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Sonntag, 9. November 2014

Furzkopf der Woche - Der leere Kalender

Hockeypausen sind immer mühsam. Sie sind aber noch eine Brattig mühsamer, wenn es dem Team gerade affentittengeil läuft. Klar, wir wissen es, die Nati braucht auch ihre Termine, jetzt noch klarer wo doch der Viereckkopf weg ist und der Glenn Hallogenlampe gekommen ist. Der Deutschland-Cup ist wie immer der Spielverderber für den klubsüchtigen Fanatiker.

OK, das erste Gute ist, dass von uns nur 2 Spieler rumgefurzt sind und sie sich nicht verletzt haben. Das ist das erste Durchatmen. Dann kann man sich ja beruhigen und denken, dass der Metzger noch mehr mit dem Rest des Teams die Feinheiten trainiert hat oder ab Montag wieder trainieren lässt. Zudem wurden sicher noch Transfergespräche eingeleitet, mal schauen was in der Zeitung nächste Woche zu vernehmen ist. Aber: Das alles ersetzt Dir die Spiele eben genau zu 0 Prozent.

Klar hat man Alternativen. Man kann Formel 1 gaffen, wo ewig die zwei gleichen Langweiler die Rennen gewinnen. Oder man kann, danke Teleclub, sich durch alle Ligen von Europa zappen und Fussball schauen. Nicht schlecht, aber eben auch nicht Hockey. Dann kann man mal an einem Samstagabend wieder ohne Stadionsucht schön artig Zuhause rummümmeln und sich masslos betrinken, so ist es mir gestern ergangen. Der Abend war lustig und süffig, doch heute ist das Elend dann logischerweise noch grösser. Ach ja, Hockey schauen konnte man ja auch, der Deutschland-Cup wurde ja übertragen. OK, gibt ungefähr soviel Emtotionen wie wenn ein totes Ei sich selber schälen will.

Nein, es gibt keine Alternative, es ist eine grässliche Zeit. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich den Countdown auf der SCB-Seite richtig sehnsüchtig angeschaut. Es dauert immer noch verdammt lange, aber immerhin hat es in ein paar Tagen wieder ein. Nur noch 5 mal schlafen. Gerade wenn das Team wieder so Spass macht, vermisst man es halt einfach extrem.

Kein Fussball, kein Alk, keine Nati, kein Film, kein Spiel, kein Swingerclub kann einem das Hockey ersetzten. Deshalb gehen wir doch einfach mit Full-Power auf die doofe Woche los, krampfen wie abartige Mainzelmännchen und gehen mit Hochstimmung an die kommenden Aufgaben. Es stehen ja zwei Knaller auf dem Programm, erst der EV Tram mit Bodensurri und Matschbirni, danach der Klassiker gegen die Bergziegenschnüffler aus Dammrisswos. 

Auf gehts! Bald!

Donnerstag, 6. November 2014

Endlich kommt auch mal ein Schäfer zum SCB

Wir haben schon fast die ganze Natur bei uns - einen Garten, eine Blume,  2 Berge, Granini-Orangen, Trüffel in der Nacht, ein Schüp-Bach, Ramdemsalat und wie sie alle heissen - und nun kriegen wir also, weil sich die Jungs so gut machen bei uns, endlich auch noch einen Schäfer, Nolan mit Namen. Ein überraschender Transfer, da der Nolan auch schon weit über 30ig ist und dem Beppo in Sachen Gicht und Gelenkschmerzen locker Paroli bieten kann

Was sind die Gründe für diesen Transfer? War denn der Backup Kartenmischler sooo schlecht? Nein, war er nicht. Er spielte in der B sehr gute Spiele, aber er wäre noch kein Ersatz für Beppo, wenn der mal länger ausfallen würde.Aber viel mehr drückt da der Guy Metzger seine kanadische Mentalität auch auf diesem heiklen Posten durch. Ich erkläre das mal.

Bei den Feldspielern hat Boucher, das merken wir ja, eine neue Mentalität in das Team gebracht. Zwar arbeitet er mit jedem Spieler, motiviert ihn, klatscht ihm niemals vor der Kamera einen an die Waffel sondern nur in der Kabine, er will einfach jeden Spieler besser machen. Klappt das nicht und der Spieler kratzt weiterhin ein erbärmliches Niveau auf den gefrorenen Schnee, dann reagiert unser Herr Metzger rasch. Der Spieler verlässt die Linie und spielt eventuell dann Stürmer 13. Das haben wir ja schon erlebt. Logo auch in der Abwehr. Aber das ist nicht abschätzig gemeint, sonder zeigt dem Spieler, dass von ihm etwas anderes erwartet wird.

Im Tor ist aber alles anders. Stammplatzgarantie hiess es bis jetzt bei uns. Da hatte ich eigentlich nichts dagegen, wir kennen es ja seit Jahrzehnten so in Bern. Aber, jetzt kommt eben das Entscheidende, wie geht ein kanadischer Trainer damit um, der noch nicht europäisiert ist? In der NHL kann der Jonas mit seinem Hiller 5 Spiele hexen wie ein Guru und 99,8 Prozent aller Geschosse mit der Zunge abwehren - spielt er im nächsten Match nicht glücklich und lässt von 7 Schüssen deren 3 rein, dann wir sein elegantes Füdi sofort auf der Spielerbank sein uns die Türe gigonlen. Weil er einen Backup hinten dran hat, der fast gleichstark ist wie er. Oder angenommen das Team spielt in der Defensive Schrott zusammen, dann weckt der Trainer die Eseffen in der Abwehr durch den Tausch, Oder versucht es zumindest. Aber er riskiert nichts, da das Niveau beider Goalies hoch ist.

Bei uns hatte Beppo in letzter Zeit schon ab und zu etwas Zeiten, wo er schwach auf der Brust und Fanghand war. Klar läuft es jetzt besser, aber wir hatten auch das Glück (des Tüchtigen), das es eben braucht. Beppo auswechseln? Nein, war nicht so die Option, obschon man vor allem beim Saisonbeginn schon das Gefühl hatte, dass es mal an der Zeit wäre. Damit er sich dann durch gute Leistungen wieder zurückkämpfen kann. 

Nun haben wir diese Option. Ich sage nicht das der Schäfer lauter bellt als Beppo, aber nun ist wirklich mal Konkurrenz da. Der Metzger wird den Goalie spielen lassen mit der besseren Tagesform, das ist für mich klar. Noch nicht gleich zu Beginn, aber wenn der Schäfer seinen Stab an Bern gewöhnt hat, auf jeden Fall. Für mich ein nachvollziehbarer Transfer. Weil ich denke wie Boucher. Auch beim Saufen.

Montag, 3. November 2014

Skandal - Ambri-MILF greift mit Jung-Hools den Gottéron-Car an

Ihr habt es sicher gelesen. Joel Kwiatkowski hatte am Samstag, nach dem Spiel gegen Ambri Piotta (3:4 Niederlage im Penaltyschiessen), eine Auseinandersetzung mit einer Top-Mutter und ihrer Jungschar. Die Mutter hat anschliessend dem Einzelrichter Steinbeisser einen Brief geschrieben, weil sie unbedingt will, dass der Quartalkopf gesperrt werden solle. Wir aus Bern kennen ja den Kiwi noch gut, er ist uns allerdings niemals als so gewalttätig aufgefallen. Klar hat er Emotionen, aber dass er auf ein Bubi vor dem Car losgeht? Komisch. Hardboiled SCB hat wieder mal alle Beziehungen spielen lassen, damit dieser Vorfall lückenlos geklärt werden kann. Neutral. Auch wenn es um Fribourger geht.

Also, die Emotionen kochten hoch in der Valascia. Die MILF mit ihren Bengels war unmittelbar in der Nähe der Strafbank positioniert, wo halt unglücklicherweise der Quartalkopf pro Spiel ungefähr 8 mal Platz nehmen muss. Nur durch diesen intensiven Kontakt mit der Bande MILF konnte die Situation so eskalieren. Die Bande MILF sagt aus, dass der Joel ihnen schon während dem Spiel den Stinkfinger gezeigt habe. Das ist korrekt, man darf aber auch nicht ausblenden, das bei jedem Strafbankbesuch von Quartalkopf die Bande MILF ihm den Finger schon gezeigt hat, bevor er auch nur in Nähe der Strafbank aufgetaucht ist. Zudem hielten die Buschis der Dame dann Plakate auf wie "Hella von Sinnen è quello di sedersi sul tuo viso" (was ungefähr soviel heisst wie "Hella von Sinnen (ein deutscher Panzer 68) soll Dir aufs Gesicht hocken"). Schon starker Tabak. Die "Pezzo di merda"-Schilder und "Vafanculo"-Transparente hat der Kanadier locker ignoriert.

Nach dem Spiel hat der Ambri-Sicherheitsdienst wie immer den Fribourger Car perfekt geschützt. Zwar waren sie nicht anweisend da sie im "Grotto Gulo" eine Pizza runterpressten, aber sie hatten vorher Flyer verteilt mit dem Standort des Cars und deutlich geschrieben, dass niemand dorthin gehen solle. Leider hat die Bande MILF wegen einer Leseschwäche das nicht mitgekriegt; sie standen 1 Meter vom Car entfernt. Dort wurde weiter gepöbelt, die Frau wollte laut ihren Angaben "einfach den Kwiatkowski erschrecken", was im normalen Deutsch heisst, dass sie sich ausziehen wollte. Der später gehudelte Bube machte inzwischen weiterhin seine Faxen, aber Kiwi blieb ruhig. Erst als der Saubaube eine Kerze in den Benzintank werden wollte, stieg dann Kiwi aus und löschte den inzwischen am Ärmel brennenden Buben. Halt schon etwas mit kräftigen Huddel-Bewegungen, aber retten kommt vor Zärtlichkeit.

Das jetzt das ganze so aufgebauscht wird, ist nicht gut. Die Bande MILF ist eigentlich im Fehler, ich kann nicht verstehen warum sie jetzt noch dem Einzeltrichter schreiben. Ich habe dort nachgefragt und habe jetzt vom Einzeltrichter eine Busse von 500.- gekriegt, weil ich laut Urteilsbegründung gemäss Paragraph 3 Absatz 1 "den Gegner gesehen habe und trotzdem alles in den Kakao gezogen habe". Skandal eigentlich, aber normal.

Sonntag, 2. November 2014

Furzkopf der Woche - Die Horror-Clown-Imitatoren

Es geschah in einer braslilanischen TV-Folge einer "versteckten Kamera". Die Sendung ist dort viel krasser als hier, bei uns hätte der Produzent wohl 12 Jahre Kiste gekriegt. Dort haben sie den Horror-Clown erfunden, war krass wie die Leute erschrocken sind, logo auch, es sah wirlich unheimlich aus.

Dann, wie immer, kommen die fantasievollen Europäer und müssen den Schrott natürlich sofort hier her bringen. Seit ein paar Wochen geistern nun auch Horror-Clowns durch unsere Breitengrade. Die Zeitungen melden artig jede Sichtung dieser scheinbar erbärmlich aufgeweichten Birnen. Dramaturgisch gut gesteuert kommen sie jetzt natürlich immer näher an Deinen Wohnort. Per Zufall ist auch gerade noch Halloween, das Fest das ich eigentlich bis heute nicht begriffen habe.

Mir persönlich sind diese Waffeln mit Maske eigentlich egal, eher tragisch ist es wenn man Kinder hat. In einem zarten Alter machen einem diese Fratzen logischerweise noch Angst. Nun gut, es wäre toll wenn man einen solchen Scherzkecks mal alleine sehen würde und ihm einen elektrischen Zaun in den Arsch schieben dürfte. Es gibt witzige "Running Gags", es gibt "Running Gags" mit einem ernsten Thema hintendran, alles ist für mich OK. Aber das jetzt ist schlichtweg doof und peinlich.

Die Högliger sollten nicht mehr gegen die Salatrüster demonstrieren, die sollen die bedeppten Horror-Würste jagen gehen. Alle diese Knaller die eingefangen werden, würden dann zur Strafe auf der Stirne mit einem "Hobb Lanknau" tätowiert und wären dann genug Abschreckung für allfällige Nachahmer.

Erfindet doch einfach mal was Neues. Entwerft doch zum Beispiel Kostüme für "Horror-Gänse" oder "Horror-Blumen", macht was kreatives, habt eigene Ideen. Wenn der nächste Staatsbesuch in Bern ist, dann macht Spiele wie "wer kann näher zum Präsidenten hinrennen und dazu laut schreien und wild mit den Armen fuchteln". Wer weiter kommt und mehr Gefängnis kriegt, der ist dann der Sieger und kann, wenn er in 8 Jahren wieder frei ist, ein Gratis-Essen im McDonald's zu Fribourg beziehen.

Samstag, 1. November 2014

01.11.2014 Genf Servette HC - SC Bern 3:5

Es gibt schon verrückte Tage im Moment bei unserem Lieblingsklub. Sieg um Sieg fahren wir ein, meistens doch überzeugend, doch heute Abend war es eigentlich genau das Gegenteil. Genf ackerte wie Senf, brannte unter den Fingernägeln wie wenn Du einen Orange schälst, hebelte sich 30 Minuten lang einen ab ... und es stand 3:3, weil wir absolut abartig cool immer eine Antwort auf die Genfer Attacken hatten. 30 Minuten lang spielten wir sehr seltsam unübersichtlich, wie eine Frauenhandtasche quasi, wo man doch, wenn man das Handy sucht, sich erst durch Schminkutensilien, Vibratoren und Hackbraten durchmurksen muss. Danach aber waren wir plötzlich readiger als auch schon, spielten nun ebenfalls besser nach vorne, hinten zittern wir ab und zu massiv ab, aber genau diese Leistungssteigerung reichte, um einen geilen Sieg einzufahren.

Also, im ersten Drittel, so leid es mir tut, spielte eigentlich nur die Senfer aus der Tube. Trotz 3 Niederlagen in Serie waren sie dominant und stark, pressten uns verreckter ins Drittel als wenn Olga Beckensturz ihre Wehen hat. Logo gingen sie sofort in Führung und festeten in ihrer bekannten nervigen Art. Bei uns passte nichts zusammen, und trotzdem glichen wir sofort aus. Hansludwig Meier, ihr Goalie, wollte einen Puck hinter dem Tor stoppen gehen, können wir was dafür wenn in Genf die Banden offenbar in Österreich angefertig werden? Der Puck knallte wie vom Blitz getroffen doof ab und vor das leere Tor, ein gefundenes Fressen für unseren Dirty-Man. Glück! Aber Genf eselte weiter ab wie ein Maultier, das 2:1 folgte postwendend. Irgendwie hakte man auf eine Art schon fast das Spiel ab. Doch der einzige Geniestreich in diesem Drittel reichte dann bereits wieder zum Ausgleich. Herrlich wie sich Holldrio und Pertschi durchtankten und ausglichen. Nun gut, wie heisst es so schön? Einem kastrierten Gaul schaut man nicht aufs Gehänge. Ich nahm das 2:2 dankbar an.

Im zweiten Drittel löffelten wir dann gleicht weiter. Nach ein paar Sekunden knallte Genf schon wieder die Führung hin. Irgendwie kotzte es an, den es roch wirklich stark nach Niederlage. Stärker als im Sommer wenn der Büroschweissaffe in den ÖV seine Achsel neben Deiner Nase öffnet. Doch, es war wirklich fast unglaublich, durch einen massivo Abstauber konnte der Gärtner wieder ausgleichen. Und ab diesem Moment waren wir dann plötzlich bereit für den Sieg. Denn hinten hexte Beppo nun nicht wie ein Robbe sondern wie ein Buckelwal, der Knarst war wie zugenagelt, vorne kreierten wir plötzlich auch richtige Torchancen. Plüsch versemmelte uns das leere Tor, eine unglaubliche Szene. Doch unser geiler Mann würde uns das Versagen wieder gut machen. Später einfach. 3:3 nach 2 Dritteln, es ging was.

Im letzten Drittel war es dann sogar ein packendes Spiel. Genf versemmelte gleich zu Beginn, wir konnten einen Penalty nicht unterbringen, Dirty Ritchie scheiterte am in dieser Situation überzeugenden Mayer Hans. Danach ging es hin und her, wirklich attraktiv, wie wenn die Blasnutte aus dem ersten Drittel nun einer Edeldirne weichen musste. Was für ein Fight, was für hektische Szenen vor den Knärsten. Dann brach der Kolbensu durch, herrlich sogar, den Abpraller schenkte uns Plüsch zur Vorentscheidung in das Netz. Genf war noch lange nicht K.O., die semmelten noch locker ein paar Todsichere in Beppos Ranzen. Ohne Goalie hämmerte nochmals Plüsch uns zum Sieg.

Ich saufe vor Freude. Ich gebe es zu. Lutz um Lutz in meine SCB-Kehle. Was begann wie ein Schmuddel-Film, endete in einem hollywoodreifen Happy-End. Wir spielten nicht gut - aber wir zeigten mehr Charakter als in gewissen Saisons zusammen. Ganz geil Boys, so macht ihr uns einfach nur Stolz!