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Donnerstag, 11. September 2014

Die Nervosität steigt - bin soeben in Ambri eingetroffen

Ja, ich bin nervös wegen morgen, ich gebe es offen zu. Es ist immer fantastisch, wenn man kurz vor einer neuen Saison steht. Das Kribbeln im Bauch hat nun definitiv begonnen, ich hoffe Euch geht es gleich. Auch letzte Saison war es so, nun gut, das waren wohl eher Verdauungsbeschwerden. Aus lauter Nervosität bin ich schon heute auf Ambri getuckert, ich will einfach dem Team nahe sein vor diesem wichtigen Spiel. Der SCB fuhr, wie ich, um 12.00 Uhr los, ich bin aber schon hier und das Team nicht. Guy Boucher bestimmt ja jetzt auch jedesmal einen Monatschauffeur, war halt etwas Pech dass er den Wellinger gewählt hat. Der sitzt inzwischen in Biel und hat keinen Druck mehr. Es musste ein Ersatz-Chauffeur her, das war aber schwierig da fast alle Spieler schon ein Mass Bier getrunken hatten. Einzig Dirty Ritchie war noch nüchtern, aber der hat vor Jahren seinen Ausweis abgeben müssen wegen schlechter Laune am Steuer. Bis dann ein Profi-Chauffeur da war, war ich schon längstens in Ambri.

Wie ihr gesehen hat, baut Guy "der Metzger" Boucher seine Monats-Idee weiter. Den Monatscapitano (herzliche Gratulation Herr Schwerweh) und den Monatschauffeur kennen wir ja schon. Den Spleen hat Guy übrigens aus seiner Collage-Zeit, da wählten sie bei den Damen immer die Monatsblutung. Hier will er noch einen Monatsfouler, Monatsboxer, Monatsverlogenersauhund und Monatshorhüter wählen. Warum nicht, klingt frisch und innovativ.

Wie immer geniesse ich die freie Zeit hier in Ambri und beglücke mich ab der Natur. Schaut mal auf dem Bild diesen herrlichen Blick auf Ambri an, ihr seht sogar die Valascia (das Dach wird im Sommer abmontiert wegen dem Steinschlag). Aufgenommen habe ich das Bild vom Monte Risotto, einem 8000er in diesem legendären Tal.

Ich habe gerade vorhin das Dorf zusammengerufen, ist relativ einfach: einfach auf die Strasse stehen und "Celio" rufen, die 5 Einwohner waren sofort da. Nein, vermehrt haben sie sich nicht, die Einwohnerzahl ist seit 21 Jahren konstant geblieben. Ich fragte sie nach einem Hotel weil der SCB doch spontan schon am Freitag komme und übernachten will, nun gut, ich habe dann dem SCB telefoniert und gesagt sie sollen in der PostFinance-Arena pennen, ist wohl die bessere Idee.

Übrigens ist der Dirty Ritchie extrem glücklich, dass der Kobasev in Bern ist. Das sind zwei Herzen und eine Seele, beide schweigen sich während der Fahrt, wo sie immer nebeneinander sitzen, hemmungslos an, so dass man sich SCB-intern schon gefragt hat ob wohl Kobasev auch wenig redet oder der Ritchie ebenfalls eine Hirnerschütterung hat. Da laufen die Abklärungen noch.

So, das waren die letzten News aus dem Kultdorf Ambri, heute Nacht überdachen sie die Valascia noch schnell fertig, dann ist alles bereit für morgen. Ich bin heiss auf das Spiel! Auch wenn nicht mal mehr Ambri Angst vor uns hat.

Mittwoch, 10. September 2014

Schwerer Schlag - Philippe Furrer ab 2015/16 beim EHC Afrika

Da habe ich doch wirklich gemeint, die ersten schlechten Nachrichten in dieser Saison kommen frühstens am Freitag, wenn uns die Ambrosen runterlassen die Hosen. Alles habe ich weggesteckt, auch dass wir pro Spiel 6 Gegentore kriegen, nichts konnte meine Vorfreude auf den Saisonstart bremsen. Doch, ihr habt es alle sicher schon gelesen, nun folgt die definitive Bestätigung einer schlechten Meldung: Philippe Furrer, unser Haudegen, unser Mann fürs Grobe, unser Berner, wechselt auf die nächste Saison hin zum HC Lugagel.

Wir holen Bodenmann sehr früh, verlieren jetzt Furrer sehr früh, unser Transferreglement lässt das zu, mit dem habe ich kein Problem. Hart trifft es mich etwas, dass Lugano scheinbar wirklich gewillt ist, aus der dauernden Erfolgslosigkeit auszubrechen. Mit Furrer haben sie einen harten Arbeiter geangelt, der fast sein ganzes Leben beim SCB verbracht hat.

Aber ich verstehe unsere #29. Er kommt so langsam in der Herbst seiner Karriere, hat bis jetzt nur Bern gesehen, es ist seine letzte Chance um eine neue Herausforderung anzunehmen. Zudem, wenn ihr seinen Text auf seiner Heimseite gelesen habt ("das Angebot hat meine Familie überzeugt") ist es offensichtlich, dass auch seine Frau einen Vertrag unterschieben hat und von den Montegazzas jeden Monat entschädigt wird. Und sind wir ehrlich, sooo schlecht ist der Platz im Süd-Tessin nicht. Nur nicht zum Hockeyspielen. Uha.

Neben all den Jubelrufen in der Resega muss ich halt jetzt ein bisschen auf die Spassbremse treten. Haben sich denn die Lugagels auch mal folgende Sachen überlegt?

1. Furrer war zwar 20 Jahre beim SCB, hat aber nur 40 Spiele absolviert, den Rest hat er im Inselspital, Zimmer 231, auf Teleclub geschaut.

2. Furrer ist ein begnadeter Eigentorschütze, man denke an sein Wundertor im Nati-Dress.

3. Furrer hat gegen den jetzigen Lugagel-Trainer, Patrick Fischer, mindestens 120 mal die Faust ausgefahren, als der noch aktiv war. Hat man genug Respekt vor einem Trainer, den man noch vor Jahren geboxt hat?

4. Wie wirkt sich das dauernde Rotweinsaufen auf Furrers Kondition aus? Wie viele Kilos nimmt er im Sommer zu wenn er sich mit Pizzas und Teigaffen den Ranzen füllt?

Egal, Fragen über Fragen. Dann nehmen wir den Herrn mal beim Wort, er will sich bei uns mit einer tadellosen Saison bedanken, das nehmen wir natürlich gerne an. Mein Wunsch an ihn: Bitte verletzt Dich in Deiner vorerst letzten SCB-Saison zur Ausnahme mal nicht.

Dienstag, 9. September 2014

Schockierende Meldung aus Fribourg

Völlig geschockt und mit grosser Verwunderung habe ich eine Meldung im heutigen Blick gelesen. Da wurden alle NLA-Spieler gefragt, welche Spieler die grössten Weicheier und Schwalbenkönige sind. Nun, das Resultat seht ihr auf dem Zeitungsausschnitt.

Immerhin hier gewinnen die Hutzenbröhne mit grossem Vorsprung und lassen die Konkurrenz weit hinter sich, ist ja sicher ein kleiner Trost für die ewigen Playoff-Vergeiger. Wohlgemerkt, das ist die Meinung der Spieler auf dem Eis, diejenigen die es also hautnah erleben. Für mich sehr aussagekräftig. Ich habe es immer gewusst.

Allerdings bin ich nicht ganz sicher, ob die Rangliste denn auch ganz korrekt ist, denn wieso stehen nicht auf jeder Liste 5 Fribourger? Globi und Bodensurri machen den totalen Triumph der Hutzenbröhne kaputt. Aber das zeigt eigentlich, dass wir vom gemeinen Pöbel den Puck doch besser sehen als manches Gnom. Ich bin unsäglich stolz, dass hier kein SCB-Spieler erscheint!

Das härteste Tippspiel ever ist lanciert

Ist das nicht ein schöner Himmelgug auf dem Bild? Yes! Ihr habt doch nicht geglaubt, dass wir ohne ein geiles Tippspiel in die neue Saison starten? Ha! Hier kommt das Teil, ein Hammer, genau 300 Spiele sind zum Tippen von mir erfasst worden, also die gesamte Regular Season der NLA. Da die Züzis gegen die Lecker aus Rappen bereits morgen Abend spielen, schalte ich das Teil unglaublich pünktlich auf. Ihr könnt Euch ab sofort registrieren. Lest einfach hier schnell einige kurze Hinweise durch:

1. Der Zugriff aus dem Web ist über http://www.kicktipp.de/hardboiled
Danach klickt ihr auf "Mitglied werden" und gibst Deine E-Mail-Adresse ein. Wenn Du noch nie mitgespielt hast, kann es sein dass Du die E-Mail bestätigen muss. So habe ich die Gewissheit, dass die E-Mail stimmt, ist ja noch wichtig wegen den Preisen und so. Danach kannst Du die Tipps abgeben. Einer nach dem Anderen.

2. Für iPhone- und Android-Junkies gibt es auch eine App, die logischerweise "Kicktipp" heisst. Dort musst Du unter "Tipprunde suchen" nach "hardboiled" suchen, Dich ebenfalls als Mitglied anhängen wie wenn Du über das Web kommen würdest.

3. Die Spiele kommen wunderschön nach Datum sortiert, Du siehst also immer, welches Spiel dran ist. Das ist unhuren wichtig bei unserem Chaos-Spielplan mit 391 vorgezogenen Spielen und 210 Spielverschiebungen. Im Hardboiled-Tippspiel bist Du diese Sorgen los. Du kannst Dir sogar einen Alarm setzten lassen, wenn Du einen Tipp noch nicht abgegeben hast (das kann immer passieren bei unserem Spielplan). Von der Benutzerfreundlichkeit ist "Kicktipp" einfach geil. Spielt darin rum, es ist wirklich gut in Sachen Übersicht und Spielwitz.

4. Getippt wird immer das Schlussresultat, nicht so Quatsch wie nach 60 Minuten oder so. Also niemals, wirklich niemals, auf ein Unentschieden tippen! Kennsch es? Die Punkte seht ihr auch in der Spielanleitung, hier nochmals: Richtiger Sieger 1 Punkt, richtiger Sieger und richtige Tordifferenz 3 Punkte, richtiger Sieger und genaues Resultat 5 Punkte.

Achtung: Da ich das Ding gratis angemeldet habe, hat es nur Platz für 300 Leute! Mehr Leute fasst das Ding in der Gratisversion nicht, sonst kostet das mich leider Geld, da bin ich noch nicht soooo scharf drauf. Also meldet Euch sofort an! 

Und dann gibt es natürlich Preise, klar doch. Dieses Jahr haben wir etwas ganz besonderes, allerdings ist es auch das härteste Tippspiel ever (300 Spiele), da gewinnen nur Profis. Oder Damen. Uha uha uha. Kleiner Scherz. Also, die Preise:

1. Platz: Im nächsten Jahrbuch 1 volle Seite für Dich (Foto oder Text). Bei einer Auflage von 300'000 Exemplaren ist das DIE Chance für Dich, berühmter zu werden als Schüschu.

2. Platz: Band 1, 2 und 3 (der noch erscheint) der Hardboiled-Jahrbücher

3. Platz: Hardboiled T-Shirt nach  Deiner Wahl

4. - 10. Platz: Eine original Hutzenbröhne-Brennbox

Ihr seht, es geht was! Viel Vergnügen beim Tippen! Ach, und da ist noch was: Am Donnerstagmorgen kommut auf Energy Bern mein Interview das Simon "Stimmgott" Moser mit mir geführt hat. In einer Sauna. 

Montag, 8. September 2014

Familienglück trotz Eishockey

Ja, der Countdown läuft, es geht nur noch ein paar Tage und die Eishockey-Saison 2014/15 ist eröffnet. Viele Leute freuen sich massiv auf diese Zeit. Aber es gibt auch Leute mit gemischten Gefühlen. Oft gab es in der Vergangenheit Unstimmigkeiten wegen des (zu) grossen Fanatismus eines Familienmitgliedes. Das kann eine Beziehung oder sogar die ganze Familie schwer belasten. Hardboiled SCB hat sich da seine Gedenken gemacht  und gibt Euch ein paar praktische Tipps, wie ihr alles unter einen Hut kriegt.

1. Es geht viel über die Kinder
Ganz klar, vernachlässigen darf man die Buschis nicht. Aber man kann mit ein paar geschickten Tricks die Kids ebenfalls sehr früh in das Hockeyleben eingliedern. Wenn du es mal am Ohr ziehen musst, sag laut "Gottéron" dazu, auch wenn es beim Essen rumsabbert ohne Ende. Das Kind wird den Begriff "Gottéron" mit einer Sauerei und Bestrafungen verbinden, so dass es später schon nur wenn es den Namen hört eine Hechtrolle weg machen wird. Pädagogisch sehr sinnvoll und wird von führenden Zeitschriftenhändlern empfohlen.

2. Du hast eine Partnerin
Frauen sind oft ganz schwer zum Eishockey zu bringen. Entweder sind sie seit frühster Kindheit bereits Fan oder es wird nichts mehr daraus. Aber Du kannst sie involvieren, damit sie immerhin ein bisschen in Dein Hockeyleben eingesogen wird. Schau mit ihr ein Spiel und versuch es ihr interessant zu machen. Sag "die #39 sieht echt scharf aus". Schau dann, wie sie unseren Torhüter interessiert zu beobachten beginnt. Du weisst natürlich, dass Beppo seinen Helm Baujahr 1941 niemals abziehen wird. Ist egal! So wird ihr Interesse geweckt! Nimm ja keinen Feldspieler, dort wird sie an jedem Mann was auszusetzen haben. Ein absolutes No-Go ist, sie mit einem Spieler zu vergleichen! Also keine Sätze wie "du hast Haare wie Justin Blumenkohl" oder "dein Hals ist wie der von Conz". Keine Frau möchte mit behaarten und muskulösen Männern verglichen werden!

3. Du hast einen Partner
Hier ist gleich das Gegenteil der Fall! Vergleich ihn mit den Spielern. Sag Sätze wie (auch wenn Du den Lachkrampf verstecken musst) "Ach, hätte die #93 auch nur so Muskeln wie Du" oder "Schatz, Du wärst der hübscheste Spieler mit Helm". Männer lassen sich gerne mit Sexsymbolen vergleichen. Auch die Härte kann erwähnt werden, also so "mein Schatz hätte sich diese Wunde wohl selber genäht" oder ähnlich. Vermeide dann aber die direkte Konfrontation mit den Spielern, gehe an keinen Kick-Off oder so wo die Spieler in Natura neben Deinem Wursti stehen, denn Männer sind nicht dumm und merken dann sofort, das etwas nicht ganz stimmen kann.

4. Wenn das Licht im Schlafzimmer ausgeht
Auch hier hat man viele Möglichkeiten, den Partner einzuflechten. Wenn zum Beispiel der Mann nur noch im Slip im Schlafzimmer erscheint, wäre ein Satz wie "Uh, trägst Du darunter noch einen Tiefschutz?" ein absoluter Aufsteller. Bitte aber die Frau nicht so ansprechen, Sachen wie "Du bist mein Hartgummischeibchen" wirken beim schönen Geschlecht ganz und gar nicht. Hingegen kann die Frau mit neckischen Bemerkungen noch mehr Stimmung bringen, also zum Beispiel "Heute machen wir es Dirty, Ritchie!". Zudem kann die Frau hemmungslos falsche Namen austeilen wenn es heiss zu und her geht, "Schneller, Alain!" oder "das ist gut, Eric!" turnen den SCB-Mann an. Auch hier ein No-Go im umgekehrten Fall, niemals einer Frau sagen "das war aber heiss, Beppo!" oder "wow, es war unbeschreiblich schön, Lars!". Als Alternative bieten sich da Klatschreime an, worauf man klatscht sollte dem normalen Mann ja jetzt nicht mehr erklärt werden müssen.

So, nun seid ihr fit für die Saison, haltet Euch an die Tipps wenn ihr alle Spiele des SCB lückenlos anschauen wollt. Nur eine glückliche Familie ist auch eine herzige Familie.