Google+ Hardboiled SCB: SC Bern - EHC Kloten 9:2

Freitag, 6. Oktober 2017

SC Bern - EHC Kloten 9:2

Huch. Noch selten hat mir ein Gegner die Schamröte ins Gesicht getrieben. Klar, allgemein passiert das schon mal, wenn zum Beispiel Lugagel oder Trottelfon einläuft. Aber Kloten hat es eigentlich bis heute noch nie geschafft. Eben, bis heute. Was für ein desolater Haufen lief uns denn da heute entgegen und liess sich völlig willen- und kampflos abschlachten wie ein Opfer? Wenn man nach 29 Minuten bereits 0:7 in Rückstand ist, sollte man eventuell einfach in die Kabine gehen und so wegen Forfait nur 0:5 verlieren. Freude hatte ich natürlich schon an unserer Jungs, die bis aufs letzte Drittel recht imposant die Gegroundeten in ihre Einzelteile zerlegten. Dass im letzten Drittel etwas Gas weggenommen wurde ist total OK, denn schliesslich fahren wir morgen als Leader in die unhygienische Stadt und wollen doch Frisch sein für die hängende Titte im Tor.

Gestartet sind wir schnell und gut, auch weil die Klotener zu keiner Sekunde an den Sieg glaubten. So treten die totalen Verlierer auf. Die wahren ungefähr so überfordert, wie wenn man einen Schimpansen eine Schreibmaschine vor den Apfel stellt und hofft, dass aus dem Tastendrücken dann per Zufall ein Roman entsteht. Deckenfrau, nach herrlichem Pass vom Chüngu, schoss uns relativ haltbar in Front. Nach 5 weiteren Schüssen führten wir bereits 2:0 und der Sacktonne wurde durch Bolzenkopf ersetzt. Der hielt am Anfang immerhin ein paar Schüsse, war aber wegen seinen Würsten vornedran meistens dann eben auch auf verlorenem Posten. Der Kämpfer komplett und Pabba Ehebett bombten uns zum 4:0 nach 20 Minuten. Es hätte auch leicht höher stehen können, soviel zur Nichtleistung der Flieger.

Im zweiten Drittel ging das Tontaubenschiessen gegen den tauben Ton weiter. Noro, Rüfi und 2 x Kämpfer komplett schossen uns auf das 8:0 nach 40 Minuten. Kämpf damit mit einem Hattrick, grossartig gemacht! Die gefährlichste Aktion von Kloten war ein Weitschuss, der dann allerdings ein Iceing wurde. Uha. Symbolisch für das ganze Team war folgende Szene: Ein Prell-Puck landete 6 Meter vor Genoni auf dem Eis, der Klotener schoss einen unhuren Schläpper. Doch Kamm der Zinn warf sich furchtlos in den Schuss. Grossartig. Das beim Stand von 6:0! Das ist ein TEAM Gopfertamminomau!

Im letzen Drittel erhöhte Schwerweh sofort auf 9:0, so dass das Stängeli eigentlich hätte kommen sollen. Aber wir wissen ja alle, dass der schütze des zehnten Treffers dann unheimlich viel Kohle abladen muss, weil der der ganzen Kabine Bier bezahlen muss. Nun steckten wir etwas zurück, was Kloten dann noch zu 2 Toren brachte. 9:2 und fertig, das Resultat alleine sagt noch viel zu wenig aus. Sorry, aber in Kloten sollte man sich überlegen, ob man nicht einen richtigen Neuanfang wagen sollte, eine Liga tiefer und dann wieder volle Kraft voraus. Sogar Brandis hat im Cup mehr Gegenwehr gezeigt, das kann ja eigentlich nicht sein. Egal. 3 Punkte und Leader, Kantersieg und viele schöne Tore ... man hat sich gut unterhalten heute in der Allmend!

Und morgen der Brüller gegen Trottelfon und Timo Titte, ich bin ja gespannt wie ein Tiefschutz aus Kloten auf diese Partie. Nehmen wir einfach den lockeren Abend heute mit ins Bett und geben morgen wieder brutal Vollgas!

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