Google+ Hardboiled SCB: Furzkopf der Woche - Pokémon Go-Scheisse

Sonntag, 17. Juli 2016

Furzkopf der Woche - Pokémon Go-Scheisse

Der Juli wird nun endlich ein bisschen mehr Sommer. Die Ferien stehen vor der Tür. Ein paar Leute haben sie schon durchgebracht, ich noch nicht. Der Gurten wird bald nicht mehr nach Bass dröhnen. Alles OK also? Ja, fast, hätte nicht irgend so ein Japaner mal diese unsäglichen Pokémons erfunden. War der grosse Hype nun fast vorbei, kommt den geschlitzten Kollegen von Nintendo nun nichts besseres in den Sinn, also mit "Pokémon Go" nun den totalen Nervenkrieg zu entfachen.

OK, immerhin treibt das Spiel nun sämtliche Stubenhocker seit Jahren zum ersten Mal wieder auf die Strasse. Nach 3 Minuten nervt man sich jedoch ab den Handy-vor-dem-Gring-Eseln bereits sowas, dass man sich wünscht, sie sollen doch alle wieder in ihre Höhlen kriechen. Das Spielkonzept ist sicher genial gemacht mit dem Einflechten der natürlichen Umgebung in das Spiel. Aber muss das Spiel jetzt denn gleich so ein Burner werden, dass nicht nur Kleinkinder, nein auch Erwachsene, an diesem Mist teilnehmen?

Sie irren umher wie sturmgeschlagene Wespen, rennen um die Wette weil ihr Smartphone gepiepst hat da anscheinend ein Monster hinter dem Container wartet. Sie müssen es dann mit ihrem Handy einfangen und drehen fast durch, wenn es nicht auf Anhieb gelingt. Du stehst am Strassenrand da und überlegst Dir, ob Du nicht einer Firma anrufen solltest, die Jacken ohne Ärmel als Kleider anbieten. 

Wisst ihr, ich gebe es zu, ich bin ebenfalls noch eine Spielzucker-Sau. Gerade neulich hat mir irgendwer eine PS4 bestellt, ich weiss bis heute nicht wer das war. Oder ich selber im Suff? Egal. Ich spiele gerne in einer leisen Stunde einen bombastischen Knaller. Ich wurde in die ersten Spielkonsolen hineingeboren und sie lassen mich nicht mehr los. Aber immerhin renne ich nicht wie ein Halbaffe durch fremde Gärten, nur weil dort gerade ein Affenmonster sein soll.

Dann gibt es noch die Situationen wo die Familie auf ihren bescheuerten Sonntagspaziergang geht. Die Kids sind neuerdings motiviert, logo, Handy vor der Schnauze und Monster orten, dann laufen sie friedlich, bis der Kleine schreit: "Da vorne ist ein Monster", worauf er eine geklebt kriegt weil Pabba meinte, er habe die Muddi gemeint. Das ganze Familienleben wird auf den Kopf gestellt. Tränen und Chaos.

Oder ist das Ganze einfach ein Ausdruck dafür, dass es so vielen Leuten so langweilig ist im Leben? Klar wird bei uns fast alles vom Internet bestimmt, wir sind auch dauernd erreichbar. Aber lasst Euch von einem geilen alten Computersauhund wie mir sagen: Geniesst das reale Leben, geh mal wieder ohne das Handy raus, gehe in den Ferien in ein Land und entdecke dort reale Sachen, nicht im Liegstuhl rumplättern wie ein Kuhdreck und auf dem Sauhund-Handy rumdrücken wie ein Irrer.

Egal, alle nicht-süchtigen geniessen die nächste Woche bei traumhaften Wetter! Abgemacht?