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Mittwoch, 30. November 2016

Die heilige Zeit naht - verkürze sie mit dem Hardboiled SCB-Adventskalender!

Weihnachten naht - das treibt sogar den härtesten Männer dieser Erde die Tränen in die Augen. Es ist ein Fest der Liebe, vorausgesetzt man kriegt möglichst teure Geschenke. Uha. Endlich trifft man sich ohne Hektik wieder einmal, uns säuft sich dann hemmungslos unter den kindisch geschmückten Tannenbaum. 

Hardboiled SCB will, dass seine Leser so richtig in Stimmung kommen. Aus diesem Grund habe ich für Euch einen fantastischen Adventskalender online erstellt. Ihr kennt das ja von Zuhause, wenn dieser Müll an der Wand hängt. Als erstes öffnet man klarerweise gleich das grösste Türchen vom 24. Dezember, da dort am meisten Schokolade drin ist.

Das ist bei meinem Kalender nicht möglich, da er sehr genau mit einer Zeitsteuerung bestückt ist. Ihr könnt also immer nur am richtige Tag das richtige Türchen öffnen. Empfohlen wurde mir dieses Vorgehen vom Verein "Fair geht vor", wo ja unser Tristan Scherwey seit dem Check gegen Grassi zum Präsidenten gewählt wurde.

Auch wenn es eine besinnliche Zeit ist, selbstverständlich verschmähe ich hinter diversen Türchen die Menschen aus Langnau, Lugano oder Gottéron und noch viele andere. Hardboiled SCB ändert sich nie. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, und über ein paar Klubs muss man halt mehr lachen als über andere.

Ich wünsche Euch mit dem Kalender viel Vergnügen, gleich findet ihr den Link, wo ihr mit euren Sexy-Mauszeigern einfach draufklicken könnt. Ihr müsst aber jeden Tag wiederkommen, sonst könnt ihr nicht alle Türen öffnen, das würde dann heissen, dass ihr an Weihnachten einen Zungenkuss von Johann Morant kriegt, also! 

Hier der Link zum Adventskalender des Jahres: Hardboiled SCB Adventskalender

Dienstag, 29. November 2016

29.11.2016 HC Ambri Piotta - SC Bern 6:3

Nein, so richtig verbissen wollten wir dieses Spiel scheinbar nicht gewinnen. Das hat nichts mit dem Einsatz von Greenhorn Aebi im Kasten zu tun, damit meine ich die Art und Weise, wie wir das Spiel angegangen sind. Dreimal gingen wir in Führung, relativ locker, kassierten jedesmal den Ausgleich und gingen dann in eine legendär schlechten Schlussdrittel mit 4:0 ins Gotthardloch. Der 6:3-Sieg von Ambri war verdient, weil die Risottos um jeden Preis gewinnen mussten und viel mehr für den Sieg taten als wir. Dank unserer Nonchalance wird der Strichkampf nun immer brutaler. Da sind wir zum Glück weit weg davon. Entscheidend war, dass wir bis Ende des zweiten Drittels immer locker in Führung gehen konnten, dann aber bei der erstmaligen Ambri-Führung von den Emotionen der Polenta richtig überfahren wurden. 6 Gegentore gegen den Tabellenletzten sagen genug, dieser 29. November 2016 habe ich bereits aus meinem attraktiven Gehirn gestrichen. Erneut muss ich sagen: Maul abwischen und weiter gehts.

Ambri war von der Tabellenlage her unter Druck und kriegte gleich zu Beginn einen Ehebett-Ofen in die Krätze. Ein Schock für die Plankoblöds oder wie sie heissen. Eigentlich hätten wir da nachdoppeln müssen, aber ein doofer Gegentreffer brachte Ambri wieder auf die Bahn, die wir dann durch Moser der Du bist gleich wieder mit dem 2:1 zerstörten. Danach schrammte Trüffelnacht einen an das gefrorene Gestänge, das hätte eventuell das Spiel verändert. Solange Ambri eine Chance sieht, bleiben sie dran, das Team will die Kurve singen hören, ihr kennt ja das Kult-Lied "La Montagazza", das die Tifosis heissblütig singen wenn sie gewonnen haben und dazu ein Damien Brunner-Shirt schwenken. Das Drittel ging an uns, bei uns fiel Massenhauer noch aus, aber das war nicht entscheidend für meine Sorgen. Mir machte Sorgen, dass man scheinbar unbedingt das "Tor des Tages" erzielen wollte und für meine Begriffe vieeeeeeel zu verspielt agierte. Da war nicht mehr dieser unbändige Druck aufs Tor. Aber egal, man führte ja.

Im zweiten Drittel änderte sich nicht viel am Spiel, wohl aber die Schiris. Scheinbar wirkte der Grappa bei Kurmann und Fischer nun doch gröber, auch wenn sie ihn als Einlauf ins Füdi genommen hatten. Der erste annulierte Treffer von Ambri war klar, da war das Spiel abgepfiffen, zu früh zwar, aber Pfiff ist Pfiff. Als dann der aarige Ambri-Finne erneut den vermeintlichen Ausgleich erzielte, gaben die beiden Lustgurken dann den Treffer nicht, weil sie eine Strafe gegen Ambri angezeigt hatten. Trotz Wiederholung und extrem gut hinschauen sah man alleridings rein gar nix. Ich habe danach den Kurmann angerufen, scheinbar hatte der Ambri-Spieler den Puck geduzt, was natürlich gar nicht geht. OK, 2 Treffer nicht gegeben, die Wallascha heulte und schmiss alles auf Eis, was man werfen konnte, Brillen, Handys, dicke Italienerinnen, es war krass. Danach folgten herrliche Kompensationsentscheide der beiden Zebras, man wollte doch nicht wieder ein verbeultes Auto mit Gagel auf der Kühlerhaube. Der Ausgleich kam ja dann troztdem noch, den wir aber nur Sekunden später mit dem zweiten Ehebett-Tor gleich wieder gerade rückten. Mit einer 3:2-Führung gingen wir in die Pause.

Das letzte Drittel war dann eben ein Fiasko. Anstatt entschlossen die Entscheidung zu suchen, versuchte man mit russischen Kombinationen irgendwas zu spielen, was nicht zu uns passt. Ambri spürte, dass wir nicht so tierisch ernst drauf waren, nutzte die Gunst der Stunde und löffelte uns 4 Tore rein. 2 kriegte Aebi, danach kam Leo, der kriegte noch einen und dann, wie meistens, steckten wir noch einen Leernetzer ein. Das spielte keine Rolle mehr. Im Stadion blieb es erstaunlich still, weil inzwischen 80 Prozent der Zuschauer mit eingefrorenen Gliedern im Spital Bellinzona lagen und dort mit lauwarmer Bouillon die Nüsse gewärmt kriegten.

OK, ich gebe es zu: Steht man hoch oben in der Tabelle, sind einem Dienstagsspiele im Loch Ambri so ziemlich egal. Klar hofft man auf einen Sieg, aber wenn es nicht klappt kann man trotzdem schlafen. Allerdings muss bei uns schon langsam wieder besseres Hockey kommen. Im Moment bin ich nicht zufrieden, weil wir irgendwie den Zug und die Intensität auf Sparflamme halten. OK, man muss sich nicht mehr auskotzen wie wenn man um den Strich rumbumst, aber die Betriebstemperatur muss man trotzdem erreichen. Am Freitag gegen Rotkopfschredder muss es viel intensiver werden.

Sonntag, 27. November 2016

Furzkopf der Woche - Wenn Du ein technisches Tor erklären musst

Es war tatsächlich etwas ganz Seltenes, was sich in der Piller Uhrenarena zugetragen hat. Der SCB verlöffelte wie fast immer das von Hiller Piller verlassene Tor, kriegte die Scheibe einfach nicht rein, da setzt sich der Piller Maurer im Torraum auf die Scheibe und blockert das Teil 8 Sekunden vor dem Ende. Das Regelbuch schreibt klar vor, dass in dem Fall ein "technisches Tor" gegeben werden muss. Weil ein Penalty auf ein leeres Tor ausser von Gottéron wohl von niemandem verschossen werden würde. Also kürzt man es ab und gibt das Tor gleich so. Als Torschütze wird der Mann genannt, der als letztes an der Scheibe war, bei uns war es die Deckenfrau.

Sonntagmorgens um 06.31 Uhr klingelt bei mir das Telefon. Breitenbach Ernst ist am Telefon, seit Jahren SCB-Fan, allerdings hat er noch nicht ganz alle Regeln begriffen, weil er etwas Mühe hat, sich Dinge zu merken. In der Schule konnte er noch einigermassen mithalten weil man da auch eine gekochte Kartoffel die 9 Jahre beenden lässt. Eine Lehre konnte dann Breitenbach Ernst leider nicht machen, da die von Ernst ausgewählten Firmen lieber in den Konkurs gingen. Aber was solls, der SCB ist nun seine Triebfeder. Ich nehme leicht verschlafen ab, Ernst ist am Telefon total aufgeregt. "Du, Tuni, was ist gestern in Biel passiert? Da steht was von einem technischen Tor, was ist denn das genau, ich verstehe das nicht!". Ich erkläre ihm das technische Tor, hole sogar mein Regelbuch, das gleich neben der Bibel und den Memoiren von Josefine Mutzenbacher im Regal steht, ich zitiere die entsprechende Regel und fühle mich danach gut, da ich dem Breitenbach Ernst etwas erklären konnte.

30 Minuten später klingelt das Telefon nochmals. Wieder ist es der Breitenbach Ernst. Leicht angesäuert nehme ich das Telefon nochmals ab. Ernst ist nun noch aufgebrauchter und sagt: "Tuni, ich habe Deine Erklärung begriffen, habe nun Replay auf dem Tellerklub geschaut, huh, Du, aber die Scheibe war gar nicht im Tor, warum ist es dann ein Tor??". Uha. Ich zähle langsam auf 10, und rede leicht erregt ins Telefon: "DAS HABE ICH DIR VORHIN GERADE ERKLÄRT DU HALBRENNER". Ernst schweigt. Hängt auf. 30 Minuten später klingelt das Telefon wieder, natürlich ist es wieder Ernst. Ich verfluche mich, dass ich seine Nummer noch nicht gesperrt habe. Ich nehme mit einem ziemlich strengen "JA, WAS WILLST DU AMÖBE DENN SCHON WIEDER?". Ernst sagt "Tuni, ich habe das technische Tor jetzt begriffen, ich wollte Dir nur "Danke" sagen, dann hat also Bern 2:1 gewonnen, weil das letzte Tor nur technisch war?". Ich zwitschere sympatisch ins Telefon "WEISST DU WAS DU ABGEFRESSENER TANNZAPFEN MIT DER INTELLIGENZ EINES JAUCHEWAGENS, NERV MICH NICHT MEHR, ANSTATT MIR ANZURUFEN WÜRDEST DU LIEBER AUF DEINE BOIE LEGEN, DIE DU "FRAU" NENNST UND SIE TECHNNISCH DURCHBRETTERN. HIMMELARSCH". Klick. Aufgehängt. Nummer von Breitenbach Ernst sofort gesperrt.

Solche Tore sind selten, wir hatten das glaube ich zum letzten Mal in den 80iger Jahren, als Bob Martin auf das Churer Tor laufen konnte, der Torhüter war draussen, da hat ein Verteidiger das Tor mit einem Stockwurf verhindert. Der Fall war klar, technisches Tor, nur kannte ich damals den Breitenbach Ernst noch nicht und musste mich nicht so grausam nerven.

Nur nebenbei: Wir haben auf die 1:8-Klatsche mit 2 Gegentoren in 120 Minuten unsere defensive Mischung wieder gefunden. Wir punkten, auch wenn noch nicht alles ganz rund lief, wir haben noch Spielraum nach oben, keine Frage, das macht mich schon jetzt heiss auf die Playoffs. Geniesst die Woche, denkt daran: Am Mittwoch, 30. November um 12.00 Uhr wird hier auf dieser Seite was tolles Interaktives für Euch veröffentlicht. Weil ihr geile Leser seid. Weil ihr nicht Breitenbach heisst!

Samstag, 26. November 2016

26.11.2016 EHC Biel - SC Bern 1:3

Uff. Ich hatte Pikett heute Abend, da verlangt die Firma, dass ich in kurzer Zeit bei einem allfälligen Alarm eingreifen kann. Das hiess nichts anderes, als mir trotz einer herzigen Einladung das Spiel heute live entrutscht ist. Egal, für das gibt es den Tellerklub, der ja jedes Spiel so dirket zeigt, dass man wirklich meinen könnte es sei live. Uha. Aber egal. Trotz Pikett habe ich mir wirklich herzig die Kappe gefüllt, klar doch, die Lutz rutschen auch in der eigenen Wohnung gut. Also, wir haben nach dem Kloten-Debakel nun 5 Punkte in unseren Eiersack gelegt, ein gelungenes Wochenende von den Resultaten her. Der Dreier heute war wichtig, hing aber ab und zu an einem ziemlich seiden Zahnseidescheissfaden. Biel war optisch in vielen Phasen ebenbürtig, nicht aber in den Entscheidenden. So konnte wir uns zum 3:1-Sieg schaukeln. Als Rarität erlebten wir noch ein technisches Tor durch Deckenfrau, die Scheibe war nie über der Linie, ich glaube das letzte Mal schoss der Schnauzer Bob Martin so ein Tor für uns. Ich erkläre es weiter unten.

Also, die wunderschöne Tissot-Arena war gut gefüllt. Klar, es war Derby-Time. Obschon wir ja gar keine See haben, sondern den schönsten Fluss der Welt. Wir waren mal primär darauf bedacht, hinten keinen Schaden einzufahren. Gegen vorne ging es ab und zu ganz gut ab, allerdings versemmelten wir die Chancen, weil Hiller hillerte. Gleichzeitig brauchten wir auch Leo, weil die immer frecher werdenden Seeländer dann ab und zu auch uns belagerten. Irgendwann gegen Ende des Drittels schlugen wir dann zu. Ein wirklich zügiger Angriff wurde vom Laschen herrlich abgeschlossen, die Führung war wie Wundpuder am verwolften Arsch. Kurze Zeit später lenkte Reichert einen Schuss vom überzeugenden Andersson ab, da führten wir bereits 2:0. Ein optimales Drittel, das musste auch mein dauernd leeres Lutzglas bestätigen.

Aber, das ist jetzt mein berühmter Mahnfinger, danach verpassten wir es im zweiten Drittel, den Bieler Cervelats die Schinti endgültig vom Knochen zu rupfen. Zwar konnte Biel ab und zu powern, aber wir standen auch dank Leo eigentlich immer dazwischen. Aber die Konter wurden schlecht gefahren, da hätte man eindeutig die Partie bereits in noch viel klarere Bahnen lenken können. Ich trinke übrigens jetzt eine Cola, da ich bereits einen unhuren Brand habe. Der Sonntag kann ja heiter werden. Wir frassen dann auch Strafen, die aber dann vom Sohn aller läufigen Stuten, dem Rossi, zum Anschlusstreffer genutzt wurden. Biel war wieder dran, und bei uns hoffte ich auf Anti-Lethargie-Pillen im Pausentee. Wir hatten schon gegen Davos das Problem, dass wir für meine Begriffe zu wenig resolut nach vorne seckelten, wenn sich die Chance ergeben sollte. So war Hochspannung fürs letzte Drittel leider garantiert.

Und da gingen wir wirklich nochmals durch jede Sülze, die es auf dem Erdboden gibt. Immerhin waren wir nur deutlicher bestrebt, das Spiel zu holen, versiebten aber ziemlich alles. Die Piller hatten ebenfalls 3 Mal den Ausgleich auf dem Stock, aber der Hexer hintendrin legte da seinen Einspruch ein. So zerrann die Zeit, irgendwann nahm der 181-jährige McDonald-Namara den Hiller raus, gross in Gefahr gerieten wir aber nicht. Im Gegenteil, nachdem wir die leere Krätze versiebt hatten, gab es ein Getümmel vor dem Bieler Tor und ein offenbar regelunkundiger Seeländer blockierte in höchster Not im Torraum die Scheibe. Der Entscheid der Schiris war klar: das war ein technisches Tor, dass der Deckenfrau zugeschrieben wurde. Was für eine Saugaudi. Keine Scheibe im Tor und trotzdem Tor. Da nur noch 8 Sekunden zu spielen waren, konnte ich das Siegerlutz auf all die Nervös-Lutz runterbechern.

Also, wir haben die Pflicht ohne Kür an diesem Wochenende erfüllt. 5 Punkte sind OK, die stabilisieren uns ganz vorne und zeigen, dass wir uns auch vor Rückschlägen nicht gross zu fürchten brauchen, da wir jederzeit gut reagieren können. Ich geh jetzt die Lutz ausschwitzen, man sieht sich am Dienstag wieder, wenn wir die Ambriotten umnageln wollen. Pfuuset guet!

Freitag, 25. November 2016

25.11.2016 SC Bern - HC Davos 2:1 nV

Ich will den heutigen Matchbericht positiv beginnen. Wir haben nur ein Gegentor gerkriegt und sind auf die Siegesstrasse zurückgelöffelt. So, das wars. Uha. Richtig erwärmen konnte mich das Spiel gegen die Püntler heute nicht. Was früher ein emotioneller Kracher war, zerfiel heute zur Gähn-Partie. Selten sah ich weniger Emotionen in diesen Duellen. Aber eigentlich ist es ja egal, man kann nicht dauernd im Roten drehen, nach der brutalen Schlappe gegen Kloten war es sicher mal wichtig, dass man hinten wieder dicht war wie ein Gummi mit Noppen. Gefühlsecht und so. Ein Weggentor von Plüsch Ferdu hätte uns fast 3 Punkte eingeschenkt, aber kurz vor Schuss kam Davos dann doch noch zum nicht unverdienten Ausgleich. Es nervte, weil uns auch die Verlängerung fast in die Pofurche gerutscht wäre, weil Davos in der Verlängerung 2 Matchpucks hatte, die sie aber versemmelten und dann die Deckenfrau unwiederstehlich zu unserem Sieg einschoss. 2 Punkte sind gut, im Grossen und Ganzen haben wir heute mit "genügend" erfüllt. Das war alben auch meine Note im "Benehmen" als ich noch ein Schulbube war.

Das Spiel begannen beide Teams eher vorsichtig. Ist klar, Davos hat jetzt einen Torhüter, der den Stimmbruch noch nicht hat, wir hatten das letzte Heimspiel vergeigt wie ein Operettenteam, also wollte man mal abwarten. Das war auch der Grund, dass das Tempo nicht sehr hoch war und die Torchancen eher Mangelware blieben. Wir waren in diesem Drittel leicht gefährlicher als Arno dem Kurt seine Truppe, aber so richtig affengeiler Druck konnten wir selten entwickeln. Abgesehen von unserer Leistung spielte aber auch Davos einen unhuren Stiefel zusammen. Es brauchte dann ein Kraftplay weil ein Grischabube gefoult hatte, um uns in Führung zu bringen. Der Senn machte einen Penn, er konnte eigentlich nichts dafür, trotzdem sah es doof aus, als er nach seiner Parade auf den unter dem Sand-Schuss die Scheibe auf die Torlinie kullern liess, wo eben der Plüsch Ferdu nur noch antippen musste.

Das zweite Drittel änderte nicht dramatisch. Davos war jetzt etwas besser im Strumpf, knallte auch noch mal an den Pfosten, da hatten wir Glück wie ein leuchtender Leo. Wir versuchten zwar, immer anzugreifen, aber heute war wieder so ein Spiel wo der letzte Pass wohl eher eine Nilpferdarsch getroffen hätte als dass er auf den Stock des Mitspielers gekommen wäre. Viel Unpräzision war in unserem Spiel, so dass die blutjunge und sicher noch minderjährige Abwehr der Davoser es viel zu lange zu gut im Griff hatte. Nach 40 Minuten stand es immer noch 1:0, wie gesagt, warm wurde mir nicht ums Herz.

Im letzten Drittel versuchten wir schon, dass wohl entscheidende zweite Tor zu schiessen. Es gab auch mal Chancen, die aber eher zufällig entstanden. Wir verpassten die Vorentscheidung, mussten dann auf Genoni hoffen, der nun immer mehr Arbeit kriegte. Davos lief jetzt besser, passte besser, sie steigerten ihr Tempo nun von Minute zu Minute. Doch es schien alles gut zu gehen, bis dieser Gagelschuss in unsere Krätze einschlug. 30 Sekunden vor Schluss. Meine Laune war defintiv tiefer als der Pegel in meinem Bier. Scheissdreck. Nicht wegen den versemmelten 3 Punkten, aber eine Verlängerung hätte es nicht noch gebraucht. Es war wie im Kino, wenn man einen neumodischen Kack-Film schaut und der einfach nicht fertig wird und Du aus lauter Verzweiflung Deine Popcorns nach vorne hämmerst.

Die Verlängerung war dann fast ein bisschen ein Davoser Festspiel, die versiebten grobe Chancen, doch dann entwischte eben der Bodenmann und schoss Backhand einen absoluten Traumofen. Das war der Höhepunkt des Spiels, keine Frage. 2 Punkte sind besser als nichts, wir siegen wieder, legen wir den Schwamm drüber und gehen morgen nach Pill und holen den Dreier halt dort!