Google+ Hardboiled SCB: SC Bern - SCL Tigers 3:2 nV

Samstag, 6. Januar 2018

SC Bern - SCL Tigers 3:2 nV

Wenn unser Spiel ein Hauttyp wäre, dann hätten wir heute mehr Mitesser an der Nase gehabt als Schüschu. Sehr ungepflegt. Und die Haare wären ein Fettladen gewesen. Obschon wir sie doch Ende Dezember noch gewaschen hatte. Die Langnauer waren uns ebenbürtig, auch weil Arko nach einem Zusammenprall eine Spieldauerdiziplinar einsteckte, weil der Ferkelnutti scheinbar verletzt war. OK, Maul abwischen und weiter gehts. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, weil unser Powerplay einen Shorthander provozierte, wir aber durch Hirschierher ausgleichen konnten. Am Schluss gewannen wir, wegen einem Geniestreich von Marylin Manson. 21:27 Torschüsse zählte man am Ende der Partie, schon das zeigt, dass uns nichts in den Schoss gelegt wurde.

Der Start ins erste Drittel war ja bereits leicht harzig. Die Tiger, mit dem Mocken Ehlers-System unterwegs, wirkten einfacher aber spritziger. Als wir in Überzahl rumgurkten als gäbe es kein Morgen mehr, entwischte der kline kline Gagnon, den kennen wir ja noch, er schob die Scheibe komisch ein, aber Tor ist Tor. Unser Powerplay glich wieder dem Teenager mit den Mitessern und dem Fettladen auf dem Kopf. Der Ausgleich kam dann nach einem doch schönen Angriff, den eben Hirschierher abschloss. Haltbar. Egal. Wir hatten auch nach dem Ofen grosse Mühe, sinnvoll in das Tiger-Drittel zu kommen. Langnau griff immer gleich an, Pass an die blaue Linie, leichter Ablenker zum startenden Flügel. Das funktionierte zu oft zu gut.

Im zweiten Drittel knorzte es fröhlich weiter. Als wir in Unterzahl waren, konnten wir immerhin den Shorthänder zurück geben. Was für ein Pass von Unti auf Pabba Ehebett, der alleine auf Pummelboris los und eiskalt zum 2:1. Die Emotionen fehlten weiterhin, man spielte und liess spielen, eigentlich ist Weihnachten ja vorbei. So blieb es bei diesem Resultat nach 40 Minuten. Krass, die Tigers schossen doppelt so oft auf Leo als wir auf ihren Letten.

Im letzten Drittel, wen verwundert es, schossen die Käserinden dann denn Ausgleich. Zryd knallte den Augleich hin. Zryd ist der Sohn von Annerösli Zryd, die Abfahrerin des Jahres 1973. Die Entscheidung wollte nicht mehr fallen, auch wenn Langnau ehrlich gesagt näher am Sieg stand. Leo gab alles, so wurde eine Verlängerung eingeläutet.

Da gab es nur einen einzigen Torschuss, eben durch Mason Raymond. Der sass aber, so dass wir die 2 Punkte auf unser Konto schaufeln konnten. Für Langnau ein total verdienter Punkt.

Achtung auf Morgen, so spielen können wir in der Ilfishalle ganz und gar nicht. Ich vermisse bei uns die überfallartigen Angriffe. Funktioniert im Moment nicht, weil zuvieles auf Zufall aufgebaut ist. Nicht erst seit heute Abend. Und in der Abwehr ist zu oft Panik, die Scheibe wird kaum rausgebracht wenn der Gegner am Drücken ist. Egal, der erste Sieg im 2018 ist da, doppeln wir doch einfach morgen nach!

Die Langnauer werden sich nach dieser Niederlage trösten, klar, denn seit dem 01.01.2018 ist es im Emmental erlaubt, mit Schaufensterpuppen zu knutschen. Da kommt man schnell auf andere Gedanken.

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