Google+ Hardboiled SCB: Furzkopf der Woche - Wie kann man seine Box mit Boris Becker füllen?

Montag, 13. Juli 2015

Furzkopf der Woche - Wie kann man seine Box mit Boris Becker füllen?

OK, unser Roger wurde gestoppt, leider, ich hätte ihm den Sieg von Herzen gegönnt. Allerdings muss man neidlos anerkennen, dass der Djoker auf einem schier unglaublichen Level gespielt hat. Er ist der beste Returnspieler der Welt, seine Präzision von der Grundlinie ist schon fast überirdisch. Fedex hat aber ein herrliches Turnier gespielt und wurde erst im letzten Moment gebremst, wir können trotzdem Stolz auf ihn sein. Das dauernde Geleier um seinen Rücktritt nervt, Roger ist noch auf einem Top-Level, auch wenn er im Moment probleme hat, seinen Rekord-Sieg an Grand-Slams zu holen.

Eben, nichts gegen Djoker vom Tennis her. Aber wie um alles in der Welt kann man auf die Idee kommen, mit Bumbum Becker einen total demontierten und leicht abgedrifteten Menschen in die Box zu setzten und ihn noch als Coach auszuweisen? Sportlich war Bumbum eine Attraktion, keine Frage. Sein Tennis, vor allem in Wimbledon, war sehenswert und meistens Spektakel pur.

Nach seinem Rücktritt vor 20 Jahren hat der Herr Becker dann aber wirklich keinen Fettnapf ausgelassen, um sich mit einer bemerkenswerten Konstanz selber zu demontieren. Seine Weibergeschichten hingen einem zum Halse raus, seine Lügen in der Beziehung ebenfalls, dann hinterzog er Steuern, gurkte in der Schweiz ohne Erfolg als Geschäftsmann rum, veröffentlichte eher peinliche Memoiren, duellierte sich mit dem Gurkenkopf Pocher in der wohl peinlichsten Fernsehshow aller Zeiten (s. Bild), bringt seinen Schützling Djokovic mit dümmlichen Interviews in Bedrängnis. Das schlimmste aber war: Bei Traumbällen von Djokovic blendet das TV dann den Boris ein wie er mit unheimlich doofem Arroganz-Blick in die Arena sabbert. Als ob er, nur er, diesen Ball befohlen hätte. Es nervte.

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass nicht Djokovic den Becker bezahlt, sondern Becker dem Djoker Geld hinblättert, dass er sich "Coach" nennen darf. Djokovic hat doch keinen Clown als Coach nötig, der war ja schon vorher stark ohne Ende und hat Wimbledon auch ohne den Rotbarsch gewonnen. Bevor man über den Rücktritt von Federer diskutiert, soll man zuerst diese Wurst aus dem Staff von Djokovic verbannen.