Google+ Hardboiled SCB: HC 3:0 in Front und trotzdem Ablutschen - SC Bern 4:5 nV

Sonntag, 8. Oktober 2017

HC 3:0 in Front und trotzdem Ablutschen - SC Bern 4:5 nV

Ja, da bin ich doch endlich ein meinem trauten Heim angekommen. Absolut chaotische Zustände herrschten in Fribourg, sämtliche Taxifahrer weigerten sich zu fahren, weil sie zuviele Tränen in ihren Augen hatten. Verständnlich. Denn was war passiert. Da führen die Weggen gegen uns nach 24. Minuten mit 3:0, das ganze Stadion steht Kopf, alle klatschen in ihre schwieligen Melkfinger und jubeln, als hätten sie das gewonnen, was sie nie gewinnen. Doch es gibt doch ein Sprichwort: Wer zuletzt lacht hat ästhetische Eier. Das traf heute ein. Weil wir auferstanden sind, das Spiel in die Verlängerung brachten und dann dort durch Arko entschieden. Einer der geilsten Siege ever in Furzburg. Neues Lied, Nummer 1 in den Sense-Charts: "Weine nicht, wenn der Arko sticht, tam tam, tam tam". Und jetzt alle mitsingen, auch Timo Titte, bitte. Furzburg stürzt nach dieser Niederlage vom Leaderthron auf Rang 5, ist etwa so tief wie damals der Baumgarnter aus dem Ballon vom Mond auf die Erde oder so.

Also, ganz ehrlich überraschte mich der Karl Neinonen wieder mal krass. Er stellte Caminada in die Krätze, was die Demütigung für Fribourg noch geiler macht. Nicht dass Caminada schlecht wäre, nein nein, er zeigte ein paar geile Saves, aber einfach so mal den Backup in Furzburg aufstellen ist cool. Klar war, das Kari nach dem Trainingsspiel gestern die Jungs auf Empfang drehen wollte. Schlussendlich muss man sagen: Alles richtig gemacht, Karl!

Gespielt haben wir lange weit unter unseren Möglichkeiten. Hinten trug man Sorge zum Backup, aber gegen vorne lief lange nichts. Brust warzte sich die Titten weil er fast nichts zu tun hatte. Fribourg war in dieser Phase immer eine Spur gefährlicher, es dauerte bis zur 17. Minute, bis es bei uns einschlug. Schüschu, das Kotelettegesicht, traf abgelenkt zum 1:0. Nicht fluchen dachte ich. Wir gewinnen ja eh. Und alle, bitte auch in Fribourg: "Weine nicht, wenn der Arko sticht, tam tam, tam tam". Ich würde sagen "gut bedient" als es in die Pause ging.

Das zweite Drittel war noch jung, da führten die Hotzenplotzen aus Grottenkotzen dann eben mit 3:0. Ich fluchte immer noch nicht, da ich wusste, dass wir ja eh gewinnen. Bitte richtig laut jetzt, auch in Fribourg: "Weine nicht, wenn der Arko sticht, tam tam, tam tam". Es war dann eben der Arko, der in Überzahl zum 1:3 verkürzte. Wir singen das Lied jetzt extra nicht, weil es ja dann noch toller kommen wird. Rüfi doppelte nach, und wir waren wieder dran. Drittelspause.

11 Minuten vor Schluss knallte Rüfi einen unhuren Hammer in den Angel, so dass wir das 3:3 hatten. Und Fribourg war geschockt. Jetzt waren wir endlich so richtig gefährlich. Aber, das kann Gottéron halt perfekt, nach dem Heulen über die 77 verpassten Meistertitel, bubentrickte der Rossi 5 Minuten vor Schluss den Kamin-Ade und sie führten wieder. Sie jubelten. Hätten sie nur da schon gewusst, dass (alle laut, wirklich laut, auch in Fribourg) "Weine nicht, wenn der Arko sticht, tam tam, tam tam". Denn so richtig geil wurde ich, als Marylin Manson ohne Torhüter zum 4:4 ausglich. Brust war noch mit der Warze dran, aber die ist so spöde, dass sie bei der Parade abgefallen ist.

Es ging in die Verlängerung. Die war so kurz, ich sage ihr Kurzlängerung. Eben, da kam der ganz geniale Auftritt von Arko. Was für ein Tor zum 5:4. ALLE JETZT: "Weine nicht, wenn der Arko sticht, tam tam, tam tam".

Nervte ich mich 25 Minuten lang leicht ab unseren Jungs, muss ich meinen Hut jetzt aber sowas von ziehen. Was für eine Teamleistung als es um alles ging. Was für ein Fight. Berner geben niemals auf, gut merken in Fribourg, Fribourg gibt meistens schon auf wenn eine Fliege in der Kabine ab dem Gestank Suizid macht und in Schüschus Nase fliegt. 6 geile Punkte an diesem Wochenende, das gibt einen geilen Sonntag. "Weine nicht, wenn der Arko sticht, tam tam, tam tam".


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