Google+ Hardboiled SCB: Furzkopf der Woche - Alles was an einem Grilltag so rumfliegt und rumkrabbelt

Montag, 31. August 2015

Furzkopf der Woche - Alles was an einem Grilltag so rumfliegt und rumkrabbelt

Ja, der Sommer neigt sich nun scheinbar dem Ende zu, nach einer erneuten Hitzeperiode wird es ab morgen dann doch ziemlich schnell herbstlich. Das ist zwar schade, aber beklagen können wir uns nicht, es war ein Hammer-Sommer. Das führte zu unzähligen Grillpartys mit netten Leuten, man konnte die Wochenende meistens in vollen Zügen geniessen. Allerdings, das haben sicher alle von Euch bemerkt, lockt das gute Wetter und der Grill dann halt leider auch ein paar eher nervige Kumpels an, sie fliegen und kriechen und können Dich gewaltig nerven, mal abgesehen davon dass ein paar von ihnen auch noch Schmerzen bereiten können.

Am Nachmittag beginnt die Party, leichtes Eintrinken ist angesagt. Du siehst Bienen und Hummeln, mit denen hat man kein Problem, die furzen im Bitz umher und suchen Nektar, die interessieren sich nicht für Dich, weder für Deine Haare noch für Deinen Deo. Für mich die absolut coolsten Flieger. Leider kommt dann ein ähnlich gefärbter Halbschuh daher, die gemeine deutsche Wespe, ein Mongo mit Flügeln. Das Vieh wird angelockt von Zucker, Fleisch, Deo, Haarshampoo, Unterhosen, knalligen T-Shirts und blasigen Lippen. Jeder Trick, wirklich jeder, den man in den Zeitungen liest, funktioniert genau gar nicht. Egal was Du machst, die Viecher fliegen Dir penetrant um deinen Schädel, landen im Teller, wenn es geil abgeht sogar in Deinem Edelgetränk. Man muss dauernd aufpassen damit man so ein Ding nicht unabsichtlich berührt, denn die Hündin sticht sofort zu, und das tut weh, sehr weh, Schwerweh! So heisst doch ein Spieler? Egal. Die Panik am vorher gemütlichen Tisch ist unglaublich wenn eben so eine Wespe ihre Kreise zieht. Weil sie halt auch fliegt wie frisch besoffen. Unsägliche Koordination der Flugbewegung, das Teil hat einfach nur Glück das sie sich nicht an Flugstrassen halten muss, so wie Flugzeuge. Nicht mal Provokationen (Wespe Du Lesbe) treiben das Tier weg.

Es rettet Dich nur - die Nacht! Da verschwinden die gestreiften Amokläufer. Nun endlich Ruhe? Denkste! Die Dunkelheit bringt dann zwar harmlose aber umso nervigere Blindgänger hervor. Zum einen die Nachtfalter, die mit 120 Stundenkilometer in jedes Licht knallen, das im Umkreis von 100 Meter steht. Sie machen zwar nichts, lenken Dich aber dauernd ab. Dieses Ablenken nützt dann die gemeine österreichische Stechmücke aus. Ein ganz hinterlistiger Fagant ist das. Sticht Dich unter dem Tisch in Deine Modell-Beine. Nicht einmal, nicht zweimal, nein, x-mal. Klein, leise, nicht sichtbar - ein Blutsauger der ganz üblen Sorte. Deine Scheichen sind danach verstochen und verbuggelt das ein Blinder darauf wohl lesen könnte.

Nach dieser Insektenparty gehst Du dann nett und herzig ins Bett - wirst aber noch von einem 210 dB-Schrei aufgeschreckt, weil eine Dame in ihrem Zimmer noch eine traumhafte Spinne entdeckt hat. Im Zimmer! 8 Stunden hast Du gegrillt, es hatte 120'000 Insekten, doch das Teil ist im ZIMMER! Ich fass es nicht. Egal, nett mit einem Becher einfangen und nach draussen bringen, ich bremse auch für Spinnen!

Rat an alle Insekten und Krabbler: Nehmt Euch doch den Steinadler als Vorbild. Der fliegt auch im Bitz umher, locker, hat er Lust auf Blut oder Fleisch oder sonstwas sticht er runter und reisst einen Küngel oder so. Nicht umsonst wurde der Steinadler zum Insekt des Jahres gewählt. Verdient!

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