nicht unbedingt gerade die NHL-Hammerschüsse, da die Stürmer auf beiden Seiten selten in guter Postition waren. Scherzkeks Untersander eröffnete dann quasi das Score mit einem Pass auf den Stock vom Monnet, das ganze 3 Meter vor dem eigenen Tor ... das war fürs Lehrbuch "He, Verteidiger, wenn Du vor der Kiste durchspielst, sollte man Dir eine Nuss schlagen, wenn der Gegner den Pass dann auch noch abfängt, sollte man Sackhüpfen machen". Ambri führte ab diesem Moment, und da kriegte ich wirklich etwas Angst. Unsere Reaktion blieb in diesem Drittel ziemlich in der Garderobe. Als die Luftschutzsirene im Kriegsdenkmal Valascia heulte, war man also erneut in Rückstand.

Die zweiten 20 Minuten blieben dann lange auch nicht sehr sehenswert. Wie wenn man im Kino einen erotischen Film sehen möchte, dann aber nicht gesehen hat dass der Titel "in meinen buschigen Schamhaaren leben kleine Tiere" heisst. Es brauchte dann eine Strafe gegen Ambri, um mich dann wirklich massiv jubeln zu lassen. Der vorher noch gebeutelte Unter dem Sand knallte ab, der Abpraller knallte der Lasche noch verreckter unter die Latte. Ausgleich und die Hoffnung auf 3 Punkte war wieder da. Danach setzten wir gut nach, kamen langsam aber sicher mit der nötigen Durchschlagskraft vor das Tor der Ambriosen. Aber die Präzision und der knallige Abschluss fehlte noch zu oft.

Im letzten Drittel rissen wir das Spiel dann endgültig in unsere Hose. Es brauchte dazu einen dümmlichen Puckverlust von Ambri, der Maserati Alkoholbeller servierte dem Laschen einen Zuckerpass auf seinen Ministock, der dribbelte sich irgendwie zum 2:1. Ambri musste fest weinen, es drohte eine weitere Niederlage. Der Kotmann an der Bande kochte, aber wir kühlten im den Kübel bald noch mehr ab. Erst versemmelte der Plüsch Ferdu das sicher scheinende 3:1, ehe dann unser Mexikaner Martinez zum 3:1 einlochte. Ambri war danach am stürmen, doch hinten hielt unser Leo Geo dicht wie ein Dichter. Ambri kam noch zu guten Chancen, aber eben, wenn einer dich in diesen Situationen rettet, dann Leo. Als die Talmenschen dann alles auf eine Karte setzten, schlug dann Plüsch Ferdu doch noch zu und schoss in das schauderhaft nackte Ambri-Tor noch das 4:1.

Also, 3 Punkte, das Spiel so-so-la-la, aber nach meinem hysterischen legendären Wutanfall vom Samstag will ich wirklich das positive Erlebnis geniessen. Auswärts mal wieder gewonnen, kein Mensch interessiert es morgen noch, wie es zustande kam. Auf jeden Fall waren wir schlussendlich das bessere Team auf dem Eis. Bringen wir den Harz aus dem Kolben, wird es wieder besser und wie geschmiert laufen!

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