Google+ Hardboiled SCB: EV Zug - SC Bern 2:5

Freitag, 22. Dezember 2017

EV Zug - SC Bern 2:5

Hatte ich nicht Recht als ich in der Vorschau davon schrieb, dass das Geheule in Zug wohl auch heute Abend unterträglich sein wird? Ich war aber in Weihnachtsstimmung und habe in Zug Tränentrockner verteilt, in weiser Voraussicht. Aber nicht irgend ein Tempo-Taschentuch, nein, die neuen Dinger, da wo immer Reklame im TV kommt, die wandlen Flüssigkeit sofort in ein Gel um und man kann dann wieder rumhopsen wie läufig. Der EV Zug ist es mir Wert. Weihnachtsfeier-Tuni olé! Zug startete wie die Feuerwehr, wir waren irgendwie nicht richtig auf dem Eis, 2:0 führten die Innerschweizer, doch ihc war nicht beunruhigt, denn ich wusste: Ihr Toröffner Stephan wird seine schwachen 5 Minuten, wie fast immer, schon noch einziehen. So geschah es auch, im Mitteldrittel drehten wir mit 4 Toren das Spiel und gewannen schlussendlich sehr verdient.

Eben, der Start war wie Zwiebelkuchen mit Vanillecréme, auf eine Art zum Furzen, dann aber die süsse Versuchung. Dem Anders sein Sohn leitete unsere schwache Phase mit einem kapitalem Bock ein, sein Pass wurde abgefangen und der Türklingelhügel schoss herrlich ein, Leo ohne Chance. Kurz darauf eierten wir auch wieder einem Kontern hinterher, der Schuss ging an die Latte, von dort an Leos Tange und kullerte ins Tor. 2:0 und lange Gesichter. Wir kriegten bis zum Schluss dieses Drittels die Beine nicht richtig in Stimmung. Zug führte, obschon wir optisch nicht unterlegen waren, aber viel zu viel die Scheibe einfach so abgaben.

Das zweite Drittel war dann Pfeffer auf Chilli. Vorausgesetzt man ist kein Zuger Antisteuerzahler. Erst ein "ich schnalz mit der Zunge oder auch mit den Nüssen"-Pass von Arko, den dem Anders sein Sohn vewertete. So, wir waren wieder dran. Stephan schlotterte bereits wie ein nackter Truthahn in der Kältekammer. Kurz darauf glich Sexy-Rüfi aus, er reagierte auf ein Gestocher am Schnellsten. Wow. Nun rollte unsere Maschine endlich auf 5 Zylindern. Kaum eine Zeigerumdrehung später zog erneut Andersson ab, total haltbar schlug die Scheibe zum 3:2 ein. Nun war ich euphorisiert. Die Zuger füllten nun ihre Gel-Tücher mit Tränen, war mir egal. Kurz vor Schluss des Drittels entschieden wir die Partie. Ein Getümmel vor Stephan, Rüri mitten drin statt nur dabei, Primat Morant knallte ihn um, auf Stephan, blockierte ihn dort, so dass Arko seelenruhig ins leere Tor einnetzen konnte. 4:2 und geil. Video-Konsultation des Schiris. Ich bin ganz ehrlich: Man hätte den Ofen auch nicht geben können. Aber wenn Einzeller Morant involviert ist, finde ich es total OK, wenn man das Tor trotzdem gibt. Schön zu sehen war auch, wie ein Zuger dem Arko noch einen herrlichen Stockschlag in die Waden gab, nach dem Jubel von Arko. Aber geil: Nicht provozieren lassen, cool lächeln und unaffällig den Stinkfinger zeigen, so muss man sein wenn man ein Gewinner ist.

Im letzten Drittel knallte Zug vermehrt auf Leo, doch der war nun sehr sicher und hatte auch 2 mal grob Schwein, egal. Die Zuger kamen mir vor wie eine Peniscréme die man einreiben kann, dass man nicht nach 11 Sekunden kommt. Sie waren total Gefühllos, so dass wir den Leernetzer noch schreiben konnten. Herrlich wie Deckenfrau trotz dem leeren Tor vor der Nase noch dem grössten Kämpfer zupasste. 5:2 und fertig mit leiern, 3 Punkte und ab ins Bett, denn morgen müssen wir fit sein für die Leerregaler (nicht mal ein Aschenbecher im Regal, uha uha uha). Schlaft gut, schmückt den Baum erst am Sonntag, denn morgen geht es noch nicht heilig zu und her, jede Wette!


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