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Sonntag, 7. September 2014

Fuzkopf der Woche - Unser Aberglaube

Es ist doch immer das Gleiche. Die Saison steht endlich wieder vor der Tür, man denkt schon sehr sehr intensiv an den Freitag, wo wir dann doch gegen die Ambrioten einlaufen werden. Jetzt ist defintiv die lockere Phase vorbei, die Nervosität steigt unaufhaltsam.

Wäre ja alles noch ganz passabel, wenn denn nicht wieder dieser neurotische Zwang vom Rückenmarkreichert ins Hirn südderen würde. Ihr wisst alle was ich meine - die Zeit der abergläubischen Rituale hat wieder begonnen.

Ihr kennt das alle, ich bin auch überzeugt davon, dass ihr das gleich macht wie ich. Also, als erstes werden sämtliche Klamotten verbrannt, die an der letzten armseligen Saison getragen wurden. Das sind alles Unglückskleder, weg damit, in den Garten, aufschichten zu einem Haufen! Der Fernseher, die flache Sau, hat auch nur Scheiss-Spiele gezeigt, also Mediamarkt aufsuchen und neues Teil kaufen. Die Postergruppe kann ebenfalls auf den Haufen im Garten, nur Unglück habe ich dort erlebt. Dann die kleineren Wechsel, doofe Rasierklingen die nur Pech brachten, Idioten-Deo der mich ins Unglück geduftet hat, Blödmann-Rasierwasser das gebrannt hat wie die Sau aber keinen einzigen schönen Sieg herbeigeführt hat. Das kann man ja zur Not noch als Schnaps in ein Kafi einfüllen, wenn der Besuch total besoffen ist und gar nichts mehr merkt. 

Selbstverständlich sind alle lebenden Personen von diesem Ritual ausgenommen, dort hört es auf. Aber es sollten nun noch so viele Leute wie möglich die Hardboiled-App (IOS und Android) runterladen, denn seit es die App gibt sind wir noch nie in die Playouts gesädderet. Das ist doch mal was. Ich habe alles gegeben, damit die Saison besser wird als die Letzte, gut, viel wäre das nicht, aber immerhin. Ich freue mich masslos auf den Saisonstart, werde wohl schon am Mittwoch die ersten Schlachtrufe um 07.15 Uhr im 10er-Bus rausjaulen, wer mich dabei hört gewinnt einen Preis. 

Endlich endlich beginnt die schönste Zeit des Jahres wieder!

Samstag, 6. September 2014

06.09.2014 CHL: SC Bern - Tampon Trippera 4:3 nP

Ja das war eine Gaudi heute Abend! Das Bier floss, das Floss biert, gute gefüllte Sitzplätze und fast 5'000 Fanatiker im Stadion, die Grundlagen für ein Spiel waren gelegt. Wenn man denn bedenkt, dass es um die CHL geht, die ungefähr den gleichen Wert hat wie eine Bierdose auf einer Autobahnraststätte. Ich habe mich heute nicht schlecht unterhalten, es war eine klare Steigerung gegenüber dem Gurkenspiel vom Donnerstag. Der Fehler war heute, dass man nur 53. Minuten Hockey gezeigt hat und so ein 3:0 noch vergeigte, das man aber schlussendlich doch noch in einen Sieg nach Penaltys umwandelte.

Also, ich habe mich heute extrem auf das Spiel konzentriert und nur 3 Bier gesoffen. So bin ich in Hockeystimmung. Im ersten Drittel hatten die Fische fast ein bisschen den besseren Drücker drauf, allerdings waren wir von der ersten Sekunde an bereit. Aber es war ein verkantetes Startdrittel, wie wenn Vreni Schneider ihren Kartoffelhintern durch den Slalomhang donnert. Einer war heute aber von Anfang an gut drauf: Beppo. Heute war er ein geiler Rückhalt, das muss gesagt werden. Auch für die Leute, die immer meinen ich möge das Manndli nicht. Stimmt so nicht. Ich bin einfach nur ehrlich. Immer.

Im zweiten Drittel servierte dann Holldrioway dem Dirty Ritchie zwei herrliche Pucks auf den Stock, der alte Kanadier schoss uns mühelos in Front. Das Spiel hatte an Rasse gewonnen, augenfällig war, dass wir nun nicht mehr so herumgeschoben werden, wir haben an Kraft zugelegt. Wir sind noch kein Bodybuilder, aber immerhin sieht es langsam nach einem Sixpack aus. Beppo hexte uns dann zur 2:0-Führung in die 2. Pause.

Im letzten Drittel war eigentlich angerichtet für den Sieg zu essen. Das 3:0 durch Hügel sollte eigentlich die Entscheidung sein. Aber oha, 7 Minuten vor Schluss hörte das Team dann plötzlich auf, Eishockey zu spielen. Dieses vollbedeppte Resultathalten nervt nicht nur die Zuschauer sondern auch das Spiel. Richtigerweise hat dann das Spiel die Fische noch zum 3:3 ausgleichen lassen. Wie kann man 53 Minuten in 7 Minuten ruinieren? Ist etwa das Gleiche wie wenn man in der Hochzeitsnacht 2 Stunden seinen Mann steht, um dann kurz vor dem Höhepunkt gorbst und ein Bier saufen geht. SCB, das geht gar nicht!

Die Verlängerung war dann dramatisch, sogar ein bisschen geil. Die Fische hatten Chancen, wir versemmelten einen Elfmeter aus 12 Metern, der Kinnhakenreid war der Versieber. Im Penaltyschiessen konnten wir dann immerhin 2 Punkte aus diesem Spiel nehmen. Die Presse kotzt schon wieder ab, "Punkt verschenkt" und so weiter. Liebe Presse, fresst Doch die Unterhosen von Geri Müller oder so. Ich sage jetzt mal wie es wirklich ist: Wir sind körperlich besser geworden, wir fighten sinnvoll, wir haben mit Holldrioway einen hochkarätigen Scorer, Rüfenacht ist der geilste Giftzwerg ever, Blum ist sensationell (wenn er denn die Abwehr nicht vergisst). Warten wir doch jetzt einfach auf den Freitag ihr Schreiberwiderlinge!

Und noch eine gute Nachricht habe ich für alle Windows-Phone-Buben und Mädels. Der Roger, ein netter Bursche mit einer noch netteren Frau, hat eine App konstruiert, sensationell, Daten ohne Ende, und als Höhepunkt noch die Matchberichte von Hardboiled SCB. Das ist genial, weil die offizielle App wohl dem Bill Gates in den Darm geschoben wurde und nicht erscheint. Hier ist der Link für einen sauberen Download: SCB-App für Windows

Donnerstag, 4. September 2014

04.09.2014 CHL: SC Bern - Ölfeld Trittbrett 0:4

Also so sieht es aus wenn die CHL erstmals in der heimischen Stätte spielt! Ach so! Der Gegner fährt Dir um die Ohren wie ne Mooren, wir stochern wie mit Zahnstochern rum und sind absolut ohne Chance, auch nur annährend vom Sieg zu träumen. Ach so sieht die berühmte CHL also aus! Nun gut, eben, für uns wird es zur Farce werden, ich habe immer noch das Gefühl, dass die nötige Ernsthaftigkeit etwas fehlt, auch wenn ganz andere Sachen behauptet werden. Es kann doch nicht sein, dass wir gegen ein zugegebenermassen starkes Team in 2 Spielen mit 11:0 abgageln, oder?

Also, ich hatte schon erwartet, dass man geladen in das Spiel steigt, im Hinterkopf war natürlich die Revanche für die Schlappe in der Tschechei. Aber es blieb beim Erwarten, in der Praxis waren die Gegner einfach grösser, schneller, technisch besser und 100 x präziser. Kaum hatte das Spiel begonnen, da stand es schon 3:0 für die Stahljungs. Wir standen entweder Spalier wie an einer Hochzeit oder räumten vor dem Tor nicht auf. Brutal schnell war die Entscheidung in diesem Spiel gefallen.

Danach war es ein 40-Minuten-Anrennen um doch noch ein Tor zu schiessen. Aber wir hatten ungefähr soviel Druck auf das gegnerische Tor wie ein ausgeweitetes Rinderfüdi. Da kam nur lauwarme Luft. Die Tschechen hatten schon lange einen Gang runtergeschaltet, während dem wir nicht mal den 1. Gang richtig fanden. Wechselt mal das Getriebe Jungs, wir haben jetzt noch 8 Tage Zeit ... nach 2. Dritteln waren wir hoffnungslos mit 0:4 im Dreck.

Das letzte Drittel war dann einer der mühsamen Pflichtübungen, die Tschechen machten nicht mehr viel und wollten nur noch den Schötaut sichern, so fies, so langweilig. Aber gegen uns hat das mal locker gereicht, ein 0:4 in einem Heimspiel ist Mist, ich bin aber jetzt auch schon so weit dass ich sage: Egal, am Freitag in Ambri müsst ihr parat sein ihr Sahnehäubchen.

Kobasiu hat noch immer gefehlt, nach der Hirnerschütterung leide er an Sehstörungen, das ist dann halt auch bitter. Allerdings müsste man ihm vielleicht einfach sagen, dass er keine Sehstörungen hat sondern ein SCB-Spiel mit SCB-Stürmern und einer SCB-Abwehr sieht. Da verschwimmt auch mir das Bild zum Teil vor den Augen. Ach ja, dann noch etwas: Übt mit Beppo noch genau ein paar Sachen mehr, heute war es wieder relativ einfach, den Puck über die Linie zu schieben. Für mich war das heute schlecht, am Samstag kann man dann vielleicht etwas mehr bieten wenn die Tampons aus Tappere kommen. Doch dann wird fertig geleiert sein, der Saisonstart in Ambri rückt immer näher.

Dienstag, 2. September 2014

Muss auch der SCB Angst vor Hackern haben?

Ihr habt es alle mitgekriegt, der sogenannte "Hollywood-Hacker" hat die Handys von 101 mehr oder weniger hübschen Promi-Damen gehackt. Dramatisch daran ist natürlich, dass dort sehr intime und zum Teil oberschmuddelige Bilder drauf waren, die dann auch prompt veröffentlicht wurden. Das fährt peinlich ein und - das ist das Schlimme - die Bilder werden für immer im Internet sein.

Wie sichert sich der SC Bern ab, damit das unseren Spielern nicht passieren kann? Nun, da ich überall hinter die Kulissen blicken kann, darf ich Euch also alle beruhigen. 4 Spieler haben Handys, die noch keine Fotos machen können. Bei 15 Spielern wurde die Kamera-Linse mit Isolierband verklebt. und bei 5 Spielern hat der SCB eine Vertragsklausel eingebaut, dass sie zwar nackige Bilder von sich machen dürfen, aber nur von Hand gezeichnete. Der SCB ist auch dort also quasi ein Vorreiter, wie in so vielen Sachen.

Andere Klubs gehen damit viel leichtsinniger um. Als krasses Beispiel ist der hübsche Herr Sprunger zu nehmen (s. Bild). Das kann wirklich mal ins Auge gehen und den Verein vor grosse Probleme stellen. Werden solche Bilder öffentlich, dann kann man eigentlich nur noch Geri Müller als Coach engagieren. Seine Ausreden würden vielleicht den Klub noch in der NLA halten können.

Ein einzig bekannter Hack passierte ausgerechnet beim HC Daovs. Dort wurden ebenfalls Bilder entwendet, die sind jetzt ausgestellt im Naturhistorischen Museum Brienz in der Abteilung "Yeti".


Montag, 1. September 2014

Endlich - Der SCB führt den Monats-Captain ein

Eine weitere Nachricht lässt die Eishockey-Welt erschüttern. An der heutigen Medienkonferenz wurde der Konkurrenz wieder mal schonungslos vor Augen geführt, wie erbärmlich sie doch wirtschaften. Trotz Playouts und einer total vergeigten Saison schreiben wir mal locker über 100'000 Franken Gewinn. Das ist fast unglaublich oder halt wieder eine Top-Leistung unseres Management. Playouts und trotzdem Gewinn - das macht stolz. Zum Vergleich: 100'000 Franken ist unegefähr das Jahresbudget von Langnau und Biel zusammen. Uha uha uha. Oder ein noch aussagekräftigerer Vergleich: Um 100'000 Franken Gewinn zu machen, müsste Rappi sein Stadion, alle Spieler und die ganze Ortschaft verkaufen und 100'000 Jahre existieren. Faszinierend.

Das es gut läuft in Sachen "Kohle" wissen wir inzwischen auch. Da ist es halt wirklich von Vorteil wenn man so profihaft geführt wird. Aber mich persönlich hat eine Nachricht viel mehr beeindruckt: Der Svenu hat 20Min verraten, dass wir neu einen - Achtung jetzt - Monats-Captain haben werden. Auf Deutsch heisst das, das Guy Metzger jeden Monat einen Saububen bestimmt, der dann für diesen Kalendermonat Captain ist. Das ist eine revolutionäre Idee, oder?

Zu diesem Zweck hängt neu in der Garderobe eine Strichliste mit den Namen aller Spieler drauf. Analog einer 6. Klasse zum Beispiel. Wenn ein Spieler sich unflätig benimmt, dann gibt es einen Strich und wer Ende Monat Striche hat, der kann nicht Monats-Captain werden. Ich finde das Kult. Endlich ist es vorbei mit Pupsen in der nassen Ausrüstung, Selfies machen wenn Spieler X gerade sein Gehänge abtrocknet, die Disziplin wird wieder Einzug halten in unseren Haufen!

Zudem liegt der Monats-Captain voll im Trend. Wir kennen ja schon den Monats-Lohn, Die Monats-Blutung, die Monats-Binde, den Monats-Kalender oder auch den Monats-Januar bis -Dezember. Mit dieser Erfindung liegen wir voll im Trend und werden auch die Damenwelt vermehrt ins Stadion locken, denn einer der Spieler hat nun Quasi immer seine Tage und ist trotzdem glücklich. Das hat Symbolwirkung.

Auch gut finde ich, dass man dann diejenigen Spieler, die schlichtweg eigentlich niemals Captain sein dürften, da sie sehr grob und wild und ohne Vorbildfunktion sind (ich nenne keine Namen), dann trotzdem als Captain nehmen kann, einfach halt im Juni und Juli wo es keine Sau sieht. Das wird auch die unflätigen Buben stolz machen.

Der SCB setzt einmal mehr den Trendhammer!