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Dienstag, 10. März 2015

Playoff VF Spiel 5: SC Bern - Lausanne HC 3:0

Stand in der Serie: 3:2

Sieg! Shutout! Matchpuck für den Halbfinal! Aber Pinkhair nicht getroffen. Schade. Aber reden wir über den SCB, das mit Pinkhair organisiere ich für ein anderes Mal. Das war heute schon eher das, was ich sehen will. Zwar gurkte das Spiel in den ersten 20 Minuten den gewohnten Gang mit sozusagen keiner grossen Torchance, aber wir waren immerhin ganz nahe dran, eine Chance zu generieren. Es scheiterte nur an der Puckannahme, es nervte, aber irgendwie hatte man ein positivieres Gefühl als auch schon. Unser Steigerungslauf wurde dann immer gröber, kurz unterbrochen durch ein Aufbäumen von Lasagne Haschzeh, aber dann folgte ein relativ problemloser Sieg. Während wir immer besser in den Tritt kommen, scheint es bei Lausanne nun langsam an den Kräften zu rupfen. Wir gewannen die wichtigen Zweikämpfe und hatten mehr Platz als in allen 4 Spielen vorher zusammen. Was für ein wichtiger Sieg!

Die ersten 20 Minuten waren zwar mit dem üblichen 0:0 ausgestattet, doch irgendwie wirkten wir spritziger als auch schon. Das lag zum Einen an Rückkehrer Bärtscheli, mit seinem Speed brachte er das Tempo rein, das unsere Angriffe lange vermissen liessen. Dann war es erneut Joensuu, der mit seiner hartnäckigen Art die Lausanner oft flach in die Bande nagelte und ihr unsägliches "ich warte hinter dem Tor bis der Mocken an der Bande mir das Zeichen gibt" mehrmals richtig herrlich tätlich angegriffen hat. Zu ganz grossen Chancen reichte es nicht, einmal lenkte Lausanne gefährlich vor Beppo ab, mindestens 3 Mal scheiterten wir, wie schon oft gesehen, am letzten Pass oder an der Annahme des letzten Passes. Der Puls war noch viel zu hoch bei mir, die Wichtigkeit dieser Partie war wohl jedem im Stadion klar.

Im zweiten Drittel liessen wir zu meiner Freude nicht nach, im Gegenteil. Nun verschwand die Lausanner Einschlaf-Taktik langsam aber sicher, da sie immer öfter sich in Panik wehren mussten. Vorerst rettet sie noch Huet, dann aber schlugen wir ein erstes Mal zu. Ein Powerplay, das Erste an diesem Abend, semmelte Furrer eigentlich aus unmöglichem Winkel in die Maschen. Huet wurde erneut doof erwischt, aber eben, ich hatte es angedeutet, mein Gefühl sagt mir, dass die militärische Konzentration bei Lausanne so langsam in Richtung Weinfest abdriftet. Ein kurzes Aufbäumen nach unserer Führung gab es dann, Beppo rettet 3 mal ganz herrlich und souverän. Nach 40 Minuten war aber unsere Führung eher zu knapp, aber man will ja nicht leiern.

Im letzten Drittel paukten wir den Schlag gleich mächtig. Kurz nach Wiederbeginn stocherte Schwerweh so lange im Bitz rum, bis er die Scheibe irgendwie noch auf Huet brauchte, die Parade war ebenfalls nicht sehr gut und Plüsch Ferdu konnte irgendwie das Teil über die Linie drücken. Was für ein Jubel in der PornoBrilliant-Arena! 2:0 sind in dieser Serie schon fast Welten! Einmal Glück hatten wir noch, als ein Flaschenhals aus Lausanne die Latte traf, aber das war ebenfalls eine Zufallsaktion, hätte aber noch brutal Spannung in das Spiel bringen können. Als dann Lausanne eine Strafe angezeigt hatte und danach der Johann Gobbi unbedingt noch boxen musste, konnten wir eine 5:3-Überzahl zum 3:0 durch die Blume reinhämmern. Man stelle es sich vor - 3:0!! Das wäre umgerechnet auf eine andere Serie ein 21:3 Sieg. Geil!

Es war noch nicht grosses Kino heute, aber die Leinwand ist doch etwas breiter geworden. Mit der Rückkehr von Bärtscheli und dem Eintritt von Joensuu haben wir mehr Macht gewonnen. Aber alles beginnt in der Defensive, Beppo war erneut sackstark und zeigt Playoff-Paraden vom Feinsten, aber auch die Abwehrseppel waren heute mehr oder weniger auf der Höhe. Ein wiiiiiichtiger Sieg heute, mir ist noch nicht nach feiern zumute, noch sind wir nicht durch, aber was nicht ist kann ja schon am Donnerstag werden!

Eilmeldung - Arnos Sohn als Begrüssungsgarde

Ihr habt es alle gelesen - scheinbar soll der Sohn von Arno del Curto am letzten Samstag sich mit dem Mannschaftscar des EV Zug ein Duell auf Rädern geliefert haben. Erstens geht das natürlich gar nicht, dass man den Gegner so attackiert, zweitens braucht der Herr wohl noch ein paar Tipps damit man ihn nicht gleich anhand der Autonummer (!) identifiziert werden kann.

Wichtigster Fakt ist, dass sich die Chauffeure gar nicht mehr aufregen. Seit 5 Jahren werden die Cars mit einem sauberen Stoss aus einem PW in Davos begrüsst. Das wäre eigentlich niemandem gross aufgefallen, man dachte "hach, betrunkene Bündner halt, Gemsjäger und so". Bei Auswärtsfahrten nach Davos haben die 11 NLA-Klubs schon vor der Fahrt die Schadenssumme bei der Versicherung angemeldet, so dass das Geld sehr rasch in die Klubkasse geflossen ist. 

Überraschend für Outsider ist aber nun, dass es sich scheinbar immer um den Sohn von Kulttrainer Arno del Curto gehandelt hat. Für Davoser war der Fall schon länger klar, wenn man in del Curtos Garten geschaut hat (s. Bild). Deshalb auch die immer steigenden Lohnforderungen vom Papa, er musste dem Sohnemann bis zu 30 Karren pro Jahr kaufen. Alles wäre niemals an die Öffentlichkeit gelangt, hätte der Sohn sich an die einfachsten Regeln gehalten: Nummer abschrauben und Sturmhaube aufsetzten. Elementare Fehler halt!

Aber schon einmal flog eine Machenschaft wegen amateurhaftem Verhaltens auf. Der Guggermuskberg wechselte damals von Langnau nach Davos, die von Arxen hatten ihm erklärt, dass er dort sogar in der Kabine sein Gras reindampfen könne, niemand hätte was dagegen. Das war DER Ansporn für Guggi. Sofort transferierte er sich in die Berge. Alles klappte, niemand schöpfte Verdacht, bis der Herr Guggermusikberg dann auf die glorreiche Idee kam, sich 12 kg Hasch per Post nach Davos schicken zu lassen. Auch eher amateurhaft, oder? Jeder Drogenlieferant steckt sich das Zeugs in Körperöffnungen oder schluckt es in Pariser eingepackt runter um es dann mit Sieb wieder aus dem Fribourg zu holen ... und der Herr schickt es sich mit der Post. Weltklasse.

Aber egal, das Leben geht weiter. Aber nur mal so ganz im Ernst gefragt: Ist das der definitive Abgang von Arno? Er kann sicher nichts dafür, aber so rein vom Image her ...? Ich bin gespannt wie es da weiter geht. Internas die krumm laufen sind mal das Eine, aber Angriffe auf den Gegner durch ein Familienmitglied ... ich weiss nicht so recht ob man da überhaupt noch tragbar ist. Man stelle sich vor, Guy Bouchers Sohn würde heute John Gobbi vor dem Stadion in die Nüsse treten ... klar würden wir primär klatschen, aber so nach 3 Wochen Dauerapplaus würden wir es einsehen: Es war FALSCH! Aber Davos denkt da anders, wie wir wissen.

Angst vor einer Revanche der Zug-Fans braucht der HC Davos aber nicht zu haben, da die meisten Anhänger des EV Zug zu jung sind um Auto zu fahren. Kennsch es?

Die Serie schrumpft wie ein Schniedel nach erfolgreichem GV

Ja, so unglaublich schnell ist aus der Serie nun ein Knüller im Stile von best-of-three geworden. Maximal sind noch 3 Spiele, wer 2 davon gewinnt hat den Halbfinal gebucht. Die Serie war bereits bis jetzt nichts für schwache Nerven, man kann nur erahnen, was ab heute abgehen wird. Gerhard Metzger hält stur und narbig an seinem Konzept fest, Mocken Ehlers ebenfalls. Bei Lausanne überrascht es nicht, die spielen unter dem Dänen schon immer so, bei uns aber war man doch etwas erstaunt, dass man nicht mit Wucht, Kraft und Spielstärke den Gegner vom Sockel holen wollte. Aber wisst ihr was? Die ganzen Diskussionen kann man entfachen, wenn die Serie entschieden ist. Letztes Jahr ist der offensiv ratternde ZSC beinahe in die Lausanner Falle getappt und konnte sich erst im Spiel 7 qualifizieren. Der spätere Meister notabene.

Ich finde die Serie hochinteressant, auch wenn mir logischerweise die spielerischen Elemente fehlen. Aber in den Playoffs gibt es weder einen Schönheitspreis noch Auszeichnungen für die schönste Föhnfrisur. Der Sieg zählt, die Serie zählt - nichts anderes. Allerdings wage ich zu behaupten, dass unsere Taktik gar nicht so schlecht ist. Mir ist am Samstag in Lausanne aufgefallen, dass die Lausanner in ein paar Situationen bereits ein paar Zentimeter weiter weg von uns waren. In den ersten drei Spielen standen die uns penetrant auf den Füssen rum wie noch selten gesehen. Aber am Samstag gab es die eine oder andere Situation, die es in den 3 Spielen vorher nicht gegeben hätte. Beat Gerber konnte mal von der blauen Linie abziehen ohne dass ein mündgerüchiger Gnom 2 Zentimeter vor ihm stand und den Schuss blockierte. Gleich danach konnte Holldrioway ungestört und geil ablenken, auch hier fehlte ein von hinten deckender Welscher. 

Dann zeigte Huet zum ersten Mal gröbere Nerven bzw. das Glück rettet ihn dieses Mal nicht mehr. Der Schuss von Joensuu wäre neben dem Tor vorbei, die Fanghand aller Froschlecker griff trotzdem zu - und er liess die Scheibe ins Tor kollern. Dann ihr Lachsbrot mit dem Pissior-Helm: Klar, der kam in der Schlussphase zu 3 riesigen Chancen. Aber entscheidend war, dass er sie versiebte. Die Ausländer von Lasagne HC werden überforciert und stehen mehr als die Hälfte der Spielzeit auf dem Eis, ein weiterer Faktor der bei einer langen Serie (was es jetzt ja ist) für uns sprechen wird. Zudem mit Joensuu jetzt ein weiterer Faktor in unserem Spiel ist, der den Welschen nicht wirklich schmeckt. 

Um heute Abend nicht wieder eine böse Überraschung zu erleben, müssen wir uns in einem Punkt steigern: Die Qualität der Torschüsse. Die Taktik mag aufgehen, aber man bringt sich dann halt selber um den Lohn, wenn man mit halbherzigen Abschlüssen der Erfolg sucht. Wenn wir dort noch den Schalter umlegen und die Scheibe mit Verachtung, Dreck und Hass auf das Tor dreschen, wird a) irgend eine Scheibe mal einfach so reinfallen und b) das Getümmel bei eventuellen Abprallern wird Emotionen wecken, die heute in diesem Heimspiel schlicht und einfach Pflicht sind.

Also, auf ein Neues heute Abend, ich tippe auf 4 SCB-Tore. 3 mal Jobin und dann Bührer aufs leere Tor. Basta!

Montag, 9. März 2015

Niemand verliert so nett wie McSorbet

Ja, wer mag ihn nicht den Christian McSorbet, Klubbesitzer, Manager, Sportchef, Eisputzer, Masseur und Coach vom Genf Servette HC. Am Speckcup in Davos gibt er coole Interviews, zeigt sich charmant und galant, flirtet mit dem Kameramann und gibt sich schockiert wenn der Guido Metzger gegen den Schiri tobt.

Danach kommt wieder der Alltag, Genf läuft es soso lala, aber kurz vor den Playoffs kommt ein Statement von McSorbet, das aufhorchen liess: Er sei mit den Schiris extrem zufrieden, man merke die gute Führung von Brent Immeramreiben. Hä?? McSorbet lobt die Schiris ...? War er nüchtern und bei Sinnen? Er, der Busse um Busse gekriegt hat, weil er die Schuld bei Niederlagen, vor allem in den Playoffs, immer und immer wieder bei den Schiris gesucht hat, niemals beim eigenen alles vergeigenden Team? Wir erinnern uns an seine Weinkrämpfe, als wir die Senfer vor 2 Jahren nach einem 1:3-Rückstand noch relativ cool und mit Affenschwein doch noch aus den Playoffs gemüllert haben ... Seine Heul- und Hasskrämpfe waren legendär.

Das er nicht verlieren kann, ist ein offenes Geheimnis. So ist es bekannt, dass seine Familienmitglieder beim allsonntäglichen "Eile mit Weile"-Spiel getürkte Würfel brauchen. Dort ist auf jeder Fläche nur eine 1 abgebildet. So gewinnt der McSorbet natürlich locker Partie um Partie. Beim Schach stellen sie nur die Bauern hin, auch so wird die Niederlage provoziert. Beim Jassen wird nicht gewiesen und sie machen immer das Trumpf, was sie nicht in den Klauen haben. So verhindern sie die etwas unkontrollierten Ausbrüche bei einer Niederlage von Christian. Wer hat schon Lust auf Spielfiguren im Hintern oder einen Kartenstapel im Mund? Eben.

Nach den 2 Startsiegen gegen Lugagel sah man den Strahlemann dann auch sehr sehr gesprächig in die Mikrofone glucksen. Hatte er sich tatsächlich geändert? Ja genau, inzwischen hat Lugagel die Serie ausgeglichen. Das ist scheinbar bereits zuviel für McSorbet. Er sieht wieder eine Verschwörung gegen Senf, er tobt an der Bande, es wird diskutiert ob ein Verfahren gegen ihn eröffnet wird weil er den Schiri, dem Schiri seine Frau, dem Schiri seinen Hund und dem Schiri sein Auto beleidigt hat, und, last but not least, er hat bei der 2:7-Sauschlappe gegen Lugael die Bande 2:47 vor Schluss des Spiels verlassen. Demonstrativ. Trotzig. Kindisch. McSorbisch.

Das einzige Problem, das die Eishockey-Schweiz jetzt hat: normalerweise würden alle Sympathien zum Gegner wechseln, aber eben, dort steht Lugagel auf der Tafel, das macht es einem nicht einfach. Mein Vorschlag: Suspendiert Genf, schliesst sie aus, Lugano kommt aber nicht in den Halbfinal weil es ja 4 Siege braucht und sie erst 2 haben. Fair, sportlich und korrekt! Dafür darf der HC Ajoje nachrücken, weil sie auch ein bisschen Welsch sind. Auch der Tessin wäre zufrieden, da sie ja noch Ambri in der Platzierungsrunde haben. Fair geht vor! Uha!

Sonntag, 8. März 2015

Furzkopf der Woche - Johann Gobbi, Weichinator aus Lausanne

Ich mag viele Hockeyspieler, eine Sorte aber ganz und gar nicht: die "Gott bin ich verletzt Schriri, pfeif ab und gib dem bösen Gegenspieler eine Strafe, schau wie ich mich am Boden wälze, uh, Bobo, das tut weh"-Spieler. OK, in den Playoffs will man mit jedem Trick gewinnen, der Heinz Mocken Ehlers hat sich ja darüber beklagt, dass man in Bern nie auf die Schiris zählen kann, eine herrliche Aussage, würden die Schiris richtig streng pfeifen, hätte Lausanne für ihre unzähligen Halten und Haken und Checks von hinten kaum mehr als 3 Spieler auf dem Eis. Aber das ist mir egal, das ist eben die sogenannte psychologische Kriegsführung, auch wir beherschen die. Die Checks werden ungemein hart durchgezogen, wir haben in diesen Partien alles gesehen. 

Aber eben, das Umfallen und sich Tod stellen sollte man als richtiger Mann dann schon sein lassen. John Gobbi zum Beispiel ist ein ganz harter Junge - im Austeilen zumindest. Das ist auch OK, ein Verteidiger muss von seinen Gegenspielern gefürchtet und gehasst werden. Aber, jetzt kommt der Punkt, dann sollte der Typ auch einstecken können. Nur so wirst Du zur Planoff-Legende. Wenn ich aber sehe, wie der Herr nach einem korrekten Joensuu-Check wie eine tote Ratte zu Boden sinkt, sich theatralisch wälzt, ab dem Eis fährt als wären sämtliche Kochen gebrochen, tötet es mir einfach den letzten Nerv.

Er kam danach nicht mehr aufs Eis im zweiten Drittel, logo, es waren ja nur noch ein paar Minuten zu spielen, der Schiri hätte ihn ja dann als massivo Simulator entlarvt. Besonders geil war dann der Start ins letzte Drittel, Gobbi fehlte immer noch, kam dann aber plötzlich wie der wiedergeborene Imperator aus der Kabine, um dann wieder wild schlagend das letzte Drittel rumzurnerven. Ich mag das nicht. Es ist nicht das erste Mal bei Gobbi dem Globi.

Aber John Gobbi ist vorbelastet. Sein Grossonkel mütterlicherseits, der Alfredo Gobbi, gebürtiger Tibeter, war an und für sich ein begnadeter Sänger mit einer fantastischen Stimme. Er verkaufte in seiner Karriere sage und schreibe 4 Singles, ohne jegliche Werbung. Er hatte den Ruf, ein ungemein harter Mann zu sein, so boxte er des Öftern die Zuschauer in der ersten Reihe um (falls es welche hatte). Aber die scheinbar in der Familie verankerte Weichheits-Schwäche kostete ihm wohl die Karriere: Nach einem Papiernastuch-Wurf eines 82-jährigen Groupies liess der Sänger sich wie tot fallen, wälzte sich 3 Tage lang auf der Bühne und verhungerte schlussendlich, da es keine Sau interessierte.

Deshalb: Schaut zu John Gobbi, wir wollen uns doch auch noch in 2 Jahren ab seinen Auftritten amüsieren. Schimpft mit ihm liebe Lausanner, wenn er das nächste Mal fest grännen muss.